Kommentar

Mit allen Mitteln

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Die Linken-Politiker Bodo Ramelow, Dietmar Bartsch und Gregor Gysi wollen für die Linke Direktmandate erringen und so ihre Partei im Bundestag halten.
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Ein Trio der Linken will mit Direktmadaten ihre Partei im Bundestag halten - die Kampagne ist ein politischer Taschenspielertrick. Der Kommentar.

Die Worte könnten nicht größer gewählt sein: Wenn die Linke es nicht in den Bundestag schafft, dann gibt es aus diesem politischen Lager keine Stimme mehr in der Politik. Mit diesem Sendungsbewusstsein haben drei ältere Herren im Auftrag ihrer Partei eine politische Rettungsaktion gestartet. Ihre Direktmandate sollen der Linken den Wiedereinzug ins Parlament sichern.

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Die Betroffenen sind überzeugt von ihrer „Mission Silberlocke“ – weniger überzeugt sind die Wähler:innen. Die hatten in diesem Jahr mehrfach Gelegenheit, mittels Wahlzettel der Linken mehr Einfluss zu verschaffen und sie haben darauf verzichtet. Die Kampagne mit den drei Direktmandaten ist ein politischer Taschenspielertrick unter dem Motto „Mehr Schein als Sein“. Legal ist er aber und sogar vom Bundesverfassungsgericht befürwortet. Das hat die Grundmandatsklausel wieder eingesetzt, nachdem sie im neuen Wahlrecht abgeschafft worden war.

In Bayern halten nun auch die Freien Wähler ihre Stimme im Bundestag für unverzichtbar und probieren es mit der gleichen Strategie. Man nehme zwei prominente Landräte und den Parteichef und zieht über drei direkt Gewählte in den Bundestag ein. Mit angemessener politischer Repräsentation hat das alles aber nichts zu tun.

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