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Ukraine-Krieg: Trump attackiert plötzlich Russland – und spricht von kompletter Ukraine-Rückeroberung

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  • Nail Akkoyun
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Rückt ein Ende des Ukraine-Kriegs näher? Trump attackiert Russland und verspricht Kiew Unterstützung. Selenskyj ist erfreut. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 8:40 Uhr: Russland hat einen massiven Drohnenangriff auf die Energie- und Treibstoffinfrastruktur in der Region Wolgograd abgewehrt. Opfer gab es ersten Erkenntnissen zufolge nicht, wie Regionalgouverneur Andrej Botscharow erklärte. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 70 ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgefangen und zerstört.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 7:45 Uhr: Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Kursänderung von Donald Trump im Ukraine-Krieg begrüßt. Auf die Frage, was die Reaktion der EU dazu sei, sagte sie am Rande der UN-Vollversammlung in New York: „Nun, wir stehen dem sehr positiv gegenüber“. Das sei alles richtig. „Ja, wir sollten aufhören, russische Energie zu kaufen. Ja, die Ukraine sollte den Krieg gewinnen.“

Macron lobt Trumps Kurswechsel im Ukraine-Krieg

Update, 6:40 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Kehrtwende von Donald Trump im Ukraine-Krieg begrüßt. „Ich freue mich, dass der amerikanische Präsident an die Fähigkeit der Ukraine glaubt, nicht nur durchzuhalten, sondern ihre Rechte mit uns geltend zu machen“, sagte Macron vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. „Ich begrüße die Äußerungen des US-Präsidenten vor einigen Stunden, in denen er auf die fortschreitende Schwächung der russischen Wirtschaft und die Misserfolge Russlands vor Ort hingewiesen hat, das, stellen Sie sich vor, in mehr als 1000 Tagen trotz so vieler Verluste und so vieler ziviler Opfer kaum ein Prozent des ukrainischen Territoriums erobert hat.“

Update vom 24. September, 5:15 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sich überrascht über Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Kriegsverlauf gezeigt. Die Aussage von Trump, wonach die Ukraine ihr gesamtes von Russland besetztes Territorium zurückerobern könne, habe ihn überrascht, sagte Selenskyj dem Sender Fox News. Er wertete es als positives Signal, dass Trump und die USA bis zum Ende des Krieges an der Seite der Ukraine stehen wollen.

Update, 21:57 Uhr: Donald Trump hat sich überraschend klar zum Ukraine-Krieg positioniert und dabei seine Unterstützung für Kiew signalisiert. Auf Truth Social erklärte er, dass er sich inzwischen ausführlich mit dem Konflikt beschäftigt habe und nun glaube, „dass die Ukraine mit der Unterstützung der Europäischen Union in der Lage ist, zu kämpfen und die gesamte Ukraine zurückzuerobern“. Trump hob die finanzielle und militärische Hilfe der EU und der NATO hervor, die es ermöglichen könnten, „die ursprünglichen Grenzen“ der Ukraine wiederherzustellen.

Mit Blick auf Putins Vorgehen schrieb Trump: „Warum auch nicht? Russland führt seit dreieinhalb Jahren einen ziellosen Krieg, den eine echte Militärmacht in weniger als einer Woche hätte gewinnen können. Das spricht nicht für Russland. Im Gegenteil, es lässt das Land wie einen ‚zahnlosen Tiger‘ erscheinen.“ Zudem kündigte er an: „Wir werden weiterhin Waffen an die NATO liefern, damit die NATO damit machen kann, was sie will.“

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Erneut Stromausfall in Ukraine-AKW Saporischschja

Update, 20:57 Uhr: In dem von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine ist erneut die Stromversorgung ausgefallen. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist es bereits der zehnte Ausfall während des Ukraine-Kriegs. Die Versorgung über Notstrom-Dieselgeneratoren habe begonnen. 

Der ukrainische Atomkonzern Enerhoatom und die von Russland eingesetzte Kraftwerksleitung bestätigten den Stromausfall. Russland warf der Ukraine Beschuss vor, infolgedessen die Hochspannungsleitung unterbrochen worden sei. Zuletzt war das Kernkraftwerk Anfang Juli auf den Strom seiner Notstrom-Dieselgeneratoren angewiesen. 

