Boris Pistorius

Pistorius: Antrittsbesuch bei der Truppe

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Auf ihn kommen viele Aufgaben zu: Neuer Verteidigungsminister Boris Pistorius

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am Donnerstag seinen Antrittsbesuch bei der Truppe begonnen.

Altengrabow/Berlin - Der SPD-Politiker traf am Morgen auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow in Sachsen-Anhalt ein, wo er Soldaten traf. Dem Minister sollte gezeigt werden, wo Männer und Frauen des Logistikbataillons 171 mit Handfeuerwaffen und Panzergrenadiere im scharfen Schuss mit dem Schützenpanzer Puma üben.

Pistorius hatte das Amt vergangene Woche übernommen, nachdem Vorgängerin Christine Lambrecht den Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) um Entlassung gebeten hatte. Ihre kurze Amtszeit war begleitet von Dauerkritik und Zweifeln, ob sie der Aufgabe gewachsen ist, aus den heruntergewirtschafteten Streitkräften wieder eine breit gefechtstaugliche Truppe zu machen.

Das Logistikbataillon 171 aus Burg bei Magdeburg stellt große Anteile für die sogenannte Speerspitze der Nato, die schnelle Eingreiftruppe VJTF (Very High Readiness Joint Task Force). Es stellt den Nachschub und die Instandsetzung der VJTF-Brigade im Einsatzgebiet sicher. Das Panzergrenadierbataillon 122 ist Teil der Panzergrenadierbrigade 12 «Oberpfalz» und im ostbayerischen Oberviechtach stationiert. Das Bataillon ist mit dem Schützenpanzer Puma ausgestattet.

Pistorius: Lücken bei Bundeswehr schnell schließen

Verteidigungsminister Boris Pistorius will mit der Rüstungsindustrie schnell über die Schließung von Ausrüstungslücken bei der Bundeswehr sprechen, die durch Waffenlieferungen an die Ukraine entstehen. «Wir tun jetzt alles, damit schnell wiederbeschafft wird», sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in den ARD-«Tagesthemen». Er wolle mit der Rüstungsindustrie dazu sehr bald Gespräche führen, wahrscheinlich schon in der nächsten Woche.

Pistorius räumte ein: «Wir haben in den vergangenen Jahren Wiederbeschaffungsdefizite ordentlich aufgehäuft.» Hinzu kämen Lücken durch die Abgabe von Waffen während des Ukraine-Kriegs. Es komme nun auf verlässliche und verbindliche Absprachen mit der Industrie an. «Denn klar ist: Die Lücken, die jetzt entstehen, sollen und müssen schnell geschlossen werden.» Pistorius plädierte auch für eine Stärkung der Branche. «Wir brauchen mehr Rüstungsindustrie in Deutschland, aber, wie ich finde, auch konzertiert in Europa», sagte der Minister. (dpa)

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