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Syrien: Machthaber Assad zittert um Aleppo – Jetzt greifen Putins Kampfjets ein

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Die syrischen Rebellen starten eine überraschende Offensive und erobern strategische Gebiete zurück. Ihr Ziel: Die Großstadt Aleppo.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zu Syrien.

Update vom 1. Dezember, 8.50 Uhr: Das mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad verbündete Russland hat jetzt in den Syrien-Konflikt eingegriffen. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern mitteilte, wurde Aleppo erstmals seit 2016 wieder von russischen Luftangriffen getroffen. Die russische Armee teilte nach Angaben russischer Medien mit, zur Unterstützung der Regierung in Damaskus „extremistische“ Gruppen in Syrien bombardiert zu haben. Russland und der Iran sind die wichtigsten Verbündeten Syriens. Irans Außenminister Abbas Araghtschi kündigte für heute einen Besuch in Damaskus an.

Update vom 30. November, 18.53 Uhr: Nahost-Experte André Bank hat im Zusammenhang mit dem Rebellenaufstand in Syrien von einem möglichen Machtverlust für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad gesprochen. Dafür müsse es den Rebellen gelingen, Aleppo „und vor allem auch die Verbindungsstraße von der Hauptstadt Damaskus nach Aleppo“ zu halten, sagte Bank im Interview mit der Tagesschau. „Und wenn zugleich die Unzufriedenheit gegenüber dem Assad-Regime vonseiten der Bevölkerung so bleibt, dann ist wirklich eine breitere Aufstandsbewegung im Land möglich. Dann ist Assad möglicherweise massiv in Gefahr.“

Bank verwies auch auf die Bedeutung der Unterstützer des syrischen Assad-Regimes. Russland und der Iran stehen laut dem Experten unter Druck. „Sicherlich wird es eine Phase der Instabilität, der größeren Gewalt geben, auch weiteres Leiden der Bevölkerung“, so Bank. „Aber es ist möglicherweise zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder ein militärisches Fenster offen, dass Assad von innen heraus quasi seine Macht verlieren könnte.“

Rebellen melden Einnahme weiterer Ortschaften in Syrien

Update vom 30. November, 10.55 Uhr: Die syrischen Rebellen setzten ihren überraschenden und ungebremsten Vormarsch in Aleppo sowie in ländlichen Gebieten um die Stadt herum fort. Das Operations-Hauptquartier teilte in den Morgenstunden die Eroberung von weiteren mehr als 15 Siedlungen und Dörfern östlich und südlich von Sarakib im Südwesten von Aleppo mit.

Inzwischen berichten lokale Quellen, dass Truppen des Assad-Regimes auch aus Khan Sheikhoun weiter im Süden fliehen und veröffentlichen Aufnahmen ihrer Flucht mit schwerer Militärausrüstung. Auch die Stadt Marat al-Nouman steht kurz vor der Einnahme durch die Rebellen. Das Operations-Hauptquartier berichtet von schweren Kämpfen in der Stadt. Östlich von Sarakib haben die Rebellen in einem weiteren Meilenstein ihrer Operation den Luftstützpunkt in Abu Duhur eingenommen.

Die Rebellen sollen Aktivisten zufolge schon in Aleppo sein.

Außerdem haben die pro-türkischen Rebellen die Siedlung Tadef und weitere Dörfer südlich der Stadt Al-Bab eingenommen. Die Operation, die aus dem Gebiet türkischer Kontrolle gestartet wurde, heißt wohl „Dämmerung der Freiheit“. Das Ziel der Rebellen ist wahrscheinlich, Aleppo auch aus dem Norden unter Druck zu setzen sowie – viel wichtiger – die pro-iranischen Milizen in Nubl-Zahra nördlich von Aleppo zu belagern. So würde auch Tal Rifaat weiter nördlich von Nubl-Zahra umzingelt werden. Tal Rifaat ist ein wichtiges Ziel für die Türkei, da die Stadt unter Kontrolle der überwiegend kurdischen PKK/YPG-Miliz steht. Lokalen Medienberichten zufolge übergibt das Assad-Regime mehrere Gebiete in der Aleppo-Provinz an die PKK/YPG, um ihre Hilfe zu sichern. Das dürfte die türkische Unterstützung für die Rebellen weiter intensivieren.

