VonPatrick Mayerschließen
Auf einen russischen Offizier wird mitten in Moskau angeblich ein Bombenattentat verübt. Der mutmaßlich Geschädigte dementiert selbst die Berichte.
Update vom 24. Juli, 15.20 Uhr: Der russische Militärvertreter Andrej Torgaschow hat Berichte zurückgewiesen, wonach er und seine Frau Opfer des Autobombenanschlags in Moskau wurden. „Das ist kompletter Fake. Diese Explosion hat nichts mit mir zu tun“, zitierte ihn die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti.
Zuvor hatte die ebenfalls staatliche Agentur Tass dies vermeldet. Laut Tass war Torgaschow für das russische Militär in der Ukraine im Einsatz. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wurden wiederholt Autobombenanschläge gegen russische Militärs und Kreml-treue Persönlichkeiten verübt.
Explosion in Moskau: Ranghoher Putin-Offizier bei Bombenanschlag verletzt?
Erstmeldung: Moskau – Bei einem Bombenanschlag im Norden Moskaus ist am Mittwochmorgen (24. Juli) ein ranghoher russischer Offizier schwer verletzt worden.
Bombenattentat in Moskau: Russland-Offizier durch Autobombe schwer verletzt
Eine Autobombe explodierte, als der Mann sich in den Wagen setzte, wie die Behörden aus Russland mitteilten. Zwei Menschen seien verletzt worden, teilte das Ermittlungskomitee mit. Medien berichteten, dem Offizier seien bei der Explosion die Beine weggerissen worden seien, auch seine Ehefrau sei demnach verletzt worden.
Ermittler waren auf dem Parkplatz in einem Wohngebiet im Einsatz, um die Hintergründe des Anschlags aufzuklären. Auch eine ukrainische Spur werde untersucht, hieß es. Im Zuge des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine gab es immer wieder Bombenanschläge auf russischem Gebiet, darunter in der Hauptstadt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Bombenanschlag in Russland: Vorwürfe gegen ukrainischen Geheimdienst
Die Ermittler machen dafür stets ukrainische Geheimdienste verantwortlich. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von Überwachungskameras, die eine Explosion des geparkten Fahrzeugs mitten in Moskau zeigen. Auf den Aufnahmen waren das zerstörte Auto sowie weitere beschädigte Fahrzeuge zu sehen. Die Verletzten wurden mit einem Notfallwagen ins Krankenhaus gebracht.
Der Mitarbeiter des russischen Verteidigungsministeriums soll ein Offizier des Militärgeheimdienstes sein, berichtete die Zeitung Kommersant. Er soll in verantwortlicher Position für die Satellitenkommunikation beim Militär zuständig und auch im Ukraine-Krieg im Einsatz gewesen sein. Offizielle Angaben gab es dazu zunächst nicht, auch keine Stellungnahme aus Kiew.
Ranghoher Russland-Offizier schwer verletzt: Handelt es sich um Andrej Torgaschow?
Ukrainischen Bloggern zufolge soll es sich bei dem Schwerverletzten um Andrej Torgaschow handeln, den stellvertretenden Chef des Satellitenkommunikationszentrums der russischen Streitkräfte. Die Informationen ließen sich am Mittwochmittag (Stand, 12 Uhr) noch nicht unabhängig verifizieren Auffällig: Ebenfalls am Mittwoch wurde ein mutmaßlicher Partisanenangriff auf die russische Großstadt Sankt Petersburg gemeldet - die Heimatstadt von Kreml-Autokrat Wladimir Putin. (pm/dpa)
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