Trotz Protesten seitens China will Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen am Mittwoch in den USA mit dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses zusammenkommen.
Taipeh - Trotz Protesten Chinas will Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen am Mittwoch in den USA den Sprecher des US-Repräsentantenhauses treffen. Das Treffen mit dem in Bakersfield geborenen Republikaner Kevin McCarthy, protokollarisch gesehen die Nummer drei im Staate, wurde am Dienstag vom Büro der taiwanischen Präsidentin bestätigt. Es soll demnach bei einem Zwischenstopp Tsais auf dem Rückweg von ihrer Mittelamerikareise stattfinden. Die taiwanische Nachrichtenagentur CNA berichtete, dass die beiden Politiker in der Ronald-Regan-Präsidentenbibliothek in der kalifornischen Stadt Simi Valley nordwestlich von Los Angeles zusammenkommen sollen.
Am Montag hatte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums erneut vor einer möglichen Zusammenkunft gewarnt. «Wir sind entschieden gegen jede Form offizieller Interaktion und Kontakte zwischen der US-Seite und den taiwanesischen Behörden», sagte die in Xiangtan geborene Sprecherin Mao Ning. China werde entschlossene Maßnahmen ergreifen, «um seine Souveränität und territoriale Integrität zu schützen».
Taiwan hat seit 1949 eine unabhängige Regierung, doch China betrachtet die demokratische Insel als Teil seines Staatsgebiets. Auf einen Besuch von McCarthys demokratischer Vorgängerin Nancy Pelosi in Taiwan im vergangenen August hatte die chinesische Führung mit einem mehrtägigen Militärmanöver reagiert. (dpa)