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Der Ukraine-Konflikt bleibt ungelöst, während der Kreml eine Pause der Kämpfe ausschließt. Sprecher Peskow bekräftigt Putins Entschlossenheit.
Moskau – In einem aktuellen Update zu einem etwaigen Ende des Ukraine-Kriegs, hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch (20. November) erklärt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin keine Einigung über ein „Einfrieren“ des Konflikts anstrebe.
Ende des Ukraine-Kriegs: Putin-Vertrauter schließt das „Einfrieren des Konflikts aus“
Dies steht im Widerspruch zu jüngsten Berichten, die suggerierten, Putin könnte bei Gesprächen mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump eine solche Regelung in Betracht ziehen. Peskow betonte nun laut der Moscow Times: „Die [russische] Präsident hat wiederholt gesagt, dass jede Option, den Konflikt einzufrieren, für uns nicht funktioniert. Es ist wichtig für uns, unsere Ziele zu erreichen.“
Diese Aussagen folgten einer Reuters-Meldung, die besagte, dass Putin offen für Gespräche über einen Waffenstillstand sei, jedoch keine signifikanten Gebietsabgaben machen wolle. Der Kreml sieht in der Neutralität der Ukraine unter jeglichem Abkommen eine unverhandelbare Bedingung. Peskow wies indes gemäß der Ukrainska Pravda unlängst darauf hin, dass Putin „schon oft gesagt hat, dass er bereit ist, Kontakte aufzunehmen und zu verhandeln.“
Putin fordert Nato-Verzicht der Ukraine für ein Ende des Ukraine-Kriegs
Trotz der Möglichkeit eines Dialogs mit Trump, der während des US-Wahlkampfs angedeutet und geprahlt hatte, dass er den Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden könnte, befürchten viele Beobachter, dass Putins Bedingungen die Erfolgschancen einer Einigung stark einschränken.
Insbesondere hat Putin die Ukraine aufgefordert, ihre Nato-Ambitionen aufzugeben und alle Truppen aus den von Russland kontrollierten Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja abzuziehen.
Einige Beobachter mutmaßen derweil, dass die Entscheidung des scheidenden US-Präsidenten Joe Biden, Ukraine den Einsatz von ATACMS-Raketen gegen russische Ziele zu ermöglichen, die Situation weiter verkomplizieren könnte. Laut Peskow, so Reuters, stellt „die Genehmigung der Raketen eine sehr gefährliche Eskalation seitens der Vereinigten Staaten“.
Endet des Ukraine-Kriegs „früher“? Selenskyjs Hoffnung auf Trump
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich zuletzt optimistisch über die Möglichkeit von Gesprächen und Verhandlungen unter Trump. Er glaubt, schieb etwa die BBC, dass der Krieg unter der neuen amerikanischen Führung „früher“ enden könnte. Allerdings besteht Selenskyj weiterhin auf einem vollständigen Abzug aller russischen Truppen aus der Ukraine, einschließlich der Krim.
Die Spannungen in der Region bleiben hoch, während die Frontlinien weitgehend stagnieren. Peskows klare Ablehnung eines Waffenstillstands lässt vermuten, dass der Kreml weiterhin Eskalation bevorzugt, um Druck auf die Ukraine und den Westen auszuüben. (chnnn)
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