Live-Ticker zu den Stichwahlen

„Die Flut steigt“: Le Pen wütet nach Frankreich-Wahl-Schlappe – Rechtsruck „ist falsch“

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Bei der Frankreich-Wahl sind die ersten Ergebnisse der Stichwahlen da. Marine Le Pen liegt abgeschlagen hinten. Live-Ticker mit allen Prognosen und Hochrechnungen.

Update vom 8. Juli, 10.59 Uhr: Die französischen Rechtspopulisten haben bei der Frankreich-Wahl einen kräftigen Dämpfer erfahren, nachdem RN-Parteichef Jordan Bardella bereits selbstbewusst wie ein designierter Premierminister aufgetreten war. Das Linksbündnis Neue Volksfront (Nouveau Front Populaire) wird Hochrechnungen zufolge stärkste Kraft in der neu gewählten Nationalversammlung. Der CDU-Politiker Armin Laschet sieht im Ergebnis der Frankreich-Wahl Chancen für die anstehenden Ost-Wahlen in Deutschland. „Das Gefühl, Frankreich ist eigentlich schon auf dem Weg nach rechts, das ist falsch“, sagte Laschet heute im ZDF-„Morgenmagazin“ im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Stichwahlen nach zweiten Runde vorgezogenen Parlamentswahlen.

SPD-Außenpolitiker Roth sieht nach Frankreich-Wahl politische Mitte „geschreddert“

Update vom 8. Juli, 7.38 Uhr: Der SPD-Außenpolitiker Michael Roth beklagt nach der Frankreich-Wahl eine Schwächung der Mitte. „Der Durchmarsch der Rechts-Nationalisten und Rechts-Extremisten ist gestoppt worden“, sagte Roth dem Tagesspiegel. „Aber es ist noch viel zu früh, um Entwarnung zu geben, denn die nationalistischen Populisten von rechts und links sind so stark wie nie.“ Das politische Projekt von Präsident Emmanuel Macron, die Mitte in Frankreich zu stärken, sei „krachend gescheitert“, sagte Roth. Macron habe „die politische Mitte geschreddert“.

