Russlands nationaler Sicherheitsrat hat sich am Freitag nach Angaben des Kremls mit der Lage in der Ukraine befasst. Auch Wladimir Putin nahm an dem Treffen teil.
Moskau - Unter Vorsitz von Präsident Wladimir Putin hat sich Russlands nationaler Sicherheitsrat am Freitag nach Angaben des Kremls mit der Lage in der Ukraine befasst. «Bei dem Treffen wurde die aktuelle internationale Situation besprochen und der Meinungsaustausch über die laufende Spezial-Operation der russischen Streitkräfte in der Ukraine fortgesetzt», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Moskau nennt den Krieg gegen das Nachbarland eine «militärische Spezial-Operation».
Zudem habe Putin die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats über jüngste Telefonate informiert, so Peskow. Der Kremlchef hatte zuvor mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gesprochen. Am Nachmittag stand nach französischen Angaben ein weiteres Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf dem Programm.
Bundesinnenministerin Faeser für mehr EU-Abstimmung bei Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine
Bundesinnenministerin Nancy Faeser wünscht sich bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine mehr Abstimmung innerhalb der Europäischen Union. In einem Gespräch mit EU-Innenkommissarin Ylva Johansson in Berlin betonte die SPD-Politikerin nach eigenen Angaben am Freitag, «dass enger koordiniert werden muss auf europäischer Ebene». Dabei gehe es besonders darum, Nachbarländer der Ukraine wie Moldau zu entlasten. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Kriegsbeginn mehr als 2,3 Millionen Menschen aus der ehemaligen Sowjetrepublik ins Ausland geflohen.
Faeser wies Kritik zurück, die Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland verlaufe auch nach mehr als drei Wochen Krieg teilweise noch planlos. Ihr Ministerium stehe seit dem ersten Tag der Fluchtbewegung im engen Austausch mit den Bundesländern. «Die Versorgung, Unterbringung und Verteilung der Geflüchteten ist ein großer Kraftakt, den wir alle gemeinsam stemmen». Eine Schwierigkeit sei, dass zusätzlich zu regulären Zügen und Bussen auch privat organisierte Busse in Großstädten wie Berlin, Köln, Hamburg oder Bremen ankämen.
Faeser äußerte sich beim Besuch eines Ankunftszentrums im Berliner Bezirk Reinickendorf. Dort hält das Technische Hilfswerk (THW) seit knapp zwei Wochen 30 beheizte Zelte mit Feldbetten und Decken für nachts ankommende Flüchtlinge bereit.(dpa)