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Die neue selbstfahrende Radhaubitze 2S43 Malva 152-mm soll offenbar in Kürze die russische Artillerie verstärken. Militärexperten erkennen jedoch eine Schwachstelle des Modells.
Moskau – Die Ukraine begann im vergangenen Monat ihre lang erwartete zweite Gegenoffensive im Ukraine-Krieg, wobei Kiew zuletzt Schwierigkeiten einräumte. Russlands Artillerie könnte nun zusätzlich Verstärkung in Form einer neuen Radpanzerhaubitze erhalten, wie aus Berichten von Defense Express und anderen auf Waffen spezialisierten Medien hervorgeht.
Ukraine-Krieg: 2S43 Malva 152-mm Radhaubitze verstärkt russische Artillerie
Insbesondere die massiven Bollwerke aus Schützengräben und Minenfeldern machen es ukrainischen Truppen schwer, in ihrer Gegenoffensive die russischen Stellungen zu durchbrechen. Zudem könnte auf Russlands Seite nun in Kürze die selbstfahrende Radhaubitze 2S43 Malva 152-mm hinzukommen. Das Modell stammt aus der Produktion des russischen Rüstungskonzerns Uralwagonsawod, der zum staatlichen Unternehmen Rostec gehört.
Der Hersteller teilte jüngst mit, die Testphase der neuen Waffe abgeschlossen zu haben und bereit für die Auslieferung an die Truppen zu sein. Wann das Modell in Serienproduktion gehen soll, ist indes nicht bekannt. Bereits im Jahr 2019 hatte Russland die 2S43 Malva 152-mm angekündigt und im Jahr 2020 den ersten Prototyp vorgestellt, wie Soldat & Technik berichtete. Der Chef von Uralwagonsawod, Alexander Potapow, hatte einem Bericht der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) zufolge im Mai den Abschluss der staatlichen Qualifikationstests der neuen Panzerhaubitze bekannt gegeben.
Das sind die technischen Details der 2S43 Malva 152-mm selbstfahrenden Radhaubitze laut Hersteller
- 152-mm Kanone des Kalibers SA64
- 30 Schuss geladene Munition
- Bis zu 7 Schuss pro Minute
- Reichweite der Waffen: 24,5 Kilometern
- Gewicht: 32 Tonnen
- Maximale Besatzung: 5 Personen
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
- Reichweite einer Tankfüllung: 1000 Kilometer
Diese Schwachstelle hat die 2S43 Malva 152-mm laut Militärexperten
Laut Waffenexperten weist die neue Waffe Moskaus keine „herausragenden Eigenschaften“ auf, dennoch wäre sie eine Verstärkung der russischen Artillerie. „Die russischen Streitkräfte benötigen diese Haubitze dringend, da das russische Militär über keine selbstfahrende Artillerie auf Rädern verfügt“, hieß es dazu vonseiten der Kriegsexperten des ISW, das sich in seiner Analyse auf einen russischen Militärblogger bezieht.
Laut Defense Express besteht jedoch die Hoffnung, dass die maximale Reichweite von rund 25 Kilometern eine Schwachstelle sein könnte. In Situationen, in denen die ukrainischen Streitkräfte in der Artillerieabwehr überlegen seien, wäre die neue Panzerhaubitze Russlands „extrem verwundbar“, so Defense Express. Je mehr solcher Systeme im Ukraine-Krieg zum Einsatz kämen, desto mehr würden zerstört, hieß es weiter.
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