Protest

Oslo: Demonstranten versuchen in iranische Botschaft zu gelangen

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Gewalttätige Demonstration vor der iranischen Botschaft in Oslo - mehrere Personen haben versucht, das Gebäude zu betreten.

Mehrere Demonstranten haben in Oslo versucht in die iranische Botschaft einzudringen.

Oslo - Viele Menschen hätten sich bei der Demonstration gewalttätig und aggressiv verhalten, mehrere versucht, in die Botschaft einzudringen, teilte die Polizei der norwegischen Hauptstadt am Donnerstag über Twitter mit. Bislang seien zwei Leichtverletzte identifiziert worden. Man habe die Situation unter Kontrolle gebracht. Rund 90 Personen seien in Gewahrsam genommen worden.

Ein Reporter der Zeitung «Verdens Gang» berichtete vor Ort, die Demonstranten hätten Steine geworfen. Die Polizei habe auch Tränengas gegen sie benutzt. In Aufnahmen, die in sozialen Netzwerken kursierten, wurde auch «Lang lebe Kurdistan» gerufen. Bilder zeigten, dass viele Demonstranten kurdische Flaggen trugen.

Durch den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini waren im Iran massive Proteste ausgelöst worden. Sie richten sich inzwischen gegen das islamische System im Land. Die Sittenpolizei hatte Amini wegen ihres angeblich «unislamischen Outfits» festgenommen. Was genau nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar. Die junge Frau war ins Koma gefallen und am 16. September in einem Krankenhaus gestorben. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe zurück. (dpa)

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