Zehn Millionen Menschen in Ukraine ohne Strom

Röttgen rechnet mit mehr Ukraine-Flüchtlingen wegen Angriffen auf Energieversorgung

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Norbert Röttgen

Norbert Röttgen, CDU-Außenexperte, erwartet wegen den russischen Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung mit einer Zunahme der Flüchtlinge aus der Ukraine Richtung Deutschland.

Berlin in Deutschland - „Russland ist in der Ukraine auf dem Rückzug und ersetzt die militärische Kriegsführung durch Raketenterror gegen die Zivilbevölkerung“, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ vom Freitag. „Wir müssen damit rechnen, dass mit dem beginnenden Winter wieder mehr ukrainische Frauen mit ihren Kindern vorübergehend Schutz in westlichen Staaten suchen werden.“

Nach den jüngsten russischen Angriffen waren nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom Donnerstag zehn Millionen Menschen in dem Land ohne Strom. „Was wir von russischer Seite erleben, ist ein einziges Kriegsverbrechen, das in der gezielten Tötung von Zivilisten und der Vernichtung von ziviler Infrastruktur besteht“, sagte Röttgen. „Russland geht es um die Zerstörung des Landes, so dass Leben in weiten Teilen der Ukraine unmöglich und unerträglich wird.“

Die zu erwartende Zahl ukrainischer Kriegsflüchtlinge werde sicher eine Herausforderung für Deutschland, sagte Röttgen. „In den Gemeinden, Städten und Kreisen sind die Verwaltungen an der Grenze dessen, was sie organisieren und schaffen können.“ Es herrsche aber weiter „große Hilfsbereitschaft“. Die Bevölkerung in Deutschland reagiere „sehr verantwortlich, solidarisch und empathisch“. mt/pw

Macron: Ukraine-Krieg ist „auch Problem“ der asiatischen Staaten

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Staaten des Asien-Pazifik-Raums aufgefordert, sich dem „wachsenden Konsens“ gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine anzuschließen. „Dieser Krieg ist auch Ihr Problem“, sagte er am Freitag auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Bangkok. „Frankreichs oberste Priorität ist es, zum Frieden in der Ukraine beizutragen und zu versuchen, eine globale Dynamik zu entwickeln, um Russland unter Druck zu setzen“, fügte er hinzu.

Dabei konzentriere sich Frankreich nicht nur auf die Unterstützung der Ukraine, sagte Macron. Es wolle auch „sehr eng“ mit Ländern wie China, Indien und Staaten im Nahen Osten und Afrika zusammenarbeiten, um einen Konsens zu erreichen. Länder wie China, Indien und Südafrika haben sich mit öffentlicher Kritik am russischen Angriffskrieg in der Ukraine bisher zurückgehalten. noe/

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