Update, 15.31 Uhr: Verluste für Russlands Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Krieg: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigt mehrere Angriffe auf Ziele in Russland und russisch besetzten Gebiete. Einen Treffer gab es demnach bei einem Angriff auf die russische Ölraffinerie Rjasan. Der Schlag sei in der Nacht zu Freitag erfolgt; durch mehrere ukrainische Einheiten. Die Raffinerie gehöre zu den vier größten Ölraffinerien Russlands und sei an der Versorgung der russischen Truppen beteiligt.
Darüber hinaus sollen Spezialeinheiten Brandschäden an den Stellungen von zwei Divisionen des S-400 Triumf SAM-Systems in der russischen Region Kaluga verursacht haben. Nach vorläufigen Berichten wurden Treffer auf ein Kommando- und Stabsfahrzeug sowie einen Kontrollpunkt verzeichnet. Einheiten des Sicherheitsdienstes der Ukraine sollen zudem erfolgreich ein Lager für technische Munition und Drohnen der russischen Truppen im Gebiet der vorübergehend besetzten Stadt Luhansk angegriffen haben – ein Brand sei ausgebrochen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 13.45 Uhr: US-Präsident Donald Trump soll zunehmend pessimistisch auf ein Ende des Ukraine-Kriegs blicken. Das berichtet NBC News unter Berufung auf zwei hochrangige Regierungsbeamte: Trump habe zwar die Hoffnung, dass die Kämpfe enden; jedoch nur noch wenig Hoffnung auf Frieden und ein Treffen zwischen Russlands Machthaber Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Über Putin äußerte sich Trump zudem in einem Post auf seiner Plattform Truth Social. Zu einem Bild des Kreml-Chefs zusammen mit Indiens Premier Narendra Modi und Chinas Staatspräsident Xi Jinping schreibt der US-Präsident: „Es sieht so aus, als hätten wir Indien und Russland an das tiefste, dunkelste China verloren. Mögen sie gemeinsam eine lange und erfolgreiche Zukunft haben!“ Bereits zuvor hatte Trump ein Treffen zwischen Xi, Putin und Kim Jong-un in Peking als „Verschwörung“ gegen die USA kommentiert.
Treffen für Ende des Ukraine-Kriegs: Putin schmettert Selenskyjs Wunsch ab
Update, 12.55 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Forderung nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj an einem Verhandlungsort im Ausland zurückgewiesen. Wenn sich Selenskyj mit ihm treffen wolle, aber gleichzeitig von ihm fordere, dafür irgendwohin zu reisen, dann sei das zu viel verlangt, sagte Putin auf dem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. „Der beste Ort dafür (für ein Treffen) ist die Hauptstadt der Russischen Föderation, die Heldenstadt Moskau“, sagte er. Selenskyj hatte zuvor ein Treffen in Moskau abgelehnt.
Nach ukrainischen Angaben gibt es sieben Länder, die bereit sind, einen Gipfel auszutragen. Putin beharrte in Wladiwostok auf dem von ihm bereits bei seinem Besuch in China vorgeschlagenen Verhandlungsort Moskau. Die Sicherheit der Gäste werde zu 100 Prozent gewährleistet, sagte er. Zugleich bezweifelte Putin erneut den Sinn solcher Gespräche zwischen ihm und Selenskyj grundsätzlich, indem er einmal mehr die Legitimität des ukrainischen Präsidenten infrage stellte. Seine Amtszeit lief im Vorjahr offiziell aus, verlängert sich aber wegen des Kriegsrechts.
Ukraine-Krieg: Kiews Armee attackiert Ölraffinerie auf russischem Boden
Update, 12.10 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie in der russischen Region Rjasan angegriffen. Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, schrieb bei Facebook von Angriffen auf die Raffinerie in dem Gebiet rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau sowie auf ein Öldepot in dem von Russland besetzten Gebiet Luhansk. In sozialen Medien wurden nicht unabhängig überprüfbare Fotos und Videos veröffentlicht, die den Brand der Raffinerie und des Öldepots zeigen sollen. Die Ölraffinerie in Rjasan ist eine der größten in Russland.
