Vor fast genau einem Jahr (23. September 2024), fing NORAD, nach Aussagen des US-Militärs russische Militärflugzeuge in der Alaska ADIZ „sicher und diszipliniert ab“ (Archivbild)
NORAD ist eine gemeinsame Organisation der Vereinigten Staaten und Kanadas. Diese hat den Auftrag, die Luftraumüberwachung, Luftraumhoheit und Schutz für Kanada und die Vereinigten Staaten zu gewährleisten. Die Organisation habe „zwei Tu-95 und zwei Su-35 entdeckt und verfolgt“. Die vier Flugzeuge hätten in der Luftverteidigungsidentifikationszone (ADIZ) von Alaska operiert.
Das amerikanisch-kanadische Kommando reagierte darauf mit einer E-3, vier F-16 und vier KC-135-Tankflugzeugen. Es sei das Ziel gewesen, die Flugzeuge in der ADIZ von Alaska eindeutig zu identifizieren und abzufangen. Die russischen Militärflugzeuge blieben im internationalen Luftraum – drangen jedoch nicht in den amerikanischen oder kanadischen Hoheitsluftraum ein. Weiter schreibt NORAD, dass „diese russischen Aktivitäten in der ADIZ von Alaska regelmäßig stattfinden, und nicht als Bedrohung angesehen werden“.
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Eine Luftverteidigungsidentifikationszone beginnt dort, wo der Hoheitsluftraum endet. Laut NORAD ist sie ein definierter Abschnitt des internationalen Luftraums, in dem im Interesse der nationalen Sicherheit alle Flugzeuge sofort identifiziert werden müssen.
PETERSON SPACE FORCE BASE, Colo. – The North American Aerospace Defense Command (NORAD) detected and tracked two Tu-95s and two Su-35s operating in the Alaskan Air Defense Identification Zone (ADIZ) on Sept. 24, 2025. NORAD responded with an E-3, four F-16s, and four KC-135… pic.twitter.com/Lzktu5aZUg
— North American Aerospace Defense Command (@NORADCommand) September 25, 2025
Von der Leyen warnt Russland: „Du rührst unser Territorium nicht an“
Von der Leyen reagierte mit deutlicher Haltung: „Russland testet auf allen Gebieten. Es ist eine Entscheidung der NATO, aber ich würde ganz klarmachen: Du rührst unser Territorium nicht an.“ Die entschlossene Reaktion der Kommissionspräsidentin kommt nicht überraschend. Zuletzt wurden besonders NATO und EU Länder zur Zielscheibe von Putins Flugobjekten.
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Auch in Skandinavien kam es zu sicherheitsrelevanten Vorfällen. In der Nacht zum Dienstag wurden an den Flughäfen von Kopenhagen und Oslo verdächtige Drohnen gesichtet, was jeweils zur vorübergehenden Unterbrechung des Flugverkehrs führte. Wer hinter den Drohnenoperationen steckt, ist bislang unklar. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen sprach vom „bislang schwersten Angriff auf die kritische Infrastruktur Dänemarks.“ (Quellen: X, North American Aerospace Defense Command, CNN, dpa, AFP) (kox)