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Russlands Verluste: Kriegsgefangene wollen in der Ukraine bleiben

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Russland verzeichnet im Ukraine-Krieg Verluste. Innerhalb eines Tages soll die russische Armee mehr als 900 Soldaten verloren haben. Der News-Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Neuigkeiten aus dem Ukraine-Krieg finden Sie unserem aktuellen Ticker.

+++ 21.05 Uhr: Dmytro Lubinets, Menschenrechtsbeauftragter der Ukraine, berichtet via Telegram, dass Russland den Austausch von Kriegsgefangenen verzögere – angeblich auf Wunsch ihrer Angehörigen. Dies sei jedoch lediglich ein „neuer Versuch der russischen Seite, den Prozess der Rückführung von Soldaten aus der Gefangenschaft zu verzögern.“

Lubinets berichtete weiter, dass das Gegenteil der Fall sei: In mehreren Fällen hätten russische Soldaten in ukrainischer Kriegsgefangenschaft den Austausch verweigert und den Wunsch geäußert, in dem von der Ukraine kontrollierten Gebiet zu bleiben. Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich bisher nicht unabhängig prüfen.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainische Luftangriffe auf feindliche Stellungen

+++ 19.05 Uhr: In den letzten 24 Stunden hat die Luftwaffe der ukrainischen Streitkräfte 24 Angriffe auf die Stellungen der russischen Streitkräfte geflogen, während die ukrainischen Raketen- und Artillerieeinheiten darüber hinaus zwei russische Kommandopunkte sowie ein Lager für Munition, Treibstoff und Schmiermittel getroffen haben. Das berichtet der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem abendlichen Bericht.

Ukraine und Russland tauschen immer wieder Gefangene aus. (Symbolbild)

Zudem bestätigte der Pressedienst der Nationalgarde, dass ihre Einsatzkräfte am Vortag einen russischen Mi-24-Hubschrauber in der Nähe von Bachmut abgeschossen hatten. Der russische Helikopter habe demnach das Feuer auf ihre Einheiten eröffnet, als er auf die Verteidigungslinie der Ukraine vorrückte. Der Hubschrauber begann nach dem ukrainischen Raketenangriff an Höhe zu verlieren und in den Sinkflug überzugehen; das Schicksal des Piloten sei unbekannt.

An der Saporischschja-Front zerstörten die Grenzschützer eigenen Angaben zufolge außerdem eine russische Drohne. Durch die effiziente Arbeit der Flugabwehrkanoniere der 3. Brigade an der Bachmut-Front verlieren die Russen teilweise ihre Kampfkraft und Luftüberlegenheit, betont die ukrainische Nationalgarde.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Moskau verliert an einem Tag mehr als 900 Soldaten

+++ 15.20 Uhr: Insgesamt 134.100 Soldaten soll Russland seit dem Beginn des Ukraine-Krieges verloren haben, das geht aus den neusten Zahlen des Verteidigungsministeriums in Kiew hervor. Alleine in den vergangenen 24 Stunden sollen mehr als 900 Soldaten im Dienste Putins gestorben sein. Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden. Eine Übersicht:

  • Soldaten: 134.100 (+910)
  • Flugzeuge: 295 (+1)
  • Hubschrauber: 285 (+1)
  • Panzer: 3253 (+8)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 6458 (+15)
  • Artilleriesysteme: 2236 (+4)
  • Flugabwehrsysteme: 228 (+1)
  • Mehrfachraketenwerfer: 461 (+0)
  • Fahrzeuge und Treibstofftanks: 5122 (+5)
  • Schiffe: 18 (+0)
  • Drohnen: 1961 (+3)
  • Quelle: ukrainisches Verteidigungsministerium vom 6. Februar

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland drohen neue Sanktionen

Update vom Mittwoch, 8. Februar, 06.20 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba soll wohl über neue Sanktionen gegen Russland nachdenken. In einem Telefonat mit US-Außenminister Antony Blinken habe er über zusätzliche Militärhilfe und neue Sanktionen gegen Russland gesprochen. Das geht aus einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent hervor. Es seien zudem „Vorbereitungen wichtiger Ereignisse“ im Hinblick auf den ersten Jahrestag seit Kriegsbeginn besprochen worden. Die Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig prüfen. „Russland würde einen schweren Fehler begehen, wenn es glauben würde, dass irgendjemand müde werden würde, gegen das Böse zu kämpfen, das es mit sich bringt“, sagte Kuleba auf Twitter.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert so viele Soldaten wie nie zuvor seit Kriegsbeginn

+++ 20.30 Uhr: Wie das ukrainische Militär mitteilte, sind in den letzten 24 Stunden so viele russische Soldaten gestorben wie an keinem anderen Tag des Krieges. In der Nacht meldete die Ukraine, 1030 russische Militärtote. Russland sprach unlängst von 6500 ukrainischen Opfern im Januar. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. In der Regel sind Berichte über feindliche Opfer von beiden Seiten nicht zuverlässig, wie Reuters berichtet.

