Verstärkung der Nato-Ostflanke

Rüstungs-Mega-Deal: Tausende neue Panzer rollen gegen Putin

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Mega-Deal mit Boxern? Nach unbestätigten Meldungen will die deutsche Bundesregierung zur Stärkung der Ostflanke 2.500 Exemplare des deutschen Schützenpanzers sowie 1.000 Leopard-Kampfpanzer kaufen.
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Endlich Ende der Fähigkeitslücke? Die begrenzte Panzerflotte der Bundeswehr und der Nato im Osten soll zunehmen. Die Industrie zeigt sich überfordert.

Berlin – „Der Gesamtzustand der deutschen Wiederaufrüstung ist katastrophal“, schreibt Guntram Wolff. Zusammen mit anderen Analysten des in Brüssel sitzenden Thinktanks Bruegel hat Wolff Deutschland dieses Armutszeugnis Ende 2024 ausgestellt: „Kriegsbereit in Jahrzehnten“ lautete das Ergebnis der Wissenschaftler. Jetzt hat Deutschland aber vermutlich einen weiteren Schritt gemacht: Laut dem Wirtschaftsdienst Bloomberg will Deutschland 25 Milliarden Euro investieren, um die Nato-Truppen an der Ostflanke mit bis zu 1.000 Kampf- und bis 2.500 Schützenpanzern zu verstärken. Eine Investition, die Wladimir Putins Mütchen kühlen und ihm beweisen soll, dass er auf ein anderes Europa treffen würde, als das, dass vor dem Ukraine-Krieg von der Friedensdividende gezehrt hat. So zumindest die Theorie.

Auf Initiative von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und in enger Abstimmung mit Litauen ist jetzt dauerhaft eine Brigade der Bundeswehr in dem baltischen Staat stationiert. Dabei geht es um rund 5.000 Bundeswehrangehörige von 2025 an. Im Jahr 2027 soll die Brigade einsatzbereit sein, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. „In dieser Größenordnung hat es das in der Bundeswehr noch nie gegeben“, schreibt das Bundesministerium der Verteidigung. In diesem Zuge wird wohl auch der Fuhrpark der Nato-Streitkräfte vergrößert. Allerdings räumt Bloomberg ein, dass das Bundesverteidigungsministerium eine Stellungnahme zu diesem Panzerdeal verweigert hat.

Bundeswehr in der Zeitenwende: „Erhebliche“ Ausbildungs- und Ausrüstungslücken

Skepsis ist angebracht, dass die Bundesregierung dem Bündnis bis 2027 eine einsatzbereite schwere Division würde melden können. „Dieses Ziel wird trotz des Sondervermögens nicht erreicht werden“, mutmaßt der deutsche Militärhistoriker Sönke Neitzel in seinem Buch „Die Bundeswehr“. Allerdings hat er das vor dem Regierungswechsel geschrieben. Die von Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ausgelobte „Zeitenwende“ hat mit Friedrich Merz (CDU) vermeintlich an Dynamik gewonnen. Aber die von Neitzel apostrophierten „erheblichen“ Ausbildungs- und Ausrüstungslücken wird auch Merz kaum so schnell ausmerzen können.

„Stolperdraht reicht im Baltikum nicht mehr aus“

André Abed, Bayerische Staatszeitung

Die anonymen Quellen von Bloomberg sprechen von 1.000 zusätzlichen Leopard 2 und 2.500 GTK Boxer; die Kampfpanzer sollen von Rheinmetall und KNDS (ehemals Krauss-Maffei Wegmann) gefertigt werden und die Schützenpanzer vom Joint Venture der beiden Unternehmen unter dem Namen ARTEC. Zur Schließung der deutschen Fähigkeitslücken bestünden tatsächlich Konzepte und marktverfügbare Systeme, hat Historiker Neitzel geäußert, entscheidend sei aber die Frage, wann diese kampfbereit zur Verfügung stünden – und womöglich: Wer die bedienen soll.

