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Israels Armee greift nach eigenen Angaben hunderte Ziele im Gazastreifen an. Die Zahl der Toten steigt weiter. Der News-Ticker zum Krieg in Nahost.
- Bei Luftangriff in Gazastreifen: Israel eliminiert hochrangigen Hamas-Kommandanten
- Opfer des Krieges im Gazastreifen: Zahl der Toten laut Behörden über 10.000
- Krieg gegen die Hamas: Israel kündigt „signifikante“ Angriffe auf Gazastreifen an
- Die hier verarbeiteten Informationen zum Krieg in Israel stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Konfliktparteien. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben zur Situation in Israel und im Gazastreifen aber teilweise nicht. Auch in diesen Fällen bleiben wir transparent.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Über die aktuelle Entwicklung in Israel und im Gazastreifen informieren wir in unserem neuen News-Ticker.
Update vom 6. November, 22.34 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat am Montag in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über mögliche zeitlich begrenzte Feuerpausen im Gaza-Krieg gesprochen. Wie das Weiße Haus mitteilte, hätten beiden die Möglichkeit „taktischer Pausen“ erörtert. Diese sollen zum einen der Zivilbevölkerung die Möglichkeit geben, Kampfgebiete zu verlassen und zu anderen helfen, humanitäre Hilfe für die Menschen im Gazastreifen bereitzustellen. Eine taktische Feuerpause könnte zudem helfen, weitere Geiseln - darunter auch US-Bürger - zu befreien.
Seit des Großangriffs am 8. Oktober sind mindestens 240 Menschen weiterhin in der Gewalt der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas. Verschiedene hochrangige Vertreter der US-Regierung hatten sich bereits zuvor für zeitlich begrenzte Feuerpausen in dem Konflikt ausgesprochen. Auch Biden selbst hatte dafür plädiert.
Oppositionsführer will nach Kriegsende der Palästinensischen Autonomiebehörde Kontrolle in Gaza überlassen
Update vom 6. November, 20.45 Uhr: Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid hat sich dafür ausgesprochen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde nach dem Krieg in Gaza dort wieder die Kontrolle übernimmt. Der ehemalige Regierungschef sagte dem TV-Sender Welt am Montag: „Meine Exitstrategie ist anders als die der Regierung.“ Man solle die Palästinenserbehörde von Präsident Mahmud Abbas wieder dorthin zurückbringen.
Lapid sagte, es gebe in Gaza zwar nur noch wenige Vertreter der Behörde, sie verfüge aber noch über eine Infrastruktur. Mit Blick auf den Rückhalt von Abbas im Westjordanland sagte Lapid, in Städten wie Dschenin oder Nablus sei die Lage „weniger unter Kontrolle als man es wünschen würde“. Anderswo im Westjordanland funktioniere es besser, sagte Lapid. „Unter den schlechten Wahlmöglichkeiten ist das die am wenigsten schreckliche. „Feuerpausen im Gaza-Krieg aus humanitären Gründen lehnte Lapid gegenwärtig ab: „Wir müssen zunächst einmal den Krieg gewinnen.“
Jordanischer Ministerpräsident zieht „rote Linie“ in Gaza-Krieg
Update vom 6. November, 18.05 Uhr: Jordanien hat eine „rote Linie“ im Gaza-Krieg gezogen. Versuche, Palästinenser aus dem Gazastreifen oder dem Westjordanland zu vertreiben, oder Bedingungen, das vorzubereiten, werde das Königreich als „Kriegserklärung“ betrachten, sagte der jordanische Ministerpräsident Bisher al-Khasawneh laut der staatlichen Nachrichtenagentur Petra am Montag.
Die „brutalen Angriffe auf Krankenwagen und humanitäre Hilfskräfte“ im Gazastreifen widersprächen „dem Prinzip der Selbstverteidigung“. Laut Al-Khasawneh seien alle Optionen auf dem Tisch. Nachdem sich die Außenminister verschiedener arabischer Staaten und ein Vertreter der PLO bereits am vergangenen Wochenende zur aktuellen Lage in Gaza beraten hatten, soll es an diesem Samstag erneut einen „arabischen Gipfel“ geben. Laut des jordanischen Premiers wird das Treffen in Saudi-Arabien stattfinden.
