Ende des Ukraine-Kriegs: Merz spricht mit Trump über Friedensplan – auch Putin reagiert
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Paula Völkner
Simon Schröder
Felix Busjaeger
Aktuelle News im Ticker: Trumps Friedensplan soll zu einem Ende des Ukraine-Kriegs führen. Details setzen nun Selenskyj unter Druck. Pokrowsk wohl vor dem Fall.
Update, 22:24 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben zuversichtlich, dass sein vorgeschlagener Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs „ein Weg zum Frieden“ sei – doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse noch zustimmen: „Wir glauben, wir haben einen Weg zum Frieden gefunden, er muss ihn nur noch genehmigen“, sagte Trump am Freitagabend im Oval Office. „Ich denke, sie sind schon recht nah dran, aber ich will keine Prognose abgeben.“
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 20:53 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich zu seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump über dessen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Merz habe mit Trump „den Friedensplan für die Ukraine in einem guten und vertraulichen Telefongespräch besprochen“, schreibt der Kanzler auf X. „Wir haben uns auf Beraterebene auf die nächsten Schritte geeinigt.“ Nun werde Merz die europäischen Partner informieren.
Trump-Plan für Ende des Ukraine-Kriegs überschattet G-20-Gipfel
Update, 20:09 Uhr: Der G20-Gipfel steht am Wochenende bevor. Doch das Treffen der führenden Politiker wird vor allem durch Donald Trumps neuen Friedensplan für die Ukraine in den Hintergrund gedrängt. Bundeskanzler Friedrich Merz plant, sich am Rande des Gipfels mit anderen Unterstützern der Ukraine zu Krisengesprächen über den US-Vorschlag zu treffen. Diese Ankündigung machten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa nach einem Austausch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Treffen soll an diesem Samstag stattfinden.
Zusätzlich sind für den am Montag beginnenden EU-Afrika-Gipfel in Angola weitere Beratungen in größerem Kreis vorgesehen. Selenskyj informierte von der Leyen und Costa über die US-Vorschläge zur Beendigung des Krieges sowie über die Kontakte zu europäischen und amerikanischen Partnern. „Wir alle schätzen das Engagement Amerikas und Präsident Trumps, den Krieg zu beenden, und wir arbeiten gemeinsam daran, sicherzustellen, dass dies zu einem einheitlichen und vollständig abgestimmten Plan wird“, betonte er diplomatisch.
Merz telefoniert mit Trump über den Ukraine-Friedensplan – „vertrauensvolles Telefonat“
Update, 19:40 Uhr: Am Freitagabend führte Bundeskanzler Friedrich Merz ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Das berichtet die Bild. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte: „Es war ein vertrauensvolles und verbindliches Telefonat“. Bei dem Gespräch soll der 28-Punkte-Friedensplan im Mittelpunkt gestanden haben.
Update, 19:23 Uhr: Am Freitag äußerte Putin während einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates, dass Washington um russische Flexibilität gebeten haben soll, die Moskau zugesichert habe. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Allerdings seien die USA bisher nicht in der Lage gewesen, die Ukraine zur Zustimmung zu einem Friedensplan zu bewegen, erklärte der russische Präsident. „Die US-Regierung war bisher nicht in der Lage, die Zustimmung der ukrainischen Seite zu erhalten. Die Ukraine ist dagegen. Anscheinend geben sich die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten immer noch Illusionen hin und träumen davon, Russland auf dem Schlachtfeld eine strategische Niederlage zuzufügen.“
Russland sei offen für Verhandlungen, sei jedoch auch mit der aktuellen militärischen Lage zufrieden, da diese zur Erreichung der Ziele beitrage. Vor dem Alaska-Gipfel habe es laut Kremlchef Wladimir Putin bereits erste Gespräche mit den USA über Donald Trumps Friedensplan gegeben. Der gegenwärtige Plan stelle eine aktualisierte Fassung dieser Vorgespräche dar. In dem Dokument ist jedoch wenig Flexibilität Russlands zu erkennen. Die enthaltenen Punkte entsprechen weitgehend den Maximalforderungen Russlands seit Beginn des Kriegs. Russland sei weiterhin bereit, über eine friedliche Lösung zu verhandeln, betonte Putin.
