Nato-Übung in Alaska

Übung für den Ernstfall: Bundeswehr trainiert mit Himars-Artilleriesystem

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Bei der Nato-Übung „Arctic Defender“ übt die Bundeswehr erstmals mit dem Mehrfachraketenwerfer Himars. Auch im Ukraine-Krieg ist es im Einsatz.

Juneau – Die Luftwaffe der Bundeswehr hat erstmals mit dem US-amerikanische Raketenwerfer-System Himars trainiert. Zu dieser Neuerung kam es bei der Nato-Übung „Arctic Defender“, die bis zum 18. Juli im US-Bundesstaat Alaska stattfindet. Mit dem Waffensystem, das auch durch die Ukraine im Krieg gegen Russland genutzt wird, soll für den Ernstfall geprobt werden.

Himars ist ein leichtes Mehrfachraketen-Artilleriesystem mit 13,5 Tonnen Leergewicht, das auf einem Lastwagengestell gefahren wird. Die Bundesregierung gab bereits an, drei weitere Himars-Systeme des Herstellers Lockheed Martin für die Ukraine zu finanzieren. Selbst hat die Bundeswehr bisher von dem System Mars nur einen Mars-2-Raketenwerfer auf einem Kettenfahrzeug, nicht jedoch ein hochmobiles System auf Rädern. Himars ist eine Abkürzung für „High Mobility Artillery Rocket System“ und meint somit nur die Versionen mit Lastwagengestell.

Das Himars-System während der Übung Arctic Defender 2024.

Bundeswehr testet Himars bei Nato-Übung in Alaska

Die deutschen Soldaten, die an der Nato-Übung in Alaska teilnehmen, flogen das Himars-System in einem Transportflugzeug vom Typ A400M auf einen Feldflugplatz. Dort wurde unter anderem die Zerstörung einer gegnerischen Flugabwehrstellung geübt.

Die Übung ist Teil einer Reihe von multinationalen Nato-Übungen an verschiedenen Standorten, die den Namen „Pacific Skies 2024“ trägt. Geplant sind weitere Übungen in Japan, Australien, Hawaii und Indien. In Japan, die nächste Station, wird die Luftwaffe laut einer Pressemitteilung der Bundeswehr zum ersten Mal üben. Dort soll über dem japanischen Luftraum mit Eurofightern und A400M geübt werden. (lismah mit dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Bundeswehr | Sherifa Kästner

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