Lage an der Front

Ukraine-News: Details zu Trumps neuem Friedens-Vorschlag – Knallhart-Forderungen und brisanter Krim-Plan

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Polen verstärkt nach russischen Ukraine-Angriffen den Luftschutz – Flughäfen geschlossen.

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Update, 6:45 Uhr: Die angebliche Wiederannäherung zwischen den USA und Russland trifft die Ukraine zur Unzeit. An der Front im Osten steht die Stadt Pokrowsk kurz vor dem Fall. Auch weiter südlich hat die ukrainische Armee Stellungen räumen müssen. Innenpolitisch steht Präsident Selenskyj unter Druck wegen eines Korruptionsskandals, der bis in sein Umfeld reicht. Zwei Minister mussten bisher zurücktreten. Nach Selenskys Rückkehr von einer Auslandsreise werden für heute weitere Gespräche in Parlament und Regierung über personelle Konsequenzen erwartet. In Kiew wird auch über eine Entlassung von Andrij Jermak diskutiert, der als Leiter des Präsidentenbüros als mächtig gilt.

Die Seiten von Trump und Putin sollen einen neuen Plan für ein Ende im Ukraine-Krieg haben.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 20. November, 5:15 Uhr: Die Ukraine gerät durch einen angeblich von der US-Führung mit Russland im Geheimen ausgehandelten Friedensplan immer stärker unter Druck. Der Rahmenentwurf verlange von dem angegriffenen Land große Zugeständnisse, berichtete die Financial Times unter Berufung auf am Gesprächsprozess beteiligte Personen. Die Ukraine solle die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und ihre Armee halbieren. Der neue Plan entspricht nach Einschätzung der Financial Times weitgehend bekannten russischen Forderungen an Kiew. Vor dem Hintergrund der Berichte steht für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heute in Kiew ein Treffen mit einer US-Militärdelegation an. In 

Ukraine News: USA handeln mit Russland geheimen Friedensplan aus

Update, 22:31 Uhr: Neue Details zum Ukraine-Friedensplan der USA: Der Plan der USA sieht neben Gebietsabtretungen und einer Verkleinerung der Armee wohl vor, dass die Ukraine all ihre Langstreckenwaffen abgibt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen ranghohen ukrainischen Vertreter. Somit scheint der Plan die Maximalforderungen von Russlands Machthaber Wladimir Putin zu enthalten.

„Eine wichtige Nuance ist, dass wir nicht wissen, ob dies wirklich Trumps Geschichte ist“ oder „die seines Umfelds“, erklärte der ukrainische Vertreter, der zuvor über den Plan in Kenntnis gesetzt worden war. Es sei zudem „unklar“, was Russland im Gegenzug bereit sei zu tun, zitiert die Nachrichtenagentur.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ukraine News: US-Militärdelegation führt Gespräche in Kiew

Update, 22:06 Uhr: Während Washington an Kiew einen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs übermittelt haben soll, führt eine US-Militärdelegation Gespräche in Kiew, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal berichtete von einem Treffen mit Daniel Driscoll, dem für das Heer zuständigen Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium. 

Neben dem Zivilbeamten Driscoll gehören der Delegation nach US-Medienberichten drei Generäle und andere Offiziere an. Sie sollen auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sprechen. Der Besuch der Delegation wird als Taktik der USA gedeutet, das Gespräch mit Kiew auf militärische Fragen zu verlagern. Dort sieht es derzeit nicht gut aus für die ukrainische Armee, sie muss an vielen Stellen vor russischen Dauerangriffen zurückweichen.

Update, 20:48 Uhr: Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hat ein ranghoher ukrainischer Vertreter bestätigt, dass die Ukraine von den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhalten hat. Der Plan sieht demzufolge eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee vor. Auch die Halbinsel Krim soll Kiew demnach abtreten. US-Medien hatten zuvor von geheimen Gesprächen zwischen Washington und Moskau berichtet, bei denen der Plan entstanden sein soll.

USA übermitteln Kiew Plan für Ende des Ukraine-Kriegs – mit weitreichenden Forderungen

Update, 20:03 Uhr: Die US-Führung von Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge im Geheimen mit Moskau einen neuen Plan für ein Kriegsende in der Ukraine ausgearbeitet. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff hat Berichten der Financial Times zufolge mit Moskauer Vertretern einen geheimen Friedensplan. Der Entwurf entspricht dem Bericht zufolge weitgehend den russischen Forderungen an Kiew.

