Kommentar

Nukleare Union: Die halbe Klima-Miete

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Die Union - hier der CDU-Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidat Friedrich Merz - wird wohl die nächste Regierung führen. Umso interessanter zu erfahren, was sie vorhat, um die Jahrhundertaufgabe Klimaschutz voranzubringen.
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Der CDU-CSU-Plan „Neue Energie-Agenda für Deutschland“ setzt auf Atomstrom. Eine unverantwortliche und gefährliche Strategie. Der Kommentar.

Die „Fortschrittskoalition“ hat bald fertig. Ganz egal, ob die Ampel sich noch ein Jahr durchwurstelt oder vorher aufgibt, Wegweisendes ist von ihr nicht mehr zu erwarten. Schon gar nicht in der Klimapolitik. Immerhin, der Ausbau der erneuerbaren Energien hat wieder Fahrt aufgenommen. Doch sonst ist die Bilanz trübe. Klimageld, Verkehrswende, energetische Gebäudesanierung? Weitgehend Fehlanzeige.

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Die nukleare Union

Umso interessanter zu erfahren, was die Union vorhat, um den Klimaschutz voranzubringen. Geht es nach den Fachleuten aus der Bundestagsfraktion, die ein Strategiepapier dazu verfasst haben, wird am Oberziel nicht gerüttelt – der Klimaneutralität bis 2045. Das ist die halbe Miete, denn daran wird man alles andere messen können. Zwingend ist ein neuer Anlauf in den Sektoren Verkehr und Gebäude, da darf man gespannt sein.

Leider steht da auch viel Kritikwürdiges. Das Wiederanschalten der stillgelegten AKW ist pures, zudem gefährliches Wunschdenken, das Verheizen von Wasserstoff ineffizient, die Konzentration auf den CO2-Preis als Steuerungsinstrument wegen der sozialen Folgen schwierig umzusetzen.

Die Union wird aber einen Koalitionspartner brauchen, und so besteht Hoffnung, dass sie nicht alles davon durchdrücken kann.

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