Ukraine-Ticker

Russland greift weiter zivile Infrastruktur in der Ukraine an: 30.000 Menschen ohne Strom

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News zum Ukraine-Krieg: Neue Zahlen zeigen das Ausmaß der russischen Verluste in der Front. Die Ukraine versetzt ein Öldepot auf der Krim in Brand. Der Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 14. Oktober, 6.52 Uhr: Bei einem russischen Bombenangriff auf Charkiw ist die Stromversorgung für 30.000 Kunden ausgefallen. Vier Menschen wurden bei dem Angriff auf die zweitgrößte ukrainische Stadt verletzt. Die Bomben hätten Stromleitungen getroffen und ein Krankenhaus beschädigt, sagte Bürgermeister Ihor Terechow laut Reuters im örtlichen Fernsehen. Der Angriff zeigt erneut die anhaltende Bedrohung der zivilen Infrastruktur in der Ukraine.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 12:54 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist am Montag überraschen in die Ukraine gereist. „Ich bin heute in Kiew, um Gespräche über finanzielle und militärische Unterstützung zu führen, sowie über die Sicherheit des ukrainischen Energiesektors und darüber, Russland für seine Kriegsverbrechen zur Verantwortung zu ziehen“, teilte sie in einem Beitrag auf X mit.

Russland nimmt mit seinen anhaltenden Drohnen- und Raketenangriffen insbesondere die ukrainische Energieinfrastruktur unter Beschuss. In den vergangenen Wochen hatte Moskau die Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und das Eisenbahnnetz nochmals verstärkt. Am Montag hat die Ukraine deshalb die Stromversorgung in mindestens sieben Regionen des Landes eingeschränkt.

Zwei Tote nach russischen Angriffen auf Ukraine-Region Saporischschja

Update, 10:02 Uhr: Im Gebiet Saporischschja im Südosten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen durch einen russischen Angriff getötet worden. Eine Drohne habe ein Zivilfahrzeug getroffen, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram. Ein 53-Jähriger und eine 50 Jahre alte Frau kamen demnach dabei ums Leben. 

In der Region Odessa habe Moskaus Militär zivile Infrastruktur angegriffen und zwei Objekte getroffen, teilte Gouverneur Oleh Kiper mit. Eine Person sei dabei verletzt worden. Der staatliche Versorger Ukrenerho teilte mit, dass es am Morgen zu Notabschaltungen der Stromversorgung für industrielle Verbraucher in den Gebieten Charkiw, Sumy, Poltawa, Donezk, Dnipropetrowsk, Saporischschja und teilweise in Kirowohrad kam. In Tschernihiw gibt es demnach stundenweise Abschaltungen. Grund dafür seien die Folgen der zuletzt vermehrten russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung. 

Update, 07:58 Uhr: Ukrainische Verteidiger haben in einer erfolgreichen Offensive russische Einheiten bei vier Siedlungen im Gebiet Donezk zurückgeschlagen. Betroffen waren die Ortschaften Nove Schachowe, Solotyi Kolodjaz, Kutscheriv Jar und Nowopawliwka an der strategisch wichtigen Pokrowsk-Front. Die militärische Lage bleibt jedoch angespannt: Russische Truppen führen trotz der Verluste ihre Sturmoperationen fort und drangen bereits direkt in Kutscheriv Jar sowie in die Nähe von Schachowe vor, berichtete die Analystentruppe DeepState.

Update, 13. Oktober, 05:51 Uhr: Ukrainische Drohnen haben nach einem Angriff offenbar einen Brand beim Öldepot in Feodossija auf der Krim ausgelöst. Darüber berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass.ru. Laut dem russischen Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, wurde niemand verletzt. Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz.

Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland – Sorge um beschädigtes Atomkraftwerk

Update, 19:39 Uhr: Das Atomkraftwerk Saporischschja hat den längsten Stromausfall seit Kriegsbeginn erlebt und läuft seit fast drei Wochen mit Dieselgeneratoren. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat deswegen die internationale Gemeinschaft aufgerufen, den Druck auf Russland zu erhöhen, um die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.

„Russland nutzt die Gelegenheit, dass die Augen der globalen Diplomatie auf den Nahen Osten gerichtet sind“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Die Ukraine sei bereit, die Stromzufuhr zu reparieren und die Sicherheit des Kraftwerks mit eigenem Fachpersonal zu gewährleisten, doch russische Angriffe behinderten die Reparaturteams. „Nur ukrainische Kontrolle und unsere ukrainischen Spezialisten bieten eine hundertprozentige Sicherheitsgarantie“, betonte der Präsident.

Tomahawk-Raketen für die Ukraine: Trump und Selenskyj telefonieren erneut

Update, 17:41 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut mit US-Präsident Donald Trump über die Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen und Tomahawk-Marschflugkörpern gesprochen. In einem neuen Telefonat vereinbarten beide, dass ihre militärischen Teams die besprochenen Punkte weiter ausarbeiten werden, wie Selenskyj auf Telegram mitteilte. Die beiden Staatschef hatten bereits am Samstag telefoniert.