Die Ukraine liefere nur wenige Details zu den letzten Kampfhandlungen. Dennoch passen diese Zahlen sowohl zu den Beschreibungen der Ukraine als auch Russlands, nach denen die Grabenkämpfe aktuell im Nahkampf eskalieren und folglich für viele Verluste sorgen. Russland treibt mit Zehntausenden frisch mobilisierten Soldaten einen Winterangriff im Osten der Ukraine vor.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Schlechte Moral russischer Soldaten und Söldner

+++ 18.15 Uhr: Auf ukrainischen Social-Media Kanälen wurde ein Video veröffentlicht, auf dem offenbar russische Kämpfer zu sehen sind, die ihren schwerverletzten Kommandanten vom Schlachtfeld tragen und ihn anschließend mit Schaufeln schlagen. Eine Drohne der Ukraine hatte den Vorfall im Osten des Landes in der Nähe der Stadt Bachmut, die seit Monaten stark umkämpft ist, aufgezeichnet. Bei den russischen Kämpfern soll es sich um Mitglieder der Söldnergruppe Wagner handeln. Der Zustand des Kommandanten ist unklar. Das Video stimmt mit anhaltenden Berichten über eine niedrige Moral unter russischen Söldnereinheiten überein.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Russischer Verteidigungsminister nennt Zahlen

+++ 14.34 Uhr: Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat bei einem Treffen mit Beamten seines Ministeriums Zahlen zu ukrainischen Verlusten im Ukraine-Krieg genannt. Die Angaben sind nicht unabhängig verifiziert.

Laut Schoigu sind im Januar 2023 mehr als 6500 ukrainische Soldaten gefallen. Die Ukraine habe außerdem 26 Kampfflugzeuge, sieben Hubschraucher, 208 unbemannte Flugkörper, 341 Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge und 40 Mehrfachraketenwerfer verloren, behauptete Schoigu.

+++ 11.24 Uhr: Das Sterben an der Front geht weiter: Auch am Tag 349 im Ukraine-Krieg hat das ukrainische Verteidigungsministerium die aktuellen Verluste Russlands bekannt gegeben. Demnach sind unter anderem 1030 russische Soldaten im Krieg gefallen, wie die folgende Übersicht zeigt:

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland soll angeblich um Verhandlungen angefragt haben

Update vom Dienstag, 7. Februar, 06.40 Uhr: Russland soll wohl beginnen, mithilfe von Vermittlern um Verhandlungen im Ukraine-Krieg zu „betteln“. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda mit Bezug auf den ukrainischen Radiosender NV. In einem Interview soll der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, Oleksij Danilow, von Verhandlungen berichtet haben. Russland versuche demnach jetzt zu verstehen, „dass sie keine Möglichkeiten haben, die (Ziele) zu erreichen, die sie sich gesetzt haben, um unser Land zu ergreifen“, so Danilov. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Mehrere Tote nach Bachmut-Kämpfen

+++ 16.16 Uhr: Bei einem Gefecht am Rande von Bachmut sind offenbar mehrere russische Soldaten getötet beziehungsweise gefangen genommen worden. Wie der ukrainische Grenzschutzdienst auf Telegram berichtet, sei ein Angriff abgewehrt worden – dabei habe man neun russische Soldaten töten, 15 verwunden sowie zwei gefangen nehmen können. Laut dem Telegram-Post wurden die gefangenen Russen medizinisch versorgt und an die zuständigen Stellen übergeben.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: 200.000 Soldaten getötet und verwundet

Erstmeldung vom Montag, 6. Februar, 12.01 Uhr: Moskau/Kiew – Nach Schätzungen der USA und anderer westlicher Behörden sind seit Russlands Krieg gegen die Ukraine 200.000 russische Soldaten getötet und verwundet worden. Das hatte die New York Times berichtet. „Die Zahlen für die Ukraine und Russland sind Schätzungen, die auf Satellitenbildern, abgefangener Kommunikation, Informationen aus sozialen Medien und Medienberichten vor Ort sowie auf offiziellen Berichten beider Regierungen beruhen“, so die Zeitung.

Hunderte von russischen und ukrainischen Truppen wurden in letzter Zeit täglich bei den Kämpfen um die östliche Stadt Bachmut getötet oder verletzt, der längsten und blutigsten Schlacht der russischen Invasion, sagten Regierungsbeamte der New York Times. Demnach übersteigen die Verluste Russlands bei seinem Angriff auf Bachmut bei weitem den strategischen Wert der Stadt. Moskau sieht die Einnahme Bachmuts wohl als entscheidend an, um in der ukrainischen Region Donezk die Überhand zu gewinnen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Schlecht ausgebildete Truppen

Immer wieder gibt es auch Berichte über die schlechte Ausbildung russischer Truppen im Ukraine-Krieg. Vor allem Soldaten, die nachträglich für den Einsatz mobilisiert wurden, seien demnach schlecht vorbereitet worden. Das russische Militär soll sich an die Spielregeln der Wagner-Söldnergruppe gehalten habenm, indem es schlecht ausgebildete Truppen und ehemalige Sträflinge „direkt in den Weg des ukrainischen Beschusses und der Maschinengewehre“ schickte, um „das ukrainische Feuer auf sich zu ziehen und abzuschwächen“, wie die amerikanischen Beamten zitiert wurden. (Redaktion mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © dpa/AP/Kirsty Wigglesworth

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