Ukraine im News-Ticker

News zum Ukraine-Krieg: Nicht nur Pokrowsk – Lage plötzlich an zweiter Front alarmierend

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  • Paula Völkner
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  • Simon Schröder

Russlands Offensive im Ukraine-Krieg bei der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk geht weiter. Beide Seiten verzeichnen wohl Erfolge an der Front. News-Ticker.

Update, 8.12 Uhr: Nach Durchsuchungen wegen Korruptionsermittlungen ist der ukrainische Justizminister Herman Haluschtschenko von seinen Aufgaben entbunden worden. Das habe die Regierung in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, teilte Regierungschefin Julia Swyrydenko bei Telegram mit.

Der Verdacht: Der ehemalige Energieminister Haluschtschenko soll als einer von mehreren Verdächtigen in einen beispiellosen Korruptionsskandal in der Ukraine verwickelt sein. Er war seit Juli 2025 Justizminister. Es geht um Bestechungsgeld, das beim Bau von Schutzvorrichtungen um Energieanlagen gegen russische Luftangriffe geflossen sein soll. Die Verdächtigen sollen etwa 100 Millionen US-Dollar (86,4 Millionen Euro) an Schmiergeld gewaschen haben. Im Zentrum der Ermittlungen steht Tymur Minditsch, ein langjähriger Wegbegleiter von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

News zum Ukraine-Krieg: Kiew meldet 76 Angriffe in Pokrowsk an einem Tag

Update, 7.11 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat auf Facebook ein Update zur Lage an der Front veröffentlicht. Insgesamt seien am vergangenen Tag 217 Kampfzusammenstöße verzeichnet worden. „In Richtung Pokrowsk stoppten unsere Verteidiger 76 offensive Aktionen des Aggressors“, heißt es unter anderem in dem Bericht. Die ukrainische Armee gerät in der Stadt Pokrowsk zunehmend unter Druck, wie auch unabhängige internationale Beobachter bestätigen.

Ukraine-News: Ermittler beschuldigen Selenskyj-Vertrauten großangelegter Korruption

Update, 6.21 Uhr: Wolodymyr Selenskyj fällt jetzt „auf die Füße“, dass er Korruptionsermittler entmachten wollte, wie ntv es formuliert. Nach Razzien im Energiesektor haben Antikorruptionsermittler in der Ukraine Timur Minditsch der weitverzweigten Korruption beschuldigt – er gilt als Vertrauter Selenskyjs. Der Verdächtige habe „freundschaftliche Beziehungen zum Präsidenten der Ukraine“ für seine kriminellen Aktivitäten genutzt, erklärte ein Vertreter der Antikorruptions-Staatsanwaltschaft (Sapo) gestern (11. November) vor Gericht.

Update, 12. November, 5.20 Uhr: Russische Truppen haben nach ukrainischen Angaben drei Ortschaften in der Region Saporischschja eingenommen. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj berichtete auf Telegram von einer erheblichen Verschlechterung der Lage im Südosten des Landes. Der Feind nutze seine zahlenmäßige Überlegenheit bei Personal und Material aus, erklärte Syrskyj laut Reuters.

News zum Ukraine-Krieg: Lage an der Front in Saporischschja alarmierend

Update, 22:05 Uhr: Nach Rückschlägen in der Ostukraine gerät Kiews Armee auch an der Südfront im Gebiet Saporischschja immer stärker unter Druck. Mittels des Einsatzes von „allen vorhandenen Waffenarten“ würden die ukrainischen Truppen zurückgedrängt. Ziel der russischen Angriffsbemühungen ist es demnach, die Kleinstadt Huljajpole von Osten her zu erobern. Außerdem sollen nördlicher liegende Nachschubrouten abgeschnitten werden, die nach Pokrowsk im angrenzenden Gebiet Dnipropetrowsk führen. Die nur noch etwas mehr als zehn Kilometer von der Frontlinie entfernte Siedlung wird bereits regelmäßig von russischen Drohnen und Gleitbomben angegriffen.

Update, 20:18 Uhr: Ukrainische Drohnen sollen im Oktober 77.000 russische Ziele getroffen. Das berichtet laut ukrinform der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrsky, auf Facebook: Die Zahl sei demnach gestiegen. Um welche Ziele es sich dabei genau handelt, bleibt in dem Bericht offen. Die besten Kampfergebnisse hätten FPV-Drohnen und schwere Bomber erzielt, heißt es zudem.

