Präsidentschaftswahl Brasilien

Präsidentschaftswahl Brasilien: Scholz und Steinmeier gratulieren Luiz Inácio Lula da Silva

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

Dem früheren brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva hat Bundeskanzler Olaf Scholz zum Wahlsieg in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Jair Bolsonaro gratuliert.

Berlin/Moskau -  Er freue sich auf eine «enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit» insbesondere in Fragen von Handel und Klimaschutz, schrieb der SPD-Politiker am Montag auf Twitter.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb in einem Glückwunschschreiben an den Linkspolitiker: «Seien es ökonomische Krisen, die Gestaltung unserer Energieversorgung oder die Transformation in eine nachhaltige Wirtschaftsweise: Deutschland steht bereit, die strategische Partnerschaft zwischen unseren Ländern zum Wohle unserer beiden Gesellschaften und der Zukunft unseres Planeten mit Leben zu füllen.»

Lula, der bereits von 2003 bis 2010 Präsident war, holte sich den Sieg in der Stichwahl am Sonntag nach amtlichen Angaben mit 50,9 Prozent. Der rechte Amtsinhaber Bolsonaro erhielt demnach 49,1 Prozent. Bolsonaro erkannte seine Niederlage in den ersten Stunden nicht an. Im Wahlkampf hatte er Zweifel am Wahlsystem gestreut und angedeutet, das Ergebnis möglicherweise nicht zu akzeptieren.

Putin gratuliert Luiz Inácio Lula da Silva zum Sieg

Kremlchef Wladimir Putin hat Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zum Sieg in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Jair Bolsanaro gratuliert. «Die Ergebnisse der Abstimmung haben Ihre hohe politische Autorität bestätigt», schrieb Putin nach Angaben des Kremls vom Montag. «Ich setze darauf, dass wir mit gemeinsamen Anstrengungen die weitere Entwicklung der konstruktiven russisch-brasilianischen Zusammenarbeit in alle Richtungen sichern.» Brasilien und Russland arbeiten auch in der Brics-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) zusammen.

Putin, der in Moskau seit mehr als 20 Jahren an der Macht ist, und Lula kennen sich bereits aus früheren Amtszeiten. Russland sieht Brasilien als Partner, weil sich das Land den westlichen Sanktionen wegen Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht angeschlossen hat. Bolsonaro hatte zuletzt vor allem um Lieferungen von Diesel und Düngemitteln aus Russland geworben.

Der Linkspolitiker Lula, der bereits von 2003 bis 2010 Präsident war, holte sich den Sieg in der Stichwahl am Sonntag nach amtlichen Angaben mit 50,9 Prozent. Der rechte Amtsinhaber Bolsonaro erhielt demnach 49,1 Prozent. Bolsonaro erkannte seine Niederlage in den ersten Stunden nicht an. Im Wahlkampf hatte er mehrfach Zweifel am Wahlsystem gestreut und angedeutet, das Ergebnis möglicherweise nicht zu akzeptieren. (dpa)

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