Pulverfass für die Welt?

Taiwan: Das demokratische China – bedroht von Diktatur und Krieg

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Taiwan ist das demokratische Gegenbild zu China. Industrie und Militär gelten als sehr stark – doch dem Land droht Gefahr durch einen möglichen Krieg.

Taipeh – In den letzten Jahren ist Taiwan immer mehr in den Fokus der Weltöffentlichkeit geraten. Die Republik China, wie das Land auch genannt wird, ist ein kleiner Inselstaat östlich von China. Zwar ist das alltägliche Leben von Wohlstand, technologischem Fortschritt und demokratischer Teilhabe geprägt. Doch der totalitär regierte Nachbar, die Volksrepublik, bedroht den Frieden in der Region und spricht dem Land seine Existenzberechtigung ab. Der völkerrechtliche Status des Landes macht auch die Beziehungen zu anderen Staaten der Welt kompliziert.

NameRepublik China (Taiwan)
KontinentAsien
HauptstadtTaipeh
StaatsformSemipräsidentielle Republik
Bevölkerung23,5 Millionen
Fläche36.179 km²
PräsidentinTsai Ing-wen
RegierungschefSu Tseng-chang
Bruttoinlandsprodukt (BIP)789,5 Milliarden US-Dollar (2021)
WährungTaiwan-Dollar
Vorwahl+886

Das Staatsgebiet der Republik China erstreckt sich über die Hauptinsel Taiwan, wo auch der Regierungssitz Taipeh liegt, sowie mehrere kleine Inseln. Mit einer Fläche von etwa 36.000 Quadratkilometern ist das Land nur etwas größer als Baden-Württemberg. Trotzdem leben mehr als 23 Millionen in Taiwan – davon die meisten an der westlichen Küste. Taipeh mit einer Bevölkerung von 2,6 Millionen Personen ist zwar die Hauptstadt, jedoch nicht die größte Metropole. Die Top drei Städte sind: Kaohsiung (2,77 Millionen), TaichungTaizhung (2,82 Millionen) sowie Xinbeishi (4,03 Millionen), auch bekannt als Neu-Taipeh.

Taiwan: Die Geschichte prägt die Republik China stark

Da sich Taiwan auf einer Insel befindet, hat es keine direkt angrenzenden Nachbarländer. China liegt im Westen rund 200 Kilometer entfernt, im Norden und Osten berührt die Republik China Hoheitsgebiete von Japan, im Süden die von den Philippinen. Mit 3952 Metern ist der Yushan der höchste Berg, auch sonst liegt das Staatsgebiet vergleichsweise hoch über dem Meeresspiegel.

Mit rund 98 Prozent stellen die Han-Chines:innen den mit Abstand größten Teil der Bevölkerung. Die indigene Bevölkerung, die schon viel länger auf der Insel lebt, ist mit rund zwei Prozent eine nur sehr kleine Minderheit – ihre Vielfalt dagegen ist sehr groß. 16 Urvölker hat die Regierung offiziell anerkannt. Diese Diversität zeigt sich auch bei der Sprache: Zwar gibt es mit Hochchinesisch nur eine Amtssprache, daneben gelten jedoch Minnan, Taiwanisch, Hakka sowie die 16 Sprachen der Indigenen als Nationalsprachen.

Taiwan: Militärhubschrauber präsentieren eine große Nationalflagge vor Taipehs Wahrzeichen, dem Wolkenkratzer Taipei 101. (Archivbild)

Die Geschichte Taiwans prägt die heutige Situation des Landes stark. Nachdem das Kaiserreich China den Ersten Chinesisch-Japanischen Krieg 1895 verloren hatte, ging die Insel in japanische Verwaltung über und wurde eine Kolonie des ostasiatischen Landes. Mit Japans Niederlage im Zweiten Weltkrieg stellten die Siegermächte Taiwan dann wieder unter die Verwaltung Chinas, und die Insel wurde als Provinz in das Staatsgebiet eingegliedert.