„Die Ukraine setzt verstärkt auf automatisierte Systeme – dabei handelt es sich nicht nur um unbemannte Luftfahrzeuge, sondern auch um unbemannte Bodenroboter, die zum Schlüsselelement des modernen Krieges werden und das Leben der Soldaten retten“, schreibt der ukrainische Armee-Chef. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass Drohnen für Kiews Armee weiterhin höchste Priorität im Ukraine-Krieg hätten.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Kiew vor viertem Kriegswinter: Deutschland sagt Ukraine 40 Millionen Euro zu

Update, 19:31 Uhr: Der vierte Winter im Ukraine-Krieg: Deutschland stellt Kiew angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur zusätzlich 40 Millionen Euro Winterhilfe zur Verfügung. „Wir helfen, dass Wohnungen warm und erleuchtet bleiben und es Russland mit seinen gezielten Terrorangriffen auf die zivile Gas- und Wärmeversorgung nicht gelingt, die Moral der Verteidigerinnen und Verteidiger ihrer Heimat zu brechen“, teilte Außenminister Johann Wadephul (CDU) zu seiner Teilnahme am Treffen der G7-Außenminister in Kanada mit. 

Das Geld soll für humanitäre Maßnahmen verwendet werden und etwa der Reparatur von Heizsystemen und beschädigten Häusern sowie der Lieferung von Stromaggregaten und Sachgütern wie Decken oder Hygienemitteln dienen. Den Menschen in der Ukraine droht der vierte Kriegs-Winter mit oft minus 20 Grad.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj berichtet über Erfolg an einer Front

Update, 18:25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet unter Berufung auf Informationen des ukrainischen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyj von der Lage im Ukraine-Krieg: „Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Richtung Pokrowsk und der Region Saporischschja, wo die Russen die Anzahl und den Umfang ihrer Angriffe verstärken“, schreibt Selenskyj in einem Post auf der Online-Plattform X.

„Die Lage dort bleibt schwierig“, die ukrainischen Truppen würden jedoch ihre „Zerstörungsarbeit gegen den Besatzer“ fortsetzen. „Etwas entspannter“ sei die Lage in Kupjansk: „Unsere Streitkräfte haben dort Erfolge erzielt, und dies ist seit einigen Wochen der Fall.“

Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Kiews Generalstab meldet 118 Gefechte

Update, 17:16 Uhr: Die aktuelle Lage an der Ukraine-Front: Kiews Generalstab meldet 118 Gefechte zwischen ukrainischen und russischen Truppen im Laufe des Tages. Im Raum Pokrowsk habe Russland allein 46 Angriffe gestartet - 38 dieser Angriffe haben Kiews Truppen laut Bericht des Generalstabs abgewehrt. Die Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt im Ukraine-Krieg dauern demnach weiter an.

Ukraine-News: Kiews Truppen müssen sich im Süden bei fünf Ortschaften zurückziehen

Update, 16:41 Uhr: In der Region Saporischschja müssen sich ukrainische Truppen von ihren Stellungen bei fünf Ortschaften zurückziehen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur ukrinform unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“. Das Einsatzkommando berichtet von „heftigen Kämpfen“ in den vergangenen Tagen. Russland setze „alle möglichen Waffen ein“, um die ukrainischen Einheiten zurückzudrängen.

Durch verstärkte Sturmangriffe, zahlreiche Infiltrationsversuche sowie massiven Artilleriebeschuss im Ukraine-Krieg „mussten sich ukrainische Einheiten von ihren Stellungen bei Novouspenivske, Nove, Okhotnyche, Uspenivka und Novomykolaivka zurückziehen, um das Leben der Soldaten zu schützen“. Zudem seien alle Unterstände und Befestigungsanlagen zerstört.

Update, 15:43 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben Kiews Streitkräfte am Dienstag Anlagen der russischen Ölraffinerie in Orsk in Russland angegriffen. Ersten Berichten zufolge wurde eine der wichtigsten Ölverarbeitungsanlagen der Raffinerie getroffen, schreibt Ukrainska Pravda. Der Generalstab berichtet von Explosionen und einem Brand. Die genauen Auswirkungen des Angriffs würden derzeit ermittelt.

In dem Post des ukrainischen Generalstabs auf Facebook heißt es zudem, dass die Anlage unter anderem Benzin, Dieselkraftstoff, Flugturbinenkraftstoff und Schmieröle produziere – mit einer geplanten Raffineriekapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Das Unternehmen beliefere damit russische Truppen im Ukraine-Krieg.

