VonKathrin Reikowskischließen
Die AfD verliert laut Umfrage an Wählergunst, hat aber immer noch die drittstärksten Zustimmungswerte. Wagenknechts BSW liegt vor der FDP.
Berlin – Die AfD verliert laut einer Umfrage erneut an Wählergunst: Während die Zustimmungswerte bei Insa seit Mitte Juni 2023 konstant über 20 Prozent gelegen hatten, sinken die Werte seit Februar dieses Jahres wieder – auf zunächst 19, dann 18 Prozent. Mit einem Wert von 15,5 Prozent erreicht die AfD ein Umfragetief für das Jahr 2024 und liegt wieder bei den Werten, die sie im Jahr 2022 hatte.
In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Insa gaben 15,5 Prozent (-0,5) der Befragten an, sie würden die AfD wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Für die AfD ist der aktuelle Wert in der Insa-Umfrage damit der schlechteste Wert seit März 2023.
Umfrage zur Bundestagswahl: SPD zieht an AfD vorbei, BSW stärker als FDP
Die AfD fällt damit hinter die SPD zurück, die auf Platz 2 liegt und ihren Wert von 16 Prozent halten kann. Das sind die Umfragewerte vom 4.6. 2024 (Online-Befragung von 2.002 Personen):
Stärkste Kraft bleibt die CDU/CSU mit 30,5 Prozent. Grüne und FDP liegen bei 12 und 5 Prozent. Die Linke kommt auf 3,5 Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würden 7,5 Prozent der Befragten wählen. Das Institut hatte zwischen dem 31. Mai und 3. Juni 2002 Bürgerinnen und Bürger befragt.
Insa-Chef: „Die AfD hat im Vergleich zu ihrem Höchststand im Januar 2024 jeden dritten Wähler verloren.“
Bei Bild ordnet Insa-Chef Hermann Binkert ein: „Die AfD hat im Vergleich zu ihrem Höchststand im Januar 2024 jeden dritten Wähler verloren.“ Die Partei hatte im Europawahlkampf vor allem durch Spitzenkandidat Maximilian Krah ein wenig regierungsfähiges Bild abgegeben und war von anderen Rechtsaußenparteien im europäischen Parlament aus der gemeinsamen Fraktion ausgeschlossen worden. Zuletzt hatte sich Parteivorsitzende Alice Weidel blamiert, weil sie auf einen Fake-Post hereingefallen war.
Die DPA ordnet die Umfragen ein: Wahlumfragen seien generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegelten Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und seien keine Prognosen auf den Wahlausgang. Interessant für die Europawahl: Bei diesen vielsagenden Themen stimmte die AfD im Europaparlament gegen die anderen Parteien. (dpa/kat)
