Aktuelle Lage im Ticker

Ende des Ukraine-Kriegs: Merz spricht mit Trump über Friedensplan – auch Putin reagiert

Alle Autoren
    schließen
  • Simon Schröder
  • Felix Busjaeger
    Felix Busjaeger

Aktuelle News im Ticker: Trumps Friedensplan soll zu einem Ende des Ukraine-Kriegs führen. Details setzen nun Selenskyj unter Druck. Pokrowsk wohl vor dem Fall.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 22:24 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben zuversichtlich, dass sein vorgeschlagener Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs „ein Weg zum Frieden“ sei – doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse noch zustimmen: „Wir glauben, wir haben einen Weg zum Frieden gefunden, er muss ihn nur noch genehmigen“, sagte Trump am Freitagabend im Oval Office. „Ich denke, sie sind schon recht nah dran, aber ich will keine Prognose abgeben.“

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 20:53 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich zu seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump über dessen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Merz habe mit Trump „den Friedensplan für die Ukraine in einem guten und vertraulichen Telefongespräch besprochen“, schreibt der Kanzler auf X. „Wir haben uns auf Beraterebene auf die nächsten Schritte geeinigt.“ Nun werde Merz die europäischen Partner informieren.

Trump-Plan für Ende des Ukraine-Kriegs überschattet G-20-Gipfel

Update, 20:09 Uhr: Der G20-Gipfel steht am Wochenende bevor. Doch das Treffen der führenden Politiker wird vor allem durch Donald Trumps neuen Friedensplan für die Ukraine in den Hintergrund gedrängt. Bundeskanzler Friedrich Merz plant, sich am Rande des Gipfels mit anderen Unterstützern der Ukraine zu Krisengesprächen über den US-Vorschlag zu treffen. Diese Ankündigung machten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa nach einem Austausch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Treffen soll an diesem Samstag stattfinden.

Zusätzlich sind für den am Montag beginnenden EU-Afrika-Gipfel in Angola weitere Beratungen in größerem Kreis vorgesehen. Selenskyj informierte von der Leyen und Costa über die US-Vorschläge zur Beendigung des Krieges sowie über die Kontakte zu europäischen und amerikanischen Partnern. „Wir alle schätzen das Engagement Amerikas und Präsident Trumps, den Krieg zu beenden, und wir arbeiten gemeinsam daran, sicherzustellen, dass dies zu einem einheitlichen und vollständig abgestimmten Plan wird“, betonte er diplomatisch.

Merz telefoniert mit Trump über den Ukraine-Friedensplan – „vertrauensvolles Telefonat“

Update, 19:40 Uhr: Am Freitagabend führte Bundeskanzler Friedrich Merz ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Das berichtet die Bild. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte: „Es war ein vertrauensvolles und verbindliches Telefonat“. Bei dem Gespräch soll der 28-Punkte-Friedensplan im Mittelpunkt gestanden haben.

Update, 19:23 Uhr: Am Freitag äußerte Putin während einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates, dass Washington um russische Flexibilität gebeten haben soll, die Moskau zugesichert habe. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Allerdings seien die USA bisher nicht in der Lage gewesen, die Ukraine zur Zustimmung zu einem Friedensplan zu bewegen, erklärte der russische Präsident. „Die US-Regierung war bisher nicht in der Lage, die Zustimmung der ukrainischen Seite zu erhalten. Die Ukraine ist dagegen. Anscheinend geben sich die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten immer noch Illusionen hin und träumen davon, Russland auf dem Schlachtfeld eine strategische Niederlage zuzufügen.“

Donald Trump hat einen Friedensplan für den Ukraine-Krieg. Zu dem äußert sich nun auch Wladimir Putin.

Russland sei offen für Verhandlungen, sei jedoch auch mit der aktuellen militärischen Lage zufrieden, da diese zur Erreichung der Ziele beitrage. Vor dem Alaska-Gipfel habe es laut Kremlchef Wladimir Putin bereits erste Gespräche mit den USA über Donald Trumps Friedensplan gegeben. Der gegenwärtige Plan stelle eine aktualisierte Fassung dieser Vorgespräche dar. In dem Dokument ist jedoch wenig Flexibilität Russlands zu erkennen. Die enthaltenen Punkte entsprechen weitgehend den Maximalforderungen Russlands seit Beginn des Kriegs. Russland sei weiterhin bereit, über eine friedliche Lösung zu verhandeln, betonte Putin.