Update vom 30. November, 6.52 Uhr: Syrische Rebellen kontrollieren Aktivisten zufolge nach den schwersten Kämpfen seit Jahren mittlerweile große Teile der Millionenstadt Aleppo. Das sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, der Deutschen Presse-Agentur. Demnach drangen die Aufständischen zum ersten Mal seit 2016 in Aleppo ein – und das nur drei Tage nach dem Start ihrer überraschenden Offensive gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad. Berichten zufolge zieht die Regierung ihre Streitkräfte im Osten der Stadt für einen Gegenschlag zusammen.

Russland teilte mit, es werde die syrischen Regierungstruppen unterstützen. Die syrische Armee griff derweil mit Unterstützung russischer Kampfjets Dutzende Ziele in Idlib und im Umland von Aleppo an. Ein Sprecher der russischen Armee teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit, mindestens 200 Rebellen seien bei russischen Angriffen getötet worden.

Assad-Regime unter Druck: Rebellen liefern sich Gefechte mit Syriens Armee

Update vom 29. November, 22.30 Uhr: Das Assad-Regime in Aleppo gerät immer mehr unter Druck - jetzt mit einer neuen Offensive der von der Türkei militärisch unterstützten Syrischen Nationalen Armee (SNA). In einer offiziellen Stellungnahme hat die SNA bekanntgegeben, dass eine neue Front gegen das Regime in Richtung Aleppo eröffnet wurde. Die pro-türkischen Oppositionstruppen greifen die Stadt Tadef im Süden von Al-Bab an. Die neue Front wurde aus der als „Operation Euphrat-Schild“ bekannten Region eröffnet. Türkei hatte das Gebiet zwischen den Städten Azaz, Al-Bab und Dscharablus westlich des Euphrat-Flusses im Jahr 2017 eingenommen. Von dort aus wurde jetzt der neue Angriff gestartet.

Die Rebellen in Aleppo haben inzwischen die Qadi Askar und Al-Shaar-Bezirke östlich des Stadtzentrums erreicht. Auch die historische Burg sowie viele weitere Bezirke fielen an die Rebellen. Beobachter gehen von einer schnellen Einnahme der gesamten Stadt aus. Die pro-türkischen Rebellen im Norden von Aleppo könnten zusätzlich die Stadt Tal Rifaat angreifen, wo sich die überwiegend kurdische PKK/YPG-Miliz unter Schutz russischer Einheiten aufhält.

Update vom 29. November, 21.52 Uhr: Lokale Quellen aus Aleppo berichten, dass die Verteidigungslinien des Regimes von Baschar al-Assad nach und nach zusammenbrechen. Demnach sind syrische Rebellen aus Idlib weiter in die Stadt eingedrungen und haben dutzende Bezirke erobert. Das Operations-Hauptquartier der Rebellen meldet inzwischen ständig neue Gebiete, die eingenommen wurden. Mit der erfolgreichen Eroberung von Sarakib im Südwesten von Aleppo haben die Rebellen zwei Fronten gegen das Regime zusammengeschlossen.

In sozialen Medien veröffentlichen die Rebellen Aufnahmen von eroberten Bezirken und Gebäuden. Dazu gehören etwa das Gouverneursgebäude von Aleppo sowie die Universität. Auch das Polizeihauptquartier fiel an die Rebellen, wie Aufnahmen belegen. Außerdem wurden auch wichtige Straßen wie die Bassel und Nile-Straßen in der Stadt von Rebellentruppen erobert. Die Oppositionstruppen setzen ihren Vormarsch derzeit fort.

Syrische Rebellen im Zentrum von Aleppo: Dutzende Bezirke erobert

Update vom 29. November, 15.39 Uhr: Die syrischen Rebellen sind in weitere Bezirke in Aleppo eingedrungen. Lokalen Quellen zufolge toben in den Bezirken Al-Mouhafaza und Al-Djamiliyah schwere Kämpfe. Die Rebellen sind demnach auch in den Bezirken Al-Furkan, Akramiyah und Adhamiyah. Dort würden sich die Truppen des Assad-Regimes zurückziehen und fliehen, teilte eine militärische Quelle gegenüber dem Sender Syria TV mit. Berichten zufolge sind die Rebellen nur noch wenige Kilometer von der Burg von Aleppo im Stadtzentrum entfernt. Die Burg gilt als das Herzstück der Stadt.

