Vor EU-Ratspräsidentschaft

„Zu 101 Prozent überzeugt“: Orbán lobt Trump in den Himmel – für Ukraine-Gespräche mit Putin?

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Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist ohne Donald Trump nicht möglich. Das behauptet Ungarns Regierungschef Viktor Orbán – und wählt sehr deutliche Worte.

Budapest – Viktor Orbán, der Ministerpräsident Ungarns, hat sich für Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ausgesprochen. Seine Hoffnungen ruhen dabei insbesondere auf Donald Trump, dem potenziellen neuen US-Präsidenten, von dem er „101 Prozent“ überzeugt ist.

Ende des Ukraine-Kriegs: Orbán setzt auf Donald Trump

„Der US-Präsident ist der einzige Mensch des Universums, der die entscheidenden beiden Anrufe in Kiew und Moskau machen könnte“, äußerte Orbán in einem Interview mit den Funke-Zeitungen, das am Sonntag (23. Juni), kurz vor dem Beginn der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft, veröffentlicht wurde.

Viktor Orban (l.) und Wladimir Putin (Archiv): Fehlt nur ein Donald Trump zum Frieden im Ukraine-Krieg?

Orbán betonte, dass Russlands Angriff auf die Ukraine „völlig inakzeptabel“ und eine Verletzung der Grundsätze internationaler Beziehungen sei. „Aber mir geht es nicht um die Interessen der Ukraine oder Russlands, ich will vor allem, dass der Krieg beendet wird und es einen Waffenstillstand gibt“, erklärte der ungarische Regierungschef.

Orbán über Ukraine-Krieg: Hätte es unter Angela Merkel nicht gegeben

Der ungarische Ministerpräsident ließ offen, ob die Ukraine, wie von Russland gefordert, auf besetzte Gebiete verzichten sollte. „Wir wissen gar nicht genau, was die russische Reaktion wäre, wenn die Führung der USA sagen würde: Hört zu, wir stoppen morgen früh das Töten und verhandeln“, so Orbán.