Marine Le Pen hat Frankreich-Wahl 2027 im Blick – trotz Ausschluss

Frankreich: Rassemblement National von Marine Le Pen.
In Frankreich ist der Rassemblement National unter Marine Le Pen (im Bild) in den vergangenen Jahren zu einer führenden Kraft aufgestiegen. So feierte der RN bei der Europawahl 2024 einen klaren Erfolg.  © François Lo Presti/afp
Europawahl - Frankreich
Das starke Ergebnis der rechtsnationalen Partei veranlasste den amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron anschließend dazu, das Parlament aufzulösen.  © Ludovic Marin/dpa
Jean-Marie Le Pen
Die Geschichte des Rassemblement National begann Anfang der Siebziger. Am 5. Oktober 1972 gründeten Jean-Marie Le Pen (hier eine Aufnahme von 2022) und Pierre Bousquet die rechtsextreme Splittergruppe Front National.  © Joel Saget/afp
1. Mai in Paris
Der 1928 geborene Le Pen (hier ein Bild von 2017) tat sich früh als Demagoge hervor, der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt wurde und den Holocaust als ein „Detail der Geschichte“ abtat. Bousquet (1919 bis 1991) war ein ehemaliger Kollaborateur, der als Rottenführer in der Waffen-SS gedient hatte. Fremdenfeindliche Parolen waren über viele Jahre Markenzeichen der Partei. © Thibault Camus/dpa
Jean-Marie Le Pen
In den 1980er Jahren wurde der FN bei zwei Parlamentswahlen hintereinander mit mindestens einem Abgeordneten in die Nationalversammlung gewählt. Der Durchbruch gelang im Jahr 2002, als Jean-Marie Le Pen als Zweitplatzierter aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahl hervorging.  © Joel Saget/afp
Le Pen
Es kam zur Stichwahl, die der amtierende Präsident Jacques Chirac deutlich gewann. Fünf Jahre später verlor Le Pen viele Stimmen und schied im ersten Wahlgang aus.  © Joel Saget/AFP
Marine Le Pen
Einen großen Einschnitt gab es im Januar 2011. Der FN ging nach einem Führungswechsel andere Wege. Die neue Parteivorsitzende trug allerdings einen bekannten Namen: Marine Le Pen. Die studierte Juristin kam 1968 nahe Paris als jüngste Tochter Jean-Marie Le Pens zur Welt.  © Bernard Patrick/Imago
Marine Le Pen/dpa
Mit acht Jahren wurde sie von einer Bombenexplosion aus dem Schlaf gerissen – es handelte sich um einen Anschlag auf ihren Vater. Die Mutter dreier Kinder arbeitete als Anwältin und führte zunächst die Rechtsabteilung der Front National. Ihre zwei Ehen gingen auseinander. © Pascal Pavani
Jean-Marie Le Pen
Marine Le Pen bemüht sich seither, der einst radikal rechten Partei einen moderateren Anstrich zu verpassen. Das ging mit einer Entmachtung ihres Vaters einher.  © Kenzo Tribouillard/afp
Le Pen
Im April und Mai 2015 eskalierten die schon länger bestehenden Spannungen zwischen der Parteivorsitzenden und ihrem Vater. Am 20. August 2015 wurde Jean-Marie Le Pen wegen „schwerer Verfehlungen“ aus der Partei ausgeschlossen.  © Kenzo Tribouillard/AFP
Le Pen Bannon
Anderseits suchte Le Pen im Jahr 2018 die Nähe des früheren Trump-Beraters Steve Bannon. Damals firmierte die rechtsextreme Partei noch unter dem Namen Front National. Später verpasste Le Pen ihr aber einen neuen Namen: Seither ist die Partei als Rasseblement National bekannt. © Philippe Huguen/AFP
Marine Le Pen
Seither ist es Marine Le Pen gelungen, aus der Schmuddelecke zu kommen und sich als staatstragende Politikerin zu inszenieren. Ihre Strategie ist als „Dédiabolisation“ (Entteufelung) bekannt.  © Francois Nascimbeni/AFP
Marine Le Pen
Le Pen verbannte das alte rassistische Vokabular und gibt mittlerweile eher bedachte Worte von sich. Le Pens Kurs hat , in den vergangenen Jahren bis in die bürgerliche Mitte hinein wählbar gemacht.  © Thomas Samson/afp
Marine Le Pen
Die dreimalige Präsidentschaftskandidatin drängte zwar offenen Rassismus zurück, vertritt aber weiter radikale Positionen gegen Einwanderung. Ihre Vorstellungen für Frankreich bleiben auch heute noch deutlich rechts und nationalistisch.  © Ali Al-Daher/AFP
