Erneute Konfrontation

Putin-Kampfjets über Ostsee: Nach „gefährlichem“ Manöver gestoppt

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Finnland meldet eine erneute Luftraumverletzung: Russland operiert zunehmend aggressiv im Luftraum über der Ostsee und lässt die Lage weiter eskalieren

Helsinki – „Was Putin im Weg steht, sind die internationale, regelbasierte Ordnung und die etablierten Grenzen“, schreibt Jasper Hufschmidt Morse über Russlands „Catch Me If You Can“ („Fang mich, wenn du kannst“)-Taktik über der Ostsee. Immer wieder stoßen westliche Patrouillen-Flugzeuge auf russische Maschinen. Auch die jüngsten beiden brenzligen Situationen mit polnischen und finnischen Fliegern erinnern „die westliche und europäische Öffentlichkeit daran, dass Russland eine reale und gegenwärtige Gefahr darstellt und dass diese Gefahr nicht nachlässt“, wie der Autor des Thinktanks Australian Institute of International Affairs (AIIA) geschrieben hat.

Wie der Sender ntv berichtet, haben zwei polnische Kampfjets jetzt einen russischen Bomber vom Typ Su-24 abgefangen – zwar hätte sich die Maschine im internationalen Luftraum getroffen, Polen bezeichnet die Manöver des Russen aber als „gefährlich“. Einer weitaus größere Gefahr sahen sich die Finnen gegenüber: Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums stünden zwei russische Militärflugzeuge im Verdacht, aktuell den finnischen Luftraum vor der Küste von Porvoo verletzt zu haben, wie der finnische Sender YLE gemeldet hat – demnach wären russische Flieger lediglich rund 50 Kilometer von Finnlands Hauptstadt Helsinki entfernt aufgetaucht.

„Gefährliches Manöver“: Polnische Piloten haben eine Suchoi Su-24 im internationalen Luftraum abgedrängt. Über Finnland sollen russische Maschinen sogar in den nationalen Luftraum eingedrungen sein. Russische Operationen über der Ostsee werden zusehends aggressiver.

Russlands Spionageflüge über der Ostsee: „Das ist unser tägliches Geschäft“

Laut YLE sei dies die nächste Grenzverletzung seit Februar, als ein russisches Flugzeug für einige Minuten in den finnischen Luftraum über dem Finnischen Meerbusen westlich von Hanko eingedrungen gewesen sein soll. Wie Newsweek aktuell berichtet, habe auch Estland mitgeteilt, dass am 13. Mai ein russischer Militärjet seinen Luftraum verletzt habe, nachdem die estnische Marine versucht hatte, den wahrscheinlich zu Russlands Schattenflotte gehörenden Tanker „Jaguar“ zu stoppen. Russland macht möglicherweise seine Drohung wahr, Übergriffe gegen die Sanktionen zu umgehenden Transportschiffe militärisch zu schützen.

„Neu ist, dass Russland nun Tanker seiner Schattenflotte in den engen Gewässern des Finnischen Meerbusens schützt. Dies beinhaltete militärische Eskortoperationen und die Präsenz von Streitkräften.“

Antti Häkkänen, TVP World

„Das ist unser tägliches Geschäft“, sagt Stefan Arne Bremkens; der Oberstleutnant der deutschen Luftwaffe ist mitverantwortlich für die Sicherheit über einem großen Teil des Nato-Luftraums – Air Policing nennt die Nato die Überwachung ihres und die Patrouillen im internationalen Luftraum, um Russland frühzeitig in die Schranken zu weisen. „Unsere Aufgabe besteht darin, russische Fernflieger im internationalen Luftraum über der Ostsee zu begleiten – zum einen zeigen wir unsere Präsenz, zum anderen sammeln wir selbst Informationen darüber, wer wo warum fliegt“, sagt Bremkens dem NDR, der das Lagezentrum Sicherheit im Luftraum in Rostock-Laage leitet. Das Air Policing zielt vor allem auf eingedrungene bemannte Flugkörper ab und ergänzt die bodengestützte Luftraumüberwachung, wie Oberstleutnant Jürgen Schumann im Bundeswehr-Podcast Nachgefragt sagt.