Luftraumverletzungen von Russland: Trump für Abschuss russischer Jets

Update, 20:02 Uhr: US-Präsident Donald Trump befürwortet den Abschuss russischer Flugzeuge bei einer Verletzung vom Luftraum der NATO. Dies sagte er auf Nachfrage während des Treffens mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

US-Präsident Donald Trump fordert den Abschuss russischer Kampfflugzeuge, sollte es zu Flugraum-Verletzungen kommen.

Update, 20 Uhr: Derzeit trifft sich US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Er bezeichnete Selenskyj als „tapferen Mann“, der einen „höllischen Kampf“ liefere. Er werde im Laufe des Tages etwa 30 Treffen haben, das Treffen mit Selenskyj sei allerdings „wichtig“. Die USA hätten „großen Respekt“ vor dem Kampf, den die Ukraine gegen Russland liefere. Selenskyj bedankte sich bei Trump unter anderem für die Unterstützung und sagte, man werde sich darüber austauschen, wie man den Krieg beenden könne.

Update, 15:40 Uhr: Das russische Militär hat eigenen Angaben nach die Kontrolle über einen Großteil der umkämpften Frontstadt Kupjansk im ostukrainischen Gebiet Charkiw erlangt. Die russische Heeresgruppe West komme bei der Eroberung von Kupjansk voran, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. „Von 8.667 Gebäuden wurden 5.667 unter Kontrolle genommen“, heißt es in der verbreiteten Erklärung. Kiew hat das Vorankommen der Russen nicht bestätigt. Militärbeobachter haben die angebliche Kontrolle russischer Einheiten in dem Raum bislang ebenfalls nicht festgestellt.

Kupjansk ist wegen seiner Lage und verschiedener dort verlaufender Verbindungen eine strategisch wichtige Stadt. Mit der Eroberung von Kupjansk sei der weitere Vormarsch in die Tiefe des Gebiets Charkiw, etwa nach Isjum und Tschuhujiw möglich, skizzierte das russische Militär die weiteren Angriffspläne.

Luftraumverletzungen während des Ukraine-Krieges: Litauen trifft neue Entscheidung

Update, 14:40 Uhr: In Litauen kann das Militär entschiedener auf Verletzungen des Luftraums durch Drohnen reagieren, die in das Territorium des baltischen EU- und Nato-Landes eindringen und eine Bedrohung darstellen. Das Parlament in Vilnius ermächtigte mit Gesetzesänderungen die litauische Armee, bedrohliche Drohnen schneller und einfacher zu neutralisieren. 

Damit sollen zusätzliche Voraussetzungen geschaffen werden, um so frühzeitig und sicher wie möglich auf die zunehmende Zahl von Luftraumverletzungen durch unbemannte Flugobjekte feindlicher Länder reagieren zu können, hieß es in der Parlamentsmitteilung. 

Update, 14:35 Uhr: In Dänemark steht Russland unter Verdacht, hinter den Drohnensichtungen um den Flughafen in der Hauptstadt Kopenhagen zu stecken. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Anschuldigungen jetzt zurückgewiesen und von „unbegründeten Vorwürfen“ gesprochen.

Update, 12.51 Uhr: Die NATO warnt Russland unter Androhung von Gewalt vor weiteren Luftraumverletzungen. Die NATO und die Alliierten würden im Einklang mit dem Völkerrecht alle notwendigen militärischen und nicht-militärischen Mittel einsetzen, um sich zu verteidigen und Bedrohungen aus allen Richtungen abzuschrecken, heißt es in einer nach Beratungen in Brüssel veröffentlichten Erklärung aller 32 Bündnisstaaten.

Update, 11.49 Uhr: Ein neuer UN-Bericht dokumentiert systematische Folter ukrainischer Zivilisten durch russische Besatzer im Ukraine-Krieg. Von 216 befragten Personen, die seit Juni 2023 aus russischer Haft entlassen wurden, berichteten 92 Prozent von Misshandlungen, wie das UN-Menschenrechtsbüro mitteilte.

Die Ermittler stellten schwere Schläge, Elektroschocks und Scheinhinrichtungen fest. Rund 1800 ukrainische Zivilisten befanden sich nach ukrainischen Angaben im Mai 2025 noch in Haft bei den russischen Besatzern. „Menschen werden willkürlich von der Straße weggeholt“, erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk der AFP.