Seit Ende des ersten Jahres des Ukraine-Krieges ist bekannt, dass ein Vorhaben von 3.500 einsatzbereiten neuen Gefechtsfahrzeugen in einem überschaubaren Zeitrahmen ins Reich der Phantasie gehört: Von dem Zeitpunkt an wurde diskutiert, was die Bundeswehr zu leisten imstande sei: Von den rund 300 Kampfpanzern gilt maximal ein Drittel als einsatzfähig. „Allerdings erscheint die Situation mit den Kampfpanzern in Deutschland paradox: Die deutsche Industrie, die damals über 3.600 Leopard-2-Panzer produzierte, kann heute die bei der Bundeswehr und in anderen Ländern, die diesen Panzer einsetzen, vorhandenen Exemplare nicht ausreichend warten“, schrieb das Magazin Defense Express.

Vorteil Putin: Wird Jahrzehnte dauern, bis die deutschen Militärbestände das Niveau von 2004 erreichen

Zu der Zeit hatte auch Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) – jetzt KNDS – gegenüber ntv zugegeben, dass die Glanzzeiten deutscher Rüstungsproduktion Geschichte seien. Aus der Zeit, als KMW imstande war, rund 300 Kampfpanzer pro Jahr auszuliefern, seien nur noch Kapazitäten für 50 Stück pro Jahr geblieben. Außerdem müsse aktuell die ganze Produktionslinie neu gedacht werden: Auf der einen Seite seien die Kampffahrzeuge komplexer geworden, also müssten mehr Teile verbaut werden; auf der anderen Seite seien Produktionsschritte im Stammwerk eingespart und an Subunternehmer ausgelagert worden. Darüber hinaus sei das Unternehmen mit der Wartung des vorhandenen Bestands hierzulande und in den Partner-Ländern gut ausgelastet.

Die Bruegel-Analysten um Guntram Wolff sind sicher, „dass es Jahrzehnte dauern wird, bis die deutschen Militärbestände bei den aktuellen Beschaffungsraten das Niveau von 2004 erreichen: Zehn Jahre für Kampfflugzeuge, 40 Jahre für Panzer und 100 Jahre für Haubitzen. Im Vergleich dazu würde Russland nur zwei bis sieben Monate benötigen, um die Bundeswehrbestände von 2021 zu erreichen“, schrieben sie Ende 2024.

Erst Mitte 2024 hat Deutschland 105 Leopard 2A8 für die litauische Brigade gekauft. Auch die sollen erst zwischen 2027 und 2030 anrollen. Die Mittel dafür stammten zum Teil aus dem Verteidigungshaushalt sowie aus dem Sondervermögen der Bundeswehr und beliefen sich auf rund drei Milliarden Euro. Diese Tranche folgte einer ersten Mitte 2023 über 18 Kampfpanzer Leopard 2A8 als Ausgleich für ältere Leopard, die an die Ukraine gegangen waren. Diese erste Tranche soll bis 2026 ausgeliefert sein.

Ukraine-Krieg macht klar: Kein Staat in Europa kann sich erlauben, Alleskönner-Armeen zu unterhalten

Wie viele Panzer braucht Deutschland also wieder? Für die Landes- wie gleichermaßen für die Bündnisverteidigung. Beide Aufgaben stellen gesonderte Anforderungen an die Beschaffung von Rüstungsgütern und deren Nutzer, also Panzerkommandanten, Fahrer und Schützen. Sind die übernommenen Teilstreitkräfte in ihrer bisherigen Form überhaupt noch zeitgemäß? Sollte die Bundeswehr ihre Panzerkräfte wieder verzehnfachen, um auf den Status quo ex ante des Kalten Krieges zurückzukehren, oder könnte Deutschland auch auf die mickrige Flotte von 300 Panzern sowieso ganz verzichten – 300 Panzer, von denen ohnehin nur 100 Stück den Weg an die Front antreten könnten?

