Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Polen verstärkt nach russischen Ukraine-Angriffen den Luftschutz – Flughäfen geschlossen.
Update, 6:45 Uhr: Die angebliche Wiederannäherung zwischen den USA und Russland trifft die Ukraine zur Unzeit. An der Front im Osten steht die Stadt Pokrowsk kurz vor dem Fall. Auch weiter südlich hat die ukrainische Armee Stellungen räumen müssen. Innenpolitisch steht Präsident Selenskyj unter Druck wegen eines Korruptionsskandals, der bis in sein Umfeld reicht. Zwei Minister mussten bisher zurücktreten. Nach Selenskys Rückkehr von einer Auslandsreise werden für heute weitere Gespräche in Parlament und Regierung über personelle Konsequenzen erwartet. In Kiew wird auch über eine Entlassung von Andrij Jermak diskutiert, der als Leiter des Präsidentenbüros als mächtig gilt.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 20. November, 5:15 Uhr: Die Ukraine gerät durch einen angeblich von der US-Führung mit Russland im Geheimen ausgehandelten Friedensplan immer stärker unter Druck. Der Rahmenentwurf verlange von dem angegriffenen Land große Zugeständnisse, berichtete die Financial Times unter Berufung auf am Gesprächsprozess beteiligte Personen. Die Ukraine solle die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und ihre Armee halbieren. Der neue Plan entspricht nach Einschätzung der Financial Times weitgehend bekannten russischen Forderungen an Kiew. Vor dem Hintergrund der Berichte steht für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heute in Kiew ein Treffen mit einer US-Militärdelegation an. In
Ukraine News: USA handeln mit Russland geheimen Friedensplan aus
Update, 22:31 Uhr: Neue Details zum Ukraine-Friedensplan der USA: Der Plan der USA sieht neben Gebietsabtretungen und einer Verkleinerung der Armee wohl vor, dass die Ukraine all ihre Langstreckenwaffen abgibt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen ranghohen ukrainischen Vertreter. Somit scheint der Plan die Maximalforderungen von Russlands Machthaber Wladimir Putin zu enthalten.
„Eine wichtige Nuance ist, dass wir nicht wissen, ob dies wirklich Trumps Geschichte ist“ oder „die seines Umfelds“, erklärte der ukrainische Vertreter, der zuvor über den Plan in Kenntnis gesetzt worden war. Es sei zudem „unklar“, was Russland im Gegenzug bereit sei zu tun, zitiert die Nachrichtenagentur.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Ukraine News: US-Militärdelegation führt Gespräche in Kiew
Update, 22:06 Uhr: Während Washington an Kiew einen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs übermittelt haben soll, führt eine US-Militärdelegation Gespräche in Kiew, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal berichtete von einem Treffen mit Daniel Driscoll, dem für das Heer zuständigen Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium.
Neben dem Zivilbeamten Driscoll gehören der Delegation nach US-Medienberichten drei Generäle und andere Offiziere an. Sie sollen auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sprechen. Der Besuch der Delegation wird als Taktik der USA gedeutet, das Gespräch mit Kiew auf militärische Fragen zu verlagern. Dort sieht es derzeit nicht gut aus für die ukrainische Armee, sie muss an vielen Stellen vor russischen Dauerangriffen zurückweichen.
Update, 20:48 Uhr: Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hat ein ranghoher ukrainischer Vertreter bestätigt, dass die Ukraine von den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhalten hat. Der Plan sieht demzufolge eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee vor. Auch die Halbinsel Krim soll Kiew demnach abtreten. US-Medien hatten zuvor von geheimen Gesprächen zwischen Washington und Moskau berichtet, bei denen der Plan entstanden sein soll.
USA übermitteln Kiew Plan für Ende des Ukraine-Kriegs – mit weitreichenden Forderungen
Update, 20:03 Uhr: Die US-Führung von Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge im Geheimen mit Moskau einen neuen Plan für ein Kriegsende in der Ukraine ausgearbeitet. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff hat Berichten der Financial Times zufolge mit Moskauer Vertretern einen geheimen Friedensplan. Der Entwurf entspricht dem Bericht zufolge weitgehend den russischen Forderungen an Kiew.
Dem Plan zufolge müsste die Ukraine die Regionen Donezk und Luhansk vollständig aufgeben und Beschränkungen ihrer Bewaffnung akzeptieren. Laut Axios wurde der ukrainische Sicherheitsratschef Rustem Umjerow bereits über den Vorschlag informiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestritt jedoch die Existenz neuer Friedensvorschläge im Ukraine-Krieg.