Videos zeigen, wie syrische Rebellen in Aleppo die Poster von Assad und seinen Verbündeten zerstören und weiter vorrücken. Indes warf der iranische Außenminister Abbas Aragchi den Rebellen vor, einen „amerikanisch-zionistischen Plan“ umzusetzen. Syrische Quellen gaben gegenüber dem Sender Sky News Arabia an, russische Kampfjets würden in den kommenden Stunden eingreifen.

Update vom 29. November, 14.05 Uhr: Die syrischen Rebellen setzen ihren überraschenden und nahezu ungebremsten Vormarsch fort. Das Hauptquartier der Rebellen-Einheiten hat mitgeteilt, dass die ersten Truppen in Aleppo eingedrungen sind. Demnach wurden die Bezirke Al-Hamdaniyah und Neu-Aleppo bereits eingenommen und die Soldaten des Assad-Regimes vertrieben. Lokale Quellen melden außerdem auch die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Sarakib. Videoaufnahmen bestätigen das Eindringen der Rebellen in Aleppo und Sarakib. Nicht nur westlich von Aleppo, sondern auch südlich der Stadt dringen die Rebellen vor. Sie scheinen Aleppo umzingeln und belagern zu wollen.

Erstmeldung: Aleppo/Idlib – In den vergangenen Jahren war in großen Teilen Syriens, insbesondere im Norden und Nordwesten, eine fragile Ruhe eingekehrt. Nach Jahren des blutigen Bürgerkriegs, russischen Militärinterventionen, türkischen Bodenoffensiven und heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und dem Regime von Baschar al-Assad, schienen die Grenzen der von den verschiedenen Parteien kontrollierten Gebiete stabil zu sein. Doch diese Ruhe ist nun abrupt zu Ende.

In den westlichen Bezirken der syrischen Metropole Aleppo liefern sich Rebellen, die hauptsächlich von der Türkei unterstützt werden, Kämpfe mit syrischen Regierungstruppen. Ihr Vormarsch ist beeindruckend und scheint bisher unaufhaltbar.

Rebellen starten Offensive in Richtung Aleppo: Vormarsch gegen Assad-Regime in Syrien

Mitte November verschärften sich die Angriffe russischer und syrischer Truppen auf Gebiete, die von syrischen Rebellen kontrolliert werden. Die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist eine Hochburg der Rebellen. Die ländlichen Gebiete rund um die Stadt wurden in den letzten Tagen immer wieder angegriffen. Zudem mobilisierte das Regime Truppen, vermutlich für einen erneuten „Angriff auf die Souveränität“ der Oppositionsgebiete.

Die Reaktion der Rebellen ließ nicht lange auf sich warten: Einzelne Gegenangriffe von separaten Rebellentruppen führten zu einer gemeinsamen Bodenoffensive gegen das Assad-Regime. Am Mittwoch, den 27. November, gab das Hauptquartier der syrischen Rebellen bekannt, dass sie eine vereinte Offensive mit dem Namen „Abschreckung der Aggression“ gestartet haben. Ursprünglich war es eine begrenzte Operation, wie eine türkische Militärquelle gegenüber Reuters berichtete, mit dem Ziel, lediglich die Angriffe zu stoppen.

Die syrischen Regierungstruppen konnten jedoch dem Ansturm der Rebellen nicht standhalten und zogen sich aus ihren Positionen zurück. Daraufhin, so die türkische Quelle, wurde die Bodenoffensive ausgeweitet und weitere Ziele ins Visier genommen. Mit scheinbar großem Erfolg: Am Freitag meldete das Rebellen-Hauptquartier, dass sie die gesamte Provinz West-Aleppo eingenommen haben.

Rebellen in Syrien auf dem Vormarsch – mit türkischer Genehmigung? Assad-Regime in Bedrängnis

Lokale Quellen berichten, dass die Rebellen mehr als 35 Dörfer und Siedlungen sowie militärische Punkte in Syrien unter ihre Kontrolle gebracht haben, was zu schweren Verlusten für die Regierungstruppen führte. Dazu gehören strategische Orte wie Kafr Halab, Khan Asal und Mansoura sowie das Hauptquartier des 46. Regiments der syrischen Regierungseinheiten. Das 46. Regiment war offenbar für einen Großteil der Angriffe auf Idlib verantwortlich. Videos in sozialen Medien zeigen jubelnde Rebellentruppen vor dem Stützpunkt, die sich auf weitere Eroberungen vorbereiten. Weitere Aufnahmen zeigen Bodycam-Videos der Zusammenstöße mit Regierungstruppen.