Olga Givernet
Zudem zeigen Studienergebnisse, dass im RN der Antisemitismus noch immer weit verbreitet ist. Die Renaissance-Parlamentarierin Olga Givernet (im Bild) reagierte entsprechend: „Der RN hat ein sauberes Schaufenster, aber die Küche dahinter ist immer noch schmutzig wie eh.“ © Niviere David/Imago
Marine Le Pen mit André Ventura und Tino Chrupalla
In ihrem Bemühen um Salonfähigkeit hat sich Marine Le Pen auch von der deutschen AfD abgegrenzt. Die gilt selbst für RN-Leute als zu extremistisch. Im November 2023 war das noch anders: Beim Treffen rechter Gruppen in Lissabon stand sie noch in einer Reihe neben dem portugiesischen Chega-Politiker André Ventura (Mitte) und AfD-Co-Chef Tino Chrupalla. © Paulo Spranger/Imago
Le Pen zu Besuch bei Putin
Zum Ukraine-Krieg vertreten RN und AfD hingegen nach wie vor sehr ähnliche Positionen. So lehnt Marine Le Pen jegliche Wirtschaftssanktionen gegen das Russland von Präsident Wladmir Putin ab. © Mikhail Klimentyev/dpa
Gabriel Attal
Waffenlieferungen für die Ukraine bedeuten für Le Pen das „Risiko eines dritten Weltkriegs“. Premierminister Gabriel Attal (im Bild) konterte in einer Ukraine-Debatte im Februar 2024: „Wenn Sie 2022 gewählt worden wären, würden wir heute Waffen nach Russland liefern, um die Ukrainer zu zermalmen.“  © Ludovic Marin/afp
Marine Le Pen und Wladimir Putin
Tatsächlich stand in Le Pens Präsidentschaftsprogramm von 2022 der folgende Satz: „Ohne Furcht vor amerikanischen Sanktionen wird eine Allianz mit Russland in gewissen Themen angestrebt.“ Trotzdem wollte sich der RN im Wahlkampf ein wenig von Putin absetzen. Die Partei ließ damals 1,2 Millionen Wahlkampfplakate vernichten, die ein Bild von Marine Le Pen beim Händeschütteln mit Putin zeigten. © Emmanuel Dunand/afp
Marine Le Pen
Zu Russland hat sie dennoch ein wesentlich besseres Verhältnis als zu Deutschland. Die deutsch-französische Partnerschaft will sie rasch beenden. Zwischen Berlin und Paris bestehe eine „tiefe und unheilbare Differenz der Doktrinen“, heißt es in Le Pens Programm. Das Nato-Kommando würde sie nach einem Wahlsieg 2027 verlassen. An dessen Stelle wünscht sich Le Pen für Europa ein russisch-französisches Kommando. © Lou Benoist/afp
Emmanuel Macron
Ohnehin richtet sich der Blick in Frankreich schon längst auf die Präsidentschaftswahl 2027. Nach zwei Amtszeiten kann Emmanuel Macron, der Le Pen zweimal in der Stichwahl besiegte, nicht mehr antreten.  © Sebastien Dupuy/AFP
Marine Le Pen
Wer eine Chance gegen Le Pen hätte, ist unklar. Doch im März 2025 kam dann die vorläufige Wende: Wegen der Veruntreuung von EU-Geld schloss ein Gericht Le Pen verurteilt. Der umstrittenste Teil der Strafe ist, dass sie fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten darf.  © Guillaume Souvant/afp
Protestkundgebung des Rassemblement National
Diese Strafe war sofort in Kraft getreten – anders als eine teils auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafe und obwohl Le Pen gegen das Urteil Berufung einlegte. Das Berufungsgericht hat eine Entscheidung im Sommer 2026 ins Auge gefasst.  © Julien De Rosa/dpa
Marine Le Pen
Le Pen wandte sich dann an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Doch das Straßburger Gericht wies ihren Antrag, den gegen sie verhängten vorläufigen Ausschluss von Wahlen auszusetzen, einstimmig ab, da Le Pen keinerlei nicht wiedergutzumachende Beeinträchtigung drohe, die durch die Menschenrechtskonvention geschützt sei. © Lionel Bonaventure/AFP
Le Pen sieht Bardella als möglichen Präsidentschaftskandidat
Inzwischen hat Le Pen ihren politischen Ziehsohn Jordan Bardella aufgefordert, sich auf eine Kandidatur vorzubereiten – für den Fall, dass sie selbst nicht antreten kann. Noch ist aber offen, wen der RN bei der Präsidentschaftswahl 2027 ins Rennen schicken wird. Die Frage, wer in den ehrwürdigen Élysée-Palast einziehen wird, bleibt damit völlig offen.  © Michel Euler/dpa

Update vom 8. Juli, 6.39 Uhr: Nach der Parlamentswahl ist es in Paris und anderen Großstädten zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten zündeten Barrikaden an und warfen mit Feuerwerk, die Polizei setzte Tränengas ein. In Paris versammelten sich Tausende Menschen auf dem Place de la République, um den Sieg des Linksbündnisses bei der Frankreich-Wahl zu feiern. Dabei geriet ein Teil der Demonstranten nach Medienberichten mit den Ordnungskräften aneinander.

Bei der Frankreich-Wahl hat Le Pen eine Schlappe einstecken müssen – in Paris kam es zu Ausschreitungen.

Union reagiert auf Ergebnis für Le Pen bei der Frankreich-Wahl – Aufatmen in Deutschland

Update vom 8. Juli, 5.31 Uhr: Nach dem überraschenden Wahlerfolg des Linksbündnisses gibt es in der Union Aufatmen. „Vielleicht gelingt es dem politischen Lager des Präsidenten doch noch, zum Beispiel im Bündnis mit Les Républicains, eine starke relative Mehrheit zu sichern, weiterhin den Premier zu stellen und einzelne Kräfte aus dem Linksbündnis einzubeziehen“, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, der Nachrichtenagentur dpa.

„Kein Kandidat“: Ex-Präsident Hollande äußert sich zu Ergebnis der Frankreich-Wahl

Update vom 7. Juli, 23.02 Uhr: Nach seinem erneuten Einzug in die Nationalversammlung hat der frühere französische Präsident François Hollande am Sonntagabend erklärt, er sei „kein Kandidat“ für den Posten des Premierministers. „Muss man, um in einer Regierung zu sein, noch ein Kandidat dafür sein, sie zu führen? Ich bin es nicht“, sagte Hollande im Fernsehsender BMFTV. Hollande war 2012 bis 2017 französischer Präsident.

Update vom 7. Juli, 22.20 Uhr: Angesichts der Prognosen nach der zweiten Runde der Parlamentswahl in Frankreich hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen von einem „aufgeschobenen“ Sieg ihrer Partei Rassemblement National gesprochen. „Die Flut steigt. Sie ist dieses Mal nicht hoch genug gestiegen, aber sie steigt weiter und deshalb ist unser Sieg nur aufgeschoben“, sagte Le Pen im Fernsehsender TF1.

Le Pens RN landete bei der zweiten Runde der Parlamentswahl Prognosen zufolge auf dem dritten Platz, hinter dem links-grünen Wahlbündnis und dem Regierungslager von Präsident Emmanuel Macron. Der RN hatte sich Hoffnungen auf die absolute Mehrheit gemacht .„Ich habe zu viel Erfahrung, um von einem Ergebnis enttäuscht zu sein, bei dem wir unsere Anzahl an Abgeordneten verdoppeln“, sagte Le Pen weiter mit Blick auf das Resultat. Der RN sei „die stärkste“ Partei in Frankreich.

Update vom 7. Juli, 21.37 Uhr: Die Parlamentswahl in Frankreich und ihr überraschendes Ergebnis hat erste Konsequenzen: Frankreichs Premierminister Gabriel Attal kündigt seinen Rücktritt an. Ab Montag werde er nicht mehr Premier sein, sagte er in einer Rede.

Rassemblement National wütet nach der Wahlschlappe – „Allianz der Schande“

Update vom 7. Juli, 20.48 Uhr: Der Vorsitzende des Rassemblement National Jordan Bardella hat sich nach der Wahlschlappe für seine Partei zu Wort gemeldet, berichtet France24. Nach der Überraschung bei der Wahl bezeichnet er die wahltaktischen Bemühungen des Linksbündnisses und des Mitte-Bündnisses um Macron als „Allianz der Schande“.

Über 200 Kandidaten haben sich vor den Stichwahlen in Frankreich zurückgezogen, obwohl sie berechtigt wären, erneut anzutreten. Der Grund dafür sind taktische Manöver, die darauf abzielen, Marine Le Pen und das Rassemblement National zu schwächen. Die Strategie besteht darin, dass die restlichen Parteienbündnisse sich auf nur einen Kandidaten einigen und so die Wählerstimmen bündeln.