Update, 18:40 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich erstmals öffentlich zu seinem Gesundheitszustand geäußert und anhaltende Spekulationen zurückgewiesen. Der 73-jährige Kremlchef erklärte bei einem Ausstellungsbesuch in Moskau, er habe sich kürzlich einer zweitägigen Untersuchung im Krankenhaus unterzogen. „Gott sei Dank war alles gut“, sagte Putin laut russischen Medien.
Die seltenen Äußerungen kommen vor dem Hintergrund zunehmender Gerüchte über Putins Gesundheit, die der Kreml stets dementiert hatte. Der russische Präsident, der vor mehr als dreieinhalb Jahren den Ukraine-Krieg begonnen hat, präsentiert sich traditionell als starker Mann.
Treffen in Brüssel: EU-Außenminister beraten über Putins Schattenflotte
Update, 17:31 Uhr: Am Donnerstag kommen die EU-Außenminister in Brüssel zusammen, um unter anderem über Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zu diskutieren. Diese häufig alten Schiffe nutzt Russland unter fremder Flagge, um Sanktionen zu umgehen, insbesondere das Öl-Embargo. Seit Februar hat die EU bereits über 400 dieser Schiffe auf die Sanktionsliste gesetzt. Johann Wadephul, der deutsche Außenminister von der CDU, wird an dem Treffen teilnehmen. Die Beratungen beginnen um 08:30 Uhr.
Update, 16:25 Uhr: Seit August 2024 haben ukrainische F-16-Kampfjets insgesamt 1300 „Luftbedrohungen“ neutralisiert. Diese Information veröffentlichte die ukrainische Luftwaffe am Dienstag auf Facebook. „Durch die Anwendung eigener innovativer Taktiken sowohl bei Luft-zu-Luft- als auch bei Luftverteidigungsoperationen erzielen ukrainische Besatzungen weiterhin konstant starke Ergebnisse bei der Abwehr feindlicher Angriffe“, betonte in der Mitteilung die Luftwaffe. Bei einem aktuellen russischen Angriff fingen F-16- und Mirage-2000-Piloten mindestens zehn russische Marschflugkörper ab und schossen sie ab. Die ersten F-16-Jets erhielt die Ukraine im Jahr 2024 aus den Niederlanden und Dänemark.
Ukrainische Staatsbürger in den USA abgeschoben: Ankunft in der Ukraine
Update, 15:47 Uhr: Eine Gruppe von fünfzig ukrainischen Staatsbürgern kehrte nach ihrer Abschiebung aus den USA über Polen in die Ukraine zurück. Dies berichtete die Kyiv Post. Am Montag überquerte die Gruppe, bestehend aus 45 Männern und fünf Frauen, den Grenzübergang Schehyny. Andrij Demtschenko von der ukrainischen Grenzschutzbehörde bestätigte dies gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform.
Olha Stefanyschyna, die ukrainische Botschafterin in Washington, erklärte, dass diese 50 Personen Teil einer größeren Gruppe von etwa 80 Ukrainern seien, die zur Abschiebung vorgesehen waren. Demtschenko fügte hinzu, dass alle Abgeschobenen entweder im Besitz von ukrainischen Staatsbürgerschaftsdokumenten oder Rückkehrbescheinigungen seien.
Russland mit massivem Luftangriff auf ukrainische Stadt Ternopil – mindestens 25 Tote
Update, 14.59 Uhr: Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf den Westen der Ukraine sind in der Stadt Ternopil nach Behördenangaben mindestens 25 Menschen getötet worden. Es gebe nach den Angriffen auf Wohnviertel in der Stadt auch mindestens 73 Verletzte, darunter 16 Kinder, wie der Zivilschutz bei Telegram mitteilte. Es seien zwei neunstöckige Gebäude getroffen und beschädigt worden.
Update, 13.56 Uhr: Nach zwei mutmaßlichen Sabotageakten an einer polnischen Bahnstrecke in Richtung Ukraine hat die polnische Regierung die Schließung des russischen Konsulats in der nördlichen Hafenstadt Danzig angekündigt. Er habe beschlossen, der diplomatischen Vertretung Russlands in Danzig „die Zustimmung zu entziehen“, sagte Polens Außenminister Radoslaw Sikorski am Mittwoch vor Journalisten. Damit bleibt die russische Botschaft in Warschau die einzige diplomatische Vertretung Moskaus in Polen. Polen wirft Russlands Geheimdienst vor, hinter dem Anschlag zu stecken, den Tusk als „beispiellose Sabotage“ bezeichnete. Russland widerspricht. Die Bahnstrecke gilt als wichtige Nachschublinie für die Ukraine.