Die Türkei scheint den Vormarsch der Rebellen genehmigt zu haben. Eine weitere türkische Militärquelle sagte gegenüber Reuters, dass der Vormarsch der Rebellen innerhalb der Grenzen des „Deeskalationsgebiets“ von 2019 stattfindet. Dies bezieht sich auf ein Abkommen zwischen der Türkei, Russland und dem Iran aus dem Jahr 2019. Das damals vereinbarte Gebiet der Rebellen, in dem es angeblich keine Angriffe geben sollte, wurde jedoch im Laufe der Zeit immer kleiner. Mit russischer Unterstützung griff das Assad-Regime immer wieder die Rebellen an. Türkische Beobachtungspunkte, die das Gebiet überwachen sollten, mussten geschlossen und an andere Orte verlegt werden.

Nun hat sich das Blatt gewendet: Die Rebellen haben viele Gebiete, die sie an das Regime verloren hatten, zurückerobert und rücken auf Aleppo vor. Laut einem Bericht des arabischen Senders Al Jazeera räumte eine syrische Militärquelle ein, dass die Rebellen nur noch 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt sind. Zudem stehen sie nur wenige Kilometer vor der Stadt Nubl-Zahraa nördlich von Aleppo, die als Verteidigungslinie gilt. Die Rebellen beschlagnahmten auch Dutzende von Panzern sowie eine große Menge an Waffen und Munition.

Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Am 24. Februar 2022 befahl Wladimir Putin den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine. Setdem ist er nicht nur Präsident Russlands, sondern Kriegsherr – auch wenn in Russland der Ukraine-Krieg nach offizieller Lesart nur eine militärische „Spezialoperation“ genannt wird. © Mikhail Klimentyev/Imago
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Von 1975 bis 1982 war der am 7. Oktober 1952 geborene Putin KGB-Offizier, von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Ab 1985 war er in der DDR tätig, hauptsächlich in Dresden. Danach ging es wieder zurück nach St. Petersburg. Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. In dieser Eigenschaft traf er sich im November 1998 mit Flottenchef Wladmir Kurojedow (rechts). © Stringer/dpa
So sah Wladimir Putin im Alter von 40 Jahren aus, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm.
Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt Wladimir Putin im Jahr 1992 im Alter von 40 Jahren, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm. Zwei Jahre später wurde er von einem der Vizebürgermeister zum ersten Vizebürgermeister der Stadt ernannt. Sein politischer Aufstieg nahm Formen an. © Russian Look/IMAGO
Dieses Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 1994 in seinem Büro. Damals war er 42 Jahre alt und Vizebürgermeister von St. Petersburg.
In seinem ersten Jahr als erster Vizebürgermeister der Stadt St. Petersburg im Jahr 1994 wurde Wladimir Putin in seinem Büro fotografiert. Damals war er 42 Jahre alt. Von körperlichen Beschwerden aus dieser Zeit ist nichts bekannt. Putin war zudem bereits seit seiner Jugend sportlich und ging unter anderem dem Kampfsport Judo nach, in dem er sich einen Schwarzen Gurt verdiente. © Russian Look/IMAGO
Drei Jahre später enstand dieses Foto von Wladimir Putin zusammen mit Anatoly Sobchak, ehemaliger Bürgermeister von St. Petersburg.
Dieses Foto entstand drei Jahre später, 1997, und zeigt Wladimir Putin – damals 45 Jahre alt – zusammen mit Anatoly Sobchak, dem ehemaligen Bürgermeister von St. Petersburg. © Russian Look/IMAGO
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
Im Jahr 1999 übernahm Putin zum ersten Mal das Amt des Ministerpräsidenten – mit Option auf die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin (links). Als Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt niederlegte, übernahm Putin kommissarisch auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Im Mai 2000 wurde Putin dann regulär zum Präsidenten Russlands gewählt. © dpa
Im Jahr 2000 wurde Putin zum ersten Mal Präsident der Russichen Föderation. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin.
Im Jahr 2000 wurde Wladimir Putin erstmals zum Präsidenten der Russischen Föderation gewählt. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin. Die Beiden sollte im weiteren Verlauf eine innige Freundschaft verbinden, die auch über Schröders politische Karriere hinaus Bestand hatte. © Thomas Imo/IMAGO
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen.
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen. © Mikhail Metzel/Imago
Am 7. Mai 2000 legte Putin seinen Amtseid ab.
Am 7. Mai 2000 legte Putin unter den Augen von Boris Jelzin seinen Amtseid ab. Mit einer Ausnahme einer Zeit als Regierungschef von 2008 bis 2012 hat Putin seither das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation inne.  © Imago
Wladimir Putin und Bill Clinton bei der Unterzeichnung eines Vertrages in New York.
Im September 2000 führte Putin der Weg in die USA. Bill Clinton (rechts) war der erste US-Präsident, mit dem er es in den kommenden Jahren zu tun bekam. in seiner Mit dem damals noch amtierenden US-Präsidenten B © Imago
Mit einer Umarmung begrüßen sich Gerhard Schröder und Wladmir Putin im Foyer des Taschenbergpalais in Dresden.
Als Russlands Präsident reiste Putin im September 2001 zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Im Foyer des Taschenbergpalais in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden begrüßte ihn auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (links). Die beiden verstanden sich offensichtlich schon damals ausnehmend gut. Die Freundschaft hat auch heute noch Bestand. © Jan-Peter Kasper/dpa
Der schwarze Labrador von Wladimir Putin läuft beim Treffen seines Herrchens mit Angela Merkel durchs Zimmer.
Putin spielt gerne psychologische Spielchen – so auch 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer ließ Putin während einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Labradorhündin ohne Leine herumlaufen. Merkel, einst in ihrer Jugend von einem Hund gebissen worden, fühlte sich sichtlich unwohl.  © Dmitry Astakhov/dpa
George Bush und Wladimir Putin spazieren auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei.
George W. Bush (rechts) war der zweite US-Präsident, mit dem es Putin zu tun bekam. Im April 2008 trafen sich beiden Staatschefs auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei. © Imago
Wladimir Putin neuer russischer Regierungschef.
Am 7. Mai 2008 löste Dmitri Medwedew nach zwei Amtszeiten Putin im Amt des russischen Präsidenten ab. Einen Tag danach wählte die Duma Putin auf Vorschlag des neuen Präsidenten zum neuen Regierungschef. Putin blieb auch in dieser Position der starke Mann. © dpa
Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend zur Demonstration von Macht fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt.
Im Jahr 2009 ließ sich Wladimir Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt. Mit solchen Fotos pflegte Putin sein Macho-Image. Er wollte er laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ Wirkung in der russischen Bevölkerung erzielen und auch international demonstrieren, dass er ein starker Gegner ist. © epa Alexey Druzhinyn
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben.
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben. Das gilt für Reiten wie offenbar auch fürs Angeln. © Aleksey Nikolskyi/Imago
Putin und Obama stoßen miteinander an.
Am 7. Mai 2012 wurde Putin erneut zum Präsidenten gewählt. Sein Verhältnis zu US-Präsident Barack Obama war von Distanz geprägt. Das war auch im September 2015 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York der Fall.  © Amanda Voisard/dpa
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause.
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause. © Alexei Nikolsky/Imago
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Als Donald Trump die US-Wahl 2016 gegen Hillary Clinton gewann, hatte Russland wohl seine Hände mit im Spiel. Putin hatte sicher seinen Grund. Mit Donald Trump kam er jedenfalls gut zurecht. Im November 2017 begrüßten sie sich Familienfoto im Rahmen des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang (Vietnam) herzlich.  © Mikhail Klimentyev/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) und der russische Präsident Wladimir Putin (l) geben sich am 04.07.2017 im Kreml in Moskau (Russland) bei einem Gespräch die Hände
Unter Putin sind sich Russland und China zuletzt immer nähergekommen. Ein wichtiger Termin war der 4. Juli 2017, als der chinesische Präsident Xi Jiping im Kreml in Moskau zu Besuch war. Damals wurden mehrere Verträge und Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
So pflegt Putin inzwischen seine Gäste zu empfangen – vor allem die aus dem Westen. Am 15. Februar 2022 reiste Kanzler Olaf Scholz nach Moskau. Damals hatte der Ukraine-Krieg noch nicht begonnen. Putin ließ sich von Scholz aber nicht beeindrucken. © Kremlin Pool/Imago
Wladimir Putin im Kreml.
Putin forcierte in seiner dritten Amtszeit die kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit dem 21. März 2014 betrachtet Russland die Krim als Teil des eigenen Staatsgebiets, seit September 2015 unterstützt die russische Luftwaffe im Militäreinsatz in Syrien den syrischen Präsidenten Assad im dortigen Bürgerkrieg.  © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin (links) und Joe Biden schütteln sich bei ihrem Treffen in der „Villa la Grange“ die Hand.
Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz traf sich Putin am 16. Juni 2021 mit US-Präsident Joe Biden zu einem Gespräch. Schon damals waren die russischen Truppenaufmärsche an der Grenze zur Ukraine ein Thema. © Denis Balibouse/dpa
Wladimir Putin lacht
Genutzt hat das Gipfelgespräch wenig. Am 24. Februar 2022 begann mit dem Einmarsch der russischen Truppen ins Nachbarland der Ukraine-Krieg. Putin wusste es wohl schon in Genf.  © Denis Balibouse/dpa
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen.
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen. © Alexei Nikolsky/Imago

