Rechtspopulisten im Landtag

Neue Umfrage vor Wahl in Brandenburg: SPD-Ministerpräsident Woidke sieht düsteren Zeiten entgegen

  • schließen

Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg steht die SPD unter Druck. Es besteht die Möglichkeit, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke hinter der AfD zurückbleibt.

Update vom 19. September, 11.14 Uhr: Brandenburgs SPD-Regierungschef Dietmar Woidke will nach der Brandenburg-Wahl nur bei einem SPD-Sieg im Amt bleiben. Die Umfragen zur Brandenburg-Wahl sehen in der Hinsicht aber nicht gut aus. Der SPD-Politiker hat die Landtagswahl jetzt als „größte politische Herausforderung meines ganzen Lebens“ bezeichnet. „Diese Wahl ist auch eine Abstimmung über meine Arbeit nach elf Jahren im Amt“, sagte Woidke gestern dem Sender n-tv. „Ich will mich nachher nicht rausreden, die Wahl sei nur wegen der Stimmung im Bund gegen mich ausgegangen, um im Amt bleiben zu können.“

Die SPD schließt mit ihrem Spitzenkandidaten Woidke ihren Wahlkampf ab.

Neue Umfrage vor Wahl in Brandenburg: SPD droht bei Landtagswahl Debakel 

Erstmeldung: Potsdam – Es sind nur noch wenige Tage bis zur Brandenburg-Wahl am kommenden Sonntag (22. September). Und für die Sozialdemokraten sieht es nicht gut aus. Nach einer aktuellen Umfrage dürfte Ministerpräsident Woidke sein Wahlziel verfehlen.

Laut aktuellen Zahlen liegt die AfD nach wie vor auf Platz eins. Sie erzielt 28 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei liegt die SPD mit 25 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Märkischer Allgemeiner Zeitung, Märkischer Oderzeitung und Lausitzer Rundschau hervor. 

SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke will bei AfD-Erfolg in Brandenburg das Handtuch werden

SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke würde damit sein oberstes Wahlziel verfehlen, die SPD zur stärksten Kraft zu machen. Wie die dpa informiert, hatte der aktuelle Ministerpräsident, der seit elf Jahren regiert, angekündigt, bei einem AfD-Wahlsieg keine Regierungsverantwortung mehr zu übernehmen. Rund 2,1 Millionen Brandenburgerinnen und Brandenburger werden am Sonntag an der Wahlurne über die politische Zukunft ihres Bundeslandes abstimmen.

Doch es sind nicht nur die Sozialdemokraten, die am Sonntag mit Bangen auf die Wahlergebnisse blicken werden. Auch andere Parteien müssen zittern. Die CDU kommt laut Befragung auf 16 Prozent. Dahinter rangiert das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 14 Prozent der Stimmen. Grüne, Linke und BVB/Freie Wähler müssen um den Wiedereinzug ins Parlament fürchten.

Umfragen sind durch sinkende Parteibindung zunehmend unzuverlässig

Wie aussagekräftig die Insa-Umfrage tatsächlich ist, wird sich erst am Sonntag endgültig zeigen. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten verbunden. Sinkende Parteibindungen und zunehmend kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren es den Meinungsforschungsinstituten außerdem zunehmend, die erhobenen Daten angemessen zu gewichten. Umfragen geben lediglich die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung wieder und stellen keine verlässliche Vorhersage des Wahlergebnisses dar.

In der aktuellen Insa-Umfrage wurden online 1000 Wahlberechtigte in Brandenburg vom 9. bis zum 16. September für eine repräsentative Umfrage befragt. Bei der Erhebung beträgt die maximale Fehlertoleranz laut Institut +/- 3,1 Prozentpunkte. Auch bei vorherigen Umfragen lag die AfD vorne. Im ZDF-Politbarometer Extra kam die AfD auf 29 Prozent vor der SPD mit 26 Prozent. Im ARD-Deutschlandtrend lagen die Sozialdemokraten mit 26 Prozent nur knapp hinter der AfD mit 27 Prozent. (lm/dpa)

Rubriklistenbild: © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Kommentare