Luftraumverletzungen während Ukraine-Krieg: FDP warnt vor Reaktion – „Ist, was Putin will“

Update, 10.19 Uhr: Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat vor einer vorschnellen militärischen Reaktion auf russische Luftraumverletzungen gewarnt. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament bezeichnete Bilder eines brennenden russischen Flugzeuges als das, „was Putin wolle“ – eine gezielte Inszenierung des Kremlchefs.

Stattdessen plädierte sie für ein abgestuftes Vorgehen: Ein Pilot solle Eindringlinge zunächst über Funkfrequenzen ansprechen, dann das Waffensystem einloggen und erst als „Ultima Ratio“ abschießen. „Ich warne aber davor, dass wir jetzt 85 Millionen Menschen haben, die den Soldaten erklären, was sie zu tun und zu lassen haben“, sagte Strack-Zimmermann laut einer Pressemitteilung.

Update, 23. September, 7.58 Uhr: Litauen hat sich dafür ausgesprochen, die Ukraine in die geplante NATO-Drohnen-Mauer an der Ostgrenze einzubeziehen. Der litauische Außenminister Kestutis Budrys verwies auf große Verteidigungslücken der EU gegen Putins Drohnenangriffe. „Uns fehlt die richtige Ausrüstung, um Drohnen zu erkennen, zu verfolgen, zu orten und dann zu zerstören“, sagte Budrys laut Reuters am Rande der UN-Generalversammlung. Die Ukraine verfüge über bewährte Abwehrsysteme und müsse in die Drohnen-Mauer integriert werden.

Update, 22:50 Uhr: Außenminister Johann Wadephul warnt Russland vor weiteren Verletzungen des Luftraums von Nato-Partnern wie Polen oder Estland. „Jeder muss wissen: Wir sind jederzeit reaktionsfähig“, sagte der CDU-Politiker nach einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen der Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets in New York. „Wir sind zu flexiblen Antworten jederzeit fähig und fordern Russland auf, von weiteren aggressiven Akten und insbesondere Rechtsverletzungen Abstand zu nehmen“, fügte er hinzu. 

Update, 20:25 Uhr: Nach wiederholten Verletzungen des Luftraums osteuropäischer Nato-Staaten durch Russland haben die USA den betroffenen Staaten ihre Unterstützung zugesichert. Die USA würden „jeden Zentimeter NATO-Territorium verteidigen“, sagte der neue US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats in New York. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warf Russland eine „gefährliche Eskalation“ vor.

US-Botschafter Waltz sagte, Russland müsse „dieses gefährliche Verhalten dringend einstellen“. US-Präsident Donald Trump hatte den Baltenstaaten und Polen am Sonntag zugesichert, die NATO-Partner im Falle einer weiteren Eskalation durch Russland zu verteidigen. Auf eine entsprechende Reporterfrage antwortete Trump: „Ja, das würde ich.“

Ukraine-Krieg: USA wollen „jeden Zentimeter NATO-Territorium verteidigen“

Wadephul warf Russland in der Sicherheitsratssitzung eine „schwerwiegende Verletzung internationalen Rechts“ vor. Russland stelle mit „seinem rücksichtslosen Verhalten eine ernsthafte Gefahr für die regionale Sicherheit sowie für den globalen Frieden und die Stabilität dar“, betonte der CDU-Politiker.

Update, 19:48 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow für den 25. September angekündigt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Die beiden wollen am Rande der UN-Generalversammlung „Fragen von beiderseitigem Interesse“ erörtern, wie UN-Sprecher Stéphane Dujarric mitteilte.

Lawrow wird die russische Delegation bei der 80. Sitzung der UN-Generalversammlung anführen und dort am 27. September eine Rede halten. Neben dem Gespräch mit Guterres sind weitere Treffen geplant, darunter auch mit US-Außenminister Marco Rubio, wie die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa berichtete.

Update, 19:15 Uhr: Ungarn und die Slowakei sind zu einem hochrangigen EU-Videogipfel zur geplanten „Drohnen-Mauer“ an der Ostgrenze nicht eingeladen worden. Das bestätigte EU-Kommissionssprecher Thomas Regnier gegenüber dem ukrainischen Sender Suspilne. An dem Treffen am 26. September unter Leitung von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nehmen sieben EU-Staaten teil – Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Polen, Rumänien und Bulgarien – sowie die Ukraine. Beide ausgeschlossene Länder pflegen seit Beginn des Ukraine-Kriegs enge Beziehungen zu Russland und blockierten wiederholt schärfere EU-Maßnahmen gegen Moskau. Hintergrund sind mehrere Zwischenfälle mit russischen Drohnen, die rumänischen Luftraum verletzten und über Polen abgeschossen wurden.