Dem Plan zufolge müsste die Ukraine die Regionen Donezk und Luhansk vollständig aufgeben und Beschränkungen ihrer Bewaffnung akzeptieren. Laut Axios wurde der ukrainische Sicherheitsratschef Rustem Umjerow bereits über den Vorschlag informiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestritt jedoch die Existenz neuer Friedensvorschläge im Ukraine-Krieg.

Update, 18:40 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich erstmals öffentlich zu seinem Gesundheitszustand geäußert und anhaltende Spekulationen zurückgewiesen. Der 73-jährige Kremlchef erklärte bei einem Ausstellungsbesuch in Moskau, er habe sich kürzlich einer zweitägigen Untersuchung im Krankenhaus unterzogen. „Gott sei Dank war alles gut“, sagte Putin laut russischen Medien.

Die seltenen Äußerungen kommen vor dem Hintergrund zunehmender Gerüchte über Putins Gesundheit, die der Kreml stets dementiert hatte. Der russische Präsident, der vor mehr als dreieinhalb Jahren den Ukraine-Krieg begonnen hat, präsentiert sich traditionell als starker Mann.

Treffen in Brüssel: EU-Außenminister beraten über Putins Schattenflotte

Update, 17:31 Uhr: Am Donnerstag kommen die EU-Außenminister in Brüssel zusammen, um unter anderem über Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zu diskutieren. Diese häufig alten Schiffe nutzt Russland unter fremder Flagge, um Sanktionen zu umgehen, insbesondere das Öl-Embargo. Seit Februar hat die EU bereits über 400 dieser Schiffe auf die Sanktionsliste gesetzt. Johann Wadephul, der deutsche Außenminister von der CDU, wird an dem Treffen teilnehmen. Die Beratungen beginnen um 08:30 Uhr.

Update, 16:25 Uhr: Seit August 2024 haben ukrainische F-16-Kampfjets insgesamt 1300 „Luftbedrohungen“ neutralisiert. Diese Information veröffentlichte die ukrainische Luftwaffe am Dienstag auf Facebook. „Durch die Anwendung eigener innovativer Taktiken sowohl bei Luft-zu-Luft- als auch bei Luftverteidigungsoperationen erzielen ukrainische Besatzungen weiterhin konstant starke Ergebnisse bei der Abwehr feindlicher Angriffe“, betonte in der Mitteilung die Luftwaffe. Bei einem aktuellen russischen Angriff fingen F-16- und Mirage-2000-Piloten mindestens zehn russische Marschflugkörper ab und schossen sie ab. Die ersten F-16-Jets erhielt die Ukraine im Jahr 2024 aus den Niederlanden und Dänemark.

Ukrainische Staatsbürger in den USA abgeschoben: Ankunft in der Ukraine

Update, 15:47 Uhr: Eine Gruppe von fünfzig ukrainischen Staatsbürgern kehrte nach ihrer Abschiebung aus den USA über Polen in die Ukraine zurück. Dies berichtete die Kyiv Post. Am Montag überquerte die Gruppe, bestehend aus 45 Männern und fünf Frauen, den Grenzübergang Schehyny. Andrij Demtschenko von der ukrainischen Grenzschutzbehörde bestätigte dies gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform.

Olha Stefanyschyna, die ukrainische Botschafterin in Washington, erklärte, dass diese 50 Personen Teil einer größeren Gruppe von etwa 80 Ukrainern seien, die zur Abschiebung vorgesehen waren. Demtschenko fügte hinzu, dass alle Abgeschobenen entweder im Besitz von ukrainischen Staatsbürgerschaftsdokumenten oder Rückkehrbescheinigungen seien.

Russland mit massivem Luftangriff auf ukrainische Stadt Ternopil – mindestens 25 Tote

Update, 14.59 Uhr: Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf den Westen der Ukraine sind in der Stadt Ternopil nach Behördenangaben mindestens 25 Menschen getötet worden. Es gebe nach den Angriffen auf Wohnviertel in der Stadt auch mindestens 73 Verletzte, darunter 16 Kinder, wie der Zivilschutz bei Telegram mitteilte. Es seien zwei neunstöckige Gebäude getroffen und beschädigt worden. 

Update, 13.56 Uhr: Nach zwei mutmaßlichen Sabotageakten an einer polnischen Bahnstrecke in Richtung Ukraine hat die polnische Regierung die Schließung des russischen Konsulats in der nördlichen Hafenstadt Danzig angekündigt. Er habe beschlossen, der diplomatischen Vertretung Russlands in Danzig „die Zustimmung zu entziehen“, sagte Polens Außenminister Radoslaw Sikorski am Mittwoch vor Journalisten. Damit bleibt die russische Botschaft in Warschau die einzige diplomatische Vertretung Moskaus in Polen. Polen wirft Russlands Geheimdienst vor, hinter dem Anschlag zu stecken, den Tusk als „beispiellose Sabotage“ bezeichnete. Russland widerspricht. Die Bahnstrecke gilt als wichtige Nachschublinie für die Ukraine.

