VonFelix Busjaegerschließen
Wladimir Putin gilt als unberechenbar – auch ein Atomschlag gilt als möglich. Ein Experte ist sich sicher, dass der Präsident hemmungslos handeln könnte.
Moskau – Seit knapp drei Monaten tobt Putins Krieg in der Ukraine, zahlreiche Menschen sind seither geflohen, viele Städte in der Ukraine liegen in Trümmern und Aussichten auf einen Frieden gibt es bisher wenige. Während die westliche Welt in den vergangenen Wochen den Fokus auf Unterstützung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gelegt hatte, wird weiterhin auch über die Intention Wladimir Putins diskutiert. Nun stellt Harvard-Politologe Graham Allison die These auf, dass Putin im Falle einer russischen Niederlage wahrscheinlich sterben würde und deshalb hemmungslos agieren könnte. Auch der Einsatz von Atomwaffen kann nicht ausgeschlossen werden.
Atomwaffen im Ukraine-Krieg: Wladimir Putin könnte hemmungslose Entscheidungen treffen
Inzwischen ist klar, dass sich Putin womöglich bei der Eroberung der Ukraine verschätzt hat: In den ersten Kriegswochen beurteilten Experten die Größe der russischen Invasionsarmee und fanden ein vernichtendes Urteil. Zahlenmäßig zu klein seien die Truppen gewesen, um ein komplettes Land wie die Ukraine einnehmen zu können. Hinzu kam der enorme Kampfgeist der Ukrainer, der dazu führte, dass die russische Armee vermehrt herbe Verluste hinnehmen musste. Nun kippt Graham Allison im Gespräch mit dem Spiegel Öl ins Feuer und heizt die Gerüchte in der Politik um Russlands Präsidenten Wladimir Putin erneut an.
Die Entwicklung seines Angriffskriegs sowie die Aussicht auf eine mögliche Niederlage könnte Wladimir Putin womöglich auch zu hemmungslosen Entscheidungen führen, da ist sich Allison sicher. Russlands Präsident würde es auch in Kauf nehmen, zahlreiche Menschen durch den taktischen Einsatz von Atomwaffen zu töten. Zu einem Vorgeschmack kam es bereits in den ersten Kriegstagen: Als Warnung an die Nato hatte Putin die Atomwaffen Russlands in Alarmbereitschaft versetzen lassen.
Atomwaffen im Ukraine-Krieg: Eskalation durch Wladimir Putin wäre „Albtraum-Szenario“
Gegenüber dem Spiegel bezeichnete Allison eine mögliche Eskalation zum Atomkrieg als „Albtraum-Szenario“, mit dem ein nukleares Tabu gebrochen werden könnte. Für möglich hält er den Einsatz von „einer vergleichsweise kleinen Atombombe von 15 oder 20 Kilotonnen, was etwa der Bombe von Hiroshima entspricht“. Auch andere Experten hatten zuletzt immer wieder auf die nukleare Gefahr durch Russland hingewiesen, doch es gab auch Beobachter, die einen solchen Schritt bisher ausschlossen.
Krankheiten von Wladimir Putin: Gerüchte heizen weiterhin Ukraine-Krieg an
Beflügelt werden die jüngsten Gerüchte durch eine Reihe von Meldungen, die sich mit dem Gesundheitszustand Putins beschäftigen – unter anderem wurde vermutet, dass Putin an Krebs leidet. Auch war zu lesen, dass Putin an Parkinson erkrankt sei. Doch auch abseits möglicher Krankheiten brodelt es wohl im Kreml: Weil der Ukraine-Krieg wohl nicht nach Plan der russischen Führung läuft und immer mehr klar wird, dass der gegenwärtige Krieg viele Nachteile für die russische Bevölkerung bringt, ist auch ein Putsch gegen Putin nicht mehr ausgeschlossen.
Zwar sind sich Experten uneins, ob es tatsächlich zum Sturz des russischen Präsidenten kommen wird, allerdings halten sich weiterhin die Gerüchte, dass der Geheimdienst FSB in Russland einen Putsch gegen Präsident Wladimir Putin wegen des desaströsen Verlaufes des Kriegs in der Ukraine planen könnte.
Im Falle einer Niederlage: Laut Experte ist Tod von Wladimir Putin unausweichlich
Wie Russland-Experte Allison im Interview weiter erklärte, rechne er damit, dass Putin davon ausgeht, „dass er im Fall einer eindeutigen Niederlage die Macht und wahrscheinlich auch sein Leben verlieren wird.“ Der Harvard-Wissenschaftler sieht darin auch den Grund, wieso Putin im Ukraine-Krieg teilweise ohne Hemmung agiert und billigend den Tod zahlreicher Zivilisten in Kauf nehmen würde. Dass Putin ein Dämon sei, würden inzwischen viele nicht mehr bezweifeln, so Allison. Der russische Präsident würde zwar rational agieren, allerdings zweckbestimmt sein persönliches Ziel verfolgen.
Wladimir Putin privat: Tochter steht in Verbindung zu Balletttänzer Selenskyj
Egal, wie es tatsächlich aktuell um die Atomgefahr in Ukraine-Krieg durch Wladimir Putin steht, inzwischen ist sicher, dass der russische Machthaber immer mehr in Bedrängnis gerät. Und auch in seinem Privatleben soll es immer schlechter laufen: Zuletzt wurde bekannt, dass Putins Tochter in Verbindung zu einem Balletttänzer mit dem Namen Selenskyj stehen soll. Angesichts des ukrainischen Namensvetters, der Putin im Ukraine-Krieg als ärgster Widersacher Paroli bietet, mit Sicherheit ein Affront. Abgesehen von Putins persönlichen Strapazen zeichnet sich indes weiterhin nicht ab, welches Ende der Ukraine-Krieg nehmen könnte.
