Auszüge aus neuem Buch

Überraschung vor US-Wahl: Melania stellt sich teils gegen Politik von Donald Trump

  • schließen

Das Recht auf Abtreibung ist in den USA schon lange ein Politikum – im Wahlkampf bereitet es den Republikanern Sorge. Nun bezieht Melania Trump vehement Position.

New York City/Washington D.C. – Während Donald Trump seinen Kurs in der Frage der Legitimität von Abtreibungen im Rahmen der US-Wahl zuletzt veränderte und sich gegen ein bundesweites Verbot aussprach, bezieht nun auch seine Ehefrau Melania Trump Stellung zum Thema. In ihrem bald erscheinenden Memoire „Melania“ (8. Oktober 2024) spricht sich die ehemalige US-First-Lady unter anderem vehement für das Recht auf Abtreibung aus. Für Präsidentschaftskandidat Trump könnte das im anstehenden US-Wahlkampf gegen Kamala Harris ein weiteres Problem werden.

Melania Trump: Abtreibungen zu verbieten heißt, Frauen die Kontrolle über ihren Körper zu nehmen

Wie der britische The Guardian unter Berufung auf Textstellen innerhalb des bislang unveröffentlichten Buches Trumps berichtet, fordert die ehemalige First-Lady der Vereinigten Staaten darin mitunter Abtreibung als ein Grundrecht ein. „Warum sollte jemand anderes als die Frau selbst die Macht haben, zu entscheiden, was sie mit ihrem eigenen Körper macht?“, heißt es dem Guardian zufolge im Wortlaut eines Vorab-Exemplars. Das Grundrecht auf individuelle Freiheit und auf das eigene Leben seien Grund und Legitimität genug, dass Frauen allein über ihren eigenen Körper entscheiden können.

Abtreibungen von staatlicher Seite her einzuschränken, käme dem Versuch gleich, Frauen die Kontrolle über ihren eigenen Körper zu verweigern, heißt es in Melania Trumps Autobiografie weiter. Frauen müssten das Recht haben, über ihren Kinderwunsch „auf Grundlage ihrer eigenen Überzeugungen und frei von jeglicher Einmischung oder Druck seitens der Regierung zu entscheiden“. Das sei ihre lebenslange Überzeugung.

Melania Trump spricht sich in ihrem neuen Buch für das Recht auf Abtreibung aus - und widerspricht damit teils der Politik ihres Mannes Donald.

Wie aus dem Bericht des Guardian hervorgeht, macht Melania Trump in ihrer Autobiografie die Beziehung zu ihrem Gatten – dem ehemaligen US-Präsidenten und aktuellen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner – zu einem übergeordneten Thema. Auch verhandele das Buch Erinnerungen an ihre Zeit als US-First-Lady in den Jahren 2017 bis 2021. In ihrem Buch schreibt Trump außerdem, dass sie in einigen Einwanderungsfragen eine andere Haltung vertritt als ihr Ehemann. Inzwischen berufen sich auch weitere internationale Medien, unter anderem die französische Nachrichtenagentur AFP, auf den ursprünglichen Bericht des Guardian.

„Das kulturelle Stigma, das mit Abtreibung verbunden ist, muss aufgehoben werden“

„Wenn junge Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft konfrontiert werden, erleben sie häufig Gefühle der Isolation und erheblichen Stress“, betont Trump in ihrem Buch weiter. Wie die meisten US-Bürger sei sie dafür, dass Jugendliche vor einer Abtreibung die Zustimmung der Eltern einholen müssen. Jedoch sei ihr bewusst, dass dies nicht in 100 Prozent der Fälle möglich ist. 

„Unsere nächste Generation muss mit Wissen, Sicherheit, Geborgenheit und Trost versorgt werden, und das kulturelle Stigma, das mit Abtreibung verbunden ist, muss aufgehoben werden“, schreibt die ehemalige First Lady dem Guardian zufolge weiter. Mit den Worten „Timing matters“ verteidigt Melania Trump in ihrer Autobiografie aber auch auf Recht auf Abtreibung in späteren Phasen der Schwangerschaft. 

