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Iran-Konflikt: Netanjahu kündigt Trump-Besuch an – und pocht auf harte Linie bei Iran-Verhandlungen

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Alle News zur Lage im Iran im Ticker: Am Mittwoch reist Netanjahu zu Trump. Israels Pemier pocht auf harte Linie bei weitern Iran-Gesprächen.

Update, 21:05 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will voraussichtlich am Mittwoch in Washington mit US-Präsident Donald Trump über die laufenden Gespräche mit dem Iran beraten. Das teilte Netanjahus Büro auf der Plattform X mit. Netanjahu erklärte, dass jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowohl eine Begrenzung ballistischer Raketen als auch eine Beendigung der Unterstützung der iranischen Verbündeten in der Region beinhalten müsse. Israel sieht in dem iranischen Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung. 

Vertreter der US-Regierung und des Irans hatten am Freitag in der omanischen Hauptstadt Doha Gespräche begonnen. Ein Termin für eine mögliche Fortsetzung steht bislang nicht fest. 

Netanjahu kündigt Trump-Besuch an - und pocht auf harte Linie bei Iran-Verhandlungen. (Symbolbild)

Update vom 7. Februar, 6:17 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat weitere Gespräche zwischen Vertretern seiner Regierung und des Irans für Anfang nächster Woche angekündigt. Die Verhandlungen mit der Delegation aus Teheran am Freitag seien „sehr gut“ gelaufen, sagte er am Abend (Ortszeit) an Bord des Regierungsfliegers Air Force One auf dem Weg in den US-Bundesstaat Florida. Der Iran scheine sehr an einem Deal interessiert zu sein. Für den Fall, dass es nicht dazu kommen sollte, drohte Trump erneut mit Konsequenzen. Der Iran dürfe keine Atomwaffen haben, bekräftigte er seine bekannte Position. 

Verhandlungen zwischen Iran und USA: Spahn spricht über Machtwechsel in Teheran

Update, 20:55 Uhr: Aus Sicht von Unionsfraktionschef Jens Spahn könnte ein Machtwechsel im Iran Vorteile für den gesamten Nahen Osten bringen: „Das Mullah-Regime aus dem Iran ist wie eine Krake hier in der Region, mit der Hisbollah hier im Libanon, die Hamas“, sagte der Spahn der Deutschen Presse-Agentur nach politischen Gesprächen im Libanon. Der CDU-Politiker betont, „wenn das Mullah-Regime fällt, dann gibt das Freiheit für die Menschen im Iran, aber eben auch eine Perspektive auf Frieden und Stabilität für die ganze Region, auch hier für den Libanon.“

Spahn sagte, die Gespräche seien nun abzuwarten. „Die Frage ist ja: Ist das Mullah-Regime wirklich bereit, seinem Volk Freiheit zu geben und Stabilität zu geben, aber vor allem auch, sich aus der Region zurückzuziehen“. Der 45-Jährige betont: „Dann müsste die Hisbollah entwaffnet werden, dann darf die Hamas nicht mehr unterstützt werden. Wird es ein wirkliches Commitment des Mullah-Regimes geben? Das müssen die Amerikaner jetzt in den Gesprächen herausfinden.“ Er fügte hinzu: „Aber wenn nicht, dann ist die Region hier sicher besser dran, wenn es das Regime nicht mehr gibt.“

Update, 15:31 Uhr: Die heutigen Gespräche zwischen dem Iran und den USA sind nach ‌iranischen Angaben vorerst beendet, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Beratungen sollen jedoch fortgesetzt werden, heißt es von iranischer Seite. Der Iran zeigte sich nach einer ersten Verhandlungsrunde im Konflikt mit den USA leicht optimistisch. „Es war ein guter Anfang“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi nach den indirekten Verhandlungen unter Vermittlung des Gastgebers Oman dem Staatsfernsehen. „Wir sind dabei, Misstrauen abzubauen“, fügte der Minister laut Bericht der Deutschen Presse-Agentur hinzu.

Auf eine Frage des Moderators, ob und wann die Gespräche fortgesetzt werden, legte sich Araghtschi nicht fest. Beide Regierungsdelegationen kehren nach seinen Worten zunächst zu Beratungen in ihre Hauptstädte zurück. Außenamtssprecher Ismail Baghai schrieb auf der Plattform X, die Entscheidung über weitere Verhandlungsrunden werde „in Abstimmung mit den jeweiligen Hauptstädten“ entschieden.