Rassemblement National verpasst absolute Mehrheit Frankreich-Wahl

Update vom 7. Juli, 20.23 Uhr: Umfragen vorab hatten vermuten lassen, dass der Rassemblement National siegreich aus der Parlamentswahl in Frankreich hervorgehen wird. Doch laut den aktuellen Prognosen sind die Rechtspopulisten sogar noch hinter dem Mitte-Bündnis von Macron.

Partei/BündnisSitzverteilung
Nouveau Front Populaire (NFP) – Neue Volksfront172 bis 215
Ensemble – Mitte Bündnis um Macron150 bis 180
Rassemblement National (RN)120 bis 152

Überraschung bei Frankreich-Wahl: Rassemblement National abgestraft

Update vom 7. Juli, 20.07 Uhr: Die erste Prognose zu Ergebnissen der zweiten Runde bei der Frankreich-Wahl ist da und zeigt eine Riesenüberraschung. Der Rassemblement National verpasst die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung deutlich. Das Linksbündnis aus Grünen, Sozialisten, Kommunisten und Linkspartei liegt vorn.

Update vom 7. Juli, 20.00 Uhr: Um Punkt 20 Uhr habe nun alle Wahllokale geschlossen. Mit Spannung werden die ersten Prognosen erwartet. Kann Marine Le Pen und der rechtspopulistische Rassemblement National (RN) die absolute Mehrheit erreichen? Oder sind die wahltaktischen Bemühungen vom Linksbündnis aus Grünen, Sozialisten, Kommunisten und Linkspartei und dem Mitte-Lager von Präsident Macron von Erfolg gekrönt?

Marine Le Pen, die Vorsitzende der französischen Rechtsextremen, kommt in der Parteizentrale des Rassemblement National an.

Erste Ergebnisse der Frankreich-Wahl 2024: Agentur veröffentlicht Ergebnisse zu früh

Update vom 7. Juli, 19.40 Uhr: Bei der Parlamentswahl in Frankreich hat nach Berichten belgischer Medien der rechtsnationale Rassemblement National (RN) die absolute Mehrheit im Parlament voraussichtlich verpasst. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Nach französischem Recht dürfen solche Befragungen eigentlich erst mit Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr veröffentlicht werden.

Macron vor Bekanntgabe der Ergebnisse der Frankreich-Wahl in geheimen Gesprächen

Update vom 7. Juli, 18.40 Uhr: Macron trifft sich laut France24 mit Premierminister Attal und Parteiführern der Regierungskoalition. Das sagten laut dem Portal Quellen aus dem Umfeld Macrons und bestätigten damit frühere Medienberichte. Die Sitzung findet anderthalb Stunden vor der Bekanntgabe der Ergebnisse der zweiten Runde gegen 20 Uhr statt.  

Rekordwahlbeteiligung bei Neuwahl in Frankreich heute: Parlamentswahl zieht Bürger in Wahllokale

Update vom 7. Juli, 17.45 Uhr: Um 17.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei der zweiten Runde der Parlamentswahl bei 59,71 Prozent, wie das Innenministerium mitteilte. Dies ist die höchste Wahlbeteiligung seit der Parlamentswahl von 1981, die auf die Wahl des Sozialisten François Mitterrand zum Präsidenten folgte.

In der ersten Runde der Parlamentswahl vor einer Woche hatte die Wahlbeteiligung um 17.00 Uhr bei 59,39 Prozent gelegen und damit auch sehr hoch. Die abschließende Wahlbeteiligung in der zweiten Runde könnte mehreren Umfrageinstituten zufolge bei 67 bis 67,5 Prozent liegen – nach 66,7 Prozent in der ersten Runde. Das wäre eine Rekordzahl seit den vorgezogenen Parlamentswahlen von 1997.

Angst vor Ausschreitungen bei Frankreich-Wahl heute: Sorgen Parlamentswahlen für Unruhen?

