Nächster Putin-Streich

Putins nächster Streich: NATO-Kampfjets fangen fünf russische Militärflugzeuge ab

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Der nächste Zwischenfall. Gleich fünf Kampfjets aus Russland haben sich NATO-Gebiet genähert. Flugzeuge des Bündnisses fingen die Maschinen ab.

Riga – Erst am Morgen hatten erneut Drohnen den Flugverkehr in Dänemark gestört. Jetzt folgt der nächste Alarm: Fünf russische Militärflugzeuge näherten sich offenbar dem lettischen Luftraum. NATO-Kampfjets stiegen auf und fingen die Maschinen ab.

NATO-Kampfjets haben fünf russische Militärflugzeuge abgefangen.

Das meldet jetzt das NATO Air Command. Demnach hoben am 25. September zwei ungarische Gripen-Kampfjets vom Baltic Air Policing Team der NATO vom Luftwaffenstützpunkt Siauliai in Litauen aus ab. Der Start war eine Reaktion auf fünf russische Militärmaschinen, die „in der Nähe des lettischen Luftraums flogen“.

Putin schickt fünf Kampfjets: NATO-Flieger steigen auf

Bei den russischen Maschinen handelte es sich demnach um eine Su-30, eine Su-35 und drei MiG-31. Alles verschiedene Typen russischer Kampfjets.

Offenbar gelang es, die russischen Jets abzufangen. „Ungarn zeigt das Engagement des Bündnisses für den Schutz und die Sicherung des Baltikums und der Ostflanke“, heißt es vom NATO Air Command weiter.

Ebenfalls am 25. September hatten die USA vier F-16-Aufklärer eingesetzt, um russische Bomber und Kampfflugzeuge abzufangen. Es russisches Militärflugzeug war zuvor im Luftraum nahe Alaska entdeckt worden, berichtet unter anderem die ANSA. Die USA betonten im Anschluss, dass die russischen Flugzeuge sich im internationalen Luftraum befunden hätten. Solche Bewegungen kämen öfter vor. Man betrachte sie nicht als Bedrohung.

Wladimir Putin testet nach Einschätzung etlicher westlicher Experten und Politiker aktuell die NATO und deren Verteidigungsfähigkeit sowie Strategie. Dänemark wertete die erneuten Drohnensichtungen als „hybriden Angriff“. Die NATO drohte, nachdem russische Kampfjets tatsächlich NATO-Luftraum verletzt hatten, zuletzt mit dem Abschuss der Flieger.

„Das würde Krieg bedeuten“, sagte Russlands Botschafter in Frankreich dazu gegenüber RTL France. Alexej Meschkow sagte weiter: „Wissen Sie, es gibt viele NATO-Flugzeuge, die den russischen Luftraum verletzen; das passiert ziemlich oft. Danach werden sie nicht mehr abgeschossen“.

Nach Experten-Einschätzung will Russland mit den vermehrten Manövern für Unruhe im Westen sorgen. Gleichzeitig bringt jede Aktion dem Kreml wertvolle Daten über die Verteidigungsstrategie der NATO, wenn diese ihre Kampfflugzeuge für ein Abfangmanöver starten lässt. (Verwendete Quellen: X, Ansa, Tagesschau, dpa)

Rubriklistenbild: © NATO Air Command

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