Trump weist darauf hin, dass viele Abtreibungen zu einem vergleichsweise späten Zeitpunkt oftmals mitunter das Ergebnis schwerer fötaler Anomalien seien, die bei einer versuchten Geburt vermutlich zum Tod des Kindes oder der Mutter geführt hätten. Zwar seien derartige Fälle relativ selten und treten in der Regel nach mehreren Konsultationen zwischen der betroffenen Frau und ihrem Arzt auf. „Als Gemeinschaft sollten wir uns in dieser Frage aber vernünftige Standards zu eigen machen. Auch hier ist das Timing entscheidend“, heißt es im Vorab-Exemplar weiter.

Abtreibungen sind in den USA schon lange ein Politikum – so ist die Lage in den Bundesstaaten aktuell

Im aktuellen Wahlkampf ein bedeutendes Thema, ist die Frage der Legitimität von Schwangerschaftsabbrüchen in den USA schon lange ein Politikum. Im Juni 2022 kippte der Oberste US-Gerichtshof das Urteil Roe v. Wade und öffnete damit den einzelnen US-Bundesstaaten die Tür, vollständige Abtreibungsverbote zu erlassen. 

Schwangerschaftsabbrüche in den USA

Mehr als 90 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche in den USA finden nach Angaben des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in oder vor der 13. Woche der Schwangerschaft statt. Weniger als 1 Prozent dagegen werden in oder nach der 21 Schwangerschaftswoche initiiert. Neben operativen Eingriffen gibt es auch die Möglichkeit, einen Schwangerschaftsabbruch per Medikation durchzuführen. Eine aktuelle Studie der Society of Family Planning zeigt, dass Ende des Jahres 2023 monatlich etwa 8.000 Personen in US-Bundesstaaten mit Verboten oder sehr strikten Abtreibungsgesetzen Medikamente für einen Schwangerschaftsabbruch per Post zugeschickt bekommen haben. Insgesamt ist die Zahl der Abtreibungen nach 2022 in den USA sogar gestiegen.

Seit dieser Entscheidung haben 14 US-Bundesstaaten davon Gebrauch gemacht und Schwangerschaftsabbrüche per Gesetz vollständig verboten. Darunter vor allem viele Bundesstaaten im Mittleren Westen, in denen die republikanische Partei historisch einen großen Rückhalt in der Wählerschaft hinter sich hat. Zu ihnen zählen mitunter Oklahoma ebenso wie Texas, aber auch Idaho, South Dakota, Louisiana, Montana und zahlreiche weitere, wie die New York Times in einer vor Kurzem veröffentlichten Karte visualisiert. In North Dakota war das zuvor initiierte Abtreibungsverbot Mitte September für verfassungswidrig erklärt worden.

In weiteren sechs Bundesstaaten gelten abgeschwächte Formen des Abtreibungsverbots – hier sind sie ab der sechsten, zwölften, oder fünfzehnten bis achtzehnten Schwangerschaftswoche verboten. Zu ihnen zählen neben Utah und Arizona im Westen und Südwesten der USA auch Nebraska, Iowa, North- und South Carolina sowie Florida.

Melania Trumps Position zu Abtreibung könnte ihren Ehemann im US-Wahlkamf unter Druck setzen

Fraglich bleibt, wie laut das mediale und politische Echo tatsächlich ausfallen wird, das von Melania Trumps Autobiografie ausgeht, wenn sie am kommenden Dienstag in den US-Buchläden erscheint. Und wie sehr es ihren Ehemann rund einen Monat vor der US-Wahl unter Druck setzen wird. Tatsache ist bis hierhin nämlich: Donald Trump hat in der bisherigen Debatte zum Thema Schwangerschaftsabbrüche keine klare Haltung bewiesen und das Thema Abtreibungen ist bei der aktuellen Wahl zu einem Problem für ihn geworden, wie auch CNN hinweist.