Ukraine greift russische Region Belgorod an – zwei Tote

Update, 18:48 Uhr: In der russischen Region Belgorod kamen laut Angaben der Behörden zwei Personen bei einem Angriff aus der Ukraine ums Leben. Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow teilte auf Telegram mit, dass ein Ehepaar starb, als ein Geschoss ein Auto im Dorf Nowaja Tawolschanka traf. Ihr vierjähriger Sohn habe Verletzungen erlitten.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update, 18:15 Uhr: Donald Trump hat den Stichtag für die Ukraine auf den kommenden Donnerstag festgelegt. In der Sendung von Brian Kilmeade auf Fox News äußerte der US-Präsident, dass die Ukraine bis zum 27. November Zeit habe, dem „Friedensplan“ aus Washington zuzustimmen.

„Ich hatte schon viele Deadlines, aber wenn alles gut läuft, neigt man dazu, die Fristen zu verlängern. Aber Donnerstag ist unserer Meinung nach ein geeigneter Zeitpunkt“, erklärte Trump. „Letzten Monat haben sie in beiden Ländern 25.000 Menschen verloren. 25.000 Menschen. Es ist außer Kontrolle geraten. Es ist ein Blutbad“, fügte der Republikaner hinzu.

Trumps neuer „Friedensplan“ für den Ukraine-Krieg hat auch schwere Folgen für die NATO

Update, 17:47 Uhr: Die NATO hat sich entschieden, den neuen Plan der USA zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vorerst nicht öffentlich zu kommentieren. In Brüssel verwies ein Sprecher lediglich auf die bisherige Haltung von Generalsekretär Mark Rutte. Dieser habe wiederholt betont, dass die Friedensinitiativen von Präsident Donald Trump von entscheidender Bedeutung seien.

Der neue US-Plan ist für das Verteidigungsbündnis äußerst brisant: Er enthält Vorschläge, die die NATO dazu bringen könnten, auf eine weitere Expansion zu verzichten und eine Klausel in ihre Statuten aufzunehmen, die eine Aufnahme der Ukraine ausschließt. Solche Forderungen hatte das Bündnis in der Vergangenheit stets kategorisch abgelehnt. Es wurde immer wieder betont, dass die Politik der offenen Tür nicht unter Druck aufgegeben werde. Bei einem Gipfeltreffen im Jahr 2024 wurde sogar festgehalten, dass der Weg der Ukraine zur NATO-Mitgliedschaft „unumkehrbar“ sei.

Update, 17:04 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Freitag mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance telefoniert. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf ukrainische Regierungsquellen. Mehr Informationen zu dem Gespräch liegen aktuell nicht vor.

Update, 16:30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer Rede an die Nation versichert, er werde sein Land nicht „verraten“. Die Ukraine stehe vor einer „sehr schwierigen Entscheidung“, sie werde entweder ihre „Würde“ oder einen „wichtigen Partner“ verlieren, sagte Selenskyj am Freitag in einem in Onlinediensten veröffentlichten Video. Er kündigte an, „Alternativen“ zu dem von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vorzustellen.

Update, 16:13 Uhr: Die US-Regierung erwägt, den Austausch von Geheimdienstdaten mit der Ukraine einzustellen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf zwei anonyme Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Zusätzlich könnten die USA ihre Waffenlieferungen an die Ukraine beenden, falls Kiew den 28-Punkte-Plan nicht akzeptiere. Den Quellen zufolge sei der Druck, den die USA auf die ukrainische Regierung ausüben, größer als bei früheren Verhandlungen. In Washington gehe man davon aus, dass bis zum kommenden Donnerstag ein erster Entwurf eines möglichen Friedensvertrags unterzeichnet werden solle.

Trumps Friedensplan: Klingbeil kritisiert Verhandlungen der USA mit Russland unter Ausschluss der Ukraine

Update, 15:27 Uhr: Vizekanzler Lars Klingbeil fordert von den USA, die Ukraine intensiv in die Verhandlungen über den neuen US-Friedensplan einzubeziehen. Bei einem Besuch in Johannesburg, Südafrika, betonte der SPD-Vorsitzende gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass jeder Dialog sinnvoll sei, um dem Frieden näherzukommen. „Trotzdem muss klar sein, dass ein paar Spielregeln dabei gelten müssen, dass Bedingungen gelten müssen.“

