Gipfel in Helsinki

Schiffe gegen Russland-Sabotage: Nato stärkt die Ostflanke

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Die Nato will durch mehr Schiffe verhindern, dass es zu weiterer russsischer Sabotage kommt. In Helsinki debattieren Scholz und Co. über die Gefahren.

Helsinki – Die Nato zeigt mehr Präsenz in der Ostsee: Nach mehreren mutmaßlichen Sabotageakten in der Ostsee wird der Nordatlantikbund zehn weitere Schiffe einsetzen, um die wichtige Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee zu schützen. Darüber berichtet unter anderem Newsweek.

Die Nato hatte am 30. Dezember 2024 angekündigt, ihre Präsenz in der Ostsee zu verstärken. Laut dem finnischen Medium YLE können Nato-Schiffe Schiffe nicht daran hindern, sich durch internationale Gewässer zu bewegen.

Mehrere Verdachtsfälle russischer Sabotage in der Ostsee

An Weihnachten waren Schäden an dem Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland sowie an vier Kommunikationskabeln festgestellt worden, darunter auch eine Verbindung zwischen Helsinki und Rostock, die bereits bei einem vorherigen Vorfall im November durchtrennt worden war. 

Russland feuert Raketen auf Kinderkrankenhaus in Kiew: Fotos zeigen erschütternde Szenen

Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen.
Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen. © Evgeniy Maloletka / dpa
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk.
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk. © Andreas Stroh / dpa
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen.
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen. Rettungskräfte und Zivilisten suchen nach möglichen Verschütteten. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew.
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew. © dpa/AP | Efrem Lukatsky
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew.
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben. © Evgeniy Maloletka / dpa
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew.
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik.
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik. © Evgeniy Maloletka / dpa
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone.
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone. © Evgeniy Maloletka / dpa
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden verletzte abtransportiert.
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden Verletzte abtransportiert. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde.
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde. © Evgeniy Maloletka / dpa
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg.
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt.
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt. © Aleksandr Gusev / dpa
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter.
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter. © IMAGO/Maxym MarusenkoNurPhoto
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden.
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden. © IMAGO/Maxym Marusenko/NurPhoto
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können.
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können. © IMAGO/Bahmut Pavlo/Ukrinform/Abaca
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben. © IMAGO/Ruslan Kaniuka/Ukrinform/ABACA
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern.
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern. © Anton Shtuka / dpa
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern.
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern. © Anton Shtuka / dpa

Der Öltanker „Eagle S“ steht unter Verdacht, die Schäden am ersten Weihnachtstag vorsätzlich verursacht zu haben. Das Schiff fuhr unter der Flagge der Cookinseln, gehört nach Einschätzung der EU aber zur russischen Schattenflotte. Damit sind Tanker und andere Frachtschiffe gemeint, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge seines Einmarsches in die Ukraine etwa beim Öltransport zu umgehen. Die Ermittlungen dazu laufen.

Die britische Regierung sagte diesbezüglich, sie leite eine neue Initiative, bei der künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, um „potenzielle Bedrohungen für die Unterwasserinfrastruktur aufzuspüren und die russische Schattenflotte zu überwachen“. Der Begriff „Schattenflotte“ bezieht sich auf Schiffe, die zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt werden.

Finnland und Esland richten Gipfel in Helsinki aus

„Bestimmte Schiffe, die als Teil der russischen Schattenflotte identifiziert wurden, wurden im System registriert, damit sie bei Annäherung an wichtige Gebiete von Interesse genau überwacht werden können“, erklärte das britische Verteidigungsministerium.

Der Öltanke „Eagle S“ steht unter Verdacht, mehrere Unterseekabel in der Ostsee beschädigt zu haben.

Die Nato-Verbündeten unter den Anrainerstaaten der Ostsee wollen auf einem Gipfel in Finnland über die Sicherheit in der Region sprechen. Der finnische Staatspräsident Alexander Stubb und Estlands Ministerpräsident Kristen Michal werden die Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der an die Ostsee grenzenden Nato-Länder am kommenden Dienstag (14. Januar) im Präsidentenpalast in Helsinki gemeinsam ausrichten, wie Stubbs Büro mitteilte. 

Russische Bedrohung in der Ostsee: Scholz fährt zum Gipfel nach Helsinki

Unter den Teilnehmern sind demnach auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die EU-Kommission wird von Vizepräsidentin Henna Virkkunen vertreten. Russland ist als einziger der Ostsee-Anrainer nicht dabei.

Die Sicherheit im Ostsee-Raum soll Thema sein, insbesondere Maßnahmen zur Sicherung der kritischen Unterwasser-Infrastruktur. Im Fokus stehe eine Stärkung der Nato-Präsenz in der Ostsee und die Reaktion auf die Bedrohung durch Russlands Schattenflotte. (cgsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © Handout / Finnish Border Guard / AFP

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