„Eigentlich kann es sich kein Staat in Europa mehr leisten, solche Alleskönner-Armeen zu unterhalten“, hat Christoph Hickmann geschrieben. „Stattdessen müsste man sich verständigen, welche nationale Armee sich worauf spezialisieren soll – zumal niemand so genau weiß, wie die Einsätze der Zukunft aussehen, was man besonders dringend benötigen wird“, so der Kommentator der Süddeutschen Zeitung (SZ) vor zehn Jahren. Zu einer Zeit, in der Russland bereits die Krim annektiert hatte. Denn Breite vor Tiefe führe in die Mangelverwaltung, hatte Hickmann prophezeit – und ins Schwarze getroffen.

Pistorius ist gewarnt: „Stolperdraht reicht im Baltikum nicht mehr aus“

„Stolperdraht reicht im Baltikum nicht mehr aus“, hat die Bayerische Staatszeitung im September 2024 getitelt. Anlass war ein Informationsgespräch des Europaausschusses im bayerischen Landtag über den Fortschritt der Brigade Litauen. „Die Kasernen sind nigelnagelneu, es gibt Wohnungen, Schulen und Kindergärten“, berichtete Brigadegeneral des Heeres André Abed als Bevollmächtigter der Brigade Litauen. Infrastruktur ist wichtig. Nur lässt sich Russland allein davon nicht beeindrucken, dass sich deutsche Soldaten samt Anhang muckelig eingerichtet haben. SZ-Kommentator Hickmann wollte die Diskussion um die Ausstattung der Bundeswehr schon vor zehn Jahren aus der Fachöffentlichkeit herausholen und mit denen führen, „die mit der Truppe am liebsten nichts zu tun hätten“, wie er sich ausgedrückt hat. Verkürzt könnte die Frage lauten: Bequemlichkeit oder Bewaffnung first?

