Russland will ungeachtet der Ankündigung, Angriffe aus Kiew und Tschernihiw zu reduzieren, seine «militärische Spezial-Operation» fortsetzen.
Moskau - Ungeachtet der Ankündigung, Angriffe auf Kiew und Tschernihiw zu reduzieren, will Russland seine «militärische Spezial-Operation» fortsetzen. «Sie verläuft streng nach Plan», sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Die Aufgaben und Ziele würden weiter erfüllt.
Bei den Friedensverhandlungen zwischen beiden Ländern gehe es weiterhin um die «Entmilitarisierung der Ukraine, die Entnazifizierung», sagte Sacharowa. Neben einer möglichen Neutralität der Ukraine und damit verbundenen Sicherheitsgarantien würde zudem eine «Anerkennung heutiger territorialer Realitäten» diskutiert.
Moskau fordert, dass Kiew die Schwarzmeer-Halbinsel Krim als Teil Russlands anerkennt und die Gebiete Luhansk und Donzek als unabhängige Staaten. Das lehnt die Ukraine weiter kategorisch ab.
Kremlchef Wladimir Putin hatte am 24. Februar den Einmarsch in die Ukraine befohlen und ihn unter anderem damit begründet, das Nachbarland von vermeintlichen «Nationalisten» befreien zu wollen. Kiew kritisierte das stets als Vorwand für den Krieg.
Kreml: Dialog zwischen Russland und USA notwendig
Der Kreml hält den weiteren Dialog zwischen Russland und den USA trotz der jüngsten Missstimmungen wegen Äußerungen von US-Präsident Joe Biden für notwendig. Die «persönlichen Beleidigungen» Bidens gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hätten aber einen «negativen Einfluss» auf die Beziehungen beider Länder, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. «Dennoch ist der Dialog zwischen Russland und den USA in jedem Fall notwendig», betonte Peskow. «Das liegt nicht nur im Interesse beider Länder, sondern im Interesse der ganzen Welt.» Früher oder später müssten Russland und die USA etwa über Fragen der strategischen Stabilität und der Sicherheit reden.
Biden hatte Putin am Samstagabend bei einer Rede in Warschau einen «Diktator» genannt und mit den Worten geschlossen: «Um Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben.» Das Weiße Haus betonte danach umgehend, das sei kein Aufruf zum Sturz Putins. Bidens Aussage löste in Russland Empörung aus. Am Montag sagte Biden vor Journalisten im Weißen Haus, er nehme nichts zurück, wolle aber seine Worte nicht als Aufruf zum Machtwechsel in Moskau verstanden wissen. (dpa)