Verletzungen des eigenen Luftraumes bergen höheres Eskalationspotenzial. Den russischen Jets, die in den vergangenen Jahren über der Ostsee Kontakt mit westlichen Maschinen hatten, wird vorgeworfen, ohne Flugplan oder Transpondersignal unterwegs gewesen zu sein, also die Identifizierung zu erschweren. Als „neue Normalität im Randmeer“ hat André Uzulis das Verhalten Russlands im Reservisten-Magazin loyal beschrieben – als beinahe wöchentliches Schauspiel: „Mal handelt es sich um Aufklärer vom Typ IL-20M, mal um SU-24-Bomber. Zuweilen dringen die Russen sogar in nationale Hoheitsgebiete ein, wie im Juni geschehen, als ein russischer Bomber die schwedische Ostseeinsel Gotland überquerte. In den meisten Fällen verfolgt die Nato die russischen Rücksichtlosigkeiten passiv, zumal wenn sich die Maschinen unauffällig verhalten oder schnell wieder in den eigenen Luftraum zurückkehren.“

Putins Trümpfe: Russland verfügt in der Region über einen klaren Zeit-, Kräfte- und Distanzvorteil

Trotz seiner strukturellen Schwächen verfüge Russland weiterhin über ein erhebliches Destabilisierungspotenzial in der Ostsee, analysiert das Magazin Armyrecognition die aktuelle Situation. Offenbar gingen die Aktivitäten der russischen Luftwaffe von der Enklave Kaliningrad aus. In Kaliningrad stationiere der Luftwaffenstützpunkt Tschkalowsk etwa 20 Mehrzweckjäger vom Typ Su-27, die für Luftüberlegenheits- und Langstreckenabfangmissionen geeignet seien, so Armyrecognition. Daneben tauchten auch Il-78M-Tankflugzeuge auf. Im Jahr 2022, dem Jahr der Invasion der Ukraine, seien dort auch MiG-31-Kampfjets mit Kinschal-Raketen gesichtet worden.

Obwohl von Nato-Seite gern behauptet wird, spätestens seit dem Eintritt Schwedens in die Nato sei die Ostsee ein Nato-Meer, kamen Heinrich Brauß und András Rácz kurz vor Ausbruch des Ukraine-Krieges zu einem differenzierten Urteil: Geografisch betrachtet verfüge Russland gegenüber den baltischen Staaten und damit auch gegenüber der Nato in der Region über einen klaren Zeit-, Kräfte- und Distanzvorteil, haben die Analysten für den Thinktank Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik notiert. Dieser Vorteil leite sich ab aus der Randlage des Baltikums im Vergleich zum europäischen Nato-Kerngebiet, den vergleichsweise schwachen Selbstverteidigungskräften sowie der Masse an Massenvernichtungswaffen, über die Russland verfüge, beziehungsweise auch einzusetzen gewillt sei.

Brauß und Rácz zufolge sei die Nato sicher, dass die russische Militärführung binnen Tagen 50.000 bis 60.000 Soldaten zusätzlich an ihrer Westgrenze stationieren könnte. Sie wäre in der Lage, überall an Russlands Westgrenze große Streitkräfte zu konsolidieren, die kurzfristig in einen oder alle baltischen Staaten einmarschieren könnten. Dadurch könnten sie sowohl zügig ins Baltikum vorrücken sowie die Nato-Truppen am schnellen Vormarsch ins Baltikum hindern. Russland ist insofern daran gelegen, seine Stärke zu demonstrieren, um auch parallel zum laufenden Ukraine-Krieg politischen Druck aufzubauen, um möglichen militärischen Druck zu verschieben.