Flucht auf die Insel nach dem Chinesischen Bürgerkrieg

Auf dem Festland, der heutigen Volksrepublik, existierte seit 1912 die Republik China. Diese war von großer politischer Instabilität geprägt, was 1927 im Bürgerkrieg zwischen den Nationalchines:innen (Kuomintang) und der Kommunistischen Partei unter Mao Zedong mündete. Millionen Menschen starben bei den brutalen Kämpfen, Gräueltaten waren an der Tagesordnung. Die geschlagene Kuomintang-Regierung zog sich 1949 auf die Insel Taiwan zurück, um dort als offizielle Regierung Chinas zu herrschen. Mao rief am 1. Oktober des Jahres die kommunistische Volksrepublik aus.

Nach der Niederlage der Kuomintang herrschten auf der Insel politische Panik und Paranoia. Aus Angst vor kommunistischen Einflüssen oder gar Umsturzversuchen ging die Regierung rigoros gegen Oppositionelle und Andersdenkende vor – schon harmlos erscheinende Regungen oder Aussagen, die nur minimal gegen den Regierungskurs waren, wurden als Gefahr angesehen. Am 20. Mai 1949 wurde das Kriegsrecht ausgerufen, landesweit galt ein Ausnahmezustand. De facto existierte bis in die 80er-Jahre hinein eine Einparteienherrschaft.

Das demokratische China hat eine erfolgreiche Wirtschaft

Gegen Ende der 80er-Jahre setzte in Taiwan ein Wandel ein. Schritt für Schritt wurde das Land demokratischer, 1987 dann der über Jahrzehnte geltende Ausnahmezustand beendet. In den 90er-Jahren gestaltete der Staat das Wahlsystem transparenter und freier, seit 1996 werden die Staatspräsident:innen direkt vom Volk gewählt. Im Jahr 2000 gewann die Demokratische Fortschrittspartei (DPP) erstmals die Präsidentschaftswahl, zum ersten Mal in der Geschichte war nicht mehr die Kuomintang an der Macht. Heute ist die Partei zwar weiterhin eine starke Kraft, ihre Vormachtstellung hat sie allerdings verloren. Die liberale DPP stellt sowohl die Präsidentin Tsai Ing-wen als auch die Mehrheit im Parlament.