Update vom 6. November, 16.45 Uhr: Der heutige Terroranschlag nahe der Altstadt von Jerusalem hat offenbar ein Todesopfer gefordert. Die 20-jährige Polizistin, die schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden war, ist ihren Verletzungen erlegen, wie die Times of Israel berichtete. Mit ihrem Tod sind seit dem 7. Oktober, dem Beginn des Krieges gegen die Hamas, insgesamt 59 israelische Polizeibeamte getötet worden.
Bei Luftangriff getötet: Israel eliminiert hochrangigen Hamas-Kommandanten
Update vom 6. November, 15.59 Uhr: Die israelische Armee (IDF) hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Hamas-Mann eliminiert. Bei einem Luftangriff in der vergangenen Nacht sei der Kommandeur des Hamas-Bataillons Deir al Balah getötet worden. Wael Asfeh, so sein Name, soll nach Angaben der IDF unmittelbar an der Durchführung der verheerenden Terrorattacke der Hamas vom 7. Oktober beteiligt gewesen sein und weitere Angriffe auf Israel geplant haben. Zwischen 1992 und 1998 soll er in israelischen Gefängnissen inhaftiert gewesen sein. Bisher hat Israel die Tötung von mehr als einem Dutzend hochrangiger Befehlshaber der Hamas gemeldet.
Krieg in Israel: Zahl der Toten im Gazastreifen laut Behörden bereits über 10.000
Update vom 6. November, 14.20 Uhr: Die Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser ist seit Kriegsbeginn vor einem Monat nach Angaben des Hamas-kontrollierten Gesundheitsministeriums auf 10.022 gestiegen. Mehr als 25.000 Menschen seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Unter den Toten seien Tausende Frauen sowie Kinder und Jugendliche. Am Sonntag berichtete die Behörde noch von 9770 Toten. Die Zahlen lassen sich gegenwärtig nicht unabhängig überprüfen.
Den Angaben zufolge handelt es sich um die mit Abstand größte Zahl von Toten unter Palästinensern während eines Krieges in der Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts.
Israel kündigt im Krieg gegen Hamas „signifikante“ Angriffe auf Gazastreifen an
Update vom 6. November, 13.25 Uhr: IDF-Sprecher Daniel Hagari hat weitere „signifikante“ Angriffe im Gazastreifen „in den kommenden Tagen“ angekündigt. Nach der „Teilung“ des Gazastreifens in „Nordgaza und Südgaza“ könnten israelische Bodentruppen schon bald Gaza-Stadt, die größte Stadt im abgeriegelten Küstenstreifen, betreten. Das berichtet die israelische Zeitung Haaretz unter Berufung auf die Armee. Am Sonntagabend sei von „48 Stunden“ die Rede gewesen, bis Soldaten die dichtbesiedelte Stadt betreten und dort kämpfen.
Ziel der Operation sei es, Hamas-Einrichtungen und ihre Tunnel zu zerstören. Das von der Regierung ausgegebene Ziel, die Hamas vollständig zu vernichten, könnte längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Armee spricht von Monaten, einem Jahr oder sogar mehr, heißt es im Haaretz-Bericht. Man werde die Hamas-Tunnel aufgrund der Gefahr von Sprengfallen nicht direkt betreten.
Hamas feuern wieder Raketen auf Israel ab
Update vom 6. November, 10.35 Uhr: Nach einer mehrstündigen Pause sind am Montag aus dem Gazastreifen wieder Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert worden. In mehreren Städten im Grenzgebiet heulten am Morgen die Warnsirenen, wie die israelische Armee mitteilte. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst keine. Aus dem Gazastreifen wurden laut Militärangaben seit Kriegsbeginn am 7. Oktober mehr als 8100 Raketen auf Israel abgefeuert. Für einen Großteil übernahm die in dem Küstengebiet herrschende islamistische Hamas die Verantwortung.
Update vom 6. November, 9.50 Uhr: Ein 16-jähriger Palästinenser hat nach israelischen Angaben bei einem Anschlag nahe der Jerusalemer Altstadt zwei Polizisten verletzt. Der Angreifer aus Ost-Jerusalem sei nach der Messerattacke erschossen worden, teilte die israelische Polizei am Montag mit. Der Vorfall ereignete sich demnach am Herodestor. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurde eine etwa 20-jährige Israelin in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Ein etwa 20-jähriger Mann sei leicht verletzt worden.