Angela Merkel: Die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel (CDU) im Scheinwerferlicht
Die Kanzlerin im Scheinwerferlicht: Angela Merkel (CDU) hat eine beeindruckende Karriere vorzuweisen. © Ina Fassbender/dpa
Helmut Kohl und Angela Merkel beim Parteitag der CDU
Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und seine damals neu gewählte Stellvertreterin, Frauenministerin Angela Merkel (CDU) bei einem Parteitag. (1991) © Michael Jung/dpa
Gerhard Schröder und Angela Merkel geben sich die Hand
Der bisherige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) übergibt das Bundeskanzleramt an die neue Kanzlerin Angela Merkel (CDU). (2005) © Peer Grimm/dpa
Angela Merkel (CDU) trifft europäische Staatsmänner beim Euro-Gipfel zur Finanzkrise in Paris
Angela Merkel (CDU) spricht mit dem niederländischen Minister Jan Peter Balkenende and dem belgischen Prime Minister Yves Leterme beim Euro-Gipfel zur Finanzkrise in Paris. (2008) © Dolega/dpa
2009 wird Angela Merkel (CDU) zum zweiten Mal als Bundeskanzlerin vereidigt
Angela Merkel (CDU) wird in Berlin zum zweiten Mal als Bundeskanzlerin vereidigt. (2009) © Michael Hanschke/dpa
Angela Merkel (CDU) und Queen Elizabeth II. unterhalten sich bei einem Klimagipfel in London
Angela Merkel (CDU) und Queen Elizabeth II. unterhalten sich bei einem Klimagipfel in London. (2009) © dpa
Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Barack Obama mit der Freiheitsmedaille in Washington
Angela Merkel (CDU) erhält die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der USA, von US-Präsident Barack Obama in Washington. (2011) © Rainer Jensen/dpa
Angela Merkel (CDU) stimmt bei der Abstimmung zum Energiegesetz für den Atomausstieg
Angela Merkel (CDU) stimmt bei der Abstimmung zum Energiegesetz für den Atomausstieg. (2011) © Michael Kappeler/dpa
Shinzo Abe, Angela Merkel (CDU), Wladimir Putin, David Cameron und Barack Obama beim G8 Gipfeltreffen
Die Teilnehmer des G8 Gipfeltreffens, der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe (l-r), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der russische Präsident Wladimir Putin, der britische Ministerpräsident David Cameron und US-Präsident Barack Obama. (2013) © Tim Brakemeier/dpa
Angela Merkel (CDU) legt im Bundestag in Berlin den Amtseid ab.
Angela Merkel (CDU) legt am im Bundestag in Berlin beim Parlamentspräsidenten Norbert Lammert (CDU) zum dritten Mal den Amtseid ab. (2013) © Michael Hanschke/dpa
Angela Merkel (CDU) und Joachim Gauck (parteilos) mit der deutschen Nationalmannschaft beim Gewinn des Weltmeistertitels
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der damalige Bundespräsident Joachim Gauck (parteilos) jubeln nach dem Gewinn des Weltmeister-Titels in der Kabine des Maracana-Stadions mit den deutschen Nationalspielern. (2014) © Guido Bergmann/dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht ein Selfie mit einem Migranten
Angela Merkel (CDU) besucht eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und macht ein Selfie mit einem Migranten. Ihr Satz „Wir schaffen das“ bleibt eng mit ihrer Kanzlerschaft verbunden. (2015) © Bernd von Jutrczenka/dpa
Angela Merkel (CDU) ist auf dem Cover der ersten deutschsprachigen Ausgabe der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo
Angela Merkel (CDU) ist auf dem Cover der ersten deutschsprachigen Ausgabe der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo. (2016) © Christian Charisius/dpa
Angela Merkel (CDU) bei einer Privataudienz mit Papst Franziskus
Angela Merkel (CDU) schüttelt die Hand von Papst Franziskus bei einer Privataudienz im Vatikan. (2017) © dpa
Angela Merkel (CDU) verneigt sich am Sarg von Helmut Kohl (CDU) beim europäischen Trauerakt für den verstorbenen Altkanzler im EU-Parlament in Straßburg
Angela Merkel (CDU) verneigt sich am Sarg von Helmut Kohl (CDU) beim europäischen Trauerakt für den verstorbenen Altkanzler im EU-Parlament in Straßburg. (2017) © dpa
Angela Merkel (CDU) spricht bei einem Wahlkampfauftritt in Siegen
Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung für die Bundestagswahl in Siegen. Der Name ist Programm: „Mutti“ wird zum vierten Mal zur Kanzlerin gewählt. (2017) © Oliver Berg/dpa
Angela Merkel (CDU) steckt eine Kerze an der Berliner Mauer in den Sand.
Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls steckt Angela Merkel (CDU) eine Kerze an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße in den Sand. (2019) © Michael Kappeler/dpa
Angela Merkel (CDU) und Donald Trump beim Nato Gipfel in London
Angela Merkel (CDU) und der damalige US-Präsident Donald Trump sind sich beim Nato Gipfel nicht ganz einig. (2019) © Michael Kappeler/dpa
Angela Merkel (CDU) mit Maske bei einer Bundespressekonferenz über den Lockdown und die Corona-Maßnahmen
Angela Merkel (CDU) mit einem Mund-Nasenschutz bei einer Bundespressekonferenz über den Lockdown und die weiteren Corona-Maßnahmen. (2020) © Kay Nietfeld/dpa
Angela Merkel (CDU) und Armin Laschet (CDU) besuchen Flutgebiete
Angela Merkel (CDU) und Armin Laschet (CDU) besuchen Flutgebiete und reden mit den Anwohnern eines betroffenen Dorfs. (2021) © Oliver Berg/dpa
Angela Merkel (CDU) füttert australische Loris im Vogelpark Marlow und wird dabei gebissen.
Sympathische Kanzlerin: Angela Merkel (CDU) füttert australische Loris im Vogelpark Marlow und wird dabei gebissen. (2021) © Georg Wendt/dpa

Er äußerte zudem die Überzeugung, dass „wir jetzt keinen Krieg hätten, wenn Angela Merkel noch Kanzlerin wäre“. „Sie hätte das getan, was sie schon nach der russischen Besetzung der Krim getan hat: Den Konflikt isolieren, nicht internationalisieren.“

Lob für Donald Trump: Orbán spricht über Ukraine-Krieg und sieht Ex-Präsident als „Mann des Friedens“

Orbán bezeichnete den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump als „Mann des Friedens“. „Er hat keinen einzigen Krieg begonnen“, sagte der ungarische Regierungschef. Er betonte, dass Europa Politiker vom Typ Trump benötige, „Personen, die das System aufschütteln“.

Am 1. Juli übernimmt Ungarn turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft für ein halbes Jahr. Orbán, der seit 2010 im Amt ist und als engster Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der EU gilt, hat für die EU-Ratspräsidentschaft seines Landes das Motto „Make Europe great again“ gewählt, in Anlehnung an das Wahlkampfmotto Trumps. Zuletzt blockierte Ungarn auf EU-Ebene milliardenschwere Militärhilfen für die Ukraine. (AFP/frs)

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