China und Taiwan: Darum geht es in dem Konflikt

Taiwans F-16-Kampfjet (links) überwacht einen der beiden chinesischen H-6-Bomber, die den Bashi-Kanal südlich von Taiwan und die Miyako-Straße in der Nähe der japanischen Insel Okinawa überflogen.
Seit Jahrzehnten schon schwelt der Taiwan-Konflikt. Noch bleibt es bei Provokationen der Volksrepublik China; eines Tages aber könnte Peking Ernst machen und in Taiwan einmarschieren. Denn die chinesische Regierung hält die demokratisch regierte Insel für eine „abtrünnige Provinz“ und droht mit einer gewaltsamen „Wiedervereinigung“. Die Hintergründe des Konflikts reichen zurück bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. © Taiwan Ministry of Defence/AFP
Chinas letzter Kaiser Puyi
Im Jahr 1911 zerbricht das viele Jahrtausende alte chinesische Kaiserreich. Der letzte Kaiser Puyi (Bild) wird abgesetzt, die Xinhai-Revolution verändert China für immer. Doch der Weg in die Moderne ist steinig. Die Jahre nach der Republikgründung waren von Wirren und internen Konflikten geprägt.  © Imago
Porträt von Sun Yatsen auf dem Tiananmen-Platz in Peking
Im Jahr 1912 gründet Sun Yat-sen (Bild) die Republik China. Es folgen Jahre des Konflikts. 1921 gründeten Aktivisten in Shanghai die Kommunistische Partei, die zum erbitterten Gegner der Nationalisten (Guomindang) Suns wird. Unter seinem Nachfolger Chiang Kai-shek kommt es zum Bürgerkrieg mit den Kommunisten. Erst der Einmarsch Japans in China ab 1937 setzt den Kämpfen ein vorübergehendes Ende. © Imago
Mao Zedong ruft die Volksrepublik China aus
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Kapitulation Japans flammt der Bürgerkrieg wieder auf. Aus diesem gehen 1949 die Kommunisten als Sieger hervor. Mao Zedong ruft am 1. Oktober in Peking die Volksrepublik China aus (Bild).  © Imago Images
Chiang Kai-shek
Verlierer des Bürgerkriegs sind die Nationalisten um General Chiang Kai-shek (Bild). Sie fliehen 1949 auf die Insel Taiwan. Diese war von 1895 bis 1945 japanische Kolonie und nach der Niederlage der Japaner an China zurückgegeben worden. Auf Taiwan lebt seitdem die 1912 gegründete Republik China weiter. Viele Jahre lang träumt Chiang davon, das kommunistisch regierte Festland zurückzuerobern – während er zu Hause in Taiwan mit eiserner Hand als Diktator regiert. © Imago
Richard Nixon und Zhou Enlai 1972
Nach 1949 gibt es zwei Chinas: die 1949 gegründete Volksrepublik China und die Republik China auf Taiwan, die 1912 gegründet wurde. Über Jahre gilt die taiwanische Regierung als legitime Vertreterin Chinas. Doch in den 70er-Jahren wenden sich immer mehr Staaten von Taiwan ab und erkennen die kommunistische Volksrepublik offiziell an. 1972 verliert Taiwan auch seinen Sitz in den Vereinten Nationen, und Peking übernimmt. Auch die USA brechen mit Taiwan und erkennen 1979 – sieben Jahre nach Richard Nixons legendärem Peking-Besuch (Bild) – die Regierung in Peking an. Gleichzeitig verpflichten sie sich, Taiwan mit Waffenlieferungen zu unterstützen. © Imago/UIG
Chiang Ching-Kuo in Taipeh
Im Jahr 1975 stirbt Taiwans Dikator Chiang Kai-shek. Neuer Präsident wird drei Jahre später dessen Sohn Chiang Ching-kuo (Bild). Dieser öffnet Taiwan zur Welt und beginnt mit demokratischen Reformen. © imago stock&people