Israel greift Hunderte Ziele im Gazastreifen an
Update vom 6. November, 8.20 Uhr: Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben erneut Hunderte Ziele im Gazastreifen angegriffen. In den vergangenen 24 Stunden seien rund 450 Ziele aus der Luft bombardiert worden, teilte die Armee am Montagmorgen mit. Darunter seien Tunnel, militärische Anlagen sowie Abschussrampen für Panzerabwehrraketen der islamistischen Hamas gewesen. Zudem hätten die Bodentruppen einen militärischen Komplex übernommen.
Bei dem Einsatz seien „mehrere Hamas-Terroristen“ getötet worden, darunter Dschamal Mussa, hieß es vom Militär. Er soll für „besondere Sicherheitsoperationen“ verantwortlich gewesen sein und 1993 einen Anschlag auf israelische Soldaten im Grenzgebiet verübt haben.
Israels Armee rückt im Krieg gegen Hamas weiter im Gazastreifen vor
Update vom 6. November, 7.45 Uhr: Die israelische Armee ist im dicht besiedelten Gazastreifen weiter vorgerückt und hat das abgeriegelte Küstengebiet nach eigenen Angaben nun komplett in zwei Hälften geteilt. Jetzt gebe es „ein Nordgaza und ein Südgaza“, sagte der israelische Militärsprecher Daniel Hagari am Sonntag. Die Einheiten hätten die Küste im südlichen Teil der Stadt Gaza erreicht und würden den Bereich „halten“. Die Luftangriffe und Attacken am Boden habe man am Abend ausgeweitet.
Gaza-Stadt im Norden sei vollständig eingekreist, sagte ein Armeesprecher am Sonntagabend. Dies sei ein entscheidender Schritt im Kampf gegen die Hamas, die am 7. Oktober einen Terror-Angriff auf Israel mit etwa 1400 Toten verübt hatten. Zivilisten soll es aber weiterhin möglich sein, in den südlichen Teil des Gazastreifens zu flüchten, behauptet Israel.
Derweil vermelden die USA, dass ein Atom-U-Boot im Einsatzgebiet des US-Zentralkommandos im Nahen Osten eingetroffen sei. Dazu wurde auf X ein Foto veröffentlicht, das es bei der Durchfahrt durch den Suez-Kanal zeigt.
Gefechte an der Grenze zum Libanon: Israel „bereit, im Norden zuzuschlagen“
Update vom 5. November, 22.55 Uhr: Israels Militär ist nach Angaben von Generalstabschef Herzi Halevi auf einen möglichen größeren Angriff im Libanon vorbereitet. „Wir sind jederzeit bereit, im Norden zuzuschlagen“, sagte Halevi bei einem Truppenbesuch am Sonntag an der Grenze zum Libanon. „Wir wissen, dass es dazu kommen kann.“ Er habe jedoch großes Vertrauen, dass die Verteidigung im Norden stark sei. „Wir haben das klare Ziel, eine deutlich bessere Sicherheitslage an den Grenzen wiederherzustellen, nicht nur im Gazastreifen.“
Update vom 5. November, 21.28 Uhr: Nach Angaben des israelischen Armeesprechers Daniel Hagari führt die israelische Armee derzeit schwere Luftangriffe gegen Ziele der Hamas im Gazastreifen durch. Die „intensiven“ Luftoperationen würden die Hamas-Infrastruktur – sowohl oberirdisch als auch unterirdisch – ins Visier nehmen. Palästinensische Quellen sprechen von den bislang womöglich schwersten Angriffen.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern




Die Bodenkräfte der israelischen Armee sind derweil bis an die südlichen Küstenbereiche von Gaza-Stadt vorgerückt und bezögen dort nun Stellung, berichtete Sprecher Hagari. Damit sei der Gazastreifen effektiv geteilt. „Jetzt gibt es einen südlichen Gazastreifen und einen nördlichen Gazastreifen“, zitiert die tagesschau Hagari.
Krieg in Israel: Netanjahu-Regierung will keinen Waffenstillstand
Update vom 5. November, 19.23 Uhr: Ähnlich wie Premierminister Benjamin Netanjahu hat auch der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant den Forderungen nach einem Waffenstillstand in Gaza eine klare Absage erteilt. „Es wird keinen Waffenstillstand geben, bis alle Geiseln zurückkehren“, sagte er. Die Hamas erleide „schwere Schläge“, sagte er außerdem und warf der Gruppe vor, Israel mit „psychologischen Operationen“ schaden zu wollen. Die Hamas veröffentlicht immer wieder Aufnahmen von Angriffen gegen israelische Panzer und Infanterie.
Update vom 5. November, 16.59 Uhr: Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat Forderungen nach einem Waffenstillstand im Gazastreifen ein weiteres Mal abgelehnt. „Wir sagen sowohl unseren Freunden als auch unseren Feinden, dass sie das Wort ‚Waffenstillstand‘ aus dem Lexikon streichen sollen“, so Netanjahu laut israelischen Medien. Bis die Hamas alle Geiseln freilasse, werde es keinen Waffenstillstand geben.
Update vom 5. November, 13.30 Uhr: Laut palästinensischen Angaben sind im Gazastreifen seit dem 7. Oktober mindestens 9770 Menschen getötet worden, darunter 4800 Kinder. Das gab das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium bekannt. Im von Israel besetzten Palästinensergebiet Westjordanland seien 152 Menschen getötet und 2100 verletzt worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Als Konsequenz aus den israelischen Angriffen im Gazastreifen will er türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eigenen Angaben zufolge alle seine Kontakte zum israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu abbrechen. „Netanjahu ist nicht mehr jemand, mit dem wir sprechen können. Wir haben ihn abgeschrieben“, wurde Erdogan am Samstag von türkischen Medien zitiert.
„Ausschaltung der Terroristen“: Israel setzt Operation im Gazastreifen fort
Erstmeldung: Gaza-Stadt – Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben während ihres Bodeneinsatzes gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen bislang mehr als 2500 Ziele angegriffen. Dies sei im Verbund mit der Luftwaffe und der Marine geschehen. Die Truppen setzten die „Ausschaltung von Terroristen“ im Nahkampf fort, teilte die Armee am Sonntagmorgen (5. November) mit.
Die Truppen lenkten Kampfflugzeuge zu Angriffen auf die Infrastruktur der Hamas, auf Waffendepots, Beobachtungsposten sowie Kommando- und Kontrollzentren, teilte das israelische Militär am Sonntag mit. Auch in der Nacht seien Luftangriffe auf ein Militärgelände der Hamas geflogen worden, in dem sich Kommando- und Kontrollzentren, Beobachtungsposten und weitere terroristische Infrastruktur befänden.
Israel-Gaza-News: Luftangriff auf Flüchtlingsviertel – Berichte über Dutzende Todesopfer
Medienberichten zufolge soll die Armee ein Haus im Flüchtlingsviertel Al-Magasi im Zentrum des Gazastreifens bombardiert haben. Dabei seien mehr als 30 Menschen getötet worden, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten unter Berufung auf die von der islamistischen Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde.
Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, sie prüfe die Berichte. Der arabische Fernsehsender Al Jazeera berichtete unter Berufung auf Ärzte vor Ort sogar von 45 Todesopfern. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Im Gazastreifen haben israelische Angriffe bislang Tausende Tote gefordert.
In dem Al-Magasi-Flüchtlingsviertel leben nach Angaben des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge UNRWA mehr als 33.000 Menschen auf einer Fläche von 0,6 Quadratkilometern. Die Straßen seien eng und die Bevölkerungsdichte hoch. Wie in anderen Flüchtlingsvierteln im Gazastreifen leide die Bevölkerung unter hoher Arbeitslosigkeit und Armut.
Am vergangenen Wochenende hatte das israelische Militär eine neue Phase im Krieg gegen die im Gaza herrschende palästinensische Organisation eingeläutet und seine Einsätze am Boden ausgeweitet. Der Gazastreifen hat eine Länge von etwa 40 Kilometer und erstreckt sich über eine Fläche, die nur etwas größer als die von München ist. In dem dicht besiedelten Gebiet leben mehr als 2,2 Millionen Menschen. (lrg/dpa)
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