Update vom 7. Juli, 17.00 Uhr: Die Wahllokale in Frankreich schließen in drei Stunden. Während die zweite Runde der vorgezogenen Parlamentswahl in den Endspurt geht, bereitet sich Frankreich auf Unruhen im Land vor. Etwa 30.000 Polizisten sollen am späten Sonntagabend in ganz Frankreich eingesetzt werden, um Ausschreitungen zu verhindern. Das berichtet France24. Etliche Ladenbesitzer in den Großstädten verbarrikadieren Türen und Fenster, um Schäden durch Unruhen zu verhindern.

Neuwahlen in Frankreich 2024: Macron gibt Stimme ab – und gibt sich zuversichtlich

Update vom 7. Juli, 15.46 Uhr: In Runde zwei der vorgezogenen Parlamentswahl hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Stimme bereits abgegeben. Macron gab sich zuversichtlich, als er mit seiner Frau Brigitte das Wahllokal im nordfranzösischen Le Touquet aufsuchte. Allerdings wird eine demütigende Niederlage für sein Bündnis erwartet, das in letzten Umfragen sowie in Wahlrunde eins nur auf Rang drei landete – hinter Le Pens Rechtsnationalen als stärkste Kraft sowie dem Linksbündnis Nouveau Front populaire (NFP).

Frankreich-Wahl 2024 heute: Für Macron vor Stichwahl „noch nichts entschieden“

Update vom 7. Juli, 14.04 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der Frankreich-Wahl heute ist hoch, die ersten Hochrechnungen zu den Ergebnissen der Frankreich-Wahl 2024 werden ab 20 Uhr erwartet. Wird am Abend nach den vorgezogenen Parlamentswahlen dann auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen?

Macron findet laut Kreisen, dass „im Moment noch nichts entschieden“ sei, und alles von den Ergebnissen der Stichwahlen der Frankreich-Wahl 2024 am heutigen Tag abhängen werde. Das berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP.

Beobachter erwarten nach Frankreich-Wahl heute Rechtsruck in dem Land

Update vom 7. Juli, 13.07 Uhr: Umfragen zufolge könnte das Rassemblement National (RN) die absolute Mehrheit bei der Frankreich-Wahl 2024 verpassen, aber heute erstmals deutlich stärkste Kraft bei den Parlamentswahlen werden. Dieses Ergebnis der Frankreich-Wahl wäre, für sich genommen, ein beispielloser Rechtsruck in Frankreich. In zahlreichen Wahlkreisen haben drittplatzierte Kandidaten zurückgezogen, damit die Chance steigt, dass der verbliebene Kandidat einer bürgerlichen Partei den Bewerber der Rechtsnationalen schlägt.

Update vom 7. Juli, 12.34 Uhr: In der entscheidenden Runde der Frankreich-Wahl 2024 hat bis zum Mittag gut jeder vierte Wahlberechtigte seine Stimme abgegeben. Um 12.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 26,63 Prozent, wie das Innenministerium in Paris heute zu den vorgezogenen Parlamentswahlen mitteilte. Laut der Nachrichtenagentur ist das – gemessen am Zeitpunkt – die höchste Wahlbeteiligung in Frankreich seit 1981.

Schließlich steht bei den Stichwahlen zur Frankreich-Wahl viel auf dem Spiel. Eine absolute Mehrheit für Marine Le Pens Partei RN könnte zu radikalen politischen Kehrtwende – national wie international – durch die Rechtspopulisten nach der heutigen Frankreich-Wahl führen.

Während Frankreich-Wahl heute: Papst Franziskus warnt vor „populistischen Versuchungen“

Update vom 7. Juli, 11.12 Uhr: Papst Franziskus hat den Zustand der Demokratie in vielen Ländern beklagt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche nannte keine einzelnen Länder namentlich, warnte aber direkt vor der Frankreich-Wahl heute vor „ideologischen und populistischen Versuchungen“. Ideologien seien verführerisch, sagte der Papst heute zum Abschluss der Katholischen Sozialwoche in Triest unmittelbar bevor es am Abend zu den Ergebnissen der zweiten Runde der Parlamentswahlen im Zuge der Frankreich-Wahl 2024 kommt. „Aber sie bringen dich dazu, dich selbst zu verleugnen.“ Er sei besorgt über die wachsende Zahl an Nichtwählern.