Chip made in Taiwan
Ab den 80er-Jahren erlebt Taiwan ein Wirtschaftswunder: „Made in Taiwan“ wird weltweit zum Inbegriff für günstige Waren aus Fernost. Im Laufe der Jahre wandelt sich das Land vom Produzenten billiger Produkte wie Plastikspielzeug zur Hightech-Nation. Heute hat in Taiwan einer der wichtigsten Halbleiter-Hersteller der Welt - das Unternehmen TSMC ist Weltmarktführer. © Torsten Becker/Imago
Tsai Ing-wen
Taiwan gilt heute als eines der gesellschaftlich liberalsten und demokratischsten Länder der Welt. In Demokratie-Ranglisten landet die Insel mit ihren knapp 24 Millionen Einwohnern immer wieder auf den vordersten Plätzen. Als bislang einziges Land in Asien führte Taiwan 2019 sogar die Ehe für alle ein. Regiert wurde das Land von 2016 bis 2024 von Präsidentin Tsai Ing-wen (Bild) von der Demokratischen Fortschrittspartei. Ihr folgte im Mai 2024 ihr Parteifreund Lai Ching-te. © Sam Yeh/AFP
Xi Jinping
Obwohl Taiwan nie Teil der Volksrepublik China war, will Staats- und Parteichef Xi Jinping (Bild) die Insel gewaltsam eingliedern. Seit Jahrzehnten droht die kommunistische Führung mit der Anwendung von Gewalt. Die meisten Staaten der Welt – auch Deutschland und die USA – sehen Taiwan zwar als einen Teil von China an – betonen aber, dass eine „Wiedervereinigung“ nur friedlich vonstattengehen dürfe. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus. Die kommunistiche Diktatur Chinas ist für die meisten Taiwaner nicht attraktiv. © Dale de la Rey/AFP
Militärübung in Kaohsiung
Ob und wann China Ernst macht und in Taiwan einmarschiert, ist völlig offen. Es gibt Analysten, die mit einer Invasion bereits in den nächsten Jahren rechnen – etwa 2027, wenn sich die Gründung der Volksbefreiungsarmee zum 100. Mal jährt. Auch das Jahr 2049 – dann wird die Volksrepublik China 100 Jahre alt – wird genannt. Entscheidend dürfte sein, wie sicher sich China ist, einen Krieg auch zu gewinnen. Zahlenmäßig ist Pekings Armee der Volksrepublik den taiwanischen Streitkräften überlegen. Die Taiwaner sind dennoch gut vorbereitet. Jedes Jahr finden große Militärübungen statt; die Bevölkerung trainiert den Ernstfall, und die USA liefern Hightech-Waffen.  © Sam Yeh/AFP
Xi Jinping auf einem chinesischen Kriegsschiff
Analysten halten es für ebenso möglich, dass China zunächst nicht zu einer Invasion Taiwans blasen wird, sondern mit gezielten Nadelstichen versuchen könnte, den Kampfgeist der Taiwaner zu schwächen. So könnte Xi Jinping (Bild) eine Seeblockade anordnen, um die Insel Taiwan vom Rest der Welt abzuschneiden. Auch ein massiver Cyberangriff wird für möglich gehalten.  © Li Gang/Xinhua/Imago
Protest in Taiwan
Auch wenn die Volksrepublik weiterhin auf eine friedliche „Wiedervereinigung“ mit Taiwan setzt: Danach sieht es derzeit nicht aus. Denn die meisten Taiwaner fühlen sich längst nicht mehr als Chinesen, sondern eben als Taiwaner. Für sie ist es eine Horrorvorstellung, Teil der kommunistischen Volksrepublik zu werden und ihre demokratischen Traditionen und Freiheiten opfern zu müssen. Vor allem das chinesische Vorgehen gegen die Demokratiebewegung in Hongkong hat ihnen gezeigt, was passiert, wenn die Kommunistische Partei den Menschen ihre Freiheiten nimmt. © Ritchie B. Tongo/EPA/dpa