Der Kreml kündigte angesichts Warschaus Entscheidung ähnliche Schritte an. „Als Gegenmaßnahme wird Russland die diplomatische und konsularische Präsenz Polens in Russland reduzieren“, erklärte russischen Staatsmedien zufolge die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Ukraine-News: Mindestens 19 Todesopfer bei Angriffen in Westukraine

Update, 13.36 Uhr: Bei russischen Angriffen im Westen der Ukraine sind nach Angaben der Regierung mindestens 19 Menschen getötet wurden. Weitere 66 Menschen wurden bei dem „massiven kombinierten russischen Angriffen“ auf die Stadt Ternopil verletzt, erklärte das ukrainische Innenministerium am Mittwoch in Onlinenetzwerken. Unter den Verletzten seien 16 Kinder.

Update, 12.07 Uhr: Russland hat die Ukraine vor geplanten Friedensgesprächen in der Türkei mit massiven Luftangriffen überzogen und dabei in Ternopil zehn Menschen getötet. Mehr als 470 Drohnen und 48 Raketen trafen nach ukrainischen Angaben Wohn- und Infrastrukturziele, wie Reuters berichtet.

Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf „terroristische Angriffe“ der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj wollte zeitgleich in Ankara mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan über Wege zur Kriegsbeendigung beraten.

Ukraine-News: Viele Tote und Verletzte nach russischem Angriff in Ternopil

Update, 11.23 Uhr: Bei einem schweren russischen Luftangriff sind in der Stadt Ternopil im Westen der Ukraine nach Angaben des Innenministeriums mindestens zehn Menschen getötet worden. Es gebe nach den Angriffen auf Wohnviertel in der Stadt auch mindestens 37 Verletzte, darunter ein Dutzend Kinder, wie Innenminister Ihor Klymenko bei Telegram mitteilte. Es seien zwei neunstöckige Gebäude getroffen und beschädigt worden. Menschen seien auch noch unter Trümmern verschüttet.

Ukraine-News: Rumänien meldet Luftraumsicherung wegen russischer Drohne

Update, 10.33 Uhr: Nach russischen Angriffen auf ukrainisches Gebiet nahe der Grenze zu Rumänien haben deutsche Kampfflugzeuge das Eindringen einer Drohne in den Luftraum des NATO-Landes bemerkt. Die Drohne sei etwa acht Kilometer weit in den rumänischen Luftraum eingedrungen und „tauchte etwa zwölf Minuten lang immer wieder auf dem Radar auf“, erklärte das rumänische Verteidigungsministerium am Mittwochmorgen (19. November). Kein Bodenkontakt eines Fluggeräts oder von Geschossen sei gemeldet worden.

Die beiden deutschen Kampfflugzeuge kontrollierten nach Angaben aus Bukarest in der Nacht auf heute den Luftraum des NATO-Landes, als das Signal der Drohnen kurz nach Mitternacht auf ihrem Radar erfasst wurde. Daraufhin seien zwei weitere Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe entsandt worden.

Ukraine-News: Kiew bestätigt ATACMS-Attacken in Russland

Update, 10.02 Uhr: Neue Details zu den ukrainischen ATACMS-Angriffen in Russland: Kiew hatte die Angriffe gegen militärische Objekte im russischen Hinterland gestern (18. November) bekanntgemacht, ohne Details zu nennen. In Woronesch liegt laut Medien ein Militärflugplatz, von dem Angriffe auf die Ukraine mit Kampfjets vom Typ Su-34 geflogen werden. Das Ministerium in Moskau behauptete dagegen, dass Kiew zivile Objekte mit den US-Raketen angegriffen habe. 

Ukraine-News: Russland meldet Angriffe mit ATACMS-Raketen

Erstmeldung: Russland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Angriff mit ATACMS-Raketen auf die Stadt Woronesch abgewehrt. Alle vier anfliegenden Geschosse des US-Typs seien von russischen Flugabwehrsystemen abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut Reuters mit.

Der ukrainische Generalstab bestätigte den ATACMS-Einsatz, wie der Kyiv Independent berichtete. Es handele sich dabei um den ersten vom Generalstab offiziell bestätigten Einsatz der US-Raketen im Ukraine-Krieg, so das Portal weiter.

Rubriklistenbild: © dpa/Pool Reuters via AP | Ramil Sitdikov + dpa/AP | Alex Brandon

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