Arbeit von Schwarz-Rot

Neue Umfrage: Zufriedenheit mit Merz-Regierung stürzt ab – Werte erinnern an Ampel

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Eine aktuelle Umfrage deckt auf: Fast zwei Drittel aller Deutschen lehnen Schwarz-Rot ab. Auch Kanzler Merz sieht sich Kritik ausgesetzt.

Köln – Seit dem 6. Mai ist Schwarz-Rot an der Macht. Eine neue Umfrage zeigt: Die Menschen in Deutschland sind von der Koalition nicht sehr angetan. Tatsächlich sind die Bürgerinnen und Bürger mit der jetzigen Bundesregierung sogar unzufriedener als mit der Ampel-Koalition zum vergleichbaren Zeitpunkt der vorherigen Legislatur.

Die Daten des Marktforschungsinstituts YouGov fallen in der Tat bitter für Schwarz-Rot aus. Aktuell sind 65 Prozent der Wahlberechtigten unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, nur 29 Prozent zeigen sich zufrieden. Zum Vergleich: Im Februar 2022, genau 62 Tage nach der Wahl der Ampel, waren 57 Prozent unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung und 32 Prozent zufrieden.

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden.  © IMAGO/Uwe Koch
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke
Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz
Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt.  © AnikkaxBauer
Wolfram Weimer Minister für Kultur
Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage.  © IMAGO/Thomas Bartilla
Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO
Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste
Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett
Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat.  © IMAGO/Christian Spicker
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern.  © IMAGO/Heiko Becker
Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister
Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet.  © IMAGO/FRANK TURETZEK
Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil
Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags.  © IMAGO
Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett
Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich
Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil
Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.  © IMAGO
Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett
Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke

Neue Umfrage zeigt einen Riss zwischen Anhängerschaften von Union und SPD

Die neue Umfrage macht auch deutlich, dass die gesellschaftliche Situation schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Wahlperiode äußerst fragil ist. So gibt es zwischen den Anhängerschaften von Union und SPD einen auffallenden Riss. Während 59 Prozent der Befragten, die CDU oder CSU wählen, mit der Arbeit von Schwarz-Rot zufrieden sind, ist das bei der SPD anders: Nur 42 Prozent derjenigen, die es mit den Sozialdemokraten halten, zeigen sich zufrieden.

Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?

  • Zufrieden: 29 %
  • Weiß nicht: 6 %
  • Unzufrieden: 65 %
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verliert in einer neuen YouGov-Umfrage an Zustimmung.

Was die neue Umfrage zur Arbeit von Friedrich Merz aussagt

Wie schneidet aber der Kanzler in der neuen Umfrage ab? Die Arbeit von Friedrich Merz bewerten 32 Prozent der Befragten als gut und 59 Prozent als schlecht. Außerdem kann er die Wählerinnen und Wähler des Koalitionspartners weiterhin nicht hinter sich versammeln: Im Juli finden 38 Prozent der SPD-Wählerinnen und -Wähler seine Arbeit gut, 50 Prozent schlecht.

Finden Sie, dass Friedrich Merz als Bundeskanzler gute oder schlechte Arbeit macht?

  • Gut: 32 %
  • Weiß nicht: 10 %
  • Schlecht: 59 %

Institut: YouGov. Erhebungszeitraum: 11. bis 14. Juli. Fallzahl: 2192 Befragte.

Neue Umfrage von YouGov: Union in Sonntagsfrage nur noch knapp vor der AfD

Auch in der dazugehörigen Sonntagsfrage macht sich die Unzufriedenheit mit der Merz-Regierung ein wenig bemerkbar. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass sich der Abstand zwischen Union und AfD deutlich verringert hat. Zum einen büßen CDU und CSU (27 Prozent) im Vergleich zur letzten Umfrage im Juni einen Punkt ein, zum anderen legt die AfD (25 Prozent) um zwei Punkte zu. Damit bestätigt sich der Trend aus der Forsa-Umfrage vom 15. Juli: Auch hier liegt die Union nur noch zwei Punkte vor der AfD.

Wie schneiden die anderen Parteien ab? Beim Koalitionspartner der Union tut sich nicht viel: Die SPD kommt unverändert auf 14 Prozent. Um Platz vier streiten sich zwei Oppositionsparteien: Während die Grünen einen Punkt verlieren und auf 11 Prozent kommen, kann Die Linke ihr Ergebnis aus dem Juni um zwei Punkte verbessern und steht jetzt wieder bei 10 Prozent. BSW (5 Prozent), FDP (3 Prozent) und Sonstige (5 Prozent) sind unverändert im Vergleich zum Juni.

ParteiUmfrage-Ergebnis in %
CDU/CSU27 (-1)
AfD25 (+2)
SPD14 (=)
Grüne11 (-1)
Linke10 (+2)
BSW5 (=)
FDP3 (=)
Sonstige5 (=)

Institut: YouGov. Erhebungszeitraum: 11. bis 14. Juli. Fallzahl: 1820 Befragte. Rundungsbedingt ergab die Summe der Werte in der Juni-Umfrage nicht 100 Prozent. 

Umfragen sind keine Prognosen

Umfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich spiegeln sie nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für einen möglichen Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten. (cs)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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