Neben Südkorea, Hongkong und Singapur zählt der Inselstaat zu den vier sogenannten „Tigerstaaten“ Ostasiens – seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichneten diese Länder ein enormes Wirtschaftswachstum. Mittlerweile gehört Taiwan zu den dynamischsten, technologisierten und demokratischsten Ländern der Welt. Im weltweiten Demokratieindex belegt die Republik China Platz acht, Tendenz steigend. Zum Vergleich: Deutschland folgt auf Rang 15, Frankreich auf 22, die USA auf 26 und das totalitär regierte Festlandchina auf 148.

Taiwans Industrie besteht nicht nur aus TSMC

Eine große Erfolgsgeschichte sind die zahlreichen Firmengründungen in Taiwan. Gerade mit Blick auf den IT-Sektor dürfte Europa zwar erstaunt, aber auch etwas neidvoll auf die Insel blicken. Neben dem weltweit größten Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor (TSMC) hat auch Foxconn seinen Sitz im demokratischen China. Der Elektronik-Gigant produziert unter anderem für Apple die iPhones, für Dell Computer und für Sony die Spielekonsole Playstation. Mit Asus, Acer und Mediatek geben sich viele weitere innovative Konzerne die Klinke in die Hand.

So rosig die Zukunft von Taiwan aussehen mag, dem kommunistischen China ist sein demokratischer Nachbar ein Dorn im Auge. Die Volksrepublik spricht dem Land mehr oder minder die Berechtigung seiner blanken Existenz ab. Und die Frage, ob das Land tatsächlich Verbündete hat, ist komplex. Denn die völkerrechtliche Stellung ist verzwickt. Nur vierzehn Staaten erkennen Taiwan offiziell an:

  • Vatikan
  • Haiti
  • Paraguay
  • Guatemala
  • Honduras
  • Eswatini
  • Tuvalu
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • St. Kitts und Nevis
  • Belize
  • Marshallinseln
  • Palau
  • Nauru
  • St. Lucia

Weder Deutschland noch ein anderer EU-Staat, die USA oder asiatische demokratisch geprägte Mächte pflegen offiziell Beziehungen zu Taiwan. Das Land ist kein Mitglied der Vereinten Nationen (UN), somit auch nicht Teil der WHO oder anderen UN-Organisationen, und darf auch bei großen Events nicht unter dem eigenen Landesnamen auftreten. Bei den Olympischen Spielen kämpfen die taiwanesischen Sportler:innen zwar auch um Medaillen – allerdings mit der Bezeichnung „Chinesisch Taipeh“.

Diplomatische Beziehungen: Warum wird Taiwan nicht als Staat anerkannt?

Hintergrund dieser Umstände ist die „Ein-China-Politik“ der Volksrepublik. Bis in die 70er-Jahre hinein wurde international die Republik China anerkannt und war auch Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Auf Druck der Kommunistischen Partei brachen aber immer mehr Länder ihre Verbindungen zu Taiwan ab und wandten sich dem Festland zu. Auch aus wirtschaftlichen Gründen, denn viele Regierungen sagten schon damals die großen Wachstumsraten der Volksrepublik voraus, welche sich später bewahrheiteten. 1979 beendeten auch die USA die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan.

Sein Land ist Teil der UN: Chinas Präsident Xi Jinping erkennt Taiwan als eigenständiges Land nicht an. (Archivbild)

Trotzdem sagten die Vereinigten Staaten dem demokratischen Land Solidarität zu. Zuletzt erklärte US-Präsident Joe Biden, man wolle Taiwan bei einem Angriff durch die Volksrepublik militärischen Beistand leisten. Als sicher gilt das aber nicht, denn Taiwan ist nicht Mitglied in einem Verteidigungsbündnis wie zum Beispiel der Nato. Fachleute sprechen von einer „strategischen Ambiguität“, was bedeutet, dass die USA die Welt – und insbesondere China – im Unklaren lassen, wie ihr Militär im Ernstfall handeln wird.

Chinesisches Militär provoziert: Droht ein Krieg in Taiwan?

In den letzten Jahren ist Chinas Präsident Xi Jinping immer aggressiver gegenüber Taiwan auftreten. Der totalitäre Staatschef fordert die „Wiedervereinigung“ der beiden Länder, was bedeuten würde, dass die Insel ihre Unabhängigkeit und Freiheit verlieren würde. Immer wieder dringen Kampfjets der Volksbefreiungsarmee in den taiwanesischen Luftraum ein, chinesische Rhetorik und Desinformation werden fortwährend bedrohlicher. Weltweit geht daher die Sorge vor einem Krieg um, der mit einem Eintritt der USA und einer direkten Konfrontation mit China zu einem Flächenbrand werden könnte.

Doch macht das auch die Bevölkerung Taiwans mürbe? Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) schreibt in einer Studie: „Chinas Drohungen und Einschüchterungsversuche haben in den letzten Jahren (...) eher die Entschlossenheit Taiwans gestärkt, die eigenen Demokratie- und Freiheitsrechte zu verteidigen. Begründet ist Tai­wans Resilienz und Stehvermögen in der nicht ver­handelbaren demokratischen Identität des Landes, die auf liberalen Normen und Werten beruht.“ Das Militär gilt als sehr gut ausgerüstet und schlagfertig, auch wenn es im Vergleich zu den chinesischen Streitkräften deutlich kleiner ist. (tvd)

Rubriklistenbild: © Ceng Shou Yi/Imago

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