Von Taurus bis Leopard – die Waffensysteme der Bundeswehr im Überblick

Die Bundeswehr ist zu See, an Land und in der Luft mit verschiedenen Waffensystemen präsent.
Marine, Heer und Luftwaffe können auf ein breites Angebot an militärischem Arsenal zurückgreifen. Wir zeigen in dieser Fotostrecke eine Auswahl. © dpa (3) / Boris Roessler / Moritz Frankenberg / Bernd von Jutrczenka
Ein Startfahrzeug eines Patriot-Luftabwehrsystems der Bundeswehr. (Symbolfoto)
Patriot (MIM-104): Weitreichendes Flugabwehrraketensystem zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen. Bekämpfungsreichweite ca. 68 Kilometer, kann mehrere Ziele gleichzeitig erfassen und bekämpfen. © IMAGO / Schöning
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform.
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform – es kombiniert Kanone und Boden-Luft-Raketen und ist spezialisiert auf Drohnenabwehr. © IMAGO / Zoonar
Die Fregatte F 222 Baden-Württemberg nimmt an der multinationalen Formationsfahrt teil auf dem Transit im Ostchinesischen Meer im Rahmen des Indo-Pacific Deployment, am 11.09.2024.
Die Fregatte „Baden-Württemberg“ ist das Typschiff der modernen F125-Klasse der Deutschen Marine und wurde für langandauernde, weltweite Einsätze mit geringer Besatzung konzipiert. Sie zeichnet sich durch hohe Automatisierung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine besondere Eignung für Stabilitätsmissionen und Kriseninterventionen aus. © Bundeswehr/Leon Rodewald
Ein Tornado-Kampfflugzeug startet während der Übung „Baltic Hunter 2023“ vom Flugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ in Rostock-Laage.
Der Tornado ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelt wurde und seit den 1980er Jahren vor allem für Tiefflugangriffe, Aufklärung und elektronische Kampfführung eingesetzt wird. Er bleibt trotz seines Alters ein wichtiger Bestandteil der Luftwaffe, insbesondere als Träger für die nukleare Teilhabe und spezialisierte Aufgaben. © Jens Büttner/dpa
Kampfpanzer Leopard 2A7 der Bundeswehr (vorne) bei einer Übung mit einem Puma-Schützenpanzer (hinten). (Archivfoto)
Der Leopard 2 ist ein deutscher Kampfpanzer, der seit 1979 das Rückgrat der Panzertruppe bildet und als Hauptwaffensystem der Bundeswehr sowie vieler Nato-Staaten gilt. Er vereint hohe Feuerkraft durch seine 120-mm-Glattrohrkanone, starken Panzerschutz und außergewöhnliche Beweglichkeit und ist speziell für den Kampf gegen gegnerische Panzerverbände konzipiert. © IMAGO/Björn Trotzki
Infanterist der Zukunft der Bundeswehr ausgestattet u.a. mit Panzerfaust 3.
Die Panzerfaust 3 ist eine moderne, tragbare Panzerabwehrwaffe der Bundeswehr, die mit einem Mehrfachscharfschuss-System und einem hochentwickelten Gefechtskopf ausgestattet ist, um gut geschützte Fahrzeuge zu bekämpfen. Sie bietet eine hohe Präzision, Reichweite von bis zu 600 Metern und kann sowohl gegen gepanzerte Fahrzeuge als auch gegen befestigte Ziele eingesetzt werden. © Björn Trotzki/imago
Drohne "Luna"
„Luna“ ist ein unbemanntes Aufklärungsdrohnensystem der Bundeswehr, das zur Echtzeitüberwachung und Zielaufklärung auf dem Gefechtsfeld eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern liefert die „Luna“-Drohne Bild- und Videodaten zur Unterstützung von Einsatzkräften. © dpa
Wuchtig: Eine Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr.
Die Panzerhaubitze 2000 ist ein selbstfahrendes Artilleriegeschütz der Bundeswehr mit einer 155-mm-Kanone, das Reichweiten von 30 Kilometern mit Standard- und bis zu 40 Kilometern mit reichweitengesteigerter Munition erzielt. © IMAGO / Sven Simon
Am 28.02.22 lief das Minenjagdboot Dattelnzur Verstärkung der NATO-Nordflanke aus.
Das Minenjagdboot „Datteln“ ist Teil der Frankenthal-Klasse (Klasse 332) der Deutschen Marine und spezialisiert auf das Aufspüren und Beseitigen von Seeminen. Es nimmt regelmäßig an internationalen Nato-Einsätzen und Übungen teil und trägt so zur Sicherung von Seewegen bei. © Presse- und Informationszentrum Marine
Soldaten bei der Waffen- und Geräteausbildung mit einem Gewehr (Archivfoto aus dem Jahr 2005).
Das G36 ist seit 1997 das Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr und zeichnet sich durch sein geringes Gewicht, die modulare Bauweise und die einfache Handhabung aus. Es verfügt über eine Feuerrate von etwa 750 Schuss pro Minute und ist mit einem integrierten Optiksystem ausgestattet. Es wird schrittweise durch das modernere G95 ersetzt. © dpa