Der Gouverneur des Gebiets Rjasan, Pawel Malkow, schrieb bei Telegram, dass acht Drohnen über der Region abgeschossen worden seien. Verletzte, Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur gebe es nicht. Er räumte aber ein, dass Trümmerteile auf das Gelände eines Industriebetriebs gefallen seien, die Folgen würden beseitigt. Das russische Verteidigungsministerium teilte später mit, dass 92 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt worden seien - neun davon über der Region Rjasan.
Update, 11 Uhr: China hat den Aufruf von US-Präsident Donald Trump an die Europäer, wegen des Ukraine-Kriegs den Druck auf Peking zu erhöhen, scharf zurückgewiesen. „Wir lehnen es entschieden ab, sogenannten wirtschaftlichen Druck auf China auszuüben“, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. China sei am Ukraine-Krieg nicht beteiligt und lehne es ab, „ständig in diese Angelegenheit hineingezogen“ zu werden.
Trump hatte am Donnerstag von den europäischen Ländern eine härtere Gangart gegenüber China gefordert. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses sagte, Trump habe bei seiner Videoschalte mit europäischen Staats- und Regierungschefs „wirtschaftlichen Druck auf China“ verlangt, das Russland bei der Kriegsfinanzierung helfe.
Update, 9.15 Uhr: Moskau lehnt auch nach einer möglichen Friedensvereinbarung mit Kiew Truppen aus Nato-Staaten in der Ukraine kategorisch ab. „Wir betrachten dies als eine Gefahr für uns - die Präsenz internationaler oder ausländischer Streitkräfte, von Streitkräften aus Ländern der Nato auf ukrainischem Boden in der Nähe unserer Grenzen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge in Wladiwostok am Rande des Wirtschaftsforums. Die Nato sehe Russland als Feind und habe dies in ihren Dokumenten festgeschrieben. „Das ist gefährlich für unser Land“, betonte Peskow.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 9.10 Uhr: Nach den erneuten Beratungen der sogenannten Koalition der Willigen hat Kreml-Chef Wladimir Putin entschieden vor der Entsendung westlicher Truppen in die Ukraine gewarnt. „Wenn dort irgendwelche Truppen auftauchen, insbesondere jetzt während der Kämpfe, gehen wir von der Prämisse aus, dass sie ein legitimes Ziel sind“, sagte der russische Staatschef am Freitag bei einem Wirtschaftsforum im Wladiwostok.
Putin hob hervor, dass eine Entsendung von Soldaten aus dem Westen nicht förderlich für einen langfristigen Frieden sei. Der Kreml-Chef äußerte sich einen Tag nach den Gesprächen von mehr als 30 Staats- und Regierungschefs der „Koalition der Willigen“ über Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Nach Angaben Frankreichs zeigten sich dabei 26 Länder bereit, sich an einem möglichen Einsatz in der Ukraine im Fall eines Waffenstillstands mit Russland beteiligen.
Ukraine-Krieg: Kreml lehnt westliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine entschieden ab
Update vom 5. September, 6.15 Uhr: Der Kreml lehnt Sicherheitsgarantien europäischer Staaten und der USA für die Ukraine entschieden ab. „Können ausländische, insbesondere europäische und amerikanische Militärkontingente, die Sicherheit der Ukraine gewährleisten und garantieren? Auf keinen Fall, das können sie nicht“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Am Vortag hatte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa die von Kiew geforderten Sicherheitsgarantien im Rahmen einer Beilegung des Ukraine-Konflikts als „Garantien für Gefahr für den europäischen Kontinent“ bezeichnet.
Update, 20.01: Bei dem virtuellen Treffen zwischen europäischen Staats- und Regierungschefs und US-Präsident Donald Trump soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Trump hat laut Medienberichten Vorwürfe an die Europäer gerichtet: Den europäischen Staats- und Regierungschefs habe der US-Präsident vorgeworfen, den Ukraine-Krieg durch den Kauf russischen Öls zu „finanzieren“. Das berichtet Axios unter Berufung auf einen US-Beamten. Trump forderte demnach, die Europäer müssten den Kontakt zu Russland abschneiden und China unter Druck setzen.
Laut Bericht der Bild-Zeitung habe EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versucht zu erklärten, dass die Öl-Importe aus der EU seit Beginn des Ukraine-Kriegs massiv zurückgefahren wurden. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff soll Europa vorgeworfen haben, das russische Öl über Indien zu kaufen.