Parallel zum Ukraine-Krieg: Russland fährt „Strategie der aktiven Verteidigung“

Laut Brauß und Rácz ziele „Russlands ‚Strategie der aktiven Verteidigung‘ – die Moskaus Politik der permanenten Konfrontation und strategischen Einschüchterung der transatlantischen Gemeinschaft unmittelbar unterstützt – darauf ab, die Nato und ihre verbündeten Regierungen und Gesellschaften von innen heraus zu schwächen, zu untergraben und zu destabilisieren, sowohl in Friedenszeiten als auch erst recht in Krisenzeiten“.

„Krisenzeiten“ könnten heraufziehen aufgrund der Spannungen rund um die russische „Schattenflotte“, also vornehmlich Tankschiffe, die vermeintlich unter russischer Kontrolle stehen und die Sanktionen gegenüber Russlands Energiewirtschaft unterminieren.

„Neu ist, dass Russland nun Tanker seiner Schattenflotte in den engen Gewässern des Finnischen Meerbusens schützt. Dies beinhaltete militärische Eskortoperationen und die Präsenz von Streitkräften“, sagte dazu kürzlich Antti Häkkänen. Den finnischen Verteidigungsminister zitierte der polnische Sender TVP World dahingehend, dass er zwar keine unmittelbare Bedrohung für Finnland sehe, aber sicher sei, dass Russland „für ganz Europa ein aggressiver und gefährlicher Nachbar bleibt“.

Wegen EU-Jagd auf Schattenflotte: Russland bereit, „alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel“ einzusetzen

Piloten russischer Langstreckenflugzeuge führten regelmäßige Flüge über den neutralen Gewässern der Arktis, des Nordatlantiks, des Schwarzen Meeres und der Ostsee sowie des Pazifischen Ozeans durch, betont das russische Verteidigungsministerium regelmäßig über die staatliche Nachrichtenagentur Tass – und weist darauf hin, dass alle Flüge unter strikter Einhaltung der internationalen Regeln zur Nutzung des Luftraums erfolgten. Was würde passieren, wenn russische Flugzeuge im deutschen oder dem Luftraum eines anderen Nato-Mitgliedslandes abgefangen würden, hat Jasper Hufschmidt Morse in seiner Analyse für das Australian Institute of International Affairs gefragt.

