Corona-Pandemie

Omikron-Impfstoffe könnten Lauterbach zufolge nächste Woche kommen

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Viel wurde gerätselt darüber, wann ein Omikron-Impfstoff verfügbar sein könnte. Gesundheitsminister Lauterbach glaubt, es könnte sehr bald so weit sein.

Berlin – Die Corona-Pandemie verläuft in Wellenbewegungen, ebenso wie die mediale Berichterstattung über sie. Zuletzt war es mit einer leichten Beruhigung der Corona-Lage auch medial etwas ruhiger geworden. Dennoch ist die Frage nach einem angepassten Impfstoff für die dominante Omikron-Variante, vor allem Omikron BA.5, nicht verstummt. Geht es nach Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), könnten erste Omikron-Impfstoffe schon in der kommenden Woche bereitstehen – wenn auch nicht direkt auf BA.5 angepasst. Die Zustimmung einer Instanz wird noch benötigt.

Biontech Omikron-Impfstoff und ein Vakzin von Moderna: Auslieferung ab Anfang September möglich

Ein Biontech Omikron-Impfstoff könnte nach Angaben Karl Lauterbachs in der kommenden Woche ausgeliefert werden, ebenso wie ein Vakzin aus dem Hause Moderna. Das äußerte der Gesundheitsminister am Montag, dem 29.08.2022 in einem Schreiben, über das zuerst der Spiegel berichtete. Lauterbach vermutet, in den Kalenderwochen 36 und 37 könnten jeweils rund fünf Millionen Biontech-Impfdosen ausgeliefert werden – sprich, ab dem 05. September. Im Laufe der beiden Wochen wird zudem mit insgesamt rund vier Millionen Dosen des Moderna Omikron-Impfstoffes gegen BA.1 gerechnet. An neuen Impfstoffen hängt große Hoffnung.

Neue Omikron-Impfstoffe könnten schon bald erhältlich sein, damit rechnet zumindest Karl Lauterbach (SPD).

Es handelt sich in beiden Fällen um Vakzine, die auf die Omikron-Variante BA.1 angepasst sind. Auch gegen die derzeit vorherrschende Variante Omikron BA.5 soll der Impfschutz der neuen Impfstoffe jedoch besser wirken, als bisherige Mittel. Lauterbach schreibt in seinem Brief hierzu: „Nach den vorliegenden Studiendaten wirken die Impfstoffe deutlich besser gegen die derzeit vorherrschende BA.5-Variante als der Impfstoff der ersten Generation“. Eine Hürde muss indes noch genommen werden.

Biontech und Moderna Impfstoffe gegen Omikron: EU-Kommission muss Omikron-Impfstoffen zustimmen

Bei den Biontech und Moderna Impfstoffen gegen Omikron fehlt indes noch die Zustimmung einer Instanz: Der EU-Kommission. Aus dem Schreiben des Gesundheitsministers geht hervor, dass dieser im Fall beider Omikron-Impfstoffe von einer Zulassung ausgeht. Konkret schreibt Lauterbach: „Derzeit gehen wir davon aus, dass die Europäische Kommission sowohl den an die BA.1-Variante angepassten Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch den von Moderna am 1. oder 2. September 2022 zulassen wird.“ Einem baldigen Impfstart stünde dann nichts mehr im Weg. Die insgesamt 14 Millionen erwarteten Impfdosen sollen im Falle einer Zulassung schnellstmöglich an den pharmazeutischen Großhandel geliefert werden, um die Versorgung der entsprechenden Stellen möglichst zeitnah gewährleisten zu können.

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In seinem Brief betont Gesundheitsminister Lauterbach erneut, welche Gefahr nach wie vor vom Coronavirus ausgehe. Lauterbach schrieb, dass in Deutschland „täglich nach wie vor rund 100 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion sterben“. Eine Studie aus Hamburg verweist derweil auf Ungenauigkeiten beziehungsweise mangelnde Kontextualisierung bei den Omikron-Todeszahlen. Klar ist in jedem Fall: Impfstoffe bringen eine deutliche Reduzierung der Gefahr, an einer Corona-Infektion zu sterben. Auch an weiteren angepassten Impfstoffen, etwa explizit für Omikron BA.5, arbeitet die Forschung deshalb mit Hochdruck. Nasenspray-Impfstoffe könnten dabei perspektivisch eine entscheidende Rolle spielen – auch Karl Lauterbach hofft, weiterentwickelte Impfstoffe könnten mittelfristig das Pandemie-Ende bringen.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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