Aleppo im Visier: Rebellen in Syrien starten Offensive und töten auch iranischen General

Auch vom Iran unterstützte schiitische Milizen kämpfen derzeit im Nordwesten Syriens gegen die Rebellen und mussten dabei schwere Verluste hinnehmen. Ein General der Iranischen Revolutionsgarde wurde getötet, wie die iranische semi-offizielle Tasnim-Agentur bestätigte. Der hochrangige iranische Militärberater, General Kioumars Pourhashemi, kam bei den Kämpfen ums Leben. Pourhashemi war offenbar ein bedeutender General der Revolutionsgarde.

Die Rebellen wurden 2016 endgültig aus Aleppo vertrieben. Eine große Rolle spielten dabei nicht nur der Iran, sondern auch Russland. Der Kreml unter Russlands Präsident Wladimir Putin kam dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad 2015 zur Hilfe. Damals kontrollierten die Rebellen einen Großteil von Syrien: Selbst der Palast von Assad in Damaskus war in Reichweite der Mörser der Rebellen, nur wenige hundert Meter trennten die Oppositionskämpfer von Assad. Dank Russlands Hilfe und mit Dutzenden von Massakern an der Zivilbevölkerung konnte Assad seine Kontrolle über das Land aufrechterhalten.

Bei den jüngsten Zusammenstößen hat sich Russland jedoch überraschend zurückgehalten. Zwar griffen russische Kampfflugzeuge vereinzelt Regionen um Idlib an, doch die Reaktion war sehr schwach. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte lediglich, die Offensive der Rebellen sei ein „Angriff auf die Souveränität“ Syriens. „Wir sprechen uns für die Wiederherstellung von Stabilität in der Region aus“, so Peskow.

Syrische Rebellen rücken auf Aleppo vor: Kamikazedrohnen und Nachtsichtgeräte

Beobachter führen den großen Erfolg der Rebellen auf ihre gute Vorbereitung in den letzten Jahren und den Einsatz von Technologie zurück. Das Hauptquartier der Rebellen veröffentlichte im Zuge der Offensive gegen das Regime Aufnahmen von Angriffen mit Kamikazedrohnen, wie sie bereits im Ukraine-Krieg großflächig eingesetzt werden. Fotos in sozialen Medien zeigen auch, dass Rebellen Nachtsichtgeräte und weitere hochentwickelte militärische Ausrüstung einsetzen. Die iranischen Milizen in der Region sind hingegen deutlich schlechter ausgerüstet.

Der arabische Politikwissenschaftler Mahmoud al-Afandy wies in einem Interview mit Sky News Arabia auf die Rolle der Türkei bei der Unterstützung der Rebellengruppen hin. Diese werden hauptsächlich von Ankara ausgerüstet, setzen unter anderem auch türkische Waffen und Munition ein und nehmen an türkischen Bodenoperationen in Syrien teil. „Es ist klar, dass die Türkei grünes Licht für den Beginn der Operationen gegeben hat“, so al-Afandy.

Es steht fest, dass die Rebellen so nah an Aleppo sind, wie seit Jahren nicht mehr. Sie werden das aktuelle Momentum nutzen wollen, um in die Stadt einzudringen. Als sie 2016 die Stadt verlassen mussten, hatten sie an die Wände folgenden Spruch geschrieben: „Aleppo, wir werden zurückkehren.“ Dieser Moment scheint jetzt zum Greifen nah zu sein.

Rubriklistenbild: © Ghaith Alsayed/AP/dpa

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