18 Verletzte bei Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof: Täterin stach wahllos zu – die Fotos

Messerangriff in Hamburg: Die Polizei ermittelt am Tatort.
Am Freitagabend, dem 23. Mai 2025, kam es am Hamburger Hauptbahnhof zu einem schweren Messerangriff auf dem Bahnsteig von Gleis 13/14. Mehrere Verletzte wurden medizinisch versorgt. © dpa (3)
Eine 39-jährige Frau stach wahllos auf Reisende ein und verletzte dabei insgesamt zwölf Menschen.
Eine 39-jährige Frau stach laut Polizei wahllos auf Reisende ein und verletzte dabei mindestens 18 Menschen. © Georg Wendt/dpa
Einsatzkräfte am Freitagabend in Hamburg. Sechs der Opfer wurden lebensgefährlich, drei schwer und drei weitere leicht verletzt.
Einsatzkräfte am Freitagabend in Hamburg. Sechs der Opfer wurden lebensgefährlich, mehrere schwer und weitere leicht verletzt. © picture alliance/dpa/tv7news
Wegen des Angriffs wurden die Gleise 13 und 14 sowie angrenzende Bereiche des Bahnhofs gesperrt
Wegen des Angriffs wurden die Gleise 13 und 14 sowie angrenzende Bereiche des Bahnhofs gesperrt © Steven Hutchings/dpa
Nach Messerangriff am Hauptbahnhof Hamburg
Von der blutigen Tat ist auf dem Bahnsteig nicht mehr viel zu sehen. Nur einzelne Blutflecken deuten auf die Attacke hin. © Georg Wendt/dpa
Am Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Nahverkehr gilt seit Ende 2024 ein Messerverbot.
Eine Sprecherin der auch für Hamburg zuständigen Bundespolizeidirektion Hannover sprach gegenüber AFP von einem Messerangriff „einer weiblichen Person gegen Reisende“. © dpa/News5 / René Schröder
Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei am Hamburger Hauptbahnhof.
Nach dem schockierenden Vorfall in Hamburg forderte der Vorsitzende der Bundespolizei in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nun flächendeckende Kontrollmöglichkeiten an Bahnhöfen.  © IMAGO/Breuel-Bild
Das Großaufgebot der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei am Hamburger Hauptbahnhof.
Eine Augenzeugin des Messerangriffs berichtete laut Hamburger Abendblatt: „Ich hatte zum Glück keine Kopfhörer drin, deswegen habe ich mitbekommen, wie alle angefangen haben zu schreien. Und dann sind alle weggerannt.“  © IMAGO/Breuel-Bild
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof geht die Polizei derzeit nicht von einer politischen Motivation aus. Dafür gebe es bislang keine Hinweise, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth.
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof geht die Polizei derzeit nicht von einer politischen Motivation aus. Dafür gebe es bislang keine Hinweise, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth. © Georg Wendt/dpa
Am Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Nahverkehr gilt seit Ende 2024 ein Messerverbot.
Am Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Nahverkehr gilt seit Ende 2024 ein Messerverbot. (Archivfoto) © Jonas Walzberg/dpa
Nach bisherigen Informationen handelte es sich wohl um eine Einzeltäterin, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.
Nach bisherigen Informationen handelte es sich wohl um eine Einzeltäterin, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.  © Georg Wendt/dpa
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll eine 39-jährige deutsche Staatsbürgerin zunächst auf dem Südsteg des Hauptbahnhofs mit einem Messer hantiert haben, bevor sie auf dem Bahnsteig der Gleise 13/14 Reisende attackierte.
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll eine 39-jährige deutsche Staatsbürgerin zunächst auf dem Südsteg des Hauptbahnhofs mit einem Messer hantiert haben, bevor sie auf dem Bahnsteig der Gleise 13/14 Reisende attackierte. © IMAGO / BREUEL-BILD
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr massiv beeinträchtigt: Es kam zu erheblichen Verspätungen, Umleitungen sowie Teilausfällen im Fernverkehr.
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr massiv beeinträchtigt: Es kam zu erheblichen Verspätungen, Umleitungen sowie Teilausfällen im Fernverkehr. © Lukas Müller/dpa
Einsatzkräfte der Polizei an den Gleisen 13 und 14 am Hamburger Hauptbahnhof.
Laut Mitteilung der Deutschen Bahn (DB) hat die Spurensicherung ihre Arbeit mittlerweile abgeschlossen. Bereits in der Nacht zum Samstag seien alle Gleise wieder für den Zugverkehr freigegeben worden. © IMAGO/Breuel-Bild
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Tatort zu sichern
Das Motiv der deutschen Tatverdächtigen ist bislang unklar; es wird geprüft, ob sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. © dpa/News5 / René Schröder
