Was ist der Super Tuesday? Alles zum wichtigsten Tag der US-Vorwahlen
VonNils Thomas Hinsberger
schließen
Am 5. März steht der wichtigste Termin der US-Vorwahlen an. Beim Super Tuesday werden in 15 Bundesstaaten die Präsidentschaftskandidaten gewählt. Die Infos zum Wahltermin im Überblick.
Washington D.C. – Bevor die US-Amerikaner am 5. November ihren Präsidenten wählen, müssen sich die Demokraten und die Republikaner für ihren Kandidaten entscheiden. Das wird anhand sogenannter Vorwahlen bestimmt, die aktuell in den USA stattfinden. Ein besonderer Termin ist dabei der Super Tuesday.
Was ist der Super Tuesday?
Der Super Tuesday ist der wichtigste Termin bei den US-Vorwahlen und findet üblicherweise im Februar oder März des jeweiligen Wahljahres statt. Seinen Namen hat der Wahltag seit den 1980er Jahren und ist seitdem fester Bestandteil in der US-Präsidentschaftswahl. Insgesamt wählen diesmal 15 Bundesstaaten die Kandidatinnen und Kandidaten für die diesjährige Präsidentschaftswahl im November. Die Zahl der Bundesstaaten, die am Super Tuesday ihre Vorwahlen abhalten, kann von Wahl zu Wahl variieren.
Alle Infos zum Super Tuesday in der Übersicht
Wann findet der Super Tuesday statt?
5. März 2024
Wie viele Bundesstaaten wählen am Super Tuesday?
In 15 Bundesstaaten werden die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gewählt
Welche Bundesstaaten wählen am Super Tuesday?
Alabama, Alaska, Arkansas, California, Colorado, Maine, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee, Texas, Utah, Vermont und Virginia
Wer tritt für die Republikaner an?
Donald Trump und Nikki Haley
Wer tritt für die Demokraten an?
Joe Biden und Dean Philips
Wann wählen die US-Amerikaner ihren Präsidenten?
Die Wahlen zum US-Präsidenten finden am 5. November statt
Von Bedeutung ist der Wahltermin wegen der großen Zahl an Delegiertenstimmen, die an diesem Tag zusammenkommen. In diesem Jahr werden 874 von 2429 Delegierten auf den Wahltag entfallen. Somit haben die Kandidatinnen und Kandidaten die Möglichkeit, an einem Tag einen bedeutsamen Vorsprung zu ihren Kontrahenten aufzubauen.
Trump liegt laut Umfragen vor seiner Konkurrentin Haley
Eine landesweite Umfrage von der US-amerikanischen StatistikseiteFiveThirtyEight, sieht Donald Trump als klaren Favoriten – auch beim anstehenden Super Tuesday. Auf den ehemaligen Präsidenten entfallen demnach mehr als 70 Prozent aller Stimmen. Nikki Haley, die einzige verbliebene Konkurrentin Trumps, bleibt mit knapp 16 Prozent deutlich hinter ihrem Rivalen zurück.
Die Vorwahlen in den USA sind im vollen Gange. Am 5. März findet der Super-Tuesday statt. 15 US-Bundesstaaten stimmen an diesem Tag über die Präsidentschaftskandidaten ab.
Die Ergebnisse bei den Vorwahlen könnten sich jedoch noch ändern. Die vielen Verfahren, die gegen Trump laufen, könnten ihm noch gefährlich werden. Der 77-Jährige muss sich unter anderem wegen des Verdachts auf Wahlbetrug, dem Sturm auf das Capitol und dem damit zusammenhängenden Umsturzversuch, dem Unterschlagen von Geheimdokumenten und dem Zahlen von Schweigegeld an einen Pornostar, vor Gericht verantworten.
Sollte Trump in einem der vielen Verfahren zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden, könnte Haley als letzte verbleibende Kandidatin der Republikaner, für die US-Präsidentschaftswahl antreten. Außerdem wäre es möglich, dass ihn eine Verurteilung in der Wählergunst sinken lässt. Ob Trump aber tatsächlich verurteilt wird, ist noch unklar. Bislang wird darum gestritten, ob Trump bei der Strafverfolgung durch die Immunität während seiner Zeit als Präsident geschützt ist.
Biden ohne echte Konkurrenz beim Super Tuesday
Als sich Joe Biden erneut auf das Amt des Präsidenten bewarb, war schnell klar, dass er keine wirkliche Konkurrenz zu befürchten hat. Obwohl keine namhaften Politikerinnen und Politiker mit dem amtierenden Präsidenten konkurrieren, sinkt Bidens Zustimmung in der US-Bevölkerung aber stetig. Biden und Trump liefern sich in aktuellen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ein entscheidender Kritikpunkt an Biden ist seit hohes Alter. Mit 81 Jahren halten viele US-Amerikaner den Präsidenten für zu alt, erneut die Verantwortung als Staatschef zu übernehmen.
Weg frei für Trump: Haley steigt aus US-Vorwahlkampf aus
Dass Biden bei den Vorwahlen keine Konkurrenz fürchten muss, war nicht immer der Fall. Beim Super Tuesday 2020 blieb er zunächst hinter seinem Konkurrenten Bernie Sanders zurück. Im Verlauf der Wahlveranstaltung traten aber einige Kandidatinnen und Kandidaten der Demokraten zurück und sprachen Biden ihre Unterstützung aus. Darunter auch die aktuelle Vizepräsidentin Kamala Harris. (nhi)