Ukraine greift russische Region Belgorod an – zwei Tote
Update, 18:48 Uhr: In der russischen Region Belgorod kamen laut Angaben der Behörden zwei Personen bei einem Angriff aus der Ukraine ums Leben. Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow teilte auf Telegram mit, dass ein Ehepaar starb, als ein Geschoss ein Auto im Dorf Nowaja Tawolschanka traf. Ihr vierjähriger Sohn habe Verletzungen erlitten.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 18:15 Uhr: Donald Trump hat den Stichtag für die Ukraine auf den kommenden Donnerstag festgelegt. In der Sendung von Brian Kilmeade auf Fox News äußerte der US-Präsident, dass die Ukraine bis zum 27. November Zeit habe, dem „Friedensplan“ aus Washington zuzustimmen.
„Ich hatte schon viele Deadlines, aber wenn alles gut läuft, neigt man dazu, die Fristen zu verlängern. Aber Donnerstag ist unserer Meinung nach ein geeigneter Zeitpunkt“, erklärte Trump. „Letzten Monat haben sie in beiden Ländern 25.000 Menschen verloren. 25.000 Menschen. Es ist außer Kontrolle geraten. Es ist ein Blutbad“, fügte der Republikaner hinzu.
Trumps neuer „Friedensplan“ für den Ukraine-Krieg hat auch schwere Folgen für die NATO
Update, 17:47 Uhr: Die NATO hat sich entschieden, den neuen Plan der USA zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vorerst nicht öffentlich zu kommentieren. In Brüssel verwies ein Sprecher lediglich auf die bisherige Haltung von Generalsekretär Mark Rutte. Dieser habe wiederholt betont, dass die Friedensinitiativen von Präsident Donald Trump von entscheidender Bedeutung seien.
Der neue US-Plan ist für das Verteidigungsbündnis äußerst brisant: Er enthält Vorschläge, die die NATO dazu bringen könnten, auf eine weitere Expansion zu verzichten und eine Klausel in ihre Statuten aufzunehmen, die eine Aufnahme der Ukraine ausschließt. Solche Forderungen hatte das Bündnis in der Vergangenheit stets kategorisch abgelehnt. Es wurde immer wieder betont, dass die Politik der offenen Tür nicht unter Druck aufgegeben werde. Bei einem Gipfeltreffen im Jahr 2024 wurde sogar festgehalten, dass der Weg der Ukraine zur NATO-Mitgliedschaft „unumkehrbar“ sei.
Update, 17:04 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Freitag mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance telefoniert. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf ukrainische Regierungsquellen. Mehr Informationen zu dem Gespräch liegen aktuell nicht vor.
Update, 16:30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer Rede an die Nation versichert, er werde sein Land nicht „verraten“. Die Ukraine stehe vor einer „sehr schwierigen Entscheidung“, sie werde entweder ihre „Würde“ oder einen „wichtigen Partner“ verlieren, sagte Selenskyj am Freitag in einem in Onlinediensten veröffentlichten Video. Er kündigte an, „Alternativen“ zu dem von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vorzustellen.
Update, 16:13 Uhr: Die US-Regierung erwägt, den Austausch von Geheimdienstdaten mit der Ukraine einzustellen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf zwei anonyme Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Zusätzlich könnten die USA ihre Waffenlieferungen an die Ukraine beenden, falls Kiew den 28-Punkte-Plan nicht akzeptiere. Den Quellen zufolge sei der Druck, den die USA auf die ukrainische Regierung ausüben, größer als bei früheren Verhandlungen. In Washington gehe man davon aus, dass bis zum kommenden Donnerstag ein erster Entwurf eines möglichen Friedensvertrags unterzeichnet werden solle.
Trumps Friedensplan: Klingbeil kritisiert Verhandlungen der USA mit Russland unter Ausschluss der Ukraine
Update, 15:27 Uhr: Vizekanzler Lars Klingbeil fordert von den USA, die Ukraine intensiv in die Verhandlungen über den neuen US-Friedensplan einzubeziehen. Bei einem Besuch in Johannesburg, Südafrika, betonte der SPD-Vorsitzende gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass jeder Dialog sinnvoll sei, um dem Frieden näherzukommen. „Trotzdem muss klar sein, dass ein paar Spielregeln dabei gelten müssen, dass Bedingungen gelten müssen.“
Klingbeil unterstrich: „Für mich ist die wichtigste Bedingung, dass nicht über die Köpfe der Ukraine entschieden wird.“ Die ukrainische Führung müsse aktiv in die Verhandlungen einbezogen werden. Im Zentrum der Gespräche sollten die Souveränitäts- und Sicherheitsinteressen der Ukraine stehen. Er sprach Kanzler Friedrich Merz (CDU) seinen Dank aus, da dieser in Europa eine führende Rolle einnehme und klarstelle: „Die Europäer gehören mit an den Tisch, müssen eng eingebunden sein.“
Update, 14:55 Uhr: Der Kreml hat die Ukraine eindringlich zu sofortigen Friedensgesprächen aufgefordert und dabei vor weiteren Gebietsverlusten gewarnt. Dmitrij Peskow, der Sprecher des Kremls, äußerte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dass die „effektive Arbeit der russischen Streitkräfte“ Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu bewegen solle, dass es „besser ist zu verhandeln und das jetzt zu tun und nicht später“. Peskow hob hervor, dass Russland zu Verhandlungen bereit sei. Allerdings werde momentan kein spezifischer Friedensplan erörtert, obwohl die USA angeblich beiden Parteien Vorschläge unterbreitet haben sollen.
Update, 14:10 Uhr: Bereits in der kommenden Woche könnte Wolodymyr Selenskyj mit Donald Trump über einen Friedensplan für den Konflikt in der Ukraine diskutieren.Das berichtet Sky News unter Berufung auf EU-Quellen. Ein mögliches Telefonat zwischen Selenskyj und Trump kam demnach auf, nachdem der ukrainische Staatschef erklärt hatte, er wolle den Friedensplan mit seinem amerikanischen Amtskollegen besprechen.
Update, 13:43 Uhr: Nach der Veröffentlichung von US-Vorschlägen zur Beendigung des Ukraine-Krieges haben die Regierungen in Berlin, Paris und London sowie die Führung in Kiew betont, dass die ukrainischen Streitkräfte weiterhin in der Lage sein müssen, die Souveränität ihres Landes zu verteidigen. In einem Telefonat am Freitag bekräftigten die vier Staats- und Regierungschefs laut Angaben der Bundesregierung das Ziel, „vitale europäische und ukrainische Interessen langfristig zu wahren“. Der von den USA vorgelegte Plan sieht unter anderem vor, die ukrainische Armee zu verkleinern und auf eine Truppenstärke von 600.000 Soldaten zu begrenzen.
Update, 13:28 Uhr: Der ehemalige Bundeskanzler,Olaf Scholz (SPD), betonte, dass er sich bereits Jahre vor dem russischen Angriff auf die Ukraine für den Bau von LNG-Terminals an der deutschen Küste eingesetzt habe. Dies sollte die Energieversorgung der Bundesrepublik flexibler gestalten.
Er äußerte in Schwerin, dass die Abhängigkeit von Russland in Energiefragen ein Fehler gewesen sei. Scholz habe nie nachvollziehen können, warum Deutschland keine Terminal-Infrastruktur zusätzlich zu den Pipelines errichtet habe, um im Bedarfsfall darauf zurückgreifen zu können. In Schwerin wurde er im Landtag als Zeuge im Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Nord-Stream-2-Pipeline für russisches Erdgas durch die Ostsee befragt.
Update, 11:55 Uhr: Wie das Wall Street Journal schreibt, hat eine Gruppe von europäischen Staats- und Regierungschefs auf den US-Vorstoß für ein Ende des Ukraine-Kriegs reagiert. Die Länder würden demnach an einer alternativen Version für einen Friedensplan arbeiten. Das Konzept soll demnach Bedingungen bieten, die für die Ukraine fairer sind als die in dem von der Trump-Administration erstellten Dokument dargelegten. Das europäische Vorhaben soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Bislang sind keine Einzelheiten bekannt.
Ende des Ukraine-Kriegs: Merz reagiert auf US-Friedensplan
Update, 11:26 Uhr: Die Reaktionen auf den US-Friedensplan zum Ende des Ukraine-Kriegs ziehen weitere Kreise. Wie die Bild erfahren haben will, hat Bundeskanzler Friedrich Merz kurzfristig Termine am Freitag abgesagt. Hintergrund sind „interne Gespräche und geplante Telefonate zur Lage in der Ukraine“. Geplant seien demnach Gespräche mit Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj.