VonMaximilian Gangschließen
Bei der Luftwaffenübung „Air Defender“ sind mehr als 200 Flugzeuge und Kampfjets über Deutschland unterwegs sein. Die ersten Fotos.
Köln – 10.000 Soldatinnen und Soldaten, 25 Nationen und 220 Flugzeuge, darunter auch Kampfjets der Bundeswehr: Vom 12. bis zum 23. Juni findet mit Air Defender hierzulande die größte Luftoperationsübung in der fast 75-jährigen Historie der Nato statt. Gemeinsam wollen die Bündnispartner bei „Air Defender 2023“ für den Ernstfall proben. Rund zwei Wochen vor dem Beginn von Air Defender sind die ersten Flieger bereits in Deutschland gelandet. Auch, wenn das Manöver bereits vor dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs erstmals vorgeschlagen wurde, haben die Entwicklungen dort der Übung unter Leitung der Bundeswehr besondere Aktualität verliehen.
Transportflugzeuge und Kampfjets ganz unterschiedlicher Typen, darunter Tornado, Eurofighter und F-35, werden im deutschen Luftraum unterwegs sein. Bei Air Defender wird es wegen Flugverboten womöglich auch Ausfälle von zivilen Fliegern geben, wenngleich die Luftwaffe erst jüngst beschwichtigte: Man müsse höchstens mit Verspätungen im niedrigen Minutenbereich rechnen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung schätzt die Situation anders ein: Sie rechnet mit bis zu 50.000 Minuten Verspätung – pro Tag. Die Kampfjets werden bei Air Defender jeweils zu einem bestimmten Zeitraum unterwegs sein, dafür gibt es einen festgelegten Plan. (mg)
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