Klingbeil unterstrich: „Für mich ist die wichtigste Bedingung, dass nicht über die Köpfe der Ukraine entschieden wird.“ Die ukrainische Führung müsse aktiv in die Verhandlungen einbezogen werden. Im Zentrum der Gespräche sollten die Souveränitäts- und Sicherheitsinteressen der Ukraine stehen. Er sprach Kanzler Friedrich Merz (CDU) seinen Dank aus, da dieser in Europa eine führende Rolle einnehme und klarstelle: „Die Europäer gehören mit an den Tisch, müssen eng eingebunden sein.“

Update, 14:55 Uhr: Der Kreml hat die Ukraine eindringlich zu sofortigen Friedensgesprächen aufgefordert und dabei vor weiteren Gebietsverlusten gewarnt. Dmitrij Peskow, der Sprecher des Kremls, äußerte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dass die „effektive Arbeit der russischen Streitkräfte“ Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu bewegen solle, dass es „besser ist zu verhandeln und das jetzt zu tun und nicht später“. Peskow hob hervor, dass Russland zu Verhandlungen bereit sei. Allerdings werde momentan kein spezifischer Friedensplan erörtert, obwohl die USA angeblich beiden Parteien Vorschläge unterbreitet haben sollen.

Update, 14:10 Uhr: Bereits in der kommenden Woche könnte Wolodymyr Selenskyj mit Donald Trump über einen Friedensplan für den Konflikt in der Ukraine diskutieren. Das berichtet Sky News unter Berufung auf EU-Quellen. Ein mögliches Telefonat zwischen Selenskyj und Trump kam demnach auf, nachdem der ukrainische Staatschef erklärt hatte, er wolle den Friedensplan mit seinem amerikanischen Amtskollegen besprechen.

Update, 13:43 Uhr: Nach der Veröffentlichung von US-Vorschlägen zur Beendigung des Ukraine-Krieges haben die Regierungen in Berlin, Paris und London sowie die Führung in Kiew betont, dass die ukrainischen Streitkräfte weiterhin in der Lage sein müssen, die Souveränität ihres Landes zu verteidigen. In einem Telefonat am Freitag bekräftigten die vier Staats- und Regierungschefs laut Angaben der Bundesregierung das Ziel, „vitale europäische und ukrainische Interessen langfristig zu wahren“. Der von den USA vorgelegte Plan sieht unter anderem vor, die ukrainische Armee zu verkleinern und auf eine Truppenstärke von 600.000 Soldaten zu begrenzen.

Update, 13:28 Uhr: Der ehemalige Bundeskanzler, Olaf Scholz (SPD), betonte, dass er sich bereits Jahre vor dem russischen Angriff auf die Ukraine für den Bau von LNG-Terminals an der deutschen Küste eingesetzt habe. Dies sollte die Energieversorgung der Bundesrepublik flexibler gestalten.

Er äußerte in Schwerin, dass die Abhängigkeit von Russland in Energiefragen ein Fehler gewesen sei. Scholz habe nie nachvollziehen können, warum Deutschland keine Terminal-Infrastruktur zusätzlich zu den Pipelines errichtet habe, um im Bedarfsfall darauf zurückgreifen zu können. In Schwerin wurde er im Landtag als Zeuge im Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Nord-Stream-2-Pipeline für russisches Erdgas durch die Ostsee befragt.

Update, 11:55 Uhr: Wie das Wall Street Journal schreibt, hat eine Gruppe von europäischen Staats- und Regierungschefs auf den US-Vorstoß für ein Ende des Ukraine-Kriegs reagiert. Die Länder würden demnach an einer alternativen Version für einen Friedensplan arbeiten. Das Konzept soll demnach Bedingungen bieten, die für die Ukraine fairer sind als die in dem von der Trump-Administration erstellten Dokument dargelegten. Das europäische Vorhaben soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Bislang sind keine Einzelheiten bekannt.

Ende des Ukraine-Kriegs: Merz reagiert auf US-Friedensplan

Update, 11:26 Uhr: Die Reaktionen auf den US-Friedensplan zum Ende des Ukraine-Kriegs ziehen weitere Kreise. Wie die Bild erfahren haben will, hat Bundeskanzler Friedrich Merz kurzfristig Termine am Freitag abgesagt. Hintergrund sind „interne Gespräche und geplante Telefonate zur Lage in der Ukraine“. Geplant seien demnach Gespräche mit Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj.

Rubriklistenbild: © dpa/AP | Evan Vucci + dpa/Russian Presidential Press Service/AP | Uncredited

Kommentare