US-Wahl 2024: Trump oder Harris – diese Promis beziehen Stellung

Taylor Swift kündigt ihre Unterstützung für Kamala Harris bei der US-Wahl 2024 an
Wie groß der Einfluss von Prominenten auf die US-Wahl sein kann, zeigte zuletzt Taylor Swift. Der Popstar teilte ihre Unterstützung für die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, in einem Instagram-Beitrag mit ihren 283 Millionen Followern. In einem separaten Beitrag teilte Swift auch einen Link zur Wahlregistrierung. Wie die US-Nachrichtenseite NPR berichtete, habe ein Mitarbeiter der U.S. General Services Administration (GSA) mitgeteilt, dass sicher über den geteilten Link der Sängerin in den ersten 24 Stunden bereits 405.999 Menschen für die US-Wahl 2024 registriert haben sollen. Unterzeichnet war Swifts Post außerdem mit den Worten: „Mit Liebe und Hoffnung. Taylor Swift. Kinderlose Katzenlady.“ Wohl eine Anspielung darauf, dass Trumps Vize JD Vance mehrere Demokratinnen als „kinderlose Katzenladys“ bezeichnete. © Lennart Preiss/dpa
Rapper Eminem stellt sich vor der US-Wahl auf die Seite von Kamala Harris
Auch US-Rapper Eminem schlägt sich im US-Wahlkampf auf die Seite von Kamala Harris. Bei einem Wahlkampfauftritt in seiner Heimatstadt Detroit sprach der Rapper zu Anhängerinnen und Anhängern der Demokratin. Dort sprach er auch davon, dass Harris als US-Präsidentin die „Freiheit schützen“ werde. Was er von Trump hält, hat Eminem bereits mehrfach deutlich gemacht. Im Jahr 2017 widmete er dem damaligen Präsidenten sogar ein „Freestyle“, in dem er die Politik Trumps massiv kritisierte. © Ryan Garza/IMAGO
Kid Rock heizt die Menge vor Trumps Auftritt auf dem republikanischen Parteitag vor der US-Wahl 2024 an
Doch auch der Republikaner Donald Trump erhält in seinem Wahlkampf musikalische Unterstützung. Der Sänger Kid Rock hat seine Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten bereits mehrfach unmissverständlich klargemacht. Am 13. Juli teilte er beispielsweise ein Video auf Facebook, in dem er oberkörperfrei in die Kamera sagt: „Wenn du dich mit Trump anlegst, legst du dich mit mir an!“ Beim diesjährigen Parteitag der Republikaner gab Kid Rock sogar den Anheizer für den Ex-Präsidenten. Am letzten Abend gab er das Lied „American Badass“ zum Besten, in dem er die Menge unter anderem mit den Worten „kämpft, kämpft, kämpft“ anstachelte. © Ron Sachs/IMAGO
Country Star Jason Aldean widmet Trump nach einem missglückten Attentat ein umstrittenes Lied.
Ebenfalls auf dem Parteitag der Republikaner war der Country-Sänger Jason Aldean. Er durfte sogar in dem für den Ex-Präsidenten abgesperrten Bereich Platz nehmen – direkt neben Trump. Dieses Privileg kommt jedoch nicht von Ungefähr. Der Sänger widmete Trump nach dem missglückten Attentat auf ihn ein eigenes Lied. „Präsident Trump ist ein Freund von mir, deshalb möchte ich ihm dieses nächste Lied widmen“, so Aldean bei einer Kundgebung am 13. Juli. Das Lied „try that in a small town“ gilt als umstritten. Kritiker werden dem Country-Sänger vor, in dem Lied Schusswaffen zu verherrlichen. Zudem habe das Musikvideo einen rassistischen Unterton. © Mike De Sisti/IMAGO
Hulk Hogan zerreist sein T-Shirt als Zeichen der Unterstützung für Trump bei der US-Wahl 2024.
Einer der einprägsamsten Momente des Parteitags war aber sicher der, als der ehemalige Wrestling Star Hulk Hogan bei seiner Rede sein T-Shirt vom Leib riss. Damit scheint er seine Wut über das Attentat auf Donald Trump zum Ausdruck bringen zu wollen, bei dem ein Schütze den EX-Präsidenten am Ohr verletzte. „Sie haben versucht, den nächsten Präsidenten der USA zu töten“, so Hogan. „Genug ist genug“. Unter dem tosenden Applaus der Anwesenden zerriss er sein schwarzes Shirt, unter dem ein rotes, ärmelloses Shirt mit der Aufschrift „Trump Vance 2024“ zum Vorschein kam. Dabei rief der Ex-Wrestler aus: „Lasst Trumpamania wieder regieren!“ © J. Scott Applewhite/dpa
Der Wrestler The Undertaker stellt sich bei der US-Wahl 2024 hinter Trump.
Trump scheint einen guten Draht zur Wrestling-Community zu haben. Kein Wunder, denn der Ex-Präsident trat des Öfteren in der Wrestling-Show WWE auf. Jetzt hat auch Mark William Calaway, besser bekannt als The Undertaker, Partei für den Republikaner ergriffen. Trump besuchte ihn in seinem Podcast “Six Feet Under with Mark Calaway”, wo er über Wrestling und seine Politik sprach. In einem kurzen Video machte Calaway dann noch einmal Werbung für Trump und sagte: „Ihr habt die Wahl. Ihr könnt euch für Präsident Trump, Kane und den Undertaker entscheiden, oder ihr könnt Kamala Harris, Dave Bautista und Tim Walz wählen. Wählt weise - die Nation hängt davon ab“.  © JP YIM/AFP
George Clooney unterstützt Harris bei der US-Wahl 2024.
Auch Harris kann im US-Wahlkampf auf die Unterstützung männlicher Prominenter zurückgreifen. Der „sexiest man alive“ und OScar-Preisträger bot nach ihrer Ernennung zur demokratischen Kandidatin gleich seine Hilfe an. „Präsident Biden hat gezeigt, was wahre Führung bedeutet. Er rettet wieder einmal die Demokratie“, schrieb der Schauspieler in einem Statement, dass der New York Times und CNN vorlag. „Wir freuen uns darauf, Vizepräsidentin Harris bei ihrer historischen Aufgabe nach Kräften zu unterstützen.“ Clooney äußerte zuvor Bedenken wegen des Gesundheitszustandes von Biden. Der langjährige Unterstützer der Demokraten schrieb, dass die Partei „im November mit diesem Präsidenten nicht gewinnen“ könne. Auf die Unterstützungserklärung folgte eine Welle der Kritik, auch von Ex-Präsident Trump. Der nannte Clooney auf seiner Social-Media-Webseite Truth Social eine „Ratte“ und riet ihm, sich nicht einzumischen. © Rolf Vennenbernd/dpa
Mark Hamill, alias Luke Skywalker, macht sich für Harris vor der US-Wahl 2024 stark.
Bei der US-Wahl kann sich Harris außerdem der Hilfe von Luke Skywalker persönlich sicher sein. Denn der Schauspieler Mark Hamill, der in den 70er Jahren den Hauptcharakter der Star Wars Trilogie verkörperte, macht sich für die Demokratin stark. „In den Filmen kämpfte ich gegen scheinbare Bösewichte“, sagte der Schauspieler gegenüber Sky News. Jetzt kämpfe man allerdings gegen das echte Böse. „Deshalb flehe ich euch an, bitte geht nicht auf die orange Seite“.  © Evan Agostini/dpa
Das Model Amber Rose unterstützt Trump wegen seiner Haltung zu Abtreibungen vor der US-Wahl 2024