Video: Kiews Drohnen zerstören im Ukraine-Krieg nordkoreanischen Mehrfachraketenwerfer

Update, 14:55 Uhr: Ukrainische Drohnen haben einen nordkoreanischen Mehrfachraketenwerfer Typ 75 bei Pokrowsk zerstört. Die „Height Predators“ der 59. Separaten Sturmbrigade führten den Angriff aus, wie ein Telegram-Video zeigt. Das berichtet die Kyiv Post. Das 107-mm-System ist eine nordkoreanische Kopie des chinesischen Typs 63. Es verschießt hochexplosive Splitter- und Streumunition über acht Kilometer Reichweite. Russische Truppen montieren die Werfer laut dem ukrainischen Militärnachrichtenportal Militarnyi auf Fahrzeuge für bessere Mobilität und schnelleren Einsatz.

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine mit Gegenoffensive in Pokrowsk – „Lage bleibt komplex und dynamisch“

Update, 14:06 Uhr: Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj kündigte am Montag Gegenangriffe in Pokrowsk an. Die ukrainischen Streitkräfte werden den russischen Angriff auf die umkämpfte Stadt abwehren, erklärte der Generaloberst laut dem ukrainischen Generalstab. Pokrowsk sei ein „solides befestigtes Gebiet“, so Syrskyj. Russische Truppen hätten zwar an einzelnen Stellen die Verteidigungsanlagen durchbrochen, die Kommandoführung kenne jedoch diese Positionen. Russland konzentriert nach Syrskys Angaben über 150.000 Soldaten für die Eroberung der strategisch wichtigen Logistik-Drehscheibe im Ukraine-Krieg.

Über die angespannte Lage in Pokrowsk sagte Major Andriy Kovalev, ein Sprecher des ukrainischen Generalstabs: „Die Verteidigung des Ballungsraums Pokrowsk-Myrnohrad geht weiter. Die Lage bleibt komplex und dynamisch. Hier setzt der Feind alle verfügbaren Reserven ein, erleidet dafür jedoch nur enorme Verluste.“

Ukraine-News: 162 russische Soldaten in Pokrowsk getötet

Update, 13:08 Uhr: Über 300 russische Soldaten sind nach ukrainischen Angaben bereits in die ostukrainische Stadt Pokrowsk eingedrungen. Das 7. Korps der ukrainischen Luftlandetruppen berichtet von massiv verstärkten Infiltrationsversuchen von Wladimir Putins Truppen in der Stadt an der Ukraine-Front.

Die Angreifer nutzen schlechte Wetterbedingungen mit dichtem Nebel, um mit leichten Fahrzeugen über die südlichen Stadtränder vorzustoßen. „In den letzten Tagen haben die Russen ihre Versuche verstärkt, Pokrowsk zu infiltrieren“, erklärten die Luftlandetruppen. Seit Anfang November eliminierten ukrainische Kräfte 162 russische Soldaten in Pokrowsk und verwundeten 39 weitere, wie das ukrainische Portal Ukrainska Pravda meldet.

News zum Ukraine-Krieg: USA beenden diplomatische Gespräche mit Russland

Update, 11:57 Uhr: Die USA haben diplomatische Gespräche mit Russland über die Normalisierung der Beziehungen beendet. Die US-Mission in Russland teilte der russischen Zeitung Iswestija mit, dass keine neue Verhandlungsrunde zum vollständigen Botschaftsbetrieb in Moskau und Washington geplant sei. Das letzte Konsultationstreffen fand am 10. April in Istanbul statt – vor mehr als sechs Monaten. Russischer Botschafter Alexander Dartschiew hatte im Juni ein drittes Treffen angekündigt. Nach russischen Angaben wurden die Gespräche jedoch auf US-Initiative abgesagt. Außenminister Sergej Lawrow bestätigte laut Moscow Times, dass der Dialog fortgesetzt werde, „aber nicht so schnell, wie wir es uns wünschen würden“.

Ukraine-News: Russische Drohne über NATO-Land?

Update, 10:21 Uhr: Eine russische Drohne stürzte möglicherweise in der Nacht auf Montag in Rumänien ab. Das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte den Fund möglicher Drohnentrümmer in Grindu im Kreis Tulcea, berichtet Ukrainska Pravda. Radargeräte hatten zuvor Drohnengruppen nahe dem rumänischen Luftraum erfasst. Daraufhin wurde im nördlichen Kreis Tulcea Luftalarm ausgelöst. Gleichzeitig registrierten Behörden auf ukrainischer Seite der Donau beim Hafen Ismajil mehrere Explosionen. (Quellen: Agenturen, ISW) (red)

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