Hightech-Einsatz im Frontgebiet

Ukrainischer Geheimdienst zeigt neue Taktik: So kämpft die Roboter-Armee gegen Russland

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Kiew präsentiert eine neue Form des Krieges. Drohnen, Roboter und Schützen agieren perfekt koordiniert an der Front – mit Präzision und Tempo.

Kiew – Die ukrainische Militärgeheimdienstabteilung für aktive Operationen hat ein neues YouTube-Video veröffentlicht, das die modernisierten Gefechtstaktiken der Ukraine zeigt. Auf den Frontabschnitten bei Saporischschja und Lyman demonstrieren Spezialkräfte den kombinierten Einsatz von FPV-Drohnen (First Person View), schweren Maschinengewehren und ferngesteuerten Bodenrobotern. Ziel ist es, mit präziser Koordination und technologischer Überlegenheit die russischen Truppen gleichzeitig an mehreren Punkten unter Druck zu setzen.

Die Abteilung für aktive Operationen des Verteidigungsnachrichtendienstes demonstriert an den Fronten von Saporischschja und Lyman moderne Mehrdomänen-Kampftaktiken. Dabei kommen koordiniert FPV-Drohnen, Bodenroboter, Maschinengewehrtrupps und Cyber- sowie elektronische Aufklärungseinheiten zum Einsatz, um eine effektive und flexible Kriegsführung zu gewährleisten.

In den Aufnahmen ist zu sehen, wie Drohnen russische Infanterie und Fahrzeuge punktgenau treffen – oft tief hinter der Frontlinie. Die Operatoren gelten mittlerweile als eine der anpassungsfähigsten Komponenten der modernen ukrainischen Gefechtstaktik, da sie Geschwindigkeit, Präzision und Flexibilität miteinander verbinden, konstatiert das Portal Defence Express. Ihr Ziel ist klar: maximale Wirkung mit minimalem Risiko für eigene Soldaten im Ukraine-Krieg.

So kämpft die Roboter-Armee im Ukraine-Krieg gegen Russland

Neben den Luftoperationen zeigt das Video einen Schützen mit einem Browning-M2-Maschinengewehr, montiert auf einem gepanzerten Fahrzeug, der russische Stellungen im Wald bekämpft. Weitere Sequenzen dokumentieren den Einsatz ukrainischer Luftbomber, die mit hoher Präzision russische Befestigungen zerstören. Laut dem Militärgeheimdienst, so Defence Express, belegt das Material die zunehmende Professionalität und Koordination der ukrainischen Einheiten.

Die gezielten Bombenabwürfe auf verschanzte russische Stellungen hinterlassen sichtbare Zerstörungen. Diese „chirurgische Präzision“ gilt als Schlüssel zum Erfolg bei den Operationen in den schwer umkämpften Frontabschnitten. Damit zeigt sich, wie stark sich die ukrainischen Streitkräfte in Richtung einer taktisch-technischen Armee entwickelt haben.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ukraine-Krieg: Bodenroboter sichern Nachschub und Evakuierungen

Eine weitere Innovation ist der Einsatz bodengebundener Robotersysteme. Diese ferngesteuerten Plattformen übernehmen Transporte, bringen Munition an die Front und evakuieren Verwundete. Der Geheimdienst betont, dass diese Technologie „die Risiken für das Personal reduziert und die operative Effizienz steigert“.

Diese Form der Mensch-Maschine-Kooperation markiert einen Wendepunkt im ukrainischen Kriegsdenken. Durch die Integration unbemannter Systeme wird die Kampfkraft kleiner Einheiten vervielfacht. Der Ansatz zeigt, dass die Ukraine den Krieg zunehmend mit digitalen und autonomen Mitteln führt.

Phoenix-Einheit zerstört russischen T-62 und Shtora-System

Parallel dazu meldet die Phoenix-Grenzschutzeinheit der Ukraine Erfolge bei Kostjantyniwka im Gebiet Donezk. In neuen Kampfvideos vom 22. Oktober sind präzise Drohnenschläge auf russische Stellungen und Fahrzeuge zu sehen. Laut eines weiteren Berichts von Defence Express wurden über 30 russische Soldaten sowie ein T-62-Panzer, das Shtora-Elektronikkriegssystem und mehrere Fahrzeuge vernichtet.

Der T-62, ein sowjetisches Altmodell, verdeutlicht Russlands Abhängigkeit von veraltetem Gerät. Laut Militärexperten werden diese Panzer „oft als stationäre Geschützplattformen eingesetzt“ – leichte Beute für ukrainische Drohnen und Artillerie. Die Phoenix-Einheit gilt damit als Symbol für die neue, flexible Drohnenkriegsführung der Ukraine.