Ukraine-Krieg: Druschba-Pipeline von EU-Sanktionen weiter unberührt

Update, 18:45 Uhr: Die EU hat bestätigt, dass ihr 19. Sanktionspaket gegen Russland die Druschba-Pipeline nicht betreffen wird. Trotz neuer Strafmaßnahmen gegen die Energieriesen Rosneft und Gazprom bleibt die Öllieferung nach Ungarn und Slowakei unberührt. „Weder Rosneft noch Gazprom spielen eine bedeutende Rolle bei der Ölversorgung über die Druschba-Pipeline“, sagte Anna-Kaisa Itkonen von der EU-Kommission der Nachrichtenagentur Suspilne. Die Pipeline ist für Ungarn und Slowakei überlebenswichtig – beide Länder widersetzen sich schärferen Sanktionen im Ukraine-Krieg und bestehen auf russischen Energielieferungen, bis Alternativen verfügbar sind.

Update, 18:22 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die wiederholten russischen Verletzungen des Luftraums osteuropäischer Nato-Staaten scharf kritisiert. Es sei eine „weitere gefährliche Eskalation“ durch Russland, dass russische Kampfjets am vergangenen Freitag zwölf Minuten lang in den estnischen Luftraum eingedrungen seien, sagte Wadephul am Montag in New York bei einer Debatte des UN-Sicherheitsrats zum Thema. Dies sei eine „schwerwiegende Verletzung internationalen Rechts“.

Russland stelle mit „seinem rücksichtslosen Verhalten eine ernsthafte Gefahr für die regionale Sicherheit sowie für den globalen Frieden und die Stabilität dar“, sagte Wadephul weiter.

Update, 17:34 Uhr: Deutschland und 48 weitere Länder haben die von Estland gemeldete Verletzung seines Luftraums durch russische Kampfjets scharf verurteilt. In einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung warfen die Länder Russland eine „gefährliche Eskalation“ vor. Ähnliche Vorfälle in Polen und Rumänien ließen auf ein „Muster russischer Provokationen gegen seine Nachbarn“ schließen, das die ganze Region gefährde, hieß es in dem Text.

„Russlands rücksichtslose Handlungen stellen nicht nur einen Bruch des Völkerrechts dar, sondern auch eine destabilisierende Eskalation, die die gesamte Region näher an einen Konflikt bringt als zu jedem anderen Zeitpunkt in den letzten Jahren“, hieß es in der Erklärung weiter. Dies sei eine gezielte „Provokation“, während sich die internationale Gemeinschaft bemühe, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Die Erklärung wurde von der EU und ihren Mitgliedsländern unterzeichnet sowie von den USA, Großbritannien, der Ukraine, der Türkei und weiteren Staaten.

Ansage an Putin: NATO-Land Polen will künftig russische Kampfjets im eigenen Luftraum abschießen

Erstmeldung: Polen wird nach Angaben von Regierungschef Donald Tusk resolut auf Verletzungen seines Luftraums reagieren. Die Regierung sei bereit, die Entscheidung zu treffen, Flugobjekte abzuschießen, die in polnisches Territorium eindringen und eine Bedrohung darstellen könnten, sagte Tusk polnischen Medienberichten zufolge auf einer Pressekonferenz in Sierakowice. Darüber gebe es keine Diskussion, fügte er hinzu.

Anders verhalte sich die Lage in weniger eindeutigen Situationen. Dann müsse man vorsichtiger vorgehen und zweimal überlegen, bevor man eine Entscheidung treffe, die zu einer ernsthaften Eskalation des Konflikts führen könnte, sagte Tusk. Der polnische Ministerpräsident verwies auf den Vorfall am Freitag, bei dem sich zwei russische Kampfjets im Tiefflug einer polnischen Bohrinsel in der Ostsee näherten, ohne die polnische Staatsgrenze zu verletzen. Tusk betonte zudem die Rolle der Verbündeten. Polen müsse sicher sein, dass diese den Vorfall genauso behandeln und Warschau im Falle einer Eskalation des Konflikts nicht allein dastehen würde. 

Rubriklistenbild: © Richard Drew/dpa

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