Frankreich-Wahl 2024: Nach Stichwahlen der vorgezogenen Parlamentswahlen zeichnet sich Block-Bildung ab

Update vom 7. Juli, 10.31 Uhr: Sollte der Rassemblement National (RN) bei der Frankreich-Wahl heute keine absolute Mehrheit bekommen, zeichnet sich die Bildung von drei Blöcken in der Nationalversammlung ab, welche die Regierung nach den vorgezogenen Parlamentswahlen lähmen und das Land in eine politische Krise stürzen könnten. „Wir stehen an einem Wendepunkt in der Geschichte der Republik“, sagte zum Beispiel ein Rentner vor einem Wahllokal nahe Straßburg der Nachrichtenagentur AFP, nachdem dieser seine Stimme für die Stichwahlen in der zweiten Runde der Frankreich-Wahl 2024 in seinem Wahlkreis abgegeben hatte.

Nach gutem Ergebnis bei Frankreich-Wahl heute wird RN von Le Pen wohl auf LR zugehen

Update vom 7. Juli, 9.47 Uhr: Bei einer starken relativen Mehrheit für das Rassemblement National (RN) bei der Frankreich-Wahl heute wird damit gerechnet, dass die Partei nach den vorgezogenen Parlamentswahlen 2024 versucht, weitere Abgeordnete der bürgerlich-konservativen Républicains (LR) auf ihre Seite zu ziehen. Damit wollen die Rechtspopulisten erreichen, die Entscheidungsmacht nach der heutigen Frankreich-Wahl im Parlament zu erlangen. 

Frankreich-Wahl 2024: Entscheidung über Zusammensetzung der Nationalversammlung heute

Update vom 7. Juli, 8.43 Uhr: Erst in der zweiten Wahlrunde bei der Frankreich-Wahl heute entscheidet sich die Zusammensetzung der Nationalversammlung: Die Abgeordneten werden nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt – und in den meisten Wahlkreisen ist nun eine Stichwahl nötig, um für Klarheit zu sorgen.

Frankreich-Wahl heute: Wahllokale für Stichwahlen der vorgezogenen Parlamentswahl sind geöffnet

Update vom 7. Juli, 8.00 Uhr: Nachdem aufgrund der Zeitverschiebung die zweite Runde der Frankreich-Wahl 2024 bereits am Samstag (6. Juli) in den Überseegebieten begonnen hat, sind nun auch die Wahllokale in Frankreich für die Stichwahlen der vorgezogenen Parlamentswahlen geöffnet.

Frankreich-Wahl heute: Absolute Mehrheit für Le Pen? Letzte Umfragen da

Die Partei von Marine Le Pen und ihren rechtspopulistischen Verbündeten erhofft sich die absolute Mehrheit bei den Neuwahlen, während dem Lager von Emmanuel Macron erneut ein Desaster blühen könnte. Infolge der letzten Umfrage zu den Ergebnissen könnte sich aber keine so drastisches Bild für die Ergebnisse der Frankreich-Wahl abzeichnen, wie noch im ersten Wahlgang. Bis um 20 Uhr haben die 49 Millionen Wahlberechtigten Zeit ihre Stimme abzugeben, um ihren Teil zu den Ergebnissen der Frankreich-Wahl beizutragen.

Frankreich-Wahl: Wann heute erste Hochrechnungen erwartet werden

Update vom 7. Juli, 7.13 Uhr: Die entscheidende Runde der Neuwahlen in Frankreich steht an. Diese könnten den Weg zur ersten rechtspopulistischen Regierung des Landes seit der Gründung der aktuellen Republik ebnen. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Mit ersten Hochrechnungen wird gegen 20.00 Uhr gerechnet. 

