Noch 2023

Putin verspricht Russland 30 neue Kriegsschiffe – bei Parade unter massiven Vorkehrungen

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Mitten im Ukraine-Krieg macht Wladimir Putin bei einer großen Marine-Parade ebenso große Versprechen. Doch Sicherheitsvorkehrungen sind spürbar.

St. Petersburg – Wladimir Putin hat bei Russlands größter Marineparade in St. Petersburg 30 neue Kriegsschiffe „verschiedener Klassen“ für die Seestreitkräfte angekündigt – noch für dieses Jahr. „Heute setzt Russland die großen Aufgaben seiner nationalen Marinepolitik souverän in die Tat um und baut die Macht seiner Flotte konsequent aus“, sagte der Kremlchef am Sonntag (30. Juli).

Auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu und mehrere Gäste des Afrika-Gipfels waren bei der zentralen Parade des Landes dabei. Sie wird traditionell am letzten Sonntag im Juli in St. Petersburg und im nahen Kronstadt abgehalten. Putin hatte bei dem Gipfel am Donnerstag und Freitag (27./28. Juli) die Gäste auch zur Parade eingeladen.

Putin bei Parade in St. Petersburg – kurz nach Drohnen-Angriffen auf Moskau

Das russische Staatsfernsehen übertrug das Großereignis und zeigte viele der insgesamt 33 Kriegsschiffe, darunter auch vier U-Boote. Die Sicherheitsvorkehrungen waren auch wegen befürchteter Anschläge im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine massiv.

Wladimir Putin bei der Marine-Parade 2023 in St. Petersburg – neben dem Kommandeur Nikolai Jewmenow.

Zwar wurde Putin nach Kremlangaben über die neuerlichen Drohnenangriffe in Moskau informiert. Die Paraden in St. Petersburg und in anderen Regionen des Landes liefen aber ungeachtet der gespannten Lage dem Vernehmen nach ohne Störungen. Zuletzt hatte die Fahrt eines russischen Atom-Eisbrechers durch die Ostsee Schlagzeilen gemacht.

Russlands Marine im Fokus: Putin lobt „Tapferkeit“ – mehrere afrikanische Staatschefs bei Parade

Putin erwähnte in seiner Rede auch die baltische und die Schwarzmeerflotte sowie andere Marineeinheiten, die „tapfer“ ihre Aufgaben erfüllten. „Im Namen Russlands geben unsere Matrosen ihre ganze Kraft, zeigen wahren Heldenmut und kämpfen tapfer, wie unsere großen Vorfahren“, sagte Putin.

Die Schwarzmeerflotte ist auch im Krieg gegen die Ukraine im Einsatz und feuert von ihren Schiffen immer wieder Raketen auf das Nachbarland ab. Seinen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erwähnte Putin vor den in Paradeuniformen erschienenen russischen Militärangehörigen in seiner Rede aber nicht.

Rund 3000 Soldaten nahmen an der Parade teil. Unter den afrikanischen Gästen waren laut russischen Medien auch die Staatschefs von Mali, Burkina Faso, Eritrea und der Republik Kongo. Auch aus anderen afrikanischen Staaten waren Vertreter bis Sonntag in der Millionenmetropole geblieben. Afrika gehört zu den wichtigsten Märkten für russische Waffen. (dpa/AFP/fn)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sergei Karpukhin

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