Die Polizei teilte mit: „Die Mordkommission (LKA 41) hat die Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf und der Motivlage der Tatverdächtigen, aufgenommen. Sie dauern weiter an.“
Die Polizei teilte mit: „Die Mordkommission (LKA 41) hat die Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf und der Motivlage der Tatverdächtigen, aufgenommen. Sie dauern weiter an.“ © Steven Hutchings/dpa
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Tatort zu sichern
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Tatort zu sichern © Steven Hutchings/dpa
Die Tat am Hamburger Hauptbahnhof ereignete sich auf dem Bahnsteig zwischen Gleis 13 und 14 – normalerweise drängen sich die Menschen hier dicht an dicht. (Archivfoto)
Die Tat am Hamburger Hauptbahnhof ereignete sich auf dem Bahnsteig zwischen Gleis 13 und 14 – normalerweise drängen sich die Menschen hier dicht an dicht. (Archivfoto) © Georg Wendt/dpa
Die Polizei in Hamburg hat ein Hinweistelefon für Angehörige der verletzten Personen eingerichtet. Die Nummer lautet: 040-4286 56789.
Die Polizei in Hamburg hat ein Hinweistelefon für Angehörige der verletzten Personen eingerichtet. Die Nummer lautet: 040-4286 56789. © Lukas Müller/dpa
Insgesamt wurden 18 Personen im Alter zwischen 19 und 85 Jahren verletzt, bestätigt die Polizei. Sieben Personen sollen leichte Verletzungen erlitten haben, sieben weitere seien hingegen schwer verletzt worden. Vier Personen, eine 24-jährige Frau, ein 24-jähriger Mann, eine 52-jährige sowie eine 85-jährige Frau, wurden lebensgefährlich verletzt.
Insgesamt wurden 18 Personen im Alter zwischen 19 und 85 Jahren verletzt, bestätigt die Polizei. Sieben Personen sollen leichte Verletzungen erlitten haben, sieben weitere seien hingegen schwer verletzt worden. Vier Personen, eine 24-jährige Frau, ein 24-jähriger Mann, eine 52-jährige sowie eine 85-jährige Frau, wurden lebensgefährlich verletzt.  © IMAGO / BREUEL-BILD
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es laut Polizei weiterhin keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation der Tat. Vielmehr bestünden „sehr konkrete Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Tatverdächtigen“.
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es laut Polizei weiterhin keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation der Tat. Vielmehr bestünden „sehr konkrete Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Tatverdächtigen“.  © IMAGO / BREUEL-BILD
Bundeskanzler Friedrich Merz nahm nach dem Angriff Kontakt zu Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher auf. Er zeigte sich bestürzt über die Ereignisse.
Bundeskanzler Friedrich Merz nahm nach dem Angriff Kontakt zu Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher auf. Er zeigte sich bestürzt über die Ereignisse. © dpa (2) / Michael Kappeler / Marcus Brandt
Der Tatort am Tag danach – Markierungen der Polizei sind am Samstag noch zu sehen.
Der Tatort am Tag danach – Markierungen der Polizei sind am Samstag noch zu sehen. © Georg Wendt/dpa
Reisende stehen am Samstag auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen 11 und 12, nach dem Messerangriff vom Freitag am Hamburger Hauptbahnhof.
Reisende stehen am Samstag auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen 11 und 12, nach dem Messerangriff vom Freitag am Hamburger Hauptbahnhof. © Georg Wendt/dpa
Der Tatort auf dem Bahnsteig 13/14 des Hamburger Hauptbahnhofes einen Tag nach der blutigen Messerattacke.
Der Tatort auf dem Bahnsteig 13/14 des Hamburger Hauptbahnhofes einen Tag nach der blutigen Messerattacke. © IMAGO / BREUEL-BILD

In einer konfliktträchtigen Zeit wären ein Abschuss oder eine Auseinandersetzung mit Bordwaffen undenkbar. Das Ausbleiben jeglicher Konsequenzen für Provokationen beurteilt Hufschmidt Morse jedoch als besorgniserregend, da das als mangelnde Entschlossenheit gegenüber einem aggressiven Russland gedeutet werden könnte. Die Europäische Union hat bereits begonnen, die zur Schattenflotte gehörenden Schiffe festzusetzen. Und die Reaktion aus Moskau kam prompt – möglicherweise sind auch die neuerlichen Provokationen in der Luft Zeichen dessen, was aktuell Kreml-Sprecher Dmitri Peskow angekündigt hat, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet: „Peskow sagte, Russland sei bereit, künftig ‚alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel‘ einzusetzen, um auf derartige Vorfälle im Rahmen des Völkerrechts zu reagieren und verfüge über eine breite Palette von Reaktionsmöglichkeiten.“

Rubriklistenbild: © IMAGO / Artyom Anikeev

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