Neuseeland: Coronavirus

Neuseeland erlaubt ab 12. April wieder Touristen

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Neuseeland erlaubt ab 12. April wieder Touristen

Touristen dürfen nach über zwei Jahren ab 12. April wieder nach Neuseeland einreisen.

Wellington - Den Anfang machen Besucher aus dem großen Nachbarland Australien, wie Premierministerin Jacinda Ardern am Mittwoch in der Hauptstadt Wellington ankündigte. Von Mai an dürfen dann auch Urlauber aus Deutschland und anderen visabefreiten Ländern (visa-waiver countries) wie Großbritannien und den USA einreisen.

«Wir sind bereit, ein neues Kapitel im Umgang mit der Pandemie aufzuschlagen», sagte Ardern. Voraussetzung ist, dass Touristen vollständig geimpft sind. Außerdem müssen sie vor dem Abflug negativ auf das Coronavirus getestet worden sein. In Neuseeland müssen sie dann zwei weitere Schnelltests machen. Vermutlich im Oktober sollen die Grenzen für Reisende aus weiteren Ländern geöffnet werden.

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Es hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie.

Opposition äußert Kritik an Corona-Schutzregeln

Die Opposition hat die Pläne der Ampel-Koalition für die künftigen Corona-Schutzregeln in Deutschland kritisiert. Die Antwort auf die schlimme Lage lasse einen fassungslos zurück, sagte der CDU-Abgeordnete Hendrik Hoppenstedt am Mittwoch im Bundestag mit Blick auf stark steigende Infektionszahlen. Um echten Basisschutz etwa mit Maskentragen zu ermöglichen, werde es sehr hohe Hürden geben, die derzeit nirgends erreichbar seien. Die geplante «Hotspot-Regel» werde keine große Relevanz entfalten. Hoppenstedt monierte, die FDP habe SPD und Grüne «in Geiselhaft genommen».

Ein von der Bundesregierung erarbeiteter Entwurf sieht vom 20. März an nur noch wenige allgemeine Schutzregeln mit Masken und Tests in Einrichtungen für gefährdete Gruppen vor. Für regionale «Hotspots» sollen aber weitergehende Beschränkungen möglich sein, wenn das Landesparlament für sie eine besonders kritische Lage feststellt. Die Gesetzesänderungen sollen bereits an diesem Freitag beschlossen werden. Zahlreiche Länder wollen noch eine vorgesehene Übergangsfrist nutzen und geltende Schutzregeln bis zum 2. April aufrechterhalten.

Kritik den den künftigen Schutzregeln kam auch von der Linken. Der Abgeordnete Ates Gürpinar verwies auf «höchste Inzidenzen seit Pandemiebeginn». Hunderttausende hätten mit Long-Covid zu kämpfen, man wisse nicht, was eine nächste Virusvariante bringen werde. «Als Reaktion gibt die Regierung nahezu alle Regelungen ab, die die Inzidenzen beherrschbar machen könnten.» Das Gesetz bedeute Durchseuchung und Chaos als Strategie. Die AfD bekräftigte ihre Forderung nach sofortiger Aufhebung aller Maßnahmen. «Die Bürger in unserem Land haben die Nase voll», sagte der Abgeordnete Kay-Uwe Ziegler.

Die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sagte, die Infektionszahlen seien zwar hoch, Belastungen der Kliniken hätten sich aber weitgehend davon entkoppelt. Einschränkungen sollten nur noch dort vorgesehen werden, wo sie auch wirklich notwendig seien. Eine allgemeine Maskenpflicht und weitere Auflagen sollten weitgehend entfallen. «Da setzen wir nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger.»

Die Grünen-Fachpolitikerin Maria Klein-Schmeink sagte, es handele sich um einen Kompromiss, der die Grünen nicht zufriedenstelle. «Aber er ist das, was unter demokratischen Bedingungen in der Ampel miteinander verabredet werden konnte.» Mit Blick auf steigende Corona-Zahlen sagte sie auch an die FDP gerichtet: «Es kann sein, dass wir nachsteuern müssen.» Auch die SPD-Abgeordnete Sonja Eichwede, die in Bremen geboren wurde, sprach von einem hart errungenen Kompromiss. Man habe die Zusage der FDP, dass gegebenenfalls nachgesteuert werden könne. «Wir nehmen diese Zusage sehr, sehr ernst.» (dpa)

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