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Die Bundeswehr nutzt aktuell die Pistole P8 als Standarddienstpistole im Kaliber 9 x 19 mm, plant jedoch deren Ablösung durch die modernere P13. Für Spezialkräfte werden bereits die neuen Walther P14 und P14K eingeführt, die speziell auf deren Anforderungen zugeschnitten sind. (Symbolfoto) © dpa (Symbolbild)
Bundeswehr in Hamburg
Der Wiesel ist ein leicht gepanzertes, luftverlastbares Kettenfahrzeug der Bundeswehr, das vor allem bei Fallschirmjägern und Spezialkräften im Einsatz ist. Es existiert in verschiedenen Varianten, etwa mit 20-mm-Maschinenkanone oder Panzerabwehrlenkwaffen, und bietet hohe Mobilität bei geringem Gewicht. © Markus Scholz/dpa
Von Kiew schon lange angefragt: der Taurus-Marschflugkörper aus Deutschland.
Der Taurus ist ein hochpräziser, weitreichender Marschflugkörper, der von Deutschland und Schweden entwickelt wurde und vor allem zur Bekämpfung stark geschützter Bodenziele aus großer Entfernung eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und modernster Zielerfassungstechnologie ermöglicht der Taurus präzise Angriffe bei minimalem Risiko für das Trägerflugzeug. © IMAGO / Political-Moments
Deutsches Flugabwehrsystem Iris-T
Das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM. Es dient der Abwehr von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen. Seit 2024 in der Bundeswehr eingeführt. © Wolfgang Kumm/dpa
Korvette läuft zu EU-Einsatz vor Libyen aus
Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ ist ein modernes Kriegsschiff der Braunschweig-Klasse der Deutschen Marine, das vor allem für Küstenüberwachung, Aufklärung und Schutzaufgaben eingesetzt wird. Sie ist mit einem 76-mm-Geschütz, Flugabwehrraketen und Seezielflugkörpern bewaffnet und zeichnet sich durch hohe Wendigkeit und moderne Sensorik aus. © picture alliance / dpa
Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr
Der Mungo ist ein leicht gepanzertes Mehrzweckfahrzeug der Bundeswehr, das speziell für den schnellen Transport von Soldaten und Material, insbesondere für Spezialkräfte, entwickelt wurde. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und Luftverlastbarkeit eignet sich der Mungo besonders für Einsätze in schwierigem Gelände und bei schnellen Operationen. © Quelle: Bundeswehr
PIONIERPANZER DACHS: Der Panzer ist ein Arbeitsgerät der Pioniere und basiert auf dem Fahrgestellt des Leopard 1. Mit seinem Teleskoparmbagger errichtet er Ein- und Ausfahrten sowie Zu- und Abfahrten an Gewässerübergangsstellen und macht den Gewässergrund befahrbar. Außerdem dient er zum Anlegen und Beseitigen von Hindernissen und Sperren auf dem Gefechtsfeld. TECHNISCHE DATEN: Motorleistung: 610 kW (830 PS); Gewicht: ca. 43 t; Baggerleistung: ca. 140 Kubikmeter/h
Der Pionierpanzer Dachs ist ein spezialisiertes Unterstützungsfahrzeug der Bundeswehr, das auf dem Leopard-1-Fahrgestell basiert und für Aufgaben wie Baggern, Räumen und Bergen eingesetzt wird. Ausgestattet mit Baggerarm, Räumschild und Seilwinde ermöglicht er Pionieren das Überwinden von Hindernissen und das Befahrbarmachen von Wegen unter Gefechtsbedingungen. © Quelle: Bundeswehr
Ein Raketenwerfer MARS II steht in der Alb-Kaserne.
Der MARS II ist das moderne Raketenartilleriesystem der Bundeswehr, das präzisionsgelenkte Raketen mit Reichweiten von bis zu 84 Kilometern abfeuern kann. Es basiert auf dem amerikanischen MLRS M270, bietet hohe Feuerkraft und Flexibilität und wird vor allem zur Unterstützung von Bodentruppen eingesetzt. © Sebastian Gollnow/dpa
Die Eurofighter sind beeindruckende Kampfjets. Zahlreiche westliche Armeen haben sie in ihrem Bestand. Fotos lassen erahnen, welche technischen Fähigkeiten sie haben.
Der Eurofighter Typhoon ist ein Mehrzweckkampfflugzeug europäischer Herkunft, das durch seine hohe Wendigkeit und vielseitige Bewaffnung sowohl Luftüberlegenheits- als auch Präzisionsangriffe ermöglicht. Er bildet das Rückgrat der Luftwaffen mehrerer europäischer Staaten und ist für Luftverteidigung, Begleitschutz sowie internationale Einsätze ausgelegt. © dpa
U-Boot der Klasse U212A