Heikle Iran-USA-Gespräche: Merz ruft Teheran zu ernsthaften Gesprächen auf

Update, 12:46 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz ruft die Führung im Iran zu ernsthaften Verhandlungen auf. Merz sagte bei einem Besuch in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten, es gebe „intensivste diplomatische Bemühungen“, den Iran dazu zu bewegen, die Feindseligkeiten gegen die eigene Bevölkerung einzustellen, das Atomprogramm zu beenden und zurückzukehren an einen Verhandlungstisch, indem in der gesamten Region über Frieden und Stabilität verhandelt werde.

Merz hatte zuvor Saudi-Arabien und Katar besucht. Er sagte, seine Gesprächspartner in der Region seien darum bemüht, mit den USA zusammen zu ermöglichen, dass die Führung in Teheran „zur Vernunft“ komme. Die Gesprächspartner seien nicht zuletzt aufgrund der engen räumlichen Nähe hoch besorgt über die Lage im Iran, sagte Merz.

Verhandlungen zwischen Iran und USA: Gespräche haben begonnen

Update, 11:29 Uhr: Die für heute angesetzten amerikanisch-iranischen Verhandlungen sind iranischen Angaben zufolge in indirekter Form angelaufen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi befinde sich auf dem Weg zu einem zweiten Gespräch mit seinem omanischen Kollegen Badr al-Bussaidi, meldete eine Staatsfernsehen-Korrespondentin aus der omanischen Hauptstadt Maskat. Auch das omanische Staatsfernsehen hatte zuvor kurz über den Gesprächsbeginn informiert.

Das Außenministerium in Maskat gab bekannt, al-Bussaidi habe getrennte Gespräche sowohl mit Araghtschi als auch mit der amerikanischen Delegation geführt, zu der US-Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, gehören. „Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen (...)“, hieß es in der Erklärung. Ob es am Freitag noch zu unmittelbaren Gesprächen zwischen Araghtschi und Witkoff kommen wird, blieb vorerst offen.

Gespräche zwischen Iran und USA: Experte hält Rahmenabkommen für möglich

Update, 10:23 Uhr: Wie enden die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA? Ein Experte hält ein Rahmenabkommen am Ende für durchaus denkbar. Der ehemalige Diplomat Nusratollah Tadschik erklärte im iranischen Staatsfernsehen: „Ich denke, dass am Ende dieser Verhandlungsrunde eine Erklärung zur Fortsetzung der Verhandlungen veröffentlicht wird, in der man sich in der Folge mit detaillierteren Themen befassen wird.“

Update, 9:47 Uhr: In Oman herrscht Verwirrung über den Start der iranisch-amerikanischen Verhandlungen. Iranische Medienberichte widersprechen sich bezüglich des Beginns, der ursprünglich bereits vor zwei Stunden vorgesehen war. Nach Angaben verschiedener Quellen ist Außenminister Abbas Araghtschi bereits am Verhandlungsstandort angekommen. Das Staatsfernsehen meldete jedoch, die Gespräche mit der Delegation des US-Sondergesandten Steve Witkoff hätten noch nicht begonnen.

Vorab hatte Araghtschi bereits den omanischen Außenminister Badr al-Bussaidi getroffen, der als Vermittler zwischen beiden Ländern in Maskat fungiert. Einem Wall Street Journal-Bericht zufolge, der sich auf US-Regierungsquellen stützt, soll auch Admiral Brad Cooper, Oberkommandierender der US-Streitkräfte in der Region, an den Gesprächen teilnehmen.

Update, 9:03 Uhr: Iranische Medien berichten, dass die Atomgespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Beamten in Maskat nun begonnen haben.

Update, 8:51 Uhr: Die iranische Nachrichtenagentur Mehr informierte über Aussagen aus den Vorbesprechungen zwischen Araghchi und Albusaidi, wobei der iranische Außenminister vor unrealistischen amerikanischen Forderungen gewarnt haben soll. „Araghchi betonte die uneingeschränkte Bereitschaft, die Souveränität und nationale Sicherheit des Landes gegen jegliche überzogene Forderungen oder Abenteuerhandlungen zu verteidigen“, so Mehr. Laut dem Bericht äußerte der omanische Außenminister die Erwartung, dass die nuklearen Verhandlungen „den Weg für ein nachhaltiges Einvernehmen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ebnen würden“.