Erstmeldung: Paris – Die Welt schaut heute erneut gespannt auf Frankreich: Am Sonntag (7. Juli) findet der zweite Durchgang der Frankreich-Wahl statt. Marine Le Pen und ihre rechtspopulistischen Partei Rassemblement National (RN) streben eine absolute Mehrheit an.

Im Gegensatz dazu sehen die Prognosen für Präsident Emmanuel Macron und sein Parteienbündnis düster aus: Macron muss wie schon im ersten Wahlgang mit einem ein Rückschlag bei den von ihm ausgerufenen Neuwahlen rechnen.

Die Wahllokale in Frankreich sind heute von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Erste Ergebnisse, Prognosen und Hochrechnungen zu den Stichwahlen werden ab 20 Uhr erwartet. Zunächst werden die Meinungsforschungsinstitute ihre Prognosen auf Basis von Exit Polls, also Befragungen direkt an den Wahllokalen, veröffentlichen. Anschließend folgen die ersten Hochrechnungen zur Wahl in Frankreich.

Das offizielle Endergebnis der Frankreich-Wahl wird spätestens am Montagmorgen (8. Juli), bekannt gegeben. Dann wird klar sein, ob der rechtspopulistische RN von Marine Le Pen bei den Stichwahlen eine absolute Mehrheit erzielt hat. Macrons Bündnis muss mit einem enttäuschenden Ergebnis rechnen: Im ersten Wahlgang der Parlamentswahlen erzielte es nur knapp über 20 Prozent. Zuvor hatten ihm Umfragen zur Frankreich-Wahl schon ein schlechtes Ergebnis vorhergesagt.

Partei/ParteienbündnisErgebnis des ersten Wahlgangs am 30. Juni
Rassemblement National und Verbündete33,2 Prozent
linkes Bündnis Neue Volksfront28,1 Prozent
liberales Bündnis von Macron21 Prozent
Konservative Les Républicains10 Prozent
Sonstige7,7 Prozent

Marine Le Pen will Sieg bei Stichwahlen in Frankreich besiegeln

Vor einer Woche, am 30. Juni, gaben die Franzosen bereits im ersten Wahlgang der Frankreich-Wahlen ihre Stimmen ab. Heute bei den Stichwahlen treten erneut diejenigen Kandidaten erneut an, die im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit in ihrem Wahlkreis erzielen konnten. Bei der Stichwahl genügt den Kandidaten eine relative Mehrheit der Stimmen, um ins französische Parlament einzuziehen.

Über 200 Kandidaten haben sich vor den Stichwahlen in Frankreich zurückgezogen, obwohl sie berechtigt wären, erneut anzutreten. Der Grund dafür sind taktische Manöver, die darauf abzielen, Marine Le Pen und das Rassemblement National zu schwächen. Die Strategie besteht darin, dass die restlichen Parteienbündnisse sich auf nur einen Kandidaten einigen und so die Wählerstimmen bündeln.

Durch den taktischen Rückzug der Kandidaten bei der Frankreich-Wahl ist die absolute Mehrheit für Marine Le Pen etwas unwahrscheinlicher geworden, aber immer noch nicht ausgeschlossen. Für eine absolute Mehrheit benötigt das Rassemblement National 289 von 577 Sitzen.

Sollte das Rassemblement National bei den Stichwahlen eine absolute Mehrheit erzielen, wird es für Präsident Macron schwierig, zu regieren: Er muss dann mit einem oppositionellen politischen Lager im Parlament zusammenarbeiten.

Marine Le Pen spekuliert bereits auf einen Rücktritt Macrons nach der Wahl und baldige Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Obwohl Macron grundsätzlich bis 2027 als Präsident gewählt ist, hat Le Pen bereits klargemacht, dass die Rechtspopulisten nicht nur die Regierung, sondern auch die Präsidentschaft in Frankreich anstreben. (smu/pav mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO / IP3press + dpa/AP | Aurelien Morissard

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