Robert Habeck und Alice Weidel treten nicht im TV-Duell gegeneinander an. Als Alternative gibt es einzelne Fragerunden mit dem Motto „Was nun?“.
Update, 20.08 Uhr: Mit Blick auf das TV-Duell am Sonntag zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz machte Habeck keinen Hehl daraus, dass er selbst gerne an der Debatte teilgenommen hätte. „Die Vielfalt des Landes wäre auch attraktiv gewesen“, sagte der Grünen-Politiker mit einem Lächeln.
Verhalten reagierte der Wirtschaftsminister mit Blick auf seine berufliche Zukunft nach der Bundestagswahl. Auf die Frage, ob er sich in der Opposition sehe, erwiderte Habeck: „Nein, ich kämpfe darum, Verantwortung in einer Regierung zu tragen.“ Auf die direkte Nachfrage, ob er sich aus der aktiven Politik zurückziehen würde, wenn die Grünen der nächsten Regierung nicht angehören sollten, reagierte Habeck ausweichend. Er kämpfe darum, dass die Grünen die Chance haben, in eine Regierung zu gehen, sagte der Wirtschaftsminister. Die Zukunft des Grünen-Politikers scheint also ungewiss.
ZDF-Fragerunde „Was nun?“: Habeck über Trump – „Wir dürfen uns nicht rumschubsen lassen
Update, 19.47 Uhr: Über Donald Trumps Zoll-Drohungen sagt Habeck, um diese Zölle zu verhindern, sei die Androhung von Gegenzöllen richtig. „Wir dürfen uns nicht rumschubsen lassen“, forderte der Wirtschaftsminister. Europa sei vorbereitet, zu reagieren, sollten die USA Ernst machen.
Update, 19.42 Uhr: Auf Nachfrage wies Habeck zurück, dass sein 10-Punkte-Plan zur Migration als Versuch gewertet werden könne, in der Migrationsdebatte nicht abgehängt zu werden. Der Plan sei Habecks „Antwort auf die Sicherheitsproblematik“. Der Grünen-Kanzlerkandidat erklärte jedoch, die Integrationsfrage sei in den vergangenen Wochen nicht genug gestellt worden.
Was Friedrich Merz in der Migrationsdebatte fordere, sei „Germany-First“-Politik. „Das wäre ein Europa, das auseinander fallen würde“, so Habeck. Die Grünen hingegen fordern, führte Habeck aus, „Recht einhalten, Recht durchsetzen“. Auch den Plan der Union, die Tragfähigkeit des Sozialsystems mit einem Bericht im Auge zu behalten, nannte Habeck „warme Luft in Tüten“.
ZDF-Fragerunde „Was nun?“ live: Robert Habeck muss gleich zu Beginn auf Vorwürfe eingehen
Update, 19.32 Uhr: Im ZDF heißt es: „Was nun, Herr Habeck?“. In der Fragerunde erklärte der Kanzlerkandidaten der Grünen auf Nachfrage, er spiele vor der Bundestagswahl nach wie vor auf Sieg und strebe trotz der aktuellen Umfragewerte die Kanzlerschaft an. Gleich zu Beginn ging es um die Plagiatsvorwürfe gegen Habeck, die von dem österreichischen Plagiatssucher Stefan Weber erhoben wurden. Den Vorwurf nannte Habeck „haltlos“. „Irgendjemand hat sich viel Mühe gegeben“ und habe Weber bezahlt, sagte der Grünen-Politiker und deutete an, dass der Zeitpunkt der Vorwürfe nicht zufällig gewählt sei.
Habeck-Fragerunde anstelle von TV-Duell mit AfD-Chefin Weidel
Erstmeldung: Berlin – Nach dem TV-Duell zwischen Friedrich Merz (CDU) und Olaf Scholz (SPD) sollte eigentlich ein weiteres Aufeinandertreffen zwischen Alice Weidel (AfD) und Robert Habeck (Grüne) folgen. Doch dazu kommt es nicht. Ursprünglich hatten ARD und ZDF ein solches Duell geplant, aber der Kanzlerkandidat der Grünen sagte schließlich ab.
Stattdessen werden nun zwei kürzere Runden ausgestrahlt, in denen die Kandidaten einzeln den Fragen der Moderatoren begegnen. Wann und wo diese Alternative zu sehen ist, bleibt spannend.
Als Alternative zum TV-Duell mit Weidel: Habeck live bei „Was nun“ vom ZDF zu sehen
Am Tag nach dem TV-Duell zwischen Merz und Scholz zeigt das ZDF zwei Kandidatenrunden. Zuerst wird Robert Habeck um 19.25 Uhr zur Fragerunde „Was nun, Herr Habeck?“ antreten, gefolgt von Alice Weidel um 19:50 Uhr im Format „Was nun, Frau Weidel?“. Ursprünglich hatten ARD und ZDF zwei TV-Duelle geplant, bei denen die Spitzenkandidaten von Grünen und AfD aufeinandertreffen sollten.
Kurz vor Weihnachten kam jedoch die Absage. „Daher wird die Produktion des zweiten angedachten Duells von ARD und ZDF in dieser Form nicht stattfinden“, hieß es damals in einer Erklärung. Robert Habeck hatte schriftlich abgesagt. Oliver Köhr, ARD-Chefredakteur, bestätigte im NDR: „Jetzt wissen wir, dass Robert Habeck auch ganz hochoffiziell das nicht machen möchte.“
Nach TV-Duell von Scholz und Merz: „Was nun, Herr Habeck“ wird live bei ZDF gesendet
Die Absage des TV-Duells zwischen Weidel und Habeck hatte ihren Grund darin, dass die Grünen darauf bestanden, Habeck in einem Triell mit Scholz und Merz zu integrieren. Eine Einigung wurde jedoch nicht erzielt. Als Alternative plant das ZDF nun separate Fragerunden mit Weidel und Habeck. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek moderieren beide Sendungen. Markus Söder fällte indes im Zusammenhang mit dem TV-Duell von Scholz und Merz ein knallhartes Urteil.
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Bis zur Bundestagswahl treten die Spitzenpolitiker in verschiedenen TV-Formaten gegeneinander an. Am Montagabend findet der sogenannte Vierkampf bei Hart aber fair statt, mit Gästen wie Christian Lindner (FDP), Jan van Aken (Die Linke), Sahra Wagenknecht (BSW) und Dorothee Bär (CSU). Zudem wird es ein Quadrell geben: eine Vierer-Runde von RTL und ntv mit Scholz, Merz, Habeck und Weidel am kommenden Sonntag.
Alternative zum TV-Duell mit Weidel: Habeck stellt sich Fragen beim ZDF live
Das ZDF berichtet, dass die Kandidaten in den Fragerunden unter anderem zu ihrer Migrationspolitik befragt werden. Auch Themen der Wirtschafts- und Außenpolitik stehen auf der Agenda. Laut einer Insa-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag liegt die AfD derzeit bei 21 Prozent und ist damit zweitstärkste Kraft hinter der Union. Die Grünen mit Kanzlerkandidat Robert Habeck erreichen hingegen nur 12 Prozent.