Konkrete Zusagen für neue Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg machte Selenskyj nicht öffentlich. „Wir sehen und hören, dass Russland Angst hat, dass die Amerikaner uns Tomahawks geben könnten“, schrieb der Staatschef laut dpa. Zuvor hatte er bereits mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über Flugabwehrsysteme telefoniert – angesichts der Lücken in der ukrainischen Luftverteidigung ein Schlüsselthema.

Update, 13.54 Uhr: Der Kreml hat sich alarmiert über mögliche Tomahawk-Lieferungen der USA an die Ukraine gezeigt und vor einer Eskalation des Ukraine-Krieges gewarnt. „Gegenwärtig ist wirklich ein dramatischer Moment, da die Spannungen von allen Seiten eskalieren“, warnte Dmitri Peskow laut Reuters.

Der russische Präsidialamtssprecher verwies auf die Gefahr einer Verwechslung mit Atomraketen, da einige Tomahawk-Versionen nukleare Sprengköpfe tragen könnten. Mit ihrer Reichweite von 2500 Kilometern könnten die Raketen russische Ziele bis hin zur Hauptstadt Moskau erreichen.

Details zu Attacken auf Russlands Wirtschaft: Wie Trump im Hintergrund die Fäden zieht

Update, 13.13 Uhr: Die USA unterstützen einem Medienbericht zufolge die Ukraine seit Monaten bei Langstreckenangriffen auf russische Energieanlagen. Ziel sei es, die russische Wirtschaft zu schwächen und Präsident Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu zwingen, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mehrere Insider. Mehr dazu in „Details zu Attacken auf Russlands Wirtschaft: Wie Trump im Hintergrund die Fäden zieht“.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj beklagt Eskalation russischer Angriffe

Update, 12.28 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einer Woche mit mehr als 4.000 russischen Angriffen aus der Luft die Weltgemeinschaft zum Handeln aufgefordert. „Moskau erlaubt sich eine Eskalation seiner Angriffe und nutzt dabei offen die Tatsache aus, dass die Welt sich auf die Sicherung des Friedens im Nahen Osten konzentriert“, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit.

Erstmeldung: Kiew – Eine umfassende Medien-Untersuchung hat die Identitäten von über 135.000 getöteten russischen Soldaten im Ukraine-Krieg bestätigt. Die russische unabhängige Medienplattform Mediazona veröffentlichte gemeinsam mit dem BBC Russian Service aktuelle Zahlen, die das Ausmaß der russischen Verluste dokumentieren.

Die Untersuchung zum Ukraine-Krieg erfasst den Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 9. Oktober 2025 und stützt sich auf öffentlich zugängliche Quellen wie Nachrufe, Gedenkstätten und regionale Medienberichte.

Mediazona und die BBC haben neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg publiziert.

Laut der Untersuchung von Mediazona und BBC Russian Service wurden 135.100 russische Militärangehörige identifiziert, deren Tod im Ukraine-Krieg bestätigt wurde. Die Journalisten betonen, dass die tatsächlichen Verluste in Putins Armee wahrscheinlich erheblich höher liegen, da ihre verifizierten Informationen ausschließlich aus öffentlichen Quellen stammen. Die dokumentierten Todesfälle umfassen unter anderem 38.200 Freiwillige, 18.450 rekrutierte Gefangene und 15.200 mobilisierte Soldaten. Über 5.800 Offiziere wurden inzwischen als getötet bestätigt.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Das Durchschnittsalter der getöteten Soldaten im Ukraine-Krieg betrug 35 Jahre. Mediazona veröffentlichte erstmals im Februar eine vollständige Liste der identifizierten Verluste und markierte damit drei Jahre seit Russlands Invasion in die Ukraine. Nach Angaben der Publikation werden alle Datensätze manuell eingegeben und überprüft, um doppelte Einträge in der Datenbank zu verhindern. Frühere Berichte sprachen von bis zu 220.000 getöteten russischen Soldaten bis August 2025. Der ukrainische Generalstab gab am 12. Oktober auf Facebook folgende Zahlen bekannt:

KategorieGesamtverlusteTagesverluste
Personal1.122.810+1.240 zum Vortag
Panzer11.248+1
Gepanzerte Fahrzeuge23.345+0
Artilleriesysteme33.578+10
Drohnen69.010+244
Fahrzeuge/Tanker63.934+87
Quelle: Ukrainischer Generalstab auf Facebook

Trotz der schweren Verluste konnte Russland Fortschritte in der Oblast Donezk im Osten der Ukraine erzielen, da es seine Verluste durch neue Vertragssoldaten ausgleichen kann. Kiew hingegen steht vor zunehmend ernsthaften Personalengpässen, insbesondere bei Infanterieeinheiten an der Front.

Rubriklistenbild: © Dan Bashakov/dpa

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