Nicht nur Männer stellen sich öffentlich an die Seite von Donald Trump. Ein Beispiel dafür ist das Model und Rapperin Amber Rose. „Ich bin heute hier, um euch zu sagen, dass, ganz egal, welchen politischen Hintergrund wir haben, Donald Trump als Präsident zu wählen, die beste Chance ist, um unseren Babys ein besseres Leben zu ermöglichen“, sagte die Abtreibungsaktivistin auf dem republikanischen Parteitag. Die Frage, wie man in den USA mit Abtreibungen umgeht, ist eine der wichtigsten im laufenden Wahlkampf. Trump macht regelmäßig mit absurden Falschbehauptungen zu dem Thema auf sich aufmerksam. So sagte er bei dem TV-Duell gegen Harris, dass Biden behaupten würde, dass eine „Exekution“ von Babys nach der Geburt in Ordnung sei. Die Aussage wurde von der Moderatorin Linsey Davis sogleich als falsch entlarvt. © Paul Buck/dpa
Olivia Rodrigues unterstützt Harris in der Abtreibungsdebatte zur US-Wahl 2024
Das Thema Abtreibungen beschäftigt auch die Sängerin Olivia Rodrigo. Dabei steht sie jedoch auf der Seite von Kamala Harris. Auf der Social-Media-Plattform TikTok teilte die 21-Jährige ein Video von Harris Wahlkampfrede in Wisconsin. Dort sagte die Vize-Präsidentin: „Wir, die wir an die reproduktive Freiheit glauben, werden Donald Trumps extreme Abtreibungsverbote stoppen, weil wir darauf vertrauen, dass Frauen Entscheidungen über ihren eigenen Körper treffen und sich nicht von ihrer Regierung vorschreiben lassen, was sie zu tun haben.“ Rodrigos Stellungnahme erreicht dabei vor allem junge Menschen, die ihr auf der Plattform folgen. Und das könnte einen massiven Einfluss nehmen, denn insgesamt kann die Sängerin eine Followerzahl von 21,9 Millionen vorweisen. © Dave Bedrosian/IMAGO
Logan Paul bietet Trump vor der US-Wahl 2024 eine Bühne in seinem Podcast.
Doch nicht nur Harris kann jüngere Unterstützer für sich gewinnen. So trat Trump im Podcast des Influencers Logan Paul „Impaulsive“ auf. Bei dem Gespräch, das am 13. Juni veröffentlicht wurde, durfte Trump die YouTube-Reichweite von Paul (4,73 Millionen Abonnenten) für seinen Wahlkampf nutzen. Dass sich Paul und Trump so gut verstehen, könnte daran liegen, dass der YouTube-Star auch im Boxsport auftritt. Im Podcast unterhalten sich Trump und die Gastgeber beinahe freundschaftlich über die Boxkarriere von Paul. © MediaPunch/IMAGO
Comedian Tony Hinchcliffe sorgt mit rassistischen Äußerungen für Aufsehen auf Trumps Veranstaltung.
Trump wird auch von Comedian Tony Hinchcliffe unterstützt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in New York sprach sich der Host der Show „Kill Tony“ für den Ex-Präsidenten aus und machte mit teils rassistischen Bemerkungen auf sich aufmerksam. So sagte er: „Ich weiß nicht, ob Sie das wussten, aber da gibt es tatsächlich eine schwimmende Müllinsel mitten im Meer. Ich glaube, man nennt sie Puerto Rico“. Die Äußerung traf auf viel Kritik – auch unter Republikanern.  © Evan Vucci/dpa
Leonardo DiCaprio spricht sich wegen Umweltschutz für Harris als Präsidentin aus.