Druck auf Russland im Ukraine-Krieg: Trump soll gemeinsame Sanktionen mit EU vorschlagen
Update, 19.45 Uhr: Druck auf Wladimir Putin im Ukraine-Krieg: US-Präsident Donald Trump soll nach Angaben des finnischen Präsidenten Alexander Stubb Sanktionen gegen Russland gemeinsam mit der EU vorschlagen. Zur Debatte stünden auch Sanktionen gegen Moskaus Öl- und Gas-Industrie. Das erklärte Stubb nach einem Telefonat Trumps mit europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und enge Berater Trumps sollen gemeinsame Sanktionen in den kommenden 24 Stunden besprechen.
Ukraine-Krieg aktuell: 26 Länder bereit für Entsendung von Friedenstruppen – Merz zögert
Update, 16.51 Uhr: Zu den 26 Ländern, die sich zum Einsatz von Truppen zur Absicherung eines Waffenstillstands oder Friedens in der Ukraine bereiterklärt haben, sagte Frankreichs Präsident Macron: Diese Länder hätten sich formell verpflichtet, Truppen als Rückhalt in der Ukraine zu stationieren oder auf dem Land, auf See oder in der Luft präsent zu sein, um die Ukraine nach einem Kriegsende zu stärken und einen Frieden abzusichern. „Sie wird im Rahmen eines Waffenstillstands eingesetzt werden, nicht an der Frontlinie, sondern in Gebieten, die derzeit festgelegt werden, aber sie soll jede neue größere Aggression verhindern und die 26 Staaten ganz klar in die dauerhafte Sicherheit der Ukraine einbeziehen.“
Weitere Länder prüften noch, ob sie sich beteiligen werden. Darunter dürfte angesichts von Äußerungen der Bundesregierung auch Deutschland fallen. Bei Beratungen der Ukraine-Verbündeten hob Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) laut seinem Regierungssprecher Stefan Kornelius hervor, dass zunächst die Finanzierung, Bewaffnung und Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte Priorität haben müssen. Über ein militärisches Engagement werde Deutschland „zu gegebener Zeit entscheiden, wenn die Rahmenbedingungen geklärt“ seien.
Update, 16.35 Uhr: Nach dem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verkündet, dass sich 26 Länder an einer Sicherungstruppe für die Ukraine beteiligen wollen, sobald der Krieg in der Ukraine endet. Macron kündigte laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters an, dass in den kommenden Tagen die US-Unterstützung für Sicherheitsgarantien für die Ukraine endgültig festgelegt werde.
Sicherheiten nach Ende des Ukraine-Kriegs: Merz zögert bei Beteiligung an einem möglichen Militäreinsatz
Update, 16.10 Uhr: Deutschland zögert, sich auf eine Beteiligung an einem möglichen Militäreinsatz in der Ukraine nach einer Verhandlungslösung zur Beendigung des Krieges festzulegen. Bei Beratungen der Ukraine-Verbündeten hob Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) laut seinem Regierungssprecher Stefan Kornelius hervor, dass zunächst die Finanzierung, Bewaffnung und Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte Priorität haben müssen. Inzwischen ist Deutschland der wichtigste Partner Kiews und bereit, diese Unterstützung weiter auszubauen.
Über ein militärisches Engagement werde Deutschland „zu gegebener Zeit entscheiden, wenn die Rahmenbedingungen geklärt“ seien. Dies umfasse „Art und Umfang eines Engagements der USA sowie das Ergebnis eines Verhandlungsprozesses“. Kornelius betonte zudem, dass bei einem Einsatz der Bundeswehr der Bundestag das letzte Wort habe.
Update, 11.43 Uhr: Der Nato-Generalsekretär Mark Rutte verteidigte die Pläne für europäische Truppen in der Ukraine nach einem möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg. Bei einer Veranstaltung in Prag hob der Niederländer hervor, dass die Ablehnung Russlands gegenüber einer solchen Truppenpräsenz keine Rolle spiele, da die Ukraine ein unabhängiger Staat bleibe. „Warum sollten wir uns dafür interessieren, was Russland über Truppen in der Ukraine denkt?“, fragte er rhetorisch bei der Veranstaltung des International Institute for Strategic Studies (IISS).