Die U-Boote der Klasse 212 A sind das Rückgrat der deutschen Marine und zählen zu den modernsten konventionellen U-Booten weltweit. Dank ihres außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantriebs sind sie besonders leise, ausdauernd und schwer zu orten, was sie ideal für Aufklärungs- und Spezialoperationen macht. (Symbolfoto)  © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa
Die Bundeswehr in Afghanistan: Von dem Ausspäh-Programm "Prism" wußten die Deutschen angeblilch schon seit 2011.
Der Dingo ist ein gepanzertes Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) der Bundeswehr, das vor allem für Patrouillen- und Konvoifahrten in gefährlichen Einsatzgebieten entwickelt wurde und durch hervorragenden Minen- und ballistischen Schutz vielen Soldaten das Leben gerettet hat.  © picture alliance / dpa
Bundeswehr
Das MANTIS, ehemals auch Nächstbereichschutzsystem C-RAM (NBS C-RAM), ist ein stationäres Luft-Nahbereichs-Flugabwehrsystem (engl. Short Range Air Defense, kurz SHORAD). Neben den klassischen Zielen der Flugabwehr, wie Flugzeuge und Hubschrauber, kann es sowohl gegen kleine Ziele wie Drohnen/UAVs und Lenkwaffen als auch gegen sogenannte RAM-Ziele (Raketen, Artilleriegeschosse und Mörser) eingesetzt werden. © Bundeswehr
Wiesbaden Army Airfield
Der Kampfhubschrauber Tiger ist ein deutsch-französischer, zweisitziger Mehrzweckhubschrauber der Bundeswehr, der für Panzerabwehr, Luftnahunterstützung und Aufklärung konzipiert wurde. Er ist mit modernen Waffen wie Panzerabwehrlenkraketen, Maschinengewehren und Luft-Luft-Raketen ausgestattet ist. Die Bundeswehr plant, den Tiger bis 2032 aus der Nutzung zu nehmen und schrittweise durch leichtere Kampfhubschrauber zu ersetzen. © Andreas Arnold/dpa
Militärische Fahrzeuge im Norden von Sachsen-Anhalt
Der Schützenpanzer Marder war über Jahrzehnte das Standardfahrzeug der Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr und gilt als bewährtes, wendiges und feuerkräftiges Waffensystem. Mit seiner 20-mm-Bordmaschinenkanone, Panzerabwehrlenkwaffen und moderner Nachtsichttechnik bot er den Panzergrenadieren Schutz, Mobilität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten – sowohl im Kalten Krieg als auch bei Auslandseinsätzen, etwa in Afghanistan. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Symbolbild: Das Panzergrenadierbataillon 112 ist mit dem Schützenpanzer Puma auf dem Weg in die Letzlinger Heide zum Gefechtsübungszentrum Heer, am 12.02.2024.
Der Puma ist der modernste Schützenpanzer der Bundeswehr und ersetzt schrittweise den Marder. Er bietet eine hochmoderne Kombination aus starker Bewaffnung, umfassendem Schutz und digitaler Vernetzung, wodurch er optimal auf die Anforderungen moderner Gefechtsführung und die Zusammenarbeit mit dem Kampfpanzer Leopard 2 ausgelegt ist. © Bundeswehr/Julia Dahlmann
Tag der Bundeswehr 2024
Der CH-53 ist der größte und schwerste Transporthubschrauber der Bundeswehr und seit 1975 im Einsatz, vor allem für den schnellen Transport von Personen, Material und bei Katastrophenhilfe sowie in Auslandseinsätzen wie Afghanistan und Mali. Aufgrund seines Alters und steigender Wartungsprobleme soll der CH-53 bis 2030 durch den moderneren CH-47F Chinook ersetzt werden. © Frank Hammerschmidt/dpa

Im Falle eines Angriffs bilden die Nato-Kräfte im Baltikum den Stolperdraht für anrückende russische Verbände. Ziel ist die Abschreckung durch Strafe, die auf dem Fuße folgt, anders als bisher in der Ukraine gehandhabt. Das verspreche eine wirksame Reaktion auf ein umfangreicher feindselig auftretendes Russland, wie Anfang 2022 der US-Oberst Thomas H. Melton in seiner Dissertation am US Army War College geschrieben hat. Allerdings scheinen ihm die Nato-Verbände trotz besten Willens und ambitionierter Anstrengung außerstande zu sein, Russland so zu bestrafen, dass das Putin-Regime das spüre, wie er schreibt.

„Angesichts der Herausforderungen der militärischen Mobilität, wie umkämpftem und beengtem Gelände, unzureichender Infrastruktur für doppelten Verwendungszweck und langen Verlegungszeiträumen nach und innerhalb Europas, ist jedoch zu bezweifeln, dass die Nato Russland mit konventionellen Streitkräften bestrafen könnte, bevor sie vor vollendete Tatsachen gestellt wird.“

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