Schauspieler Leonardo DiCaprio macht sich vor allem wegen Umweltschutz für Harris stark. „Wir brauchen einen mutigen Schritt nach vorne, um unsere Wirtschaft, unseren Planeten und uns selbst zu retten“, sagte er in einem Video auf Instagram. „Deshalb stimme ich für Kamala Harris.“ Er lobte das Ziel der Demokratin, bis 2050 die Emissionen in den USA auf null zu bringen und den Aufbau einer grünen Wirtschaft zu unterstützen.  © Rocco Spaziani/dpa
Elon Musk könnte nach der US-Wahl 2024 für Donald Trump arbeiten
Die Liste der Trump-Unterstützer wird von Tech-Milliardär Elon Musk fortgesetzt. Der Unternehmer hat sich sogar für einen politischen Posten unter dem Republikaner beworben, sollte er die US-Wahl 2024 für sich entscheiden. Trump scheint dem Vorschlag nicht abgeneigt und schlug dem Besitzer des Kurznachrichtendienstes X wohl vor, in einer Kommission zur „Regierungseffizienz“ mitzuarbeiten, wie Daily Beast berichtete. Musk zeigte seine Unterstützung für den Ex-Präsidenten bereits auf unterschiedliche Weise. So führte er auf X ein Interview mit Trump und legte sich sogar mit Taylor Swift an, als diese ihre Unterstützung für Harris bekannt gab. „Na gut, Taylor, du hast gewonnen. Ich schenk’ dir ein Kind und werde deine Katzen mit meinem Leben beschützen“, schrieb der Tesla-Chef am 11. September auf X. Ein Kommentar, der von vielen als sexistisch und sexuell übergriffig kritisiert wurde. © Vincenzo Nuzzolese/dpa
Pop-Sängerin Beyoncé wirbt in Houston für Kamala Harris
Die Sängerin Beyoncé hat zehn Tage vor der US-Wahl ihre Unterstützung für Kamala Harris bekannt gegeben. Sie trat gemeinsam mit der Sängerin Kelly Rowland bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokratin in Houston, Texas, auf. Laut Beyoncé liefere Harris das, was die USA nun bräuchten – „Einheit“. © Annie Mulligan/dpa
Katy Perry trägt Harris-Walz Mütze in New York
Die Pop-Sängerin Katy Perry zeigte ebenfalls online ihre Unterstützung für Kamala Harris. In einem Beitrag auf Instagram unterlegte mehrere Videoausschnitte von Harris mit ihrem Lied „Woman‘s World“. Doch damit nicht genug: Kurz nach dem TV-Duell zwischen Harris und Trump wurde Perry in New York mit einer Mütze mit dem Aufdruck „Harris Walz“ gesehen. Außerdem teilte sie ein Bild von sich und der demokratischen Präsidentschaftskandidatin auf Instagram und schrieb dazu: „Glückwunsch Kamala Harris. Ich habe von Anfang an dich geglaubt!“ © PICJER/IMAGO
Die Pop-Sängerin Pink tritt beim demokratischen Parteitag vor der US-Wahl 2024 auf.
Neben Katy Perry, Olivia Rodrigo und Taylor Swift, hat sich auch die Pop-Sängerin Pink vor der US-Wahl klar positioniert. Die Grammy-Gewinnerin spielte gemeinsam mit ihrer Tochter Willow auf dem demokratischen Parteitag in Chicago ihr Lied „What about US“. Pink, die mit bürgerlichen Namen Alecia Beth Moore heißt, setzte sich bereits 2020 für die Kampagne des amtierenden Präsidenten Joe Biden ein. Außerdem sei sie in zahlreichen Wohltätigkeits-Kampagnen eingebunden, die sich für Rechte von Frauen, LGBTQ-Menschen und Tieren einsetzen, wie NBC News berichtete. © Christoph Hardt/IMAGO
Stevie Wonder spricht auf Parteitag der Demokraten und unterstützt Harris bei der US-Wahl 2024
