Khamenei empfängt Hamas-Führer und verspricht Hilfe bei „Vernichtung“ Israels
VonErkan Pehlivan
schließen
Der oberste geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat erneut Israel angegriffen. Im Beisein von Hamas-Führer Hanija drohte er dem Land mit der Vernichtung.
Der Führer der Hamas, Ismail Hanija, ist zur Beisetzung des bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommenen iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi in den Iran gereist. Am Mittwoch kam Hanija auch mit dem geistlichen Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, zusammen. Dabei kündigte Khamenei vor den Kameras die Vernichtung Israels an. „Das göttliche Versprechen, das zionistische Gebilde zu vernichten, wird sich erfüllen, und wir werden den Tag erleben, an dem Palästina vom Fluss zum Meer aufsteigt.“
Der Iran gehört zu den größten Unterstützern der Hamas. Hanija weiß das zu schätzen. „Ich kann nicht anders, als denen zu danken, die den tapferen Widerstand mit Geld und Waffen versorgt haben. Die Islamische Republik Iran hat keine Kosten gescheut, um diesen Widerstand mit Geld, Waffen und Technologie zu unterstützen“, hatte der Hamas-Führer in einer früherem Videobotschaft gesagt.
The #October7massacre by #Hamas, would not have been possible without Iranian know how, funding, training and equipping. In the words Hamas political bureau chief Ismael Haniyeh Previously stated:
"And I cannot but thank those who have provided money and weapons to the brave… pic.twitter.com/TEgXt2GNyH
— Lt. Col. (R) Peter Lerner (@LTCPeterLerner) April 19, 2024
Hamas-Chef Hanija hofft auf weitere Unterstützung durch Iran
Hanija hofft darauf, dass der Iran seine Unterstützung für die Hamas weiter aufrecht erhält. „Wir sind uns sicher, dass die Islamische Republik Iran ihre Unterstützung für das palästinensische Volk aufrechterhält“, sagte er bei der Trauerzeremonie am Mittwoch in die Menschenmenge. Ohne die Hilf insbesondere der Hamas, wäre offenbar auch der Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 nicht möglich gewesen.
Seit dem Absturz des Präsidentenhubschraubers wird im Iran darüber spekuliert, ob schlechtes Wetter, ein technischer Defekt oder gar ein Sabotageakt des Erzfeindes Israel für den Vorfall verantwortlich gewesen sein könnte. Zum fraglichen Zeitpunkt herrschte dichter Nebel, der Präsidenten-Helikopter vom Typ Bell 212 war über 40 Jahre alt. Zwei weitere Hubschrauber der iranischen Delegation, die sich auf dem Rückweg von einem Termin in Aserbaidschan befand, erreichten sicher ihr Ziel.
Tod von Präsident Raisi: Iran will Absturzursache untersuchen
Der iranische Generalstabschef Mohammed Bagheri hat eine Ermittlung zur Absturzursache angeordnet. Der Bürochef des Präsidialamtes, Gholam Hossein Esmaili, sagte in einem Interview mit dem Staatsfernsehen, beim Start von Raisis Hubschrauber sei das Wetter noch „klar“ gewesen, es habe „keinen Grund zur Beunruhigung“ gegeben. Etwa eine halbe Stunde später sei die Präsidentenmaschine jedoch in einer Wolkenschicht verschwunden und habe nicht mehr ausfindig gemacht werden können.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Massive Spannungen zwischen Iran und Israel seit dem 7. Oktober
Seit dem 7. Oktober waren haben die Spannungen zwischen Israel und dem Iran massiv zugenommen. Bei einem Luftangriff am 1. April auf ein Nebengebäude der iranischen Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus waren sieben Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden getötet worden. Zu ihnen zählen mit den Kommandeuren Mohammed Resa Sahedi und Mohammed Hadi Hadschi Rahimi auch zwei ranghohe Vertreter der Al-Kuds-Brigaden, erklärte die Organisation.
Iran hatte Israel die Schuld dafür gegeben und antwortetet rund zwei Wochen später mit einem Angriff. Mehr als 300 Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen ließ das Mullah-Regime als Vergeltung für den Angriff auf seine Botschaft in Damaskus auf Israel abschießen. Die Meisten davon wurden jedoch in der Luft abgefangen. In Israel gab es kaum Schaden.