Der Kreml kündigte angesichts Warschaus Entscheidung ähnliche Schritte an. „Als Gegenmaßnahme wird Russland die diplomatische und konsularische Präsenz Polens in Russland reduzieren“, erklärte russischen Staatsmedien zufolge die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.
Ukraine-News: Mindestens 19 Todesopfer bei Angriffen in Westukraine
Update, 13.36 Uhr: Bei russischen Angriffen im Westen der Ukraine sind nach Angaben der Regierung mindestens 19 Menschen getötet wurden. Weitere 66 Menschen wurden bei dem „massiven kombinierten russischen Angriffen“ auf die Stadt Ternopil verletzt, erklärte das ukrainische Innenministerium am Mittwoch in Onlinenetzwerken. Unter den Verletzten seien 16 Kinder.
Update, 12.07 Uhr: Russland hat die Ukraine vor geplanten Friedensgesprächen in der Türkei mit massiven Luftangriffen überzogen und dabei in Ternopil zehn Menschen getötet. Mehr als 470 Drohnen und 48 Raketen trafen nach ukrainischen Angaben Wohn- und Infrastrukturziele, wie Reuters berichtet.
Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf „terroristische Angriffe“ der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj wollte zeitgleich in Ankara mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan über Wege zur Kriegsbeendigung beraten.
Ukraine-News: Viele Tote und Verletzte nach russischem Angriff in Ternopil
Update, 11.23 Uhr: Bei einem schweren russischen Luftangriff sind in der Stadt Ternopil im Westen der Ukraine nach Angaben des Innenministeriums mindestens zehn Menschen getötet worden. Es gebe nach den Angriffen auf Wohnviertel in der Stadt auch mindestens 37 Verletzte, darunter ein Dutzend Kinder, wie Innenminister Ihor Klymenko bei Telegram mitteilte. Es seien zwei neunstöckige Gebäude getroffen und beschädigt worden. Menschen seien auch noch unter Trümmern verschüttet.
Ukraine-News: Rumänien meldet Luftraumsicherung wegen russischer Drohne
Update, 10.33 Uhr: Nach russischen Angriffen auf ukrainisches Gebiet nahe der Grenze zu Rumänien haben deutsche Kampfflugzeuge das Eindringen einer Drohne in den Luftraum des NATO-Landes bemerkt. Die Drohne sei etwa acht Kilometer weit in den rumänischen Luftraum eingedrungen und „tauchte etwa zwölf Minuten lang immer wieder auf dem Radar auf“, erklärte das rumänische Verteidigungsministerium am Mittwochmorgen (19. November). Kein Bodenkontakt eines Fluggeräts oder von Geschossen sei gemeldet worden.
Die beiden deutschen Kampfflugzeuge kontrollierten nach Angaben aus Bukarest in der Nacht auf heute den Luftraum des NATO-Landes, als das Signal der Drohnen kurz nach Mitternacht auf ihrem Radar erfasst wurde. Daraufhin seien zwei weitere Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe entsandt worden.
Ukraine-News: Kiew bestätigt ATACMS-Attacken in Russland
Update, 10.02 Uhr: Neue Details zu den ukrainischen ATACMS-Angriffen in Russland: Kiew hatte die Angriffe gegen militärische Objekte im russischen Hinterland gestern (18. November) bekanntgemacht, ohne Details zu nennen. In Woronesch liegt laut Medien ein Militärflugplatz, von dem Angriffe auf die Ukraine mit Kampfjets vom Typ Su-34 geflogen werden. Das Ministerium in Moskau behauptete dagegen, dass Kiew zivile Objekte mit den US-Raketen angegriffen habe.
Ukraine-News: Russland meldet Angriffe mit ATACMS-Raketen
Erstmeldung: Russland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Angriff mit ATACMS-Raketen auf die Stadt Woronesch abgewehrt. Alle vier anfliegenden Geschosse des US-Typs seien von russischen Flugabwehrsystemen abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut Reuters mit.
Der ukrainische Generalstab bestätigte den ATACMS-Einsatz, wie der Kyiv Independent berichtete. Es handele sich dabei um den ersten vom Generalstab offiziell bestätigten Einsatz der US-Raketen im Ukraine-Krieg, so das Portal weiter.
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