„Abschreckung russischer Aggression“

Jagd auf Putins U-Boote: Deutschland und Großbritannien verkünden neuen Plan

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Die NATO forciert die Abschreckung gegen Wladimir Putin. Deutschland und Großbritannien wollen im Nordatlantik eng zusammenarbeiten. Ein Aufklärungsflugzeug rückt in die Fokus.

Lossiemouth – Provokationen durch das Moskau-Regime von Wladimir Putin wie russische Luftraum-Verletzungen über NATO-Gebiet bleiben nicht unbeantwortet. So haben zum Beispiel Deutschland und Großbritannien innerhalb der Verteidigungsallianz nun eine weitere militärische Kooperation vereinbart. Wie die Verteidigungsminister beider NATO-Mitglieder am Freitag (23. Oktober) bekanntgaben, werden künftig deutsche Seefernaufklärer P-8 Poseidon der Bundeswehr auch von Schottland aus starten.

Eine P-8 Poseidon der britischen Royal Navy. (Symbolfoto)

Laut t-online wollen Berlin und London den Schutz wichtiger Seegebiete im Nordatlantik und in der Nordsee verstärken. Die P-8 Poseidon der Deutschen Marine sollen hierfür in Zukunft auch vom nordschottischen Stützpunkt Lossiemouth aus operieren. Die britische Royal Navy hat solche Maschinen bereits in ihrem Bestand und auf der Militärbasis Lossiemouth offenbar die logistischen Rahmenbedingungen für deren Betrieb geschaffen. Die Bundeswehr setzt die P-8 Poseidon dagegen noch nicht ein.

Nordatlantik: Bundeswehr soll eng mit Großbritannien und mit Island zusammenarbeiten

Die Bundeswehr hatte eigenen Angaben zufolge im Juni 2021 einen Vertrag über die Beschaffung von zunächst fünf P-8A Poseidon des US-Flugzeugherstellers Boeing für die Deutsche Marine unterzeichnet. Wie viele der Maschinen bislang ausgeliefert sind, ist (zumindest öffentlich) nicht bekannt. In der vergangenen Woche hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bereits angekündigt, dass Deutschland auch auf Island Seefernaufklärer P-8 Poseidon stationieren wird.

Die Flugzeuge können unter anderem zur U-Boot-Jagd eingesetzt werden. Dabei soll es wohl ebenfalls um Aufklärungsmissionen im Nordatlantik und offenbar auch im Arktischen Ozean gehen, wo Russland seit Längerem Hinweise auf Expansionsbestrebungen liefert. Während das Moskauer Regime den blutigen Ukraine-Krieg unvermindert weiterführt und die Bundeswehr im Rahmen der NATO eine Drohnen-Armee für die Ostflanke des Bündnisses federführend mit aufbauen soll.

Der britische Verteidigungsminister John Healey schrieb nach einem Medientermin mit Pistorius in Schottland beim Kurznachrichtendienst X: „Die P-8A Poseidon ist für die Verteidigung unserer Meere und die Abschreckung russischer Aggression von zentraler Bedeutung. Es ist toll, heute mit meinem Freund Boris Pistorius am Royal-Air-Force-Stützpunkt Lossiemouth zusammen zu sein und die fantastische Crew in Aktion zu sehen. Großbritannien und Deutschland arbeiten immer enger zusammen, um die NATO-Sicherheit zu stärken.“

Abschreckung gegen Wladimir Putin: Deutschland, Kanada und Norwegen kooperieren

Am vergangenen Montag (20. Oktober) war Pistorius im kanadischen Ottawa zudem mit seinem kanadischen Amtskollegen David McGuinty und dem norwegischen Verteidigungsminister Tore O. Sandvik zusammengekommen, um laut Website des Bundesverteidigungsministeriums mit ihren über die Zusammenarbeit für weitere Verbesserungen der Sicherheit und Abschreckung im Nordatlantik zu beraten. (Quellen: t-online, X, bmvg.de) (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO / SNA

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