Update, 8:36 Uhr: Der iranische Außenminister Araghchi ist in Maskat eingetroffen, wo ihn sein omanischer Amtskollege im Rahmen der bevorstehenden Atomverhandlungen mit US-Vertretern empfing. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, dass beide Minister im Vorfeld der Verhandlungen „die wichtigsten bilateralen, regionalen und internationalen Fragen“ besprechen werden.

Update, 8:00 Uhr: Chaos vor den Iran-Verhandlungen: Donald Trump hat seine Ziele für mögliche Militäraktionen gegen den Iran offenbar noch nicht klar definiert. Das erklärten zwei US-Beamte gegenüber NBC News. Wenige Stunden vor den heute geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Maskat herrsche weiterhin Unklarheit darüber, ob der US-Präsident einen Regimewechsel anstrebt oder andere Ziele verfolgt. Den Angaben zufolge gebe es keinen Fahrplan. Um 10:00 Uhr wollen die USA und der Iran in Omar über eine Beilegung des Konflikts verhandeln. Trump wirft dem Mullah-Regime laut dem Medienbericht vor, sein Atomprogramm nach den US-Angriffen auf drei Nuklearanlagen im Juni möglicherweise wieder aufbauen zu wollen.

News zur Lage im Iran: Mullah-Regime pocht auf Rechte vor den Verhandlungen

Update, 6:01 Uhr: Irans Außenminister hat vor Auftakt der Verhandlungen mit den USA Gespräche auf Augenhöhe gefordert. „Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Interessen sind keine Rhetorik – sie sind unverzichtbar und die tragenden Säulen eines dauerhaften Abkommens“, schrieb Abbas Araghtschi auf der Plattform X kurz nach seiner Landung in der Hauptstadt Maskat. „Wir handeln in gutem Glauben und bestehen zugleich entschlossen auf unseren Rechten.“

Update, 5:14 Uhr: Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA treffen sich am Freitag (6. Februar) ranghohe Vertreter beider Länder zu Verhandlungen im Oman. Das bestätigte das Weiße Haus offiziell wenige Stunden vor Beginn der Gespräche. Trump habe sich klar gegen jegliche nukleare Aktivitäten des Irans ausgesprochen, sagte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt vorab laut der Nachrichtenagentur AFP. Er wolle prüfen, ob ein Abkommen erzielt werden könne. Leavitt verwies darauf, dass Trump als Oberbefehlshaber „der mächtigsten Armee der Welt neben der Diplomatie noch viele weitere Optionen zur Verfügung“ stünden.

Die Gespräche finden nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi gegen 10:00 Uhr (Ortszeit, 07:00 Uhr MEZ) in Omans Hauptstadt Maskat statt. Die iranische Delegation wird iranischen Medien zufolge von Araghtschi angeführt, aus den USA werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner erwartet. Unklar bleibt die Tagesordnung. Der Iran möchte sich laut Außenminister Araghtschi auf das Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen beschränken. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten wie der Hamas, der Hisbollah-Miliz im Libanon und der Huthi im Jemen Themen sein müssten. 

Verhandlungen im Iran-Konflikt: Trump-Minister sieht Mullah-Regime am Ende

Update, 22:37 Uhr: Kurz vor neuen Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist US-Finanzminister Scott Bessent die Führung in Teheran ungewöhnlich scharf angegangen. Die US-Regierung habe gesehen, wie die iranische Führung „wie verrückt Geld außer Landes“ schaffe. „Die Ratten verlassen also das sinkende Schiff“, sagte er vor einem Senatsausschuss. Bessent wertete dies als „gutes Zeichen“, dass Teheran wisse, dass das Ende nahen könne. Die USA wollen an diesem Freitag im Golfstaat Oman neue Verhandlungen mit dem Iran aufnehmen, im Fokus steht das umstrittene iranische Atomprogramm.