Für musikalische Unterhaltung sorgte neben Pink auch der Soul- und Pop-Sänger Stevie Wonder. Bevor er sein Lied „Higher Ground“ spielte, richtete er sich mit einer Rede an die Anwesenden. „Das ist der Moment, an den man sich erinnert, wenn man seinen Kindern sagt wo du warst und was du getan hast“, so Wonder. „Wir brauchen Kamala Harris.“ © Erin Hooley/dpa
Musiker Usher unterstützt Harris bei der US-Wahl
Ein weiterer Sänger hat seine Unterstützung für Harris bekannt gemacht. Im wichtigen Swing State Georgia sagte der Musiker Usher: „Ich unterstütze Vizepräsidentin Harris, weil sie für die Freiheitsrechte aller Menschen kämpft“. Die Politik von Harris schließe niemanden aus und komme allen zugute. „Es ist egal, woher man kommt, sie hat eine Vision für unser Land, die alle einschließt“, sagte er weiter.  © Jacquelyn Martin/dpa
TV-Star Operah Winfrey hält bei US-Wahl 2024 zu Harris
Mit einem Überraschungsauftritt auf dem Parteitag der Demokraten sprach sich auch TV-Moderatorin Oprah Winfrey für Harris aus. „Bald, und sehr bald, werden wir unseren Töchtern und Söhnen erzählen, wie dieses Kind einer indischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters, zweier idealistischer, energischer Einwanderer … zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten heranwuchs“, so Winfrey über Harris. Winfrey könnte vor allem Frauen von der Wahl der Demokratin überzeugen – eine Wählergruppe, mit der Trump besondere Schwierigkeiten zu haben scheint. In einer Umfrage von ABC News und Ipsos liegt Harris bei Wählerinnen 13 Prozent vor ihrem republikanischen Kontrahenten (Stand 8. September). © Ron Sachs/IMAGO
Kanye West unterstützt Trump seit Jahren. Trotz seiner antisemitischen und rechtsextremen Äußerungen hält Trump zu ihm.
Der wohl umstrittenste Unterstützer Trumps ist der US-Rapper Kanye West. Schon 2018 trat er als Freund des Ex-Präsidenten auf und wurde sogar ins Weiße Haus eingeladen. Seit dieser Zeit fiel der Rapper jedoch durch stark antisemitische und NS-verherrlichende Kommentare auf. In einem Podcast-Interview mit dem rechtsextremen Moderator Alex Jones sagte West sogar: „Ich mag Hitler.“ Zudem bezeichnete er sich selbst als Nazi. Trotz seiner offensichtlich rechtsextremen Gesinnung bezeichnete Trump West in einem Interview mit dem Streamer Adin Ross als „sehr netten Kerl“, der ein „gutes Herz“ habe. © John Taggart/IMAGO

Trumps Zurückrudern kam zu einem Zeitpunkt, als die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris und ihr Vize Tim Walz Trumps bisherige Haltung bei der Aufhebung des nationalen Schutzes der Abtreibungsrechte im Wahlkampf aufgegriffen hatten. Trump hatte vor Jahren drei Mitglieder in den Obersten Gerichtshof der USA berufen, die entscheidend dazu beitrugen, Roe v. Wade im Jahr 2022 zu kippen. 

Zuletzt dagegen versuchte Trump, sich als „Beschützer“ von Frauen und weiblicher Rechte zu inszenieren. So behauptete er CNN zufolge bei einer Kundgebung in Pennsylvania im vergangenen Monat, dass US-Bürgerinnen im Falle seiner Wahl „nicht mehr an Abtreibung denken“ müssten. Seine Ehefrau Melania dagegen hielt sich während der gesamten Präsidentschaftskampagne ihres Mannes für die Wahl im November (5. November) bislang zurück und absolvierte nur eine Handvoll öffentlicher Auftritte. (fh)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jasper Colt

Kommentare