VonJana Stäbenerschließen
Das heilige Fasten endet am 9. April mit dem Zuckerfest. BuzzFeed News Deutschland fasst die wichtigsten Fakten für dich zusammen.
Muslime und Muslimas weltweit beenden am Dienstag, 9. April 2024, den Fastenmonat Ramadan und feiern das höchste muslimische Fest Eid al-Fitr. Das Ende des Fastenmonats richtet sich nach der Sichtung des Neumonds. Begonnen hatte der Ramadan am Sonntag, 10. März 2024. Etwa vier Wochen haben Gläubige von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichtet.
Weltweit gibt es Schätzungen zufolge rund 1,9 Milliarden Muslime und Muslimas, die während des Ramadan fasten. In Deutschland nahmen die meisten der über 5,3 Millionen muslimischen Religionsangehörigen, am Ramadan teil. Das sind in etwa 6,4 Prozent der Gesamtbevölkerung, zeigt eine Bamf-Studie von 2020. Umso wichtiger, dass du diese neun Dinge über den Ramadan und das Fastenbrechen weißt
1. Ramadan ist immer der neunte Monat des islamischen Kalenders, der sich am Mond ausrichtet.
In vielen Kulturen gibt es eine Art Fastenzeit, auch im Christentum (hier haben wir weitere Fasten-Ideen, mit denen ihr euch etwas Gutes tut).
2. Ramadan liegt von Jahr zu Jahr völlig unterschiedlich.
Manchmal im Frühling, manchmal im Sommer: Ramadan 2023 fand beispielsweise von Ende März bis Ende April statt. Ramadan 2020 begann erst Ende April und dauerte sogar bis Ende Mai an.
3. Der Ramadan beginnt nicht in jedem Land am selben Tag.
Weil sich der Termin nach dem Erscheinen der Neumondsichel richtet, kann der Ramadan-Zeitraum von Land zu Land leicht variieren. In Saudi-Arabien, wo sich mit Mekka und Medina die beiden heiligsten Stätten des Islam befinden, begann der Fastenmonat erst am 11. März. 2023 waren die Unterschiede noch größer.
4. In Deutschland müssen Muslime und Muslima jeden Tag einige Minuten länger fasten als weiter im Süden.
Warum? Weil sich die Fastenzeit am Verlauf der Sonne orientiert. Am 20. März (Halbzeit im Ramadan-Monat 2024) wurde es bei uns um 6:09 Uhr hell und etwa gegen 18:19 Uhr dunkel. Bedeutet, ein Tag hatte rund 12 Stunden und 10 Minuten Tageslicht. In Saudi-Arabien waren es fünf Minuten weniger. Je höher im Norden Muslime und Muslimas leben, desto länger fällt die Fastenzeit aus – besonders, wenn der Ramadan auf einen späteren Zeitraum fällt.
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5. Kinder und Schwangere müssen nicht fasten.
Für Kinder ist die Fastenzeit kein Muss. Erst wenn sie als „geschlechtsreif“ gelten, müssen sie fasten. Bei Mädchen ist das meist zwischen elf und 15 Jahren, bei Jungen zwischen 13 und 16 Jahren. Schwangere, stillende Mütter sowie Kranke müssen nicht fasten. Auch Frauen während der Menstruation dürfen ihr Fasten brechen.
6. Nach Sonnenuntergang treffen sich Gläubige während des Ramadan meist zum „Iftar“, dem „Fastenbrechen“ im Kreise der Lieben.
7. Während des Ramadan wünschen sich viele Muslime und Muslimas „Ramadan Mubarak“ oder „Ramadan Karim“, also einen gesegneten Ramadan.
Ramadan 2024: Was passiert, wenn ich das Fasten breche?
8. Der Fastenmonat ist die dritte von fünf Säulen des Islam.
Die anderen vier sind:
- Das Glaubensbekenntnis
- Die Pilgerfahrt nach Mekka
- Das Gebet
- Die Wohltätigkeit
9. 2024 endet der Ramadan am 9. April mit dem „Zuckerfest“.
Am Tage des Zuckerfests (auch als Eid al-Fitr oder Bayram bekannt) geht die Familie am Morgen in die Moschee, besucht sich danach und tischt leckeres Essen auf. Meist bekommen die Kinder dann Geschenke sowie Geld zur Feier des Fastenbrechens geschenkt. „Tatsächlich ähnelt das Ramadanfest dem christlichen Weihnachtsfest sehr“, schreibt die Berliner Morgenpost. Wer muslimischen Freund:innen hier Glückwünsche aussprechen will, sagt „Eid Mubarak“, das ist arabisch und gilt als Gruß des Fastenbrechens.
Mehr zum Thema Islam? Über den gibt es in Deutschland immer noch viele Vorurteile, zeigten die Reaktionen auf das WM-Spiel Marokko gegen Frankreich.
(Mit Material der dpa)
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