Verhandlungen zwischen USA und Iran: Teheran bestätigt Treffen im Oman

Update, 18:09 Uhr: Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtsch findet die Gespräche zwischen ranghohen Vertretern der USA und des Iran am Freitag gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ) in Omans Hauptstadt Maskat statt. Wie iranische Medien berichten, wird die iranische Delegation von Araghtschi angeführt. Aus den USA werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner erwartet, schreibt die Nachrichtenagentur AFP.

Eine offizielle Bestätigung aus Washington liegt bislang nicht vor. US-Außenminister Marco Rubio erklärte jedoch, die Vereinigten Staaten seien für einen Dialog mit dem Iran und der US-Sondergesandte Steve Witkoff für ein Treffen am Freitag bereit. Die Gespräche gelten als heikel. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion massiv verstärkt - auch zum Schutz eigener Stützpunkte sowie von Verbündeten vor möglichen Angriffen aus dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat bereits mit einem härteren Militärschlag als bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im Juni 2025 gedroht.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Am 13. Juni 2025 startete die israelische Armee Luftangriffe auf die Islamische Republik Iran unter dem Codenamen „Operation Rising Lion“. Ziel der Angriffe waren die Atomanreicherungsanlagen des Landes sowie Zentren der Macht des Mullah-Regimes. Doch auch Irans Hauptstadt Teheran geriet unter Beschuss, wie dieses Bild einer Frau auf dem Haft-e Tir Platz in Teheran zeigt. © afp
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Befohlen hatte Israels Angriff auf den Iran Premierminister Benjamin Netanjahu. Er begründete den Angriff auf das Mullah-Regime mit der atomaren Gefahr, die von diesem für den jüdischen Staat ausgehen würde. Teheran sei kurz davor, eine Atombombe fertigzustellen. Und solange der Iran die Vernichtung Israels als Teil seiner Staatsdoktrin verstehe, könne man mit Blick auf den Iran in Jerusalem kein Risiko eingehen. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück. Unter dem Codenamen „Operation True Promise III“ flogen Raketen Richtung Israel, die auch die Regionen rund um Tel Aviv trafen. Hier zu sehen ist ein Rettungshelfer mit einem Kind auf dem Arm in der Stadt Ramat Gan, einem Vorort der Millionenmetropole am Mittelmeer. © Ilia Yefimovich/dpa
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm. Laut unbestätigten Meldungen sollen im Iran bis zum 16. Juni 2025 etwa 800 Menschen getötet worden sein. In Israel sollen nach offiziellen Angaben acht Menschen infolge der Raketenangriffe aus dem Iran gestorben sein. © Oded Balilty/dpa
Nahostkonflikt - Trump über Angriff auf iranische Atomanlagen
Doch wer sind die wichtigsten Akteure im Israel-Iran-Krieg? Und gibt es eine Opposition im Mullah-Regime? Antworten auf diese Frage finden Sie in den folgenden Bildern. Neben dem bereits erwähnten Benjamin Netanjahu steht auf der einen Seite Donald Trump. Der US-Präsident befahl am 22. Juni 2025 einen koordinierten Angriff aus der Luft und von der See auf die Atomanreicherungsanlagen des Iran. Die Operation lief unter dem Codenamen „Operation Midnight Hammer“. Die US-Streitkräfte nahmen die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan unter Beschuss. Laut Trump, hier bei der Verkündung der Operation und in Begleitung von Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, wurden alle drei Anlagen vollständig zerstört. © Carlos Barria/dpa
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras. Hegseth nannte die Militäroperation gegen den Iran einen vollen Erfolg. An dem Angriff waren laut dem Verteidigungsministerium insgesamt rund 125 Flugzeuge beteiligt, darunter sieben B-2-Bomber, mehrere Tankflugzeuge sowie Aufklärungs- und Unterstützungsmaschinen Ebenfalls beteiligt an dem Angriff war laut Hegseth ein U-Boot, das im Golf von Oman stationiert war und insgesamt 30 Tomahawk-Raketen auf Ziele im Iran abfeuert. © Alex Brandon/dpa
Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu
Ein weiterer Protagonist im eskalierenden Nahostkonflikt ist Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu. Beide gehören der rechtskonservativen Likud-Partei an. Katz gilt parteiintern als Konkurrent Netanjahus. In Sachen israelischer Außenpolitik vertritt er aber ähnliche Position. So lehnt Katz, hier bei einem Truppenbesuch an der israelischen Grenze zum Libanon, eine Zweistaatenlösung im Konflikt mit den Palästinensern ebenso ab wie Netanjahu. © Ariel Hermoni/dpa
Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari
Ein mächtiger Mann im Iran ist Verteidigungsminister und Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari bei einer Sitzung im Hauptquartier in der iranischen Stadt Zolfaghar. Hatami drohte Israel nach deren Raketenangriff mit Vergeltung und warf der „zionistischen Armee“ Versagen im Bodenkampf vor, weshalb sie ihre Angriffe auf die Luft beschränken würden. © imago
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani. Er war seit 1998 Kommandeur der Quds-Einheit, einer Unterabteilung der iranischen Revolutionsgarde, die Spezialeinsätze außerhalb des Irans durchführt. Er galt als Vertrauter von Ajatollah Ali Chamenei und als einer der Hauptverantwortlichen für die Ausweitung des iranischen Einflusses auf weite Teile des Nahen Ostens. Am 3. Januar 2020 wurde Soleimani während eines Besuch im benachbarten Irak auf Befehl von US-Präsident Donald Trump von einer Drohne des US-Militärs getötet. An jedem Jahrestag veranstaltet das Mullah-Regime in Teheran eine große Gedenkdemonstration. © Ameer Al Mohammedaw/dpa
Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden
Nach dem Tod von Qasem Soleimani wurde sein Stellvertreter Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden des Iran ernannt. © imago
Der mächtigste Mann auf der anderen Seite ist Irans „Oberster Führer“ Ajatollah Ali Chamenei.
Der mächtigste Mann im Iran ist der „Oberste Führer“ Ajatollah Ali Chamenei. Der Anführer des Mullah-Regimes, hier bei einer Zeremonie im Rahmen des „Festivals der Engel“ im Jahr 2023, ist seit 1989 das politische und religiöse Oberhaupt des schiitisch geprägten Iran. Diese Position macht Chamenei auch zum „Revolutionsführer“. Er ist außerdem die höchste geistliche Instanz im Range eines Ajatollah und der Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte in der Islamischen Republik Iran. © imago
Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini.
Sein Vorgänger im Amt des Ajatollahs war Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini. Er führte die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution 1979 bis zu seinem Tod 1989 an. Hier betet Khomeini im französischen Exil, aus dem heraus er die Revolution in seinem Heimatland organisierte, und das er erst am 1. Februar 1979 in Richtung des Iran wieder verließ. © imago
Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran
Dem obersten Führer des Landes kommt auch die Aufgabe zu, die Präsidentschaftswahlen im Iran zu eröffnen. Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran. In der Hochsicherheitszone der Hauptstadt der islamischen Republik gab das Staatsoberhaupt seine Stimme ab. © Arne Immanuel Bänsch/dpa
Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009
Von einer freien Wahl kann bei der Präsidentschaftswahl im Iran aber keine Rede sein. Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009, entscheidet unter dem Vorsitz des Ajatollahs, welche Kandidaten überhaupt an der Wahl teilnehmen dürfen. Von insgesamt 80 Bewerbungen blieben gerade einmal sechs Kandidaten übrig, bei denen es sich allesamt um systemtreue Politiker handelte. © imago
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian.
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2021 hatte der Wächterrat der Islamischen Republik Iran seine Kandidatur noch verhindert. Peseschkian gilt innerhalb des Irans als eher moderate Kraft. Er versprach eine Öffnung seines Landes hin zum Westen und betonte, der Iran strebe keine Atomwaffen an. Gleichzeitig forderte auch Peseschkian das „Verschwinden des zionistischen Regimes [Israel] von der Landkarte“ und feierte die iranischen Raketenangriffe auf Israel im Jahr 2024. © imago
Trauerfeier für Irans Präsident und Außenminister Ebrahim Raisi
Eigentlich hätte die Präsidentschaftswahl im Iran erst 2025 stattfinden sollen. Doch weil der amtierende Präsident, der ultrakonservative Ebrahim Raisi, im Mai 2024 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, wurde die Wahl nach vorverlegt. © dpa
Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran
Bei dem Hubschrauberabsturz kam auch Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran und hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos, ums Leben. © Hannes P Albert/dpa
Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin
Nachfolger von Massud Peseschkian im Amt des Außenministers wurde Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin im Kreml aufschlägt. Russland gilt als strategischer Verbündeter der Islamischen Republik Iran. Die beiden Länder bilden gemeinsam mit Armenien eine diplomatische Achse im Kaukasus und sind militärische Partner bei den Konflikten in Syrien, Irak und Afghanistan. Russland ist aber nicht der einzige internationale Verbündete des Mullah-Regimes. © Alexander Kazakov/dpa
OIC-Sitzung in Istanbul mit Irans Außenminister
Ein weiterer, wenn auch deutlich weniger enger, Verbündeter des Iran ist Pakistan. Hier unterhält sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (r) mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar während der Sitzung des Außenministerrats der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). © Khalil Hamra/dpa
die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon
Einer der engsten internationalen Verbündeten des Mullah-Regimes im Iran ist die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Der Iran unterstützt die Gruppierung mit bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Wie die Führer der Islamischen Republik Iran gilt auch die Hisbollah als schiitisch geprägte Organisation und als Teil der „Achse des Widerstands“ gegen den Einfluss der USA und Israels in der Region. © imago
mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren
Dem israelischen Geheimdienst Mossad gelang im September 2024 ein empfindlicher Schlag gegen die Hisbollah-Miliz. Den Mossad-Agenten gelang es, mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren und nahezu zeitgleich explodieren zu lassen. Mindestens 37 zum Teil hochrangige Mitglieder der Hisbollah starben, rund 3.000 Menschen wurden teils schwer verletzt. © imago
Huthi-Rebellen im Jemen
Ebenfalls zu der „Achse des Widerstands“ gehören die Huthi-Rebellen im Jemen. Die schiitische Terrororganisation zettelte dort 2004 einen Bürgerkrieg an. 2014 eroberten sie jemenitische Hauptstadt Sanaa, 2015 schließlich die Kontrolle über den Rest des Landes. Der Iran ist bislang das einzige Land, das die Huthis als legitimie Herrscher des Jemen anerkennen. Während die alte Regierung im Jemen von dem sunnitisch geprägten Königshaus in Saudi-Arabien unterstützt wurde, erhalten die Huthi-Rebellen finanzielle, militärische und logistische Hilfe aus dem Iran. Im Gegenzug vertreten die Huthis die Interessen der Mullahs in der Region und führen für sie einen Stellvertreterkrieg gegen Israel und die USA im Roten Meer. © imago
die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas
Das letzte Mitglied der „Achse des Widerstands“ ist die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas, die seit 2006 über den Gazastreifen herrscht, und die seit den 1990er Jahren von der Islamischen Republik Iran unterstützt wird. Laut israelischen Geheimdiensten erhält die Hamas bis zu 350 Millionen US-Dollar jährlich aus dem Iran - obwohl die palästinensische Terrororganisation sunnitisch geprägt ist und damit im Gegensatz steht zum schiitisch dominierten Mullah-Regime im Iran. © imago
Hamas-Führer Yahya Sinwar
Geeint sind die palästinensische Hamas und die iranischen Mullahs in ihrem Hass auf Israel. Der äußerte sich in seiner ganzen Grausamkeit am 7. Oktober 2023, als Terror-Einheiten der Hamas den Süden Israels überfielen, 1.200 Menschen töteten und 200 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Geplant wurde der Angriff durch den mittlerweile verstorbenen Hamas-Führer Yahya Sinwar (m.), der dabei umfangreiche Hilfe aus dem Iran erhielt. Unter anderem wurden mehr als 500 Hamas-Kämpfer im Vorfeld der Attacke im Iran ausgebildet.  © imago
Proteste gegen die Regierung des Iran im Jahr 2009
Doch bei weitem nicht alle Menschen im Iran stehen hinter der Herrschaft des autoritären Mullah-Regimes. Das bewiesen zuletzt die Proteste gegen die Regierung im Jahr 2009. In Teheran kam es im Zuge dessen zu gewaltsamen Ausschreitungen. © imago
Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi
Das bekannteste Gesicht der iranischen Opposition ist Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi. Der Schah-Erbe lebt im Exil in den USA und ruft von dort aus seine Landsleute regelmäßig zum Widerstand gegen das Mullah-Regime auf. © Thomas Padilla/dpa
