Schwesig will erneut antreten und Regierungschefin bleiben – „Ich bin gerne Ministerpräsidentin“
VonKatja Thorwarth
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Von schlechten Umfragewerten für die SPD will sich Manuela Schwesig ein Jahr vor der Landtagswahl im Nordosten nicht beunruhigen lassen.
Schwerin/Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen wird am 14. September gewählt. Rund 13,7 Millionen Menschen sind landesweit aufgerufen, bei der Kommunalwahl ihre Stimme abzugeben. Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, da sich ein Stimmungsbild für die schwarz-rote Koalition um Kanzler Friedrich Merz (CDU) abzeichnen könnte. 2026 folgen dann Bayern und Hessen – und erst am 20. September 2026 sind die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
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Doch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) positioniert sich bereits jetzt und strebt eine dritte Amtszeit in Schwerin an. „Ich bin gern Ministerpräsidentin, möchte das auch bleiben und unser Land weiter in eine gute Zukunft führen“, sagte die SPD-Politikerin der dpa. Sie wolle mit der SPD bei der Landtagswahl in gut einem Jahr wieder stärkste Kraft werden, um erneut eine verlässliche und stabile Regierung bilden zu können.
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2021 ging klar an Schwesig und die SPD
2021 hatte die SPD die Wahl mit der Landesvorsitzenden Schwesig an der Spitze mit 39,6 Prozent klar gewonnen und danach eine Koalition mit der Linken gebildet. Die Regierungsarbeit läuft seither geräuschlos.
Doch der Absturz der SPD bei der Bundestagswahl geht auch nicht an den Sozialdemokreten um Schwesig spurlos vorbei: Die Zustimmungswerte für die SPD haben sich Umfragen zufolge fast halbiert. Mit 21 Prozent lag die SPD im April 2025 nur noch auf Platz zwei hinter der AfD, die im Nordosten 29 Prozent für sich verbuchen konnte. Schwesig, die 2017 überraschend ihren damals schwer erkrankten Amtsvorgänger Erwin Sellering (SPD) ablöste, will sich aber durch aktuell schwache Umfragewerte nicht von ihrem Kurs abbringen lassen. Auch vor der Landtagswahl 2021 sei die SPD in Umfragen noch weit entfernt von ihrem Ziel gewesen, habe dann aber kräftig zugelegt.
Sechs Parteien im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern
Zur Zeit gehören mit SPD, AfD, CDU, Linke, Grünen und FDP sechs Parteien dem Landtag in Schwerin an. Nach einer Umfrage von Insa im Auftrag der Nordkurier-Gruppe könnten aber eventuell nur noch AfD, SPD, CDU und Linke sicher damit rechnen, auch im neuen Landtag vertreten zu sein. (Quelle: dpa) (ktho)