In der Silvesternacht kam es vermehrt zu Angriffen auf Rettungs- und Sicherheitskräfte. Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle hat daher eine bessere Stadtplanung gefordert.
Berlin - «Wenn beispielsweise eine bessere Beleuchtung hergestellt wird, wenn eine bessere Durchmischung bestimmter Milieus erreicht wird, dann trägt das dazu bei, dass es weniger Gewaltbereitschaft in den Städten gibt», sagte Kuhle aus Wolfenbüttel dem Deutschlandfunk am Dienstagmorgen.
Es gebe in bestimmten Bereichen der Gesellschaft seit Jahren eine gesteigerte Aggression gegenüber Polizei und Feuerwehr. «Das gilt bei Unfällen, das gilt bei bestimmten Großschadensereignissen, aber eben auch in Nächten wie der Silvesternacht», sagte Kuhle. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Tendenz. «Man muss aber sagen, dass es natürlich gerade im großstädtischen Bereich auch eine Tendenz zur Ghettoisierung und Perspektivlosigkeit in bestimmten Bereichen gibt», sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion. Das könne die Gewaltbereitschaft befördern.
In der Silvesternacht waren in mehreren Städten Polizei- und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert sowie mit Böllern und Raketen beschossen worden. Besonders viele brutale Attacken erlebten Polizei und Feuerwehr in Berlin. (dpa)