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA. Ein Jahr später kam es zur Islamischen Revolution im Iran und dem Ende der dortigen Schah-Herrschaft. © imago
Mohammed Reza Pahlavi, Schah im Iran
Sein Vater, Mohammed Reza Pahlavi, regierte den Iran als letzter Schah seit 1941. Nach der Islamischen Revolution in seinem Heimatland und der Machtübernahme der Mullahs floh Pahlavi mit seiner Frau nach Kairo.  © imago
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland.
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland. Während seines Besuchs in Berlin kam es zu heftigen Protesten gegen die Schah-Monarchie der noch jungen Studentenbewegung. Anhänger des Schah-Regimes und Agenten des iranischen Geheimdienstes prügelten unbehelligt auf Demonstranten und Passanten ein. In die gewalttätigen Auseinandersetzungen schaltete sich die schließlich die Berliner Polizei ein. Im Zuge dessen erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Kurras wurde 2009 als Stasi-Agent enttarnt. © imago
Yasmine Pahlavi und Iman Pahlavi in Washington DC
Im Gegensatz zu seinem Vater strebt Reza Pahlavi nach eigener Aussage den Aufbau einer demokratischen Regierung im Iran an. Dafür tritt er immer wieder auf öffentlichen Kundgebungen auf, wie hier in Washington DC im April 2025. Zu der Veranstaltung begleiteten den Schah-Erbe seine Frau Yasmine Pahlavi und die gemeinsame Tochter Iman Pahlavi. © imago
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi.
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi. Die 71 Jahre alte Politikerin lebt im Exil in Paris und ist Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrates im Iran“ (NWRI). Zu Beginn der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979 stand Rajavi noch auf der Seite der Mullahs. Zum Bruch kam es erst ab 1981. Ein Jahr später verließ Rajavi den Iran. Die Politikerin will einen Regimewechsel im Iran durch das iranische Volk und bietet laut einem Interview mit Fox News eine „demokratische und inklusive Alternative“ zum Mullah-Regime. © imago
Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung von Reza Pahlavi in Washington DC.
Hinter Maryam Rajavi stehen auch prominente Figuren der US-Politik aus dem Umfeld von Donald Trump. Dazu gehört unter anderem Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung vor Anhängerinnen und Anhängern Rajavis in Washington DC. © imago
Elahe Tavakolian auf einer Demonstration gegen das Mullah Regime im Iran
Ohnehin ist ein Großteil der Führungspersönlichkeiten der iranischen Opposition weiblich. Zum Symbol des weiblichen Widerstands gegen das patriarchale Mullah-Regime wurden seit den 2010ern Augenverletzungen. Zahlreiche Demonstrantinnen erlitten diese infolge der Aufstände gegen die Islamische Republik Iran. Eine solche erlitt auch Elahe Tavakolian, die mittlerweile in Italien lebt und dort regelmäßig an Demonstrationen teilnimmt. © imago
Studentin Kosar Eftekhari aus dem Iran
Auch die Studentin Kosar Eftekhari erlitt eine solche Verletzung und verließ den Iran infolgedessen. Sie lebt mittlerweile in Berlin und engagiert sich dort in der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad
Eine weitere bekannte Persönlichkeit der iranischen Opposition ist die Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad, die hier auf einer Kundgebung in Washington DC spricht. Die heute 48 Jahre alte Frau wurde 1994 im Iran verhaftet, weil sie regierungskritische Flugblätter in Umlauf gebracht haben soll. Heute lebt Alinejad in den USA und gründete dort im Jahr 2010 die Gruppe IranNeda, in der sich Schritstellerinnen und Schriftsteller sowie Intelektuelle aus dem Iran gemeinsam gegen das Mullah-Regime engagieren. © imago
2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan
Der Name IranNeda leitet sich von der 2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan ab. Die iranische Studentin wurde während einer Demonstration gegen das Mullah-Regime von einem Mitglied der Bürgermiliz Basidsch erschossen. Ihr Vorname, der auf persisch „Stimme“ oder „Ruf“ bedeutet, wurde zum Symbol und Kampfbegriff der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Sara Seyed ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.
Gegen das Mullah-Regime im Iran kämpft auch Sara Seyed. Sie ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.  © imag

Update, 16:39 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Fars eine neue ballistische Rakete namens „Chorramschahr 4“ in Stellung gebracht. Die Reichweite der Rakete soll rund 2.000 Kilometer betragen - die Nutzlast mehr als eine Tonne Sprengstoff. Zudem meldete die Agentur die Einweihung einer neuen unterirdischen Raketenstadt in der Raumfahrtzentrale der Revolutionsgarden.

Update, 7:30 Uhr: Donald Trump spielte bei seinen Aussagen auch auf den Bau einer neuen Atomanlage an. „Sie haben darüber nachgedacht, eine neue Anlage in einem anderen Teil des Landes zu errichten“, sagte Trump im NBC-Interview. Für einen solchen Fall drohte der US-Präsident damit, dem Iran „schlimme Dinge“ anzutun. 

Verhandlungen zwischen Iran und USA am Freitag

Update, 5. Februar, 4:50 Uhr: Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sind für den morgigen Freitag Gespräche zwischen beiden Ländern im Oman geplant. Dabei soll es vorrangig um das iranische Atomprogramm gehen. „Die Atomgespräche mit den Vereinigten Staaten sollen am Freitag um etwa zehn Uhr in Maskat stattfinden“, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X. Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP das Datum und den Ort des Treffens.

Erstmeldung vom 4. Februar 2026: Die für Freitag anvisierten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm der Islamischen Republik geraten zunehmend in Gefahr. Streit besteht demnach vor allem über den Verhandlungsort und die -themen. Das Mullah-Regime in Teheran fordert eine Beschränkung der Agenda ausschließlich auf atomare Fragen, während die Regierung von Präsident Donald Trump eine umfassendere Diskussion anstrebt.

Donald Trump stellt Bedingungen von Iran

Donald Trump hatte bereits vor Beginn jeglicher Verhandlungen drei zentrale Bedingungen für Gespräche mit der Islamischen Republik Iran formuliert: eine vollständige Einstellung der Urananreicherung, eine Begrenzung des Programms für ballistische Raketen und ein Ende der Unterstützung für regionale Verbündete wie die Hisbollah-Miliz im Libanon, die Hamas im Gazastreifen und die Huthi-Miliz im Jemen. Diese Forderungen weist das Mullah-Regime als Eingriff in seine Souveränität zurück.

Die USA hätten dem Iran mitgeteilt, dass sie der von Teheran gewünschten Änderung von Ort und Format des Treffens nicht zustimmen würden, meldete die US-Nachrichten-Website Axios unter Berufung auf zwei US-Vertreter. Ein ranghoher Vertreter des Irans sagte Reuters, das Beharren der USA, auch über „nicht-atomare Themen“ zu verhandeln, gefährde die Gespräche. US-Außenminister Marco Rubio drängte unterdessen auf Zugeständnisse aus Teheran. Damit die Gespräche tatsächlich zu einem „sinnvollen Ergebnis“ führten, müssten etwa die Reichweite der ballistischen Raketen, die Unterstützung terroristischer Organisationen, das Atomprogramm und der Umgang mit dem eigenen Volk beachtet werden, sagte er laut Kurier wenige Tage vor dem angepeilten Treffen zwischen Washington und Teheran.

Spannungen zwischen Iran und USA nehmen zu

In den vergangenen Monaten haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran infolge der dortigen Proteste gegen theokratische Regierung wieder zugenommen. Das Mullah-Regime reagierte mit äußerster Brutalität auf den Widerstand. Tausende Menschen sollen bei der Niederschlagung der Demonstrationen getötet worden sein. Trump drohte daraufhin der Regierung in Teheran mit einem Militärschlag.

Die nun vor dem Aus stehenden Verhandlungen sollten die Situation zwischen dem Iran und den USA eigenltich deeskalieren, wohl auch auf Druck der US-Verbündeten in der Region, die eine Ausweitung des Konflikts zum Flächenbrand befürchten. Das berichten mehrere US-Medien. An den Gesprächen habe deshalb auch der in den Golfstaaten bestens vernetzte Schwiegersohn Trumps, Jared Kushner, teilnehmen sollen. Der Iran habe auf bilateralen Gesprächen bestanden, obwohl ursprünglich auch Minister aus Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet worden waren, wie das Handelsblatt berichtete.

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