Die neue ukrainische Roboter-Taktik im Überblick

ElementEinsatzrolle an der FrontZiel/Wirkung
FPV-DrohnenAufklärung, präzise Angriffe auf Infanterie, Fahrzeuge, StellungenHohe Treffergenauigkeit, minimales Risiko für Personal
LuftbomberAbwurf von schwerer / spezifischer Munition auf BefestigungenZerstörung von Bunkern, Unterständen und Versorgungslinien
BodenroboterTransport, Verwundetentransport, Kampfunterstützung, MinenräumenEntlastung der Soldaten, Sicherung der Logistik
MaschinengewehrtruppsUnterstützung von Drohnen am Boden, Schutz, FlankendeckungSchutz gegen Angriffe, Spotter- und Zielmarkierung
Unbemannte Boote (Barracuda)Einsatz gegen Seeziele, Hafen- und InfrastrukturangriffeErweiterung des Drohnenkriegs auf das Meer
Cyber- und Aufklärungseinheiten (GUR)Steuerung, Zielerfassung, elektronische KriegsführungEchtzeitkoordination, Störung russischer Kommunikation

Ukrainischer Wettbewerb der Präzision: GUR-Einheiten jagen Ziele im Minutentakt

Nach Angaben der ukrainischen Hauptdirektion für Geheimdienste (GUR) liefern sich die Spezialeinheiten der ukrainischen Aufklärung inzwischen einen regelrechten Wettbewerb um Effizienz und Zielgenauigkeit. „Die hohe Konkurrenz unter den GUR-Spezialisten garantiert die sofortige oder unvermeidliche Eliminierung russischer Besatzer in Feuerfallen“, erklärte die Behörde gegenüber RBC Ukraine. Diese Dynamik steigere die Motivation und sorge für stetig verbesserte Einsatzverfahren.

FPV-Drohnen mit Sprengsätzen greifen oft gleichzeitig ein Ziel an, wodurch gegnerische Soldaten keine Fluchtchance haben. Ergänzt wird dies durch präzise Artillerie- und Luftangriffe, die jede Bewegung an der Front erschweren. Das Ergebnis sind stetige taktische Gewinne und eine wachsende Schwächung russischer Linien.

Angriff auf russische Infrastruktur – Drohnen treffen Ölraffinerie in Dagestan

Auch in Russlands Hinterland zeigen die ukrainischen Aufklärungsdrohnen Wirkung. In der Nacht zum 22. Oktober trafen unbemannte Systeme der ukrainischen Verteidigungsaufklärung die Ölraffinerie im dagestanischen Machatschkala. Ein Video zeigt, wie mindestens eine Drohne die Hauptverarbeitungseinheit trifft, woraufhin ein Großbrand ausbricht, so Ukrainska Pravda.

Laut Geheimdienstangaben wurde die Anlage gezielt angegriffen, da sie Nachschub für russische Truppen liefert. Solche Schläge sollen logistische Ketten stören und die militärische Infrastruktur des Gegners schwächen. Diese Operationen zeigen, dass der ukrainische Drohnenkrieg längst auch jenseits der Frontlinien Wirkung entfaltet.

Valdai-Radar in der Krim zerstört – Millionenverlust für Putins Russland

Einen besonderen Erfolg meldete die Abteilung für unbemannte Systeme der ukrainischen Aufklärung mit der Zerstörung eines modernen russischen „Valdai“-Radarsystems auf der Krim. Der Geheimdienst sprach von einem gezielten Schlag gegen „eines der teuersten und technologisch fortschrittlichsten Modelle“ zur Drohnenabwehr, dessen Wert auf mehr als fünf Millionen US-Dollar geschätzt wird, schreibt die ukrainische Intent Press.

Das System war speziell entwickelt worden, um kleine Drohnen zu orten und ihre Steuerung zu stören. Nun ist es selbst Opfer eines präzisen Drohnenangriffs geworden – ein symbolträchtiger Schlag gegen die russische Hightech-Rüstung im Ukraine-Krieg. Der Verlust gilt als empfindlicher Rückschlag für die Luftüberwachung der Besatzungstruppen von Wladimir Putin auf der Krim.

Ukraine-Krieg: Kiews Roboterfront gegen Putin wird Realität

Die jüngsten Operationen zeigen, dass die Ukraine ihre Kriegsführung konsequent digitalisiert. Drohnen, unbemannte Boote und Roboterfahrzeuge bilden ein komplexes Netzwerk, das Aufklärung, Präzisionsschläge und Logistik verbindet. Mit dieser Taktik will Kiew dem zahlenmäßig überlegenen Gegner dauerhaft überlegen sein.

Die Kombination von Mensch und Maschine schafft neue militärische Möglichkeiten, die weit über traditionelle Taktiken hinausgehen. Der Krieg der Zukunft hat längst begonnen – und die Ukraine steht technologisch an seiner Spitze. (Quellen: Defence Express, RBC Ukraine, Ukrainska Pravda, Intent Press, United24 Media, Ukrinform) (chnnn)

Rubriklistenbild: © YouTube (Screenshot)/@Головне управління розвідки МО України

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