Tödliche ICE-Schüsse in Minnesota: Trump spricht plötzlich von „Tragödie“ – und räumt „Fehler“ ein
VonMomir Takac
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Kurz nachdem ein ICE-Beamter eine unschuldige Frau in Minneapolis erschossen hatte, verteidigte Trump die Tat noch. Nun gibt es einen Sinneswandel.
Washington, D.C. – Kurz nach den tödlichen Schüssen durch einen ICE-Beamten auf Renee Good in Minnesota bezeichnete US-Präsident Donald Trump das Opfer als „inländische Terroristin“, jetzt folgte die überraschende Kehrtwende. Trump hat die Tötung der 37-jährigen US-Bürgerin als „Tragödie“ bezeichnet und mögliche „Fehler“ der Einwanderungsbehörde eingeräumt.
Am 7. Januar 2026 war Good von einem ICE-Agenten erschossen worden. Die genauen Umstände der Schießerei sind umstritten, wobei es widersprüchliche Darstellungen von Augenzeugen und Behörden gibt. Unmittelbar nach dem Vorfall verteidigte Trump den Beamten und beschrieb Good als „sehr unordentlich, behindernd und widersetzlich, die dann gewalttätig, vorsätzlich und bösartig den ICE-Mitarbeiter überfuhr“. Videoaufnahmen zeigen allerdings, dass die Frau ihr Fahrzeug vom Beamten wegsteuerte.
Trump spricht nach tödlichen ICE-Schüssen in Minnesota plötzlich von einer „Tragödie“ und „Fehlern“
Jetzt, knapp zwei Wochen nach dem Vorfall, hat Trump seine Haltung plötzlich geändert. „Wissen Sie, als die Frau erschossen wurde, hat mich das sehr mitgenommen“, sagte er laut der New York Times vor Journalisten im Weißen Haus. Gerade deshalb, weil Goods Vater „ein enormer Trump-Fan“ gewesen sei, fügte er hinzu. „Ich hoffe, er sieht das immer noch so.“
Der US-Präsident gestand auch mögliches Versagen der ICE ein. „Manchmal geht die Einwanderungsbehörde zu hart mit jemandem um, oder sie haben es mit schwierigen Leuten zu tun. Da passieren Fehler. Manchmal kann das furchtbar enden“, erklärte Trump. Die Schießerei bezeichnete er als „etwas Schreckliches“.
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Die Reaktionen auf den tödlichen Vorfall sind heftig. Die Proteste gegen ICE verschärften sich, sodass Trump offenbar einen Militäreinsatz in Minneapolis vorbereiten lässt. Der Bürgermeister der Stadt, Jacob Frey, sowie Minnesotas Gouverneur Tim Walz forderten die Einwanderungsbehörde auf, ihre Präsenz in Minneapolis zu beenden. Polizeichef Brian O‘Hara äußerte Bedenken über die Auswirkungen der ICE-Präsenz auf die Sicherheit lokaler Polizeibeamter.
Der Bundesstaat hatte die Trump-Regierung wegen der Einsätze verklagt. Eine Bundesrichterin schränkte die ICE-Befugnisse daraufhin ein. Der Schütze, der Good erschoss, hat unterdessen offenbar keine Konsequenzen zu befürchten. In einem Interview mit Fox News sagte Vize-Generalstaatsanwalt Todd Blanche, dass das US-Justizministerium den Fall nicht untersuchen werde. (Quellen: New York Times, AFP, Fox News) (mt)