Deutsch-französisches Rüstungsprojekt

„Der Smart Tank rollt herein“: Pistorius lässt den Panzer des nächsten Jahrhunderts bauen

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Er soll sogar alleine fahren können – in einigen Jahrzehnten. Darüberhinaus wird er alles besser können als seine Gegner: der neue Super-Panzer MGCS.

Berlin – Ernüchternde Nachrichten für Armin Papperger. „Eine europäische Armee ist doch nur möglich, wenn alle EU-Staaten in ihrer Verfassung verankern, dass ein europäischer Verteidigungsminister sie in den Krieg schicken kann. Das ist ein schöner Traum, mehr nicht. Aktuell läuft es bei der Rüstung sogar in die andere Richtung: „Renationalisierung statt Europäisierung.“ Das sagte kürzlich der Vorstandsvorsitzende der deutschen Rüstungsschmiede Rheinmetall dem Tagesspiegel. Jetzt wird ihn die Realität womöglich eines Besseren belehren.

Das MGCS (Main Ground Combat System – zu Deutsch: Hauptbodenkampfsystem) wird definitiv der Panzer der Zukunft – der Zukunft von übermorgen oder sogar noch später. Deutschland und Frankreich haben jetzt die Entscheidung getroffen, als gemeinsames Rüstungsprojekt einen modernen Kampfpanzer zu bauen. „Das ist ein historischer Moment“, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag nach einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Sébastien Lecornu in Berlin. Am 24. April unterzeichnen beide Seiten eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding), das die Details festlegt. Bis Ende dieses Jahres soll dann ein Vertrag mit den beteiligten Industrien fertig sein.

Als Quantensprung in der Offensive und der Defensive gedacht: das neue Main Ground Combat System. Deutschland und Frankreich sind sich jetzt über den Bau des smarten Panzers einig geworden.

Rheinmetall baut mit dem KF51 Panther dessen Konkurrenten. Das Düsseldorfer Unternehmen habe sich zur Entwicklung eines eigenen Kampffahrzeugs entschieden, nachdem das Unternehmen im MGCS-Projekt keinen hinreichenden Einfluss habe ausüben können. Der KF51 Panther sei auch als Antwort auf Russlands neue Generation von Kampfpanzern T-14 Armata zu verstehen. Mit dem wird sich auch das MGCS herumschlagen müssen.

MGCS: Mehr als zehn Jahre Planung für den Konkurrenten von Putins T-14 Armata

Den Konkurrenten MCGS stilisierte das Magazin Europäische Sicherheit & Technik bereits zum „Quantensprung sowohl in der Offensiv- als auch in der Defensivfähigkeit“ – das Konstrukt ist das Amalgam aus dem deutschen Leopard 2 und dem französischen Leclerc, die offenbar das Ende ihres Wachstumspotenzials erreicht haben, und wird idealerweise von 2035 an die schweren Panzerkräfte beider Nato-Partner bilden. Das ist der Zieleinlauf eines mehr als zehnjährigen Vorhabens. Nach operativer Bedarfsanalyse und ersten Konzepten, die seit 2012 erarbeitet wurden, einigten sich Berlin und Paris im Juni 2018 offiziell auf eine gemeinsame Umsetzung des MGCS-Programms, wobei die Bundesregierung die politische Federführung bei dem Projekt behält und auch industriell die Hauptlast schultert. Im Oktober 2019 bekräftigten die beiden Partner ihr Engagement. 

MGCS-Programm – die Roadmap:

Zukünftig ist das MGCS-Programm in drei Hauptphasen unterteilt:
• Technologiedemonstrationsphase (TDP) – laufend, 2020–2024;
• Vollständige Systemdemonstrationsphase (FSDP) – geplant für 2024–2028;
• Implementierungs- und Vorproduktionsphase – 2028–2035.
Der erste Einsatz des Panzers wird für 2035 erwartet, seine volle Einsatzfähigkeit (FOC) soll 2040 erreicht sein.

Quelle: European Security & Defence

Die Entscheidung spiegelt den jüngsten Trend hin zu einem multinationalen Ansatz in großen europäischen Rüstungsprogrammen wider – wie das beispielsweise auch bei der Raketenabwehr IRIS-T SLM gerade anläuft. Überwiegend beteiligt an dem Projekt ist die KMW+Nexter Defense Systems (KNDS) mit Sitz im niederländischen Amsterdam, eine Holding aus den im Frühjahr 2015 fusionierten Rüstungskonzernen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der staatlichen französischen Nexter Systems. Begleitet wird das Projekt vom Deutsch-Französischen Forschungsinstitut Saint-Louis (ISL). Aufgabe des ISL ist, nach eigenen Angaben, „technische Innovationen in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit zu entwickeln. Die Forschungsarbeiten erfolgen in verschiedenen Fachbereichen und mit unterschiedlichen Technologie-Reifegraden: von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von vorindustriellen Prototypen, die in operative Ausrüstungen integriert werden können“.

Das europäische Projekt zielt ja auf das Jahr 2040, und aus einer gewissen Berufserfahrung heraus rechne ich eher mit 2045. Unsere unternehmerische Überlegung war deshalb, dass wir einen neuen Panzer für diese lange Zwischenzeit brauchen.

Rheinmetall-CEO Armin Papperger im Tagesspiegel zum Ausstieg aus dem MGCS-Projekt

Mobilität soll eines der Charakteristika des MGCS werden – geplant sind 50 Tonnen Gewicht als Maximum – damit wäre er rund zehn Tonnen leichter als das Basismodell des Rheinmetall-Panthers und ungefähr gleich gewichtig wie der russische T-14 Armata. Der MGCS soll von einem Hybridsystem mit 1.325 kW/1.800 PS angetrieben werden und mit rund 36 PS pro Tonne die Konkurrenz um zehn PS pro Tonne übertrumpfen. Die um den Ladeschützen minimierte zweiköpfige Besatzung arbeitet darin zum besseren Schutz in einer gekapselten Kammer im Rumpf – wenn sie überhaupt an Bord bleibt.

Das Konzept beinhaltet auch die Idee des ferngelenkten Einsatzes aus gedeckten Führungspanzern heraus, wie ein leitender Rheinmetall-Ingenieur zum Anfang der Planungsphase dem Magazin des Reservistenverbands loyal gegenüber erläutert hat. Das allerdings mag der schrillste Ton der Zukunftsmusik sein, tatsächlich dürfte der unbemannte MGCS-Panzer wohl erst die übernächste Entwicklungsstufe sein. Im Bundesverteidigungsministerium herrschten offenbar von Anfang an ambitionierte Vorstellungen von dem, was das MGCS leisten soll.

MGCS: Nur einer wird aussehen, wie ein Panzer im klassischen Sinne – mit einem Rohr

Der zuständige Unterabteilungsleiter, Brigadegeneral Holger Draber, zeichnet gegenüber loyal das ganz große Bild eines Waffensystems der Zukunft und räumt dabei mit der Vorstellung auf, dass es sich lediglich um einen neuen Panzer handelte. Das Besondere: „Nur eines der darauf fußenden Fahrzeuge wird Ähnlichkeit haben mit dem, was wir heute unter einem Kampfpanzer mit klassischer Rohrwaffe verstehen. Wir werden daneben auch Fahrzeuge haben, die mit anderen Effektoren ausgestattet sind. Vorstellbar sind Hochgeschwindigkeitsraketen, Drohnen, Laser und weit reichende Wirkmittel jenseits der Sichtlinie. Dazu Führungs- und Kommunikationsplattformen“, so Draber.

Geplant ist – aus Kostengründen –, dass aus einem Chassis drei Fahrzeuge mit identischem oder ähnlichem Fahrgestell aber gänzlich unterschiedlichen Aufgaben erwachsen: Neben dem Hauptpanzer mit Rohrwaffe soll ein bemanntes Fahrzeug Raketensysteme tragen, und ein unbemanntes Fahrzeug indirekte Feuerwaffen, möglicherweise Panzerabwehrraketen mit großer Reichweite oder herumlungernder Munition (loitering amunition). Diese Fahrzeuge werden laut Planung auch über eigene Drohnen verfügen, um das Gefechtsfeld aufzuklären.

Hinsichtlich der Feuerkraft des rohrgestützten Panzers wird erwartet, dass das MGCS die Fähigkeiten seiner Ahnen übertrifft und wahrscheinlich die 120-mm-Kanone des Leopards durch ein Geschütz mit größerem Kaliber ersetzt, möglicherweise das Rheinmetall-Kaliber 130-mm oder ein 140 mm-Kaliber von Nexter. Das Design umfasst ein am Turm montiertes Waffensystem und eine reduzierte Munitionskapazität – voraussichtlich 20–26 für das MGCS anstatt bis zu 40 in aktuellen Kampfpanzern.

MGCS: Der Smart Tank rollt herein – mit Künstlicher Intelligenz aus Bayern

Und schlau soll es werden – das im bayerischen Taufkirchen beheimatete Unternehmen Hensold stellt das neue Bundeswehr-Flaggschiff online bereits ganz groß heraus: „Ziel ist es, der MGCS-Crew mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (KI) in Echtzeit einen vollständigen Überblick inklusive automatisierter Situationsanalyse zu bieten.“ Der neue Panzer soll „Entscheidungsüberlegenheit“ herstellen und im Gefecht den schnelleren, gezielteren Schuss ermöglichen. Hensold verspricht: „Der Smart Tank rollt herein.“

Was genau schließlich entwickelt wird, soll später entschieden werden. In diesem Jahr sollen Technologiedemonstratoren für einzelne Komponenten entwickelt werden und bis 2028 in einen Gesamtsystemdemonstrator münden. Dieser wird zeigen, welche Fahrzeugtypen, Waffen und sonstigen Komponenten am Ende genutzt werden können. Zu gegebener Zeit soll das Projekt dann auch für weitere europäische Nationen geöffnet werden. Das Magazin Defence Industry hatte bereits im September berichtet, dass Italien den Einstieg in das Projekt erwägt – aus mehreren Gründen: Die Einbindung Italiens sei aus industrieller Sicht relevant, da von dort Fachwissen zu Sensoren und Elektronik einzubringen sei. Gleichzeitig bestünde durch die Fusion zwischen KMW und Nexter die Gefahr, dass sich die italienische Industrie kalt gestellt fühlen könnte. 

MGCS: Kommt der Super-Panzer später, rasselt der Panther aufs Gefechtsfeld

Die Einbeziehung in das Projekt würde es italienischen Unternehmen somit ermöglichen, ihr Know-how und ihre Fähigkeiten zu behalten. Darüber hinaus würde der italienische Beitrag eine Verteilung der Entwicklungskosten auf drei statt auf zwei Akteure ermöglichen. Laut Europäische Sicherheit & Technik würden sich die Gesamt-Entwicklungskosten des MGCS zwischen 2020 und dem Realisierungsbeginn auf zusammen auf 1,5 Milliarden Euro belaufen. Allerdings solle damit auch der Schritt ins nächste Jahrhundert bereitet sein, wie der Rheinmetall-Ingenieur Kappen behauptet: „Wir wollen ein Waffensystem entwickeln, das das Rückgrat der Bodentruppen darstellt und nach seiner Einführung 2035 mindestens 40 Jahre im Dienst bleiben soll.“

Das sei ein komplexes Problem, wie loyal schreibt. „Dafür müssen Technologiesprünge gedacht werden, für die es heute einiger Fantasie bedarf. Weil das MGCS so grundlegend neu ist, hat die Industrie einen Zero-Base-Ansatz gewählt. Das heißt: Das, was es aktuell beispielsweise beim Leopard 2 gibt, wird nicht linear in die Zukunft fortgeschrieben, sondern es wird etwas völlig Neues geschaffen. ,Wir denken vom Ende her, von der Wirkung, die wir erreichen wollen und nicht von dem, was schon da ist‘ erläutert Kappen.“

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Laut dem loyal-Autoren André Uzulis sind die Ambitionen genauso groß wie die Gefahr des Scheiterns. Das erste Serienfahrzeug soll 2035 ausgeliefert werden. Der Zeitplan ist straff, orakelt European Security & Defence: Für Frankreich und Deutschland ist es nach wie vor unerlässlich, in den 2030er-Jahren mit dem Austausch ihrer derzeitigen Kampfpanzer zu beginnen – dasselbe gilt für viele Benutzer des Leopard 2. Sollte es bei MGCS zu größeren Verzögerungen kommen, ist eine Zwischenlösung erforderlich.“ Das wiederum wäre für den Rheinmetall-Chef Armin Papperger eine gute Nachricht, wie der dem Tagesspiegel gesagt hat.

Der wollte wissen, warum er aus dem MGCS ausgestiegen ist und mit dem KF51 Panther einen Konkurrenten anrollen lässt: „Das europäische Projekt zielt ja auf das Jahr 2040, und aus einer gewissen Berufserfahrung heraus rechne ich eher mit 2045. Unsere unternehmerische Überlegung war deshalb, dass wir einen neuen Panzer für diese lange Zwischenzeit brauchen. Insofern freue ich mich, dass wir den Panther zusammen mit der ungarischen Regierung zur